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In eigener Sache

Gewinn & Erneuerung

Der Herausgeber von Salto.bz, die Genossenschaft Demos2.0, hat auf der Mitgliederversammlung die positive Bilanz 2017 genehmigt und einen neuen Verwaltungsrat gewählt.
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Kommentare

Bild des Benutzers manfred wachter
manfred wachter 01.06.2018, 12:12

Gute Arbeit !

Bild des Benutzers Oliver H. (gesperrt)
Oliver H. (gesperrt) 02.06.2018, 11:07

Hier kann man die prozentuellen Anteile der Kosten und Einnahmen einsehen: https://www.salto.bz/de/support-salto Interessant wäre es, auch die absoluten Zahlen einzustellen.

Ist es das Ziel von salto.bz, langfristig auf eigenen Beinen zu stehen und nicht mehr auf Steuergelder angewiesen zu sein?

Bild des Benutzers Christoph Moar
Christoph Moar 02.06.2018, 12:08

Undurchdachte Frage. Krankenhäuser leben von Steuergeldern. Bauern, Unternehmer, Bibliotheken, Filmemacher, Künstler, Forscher, Marketingexperten, Hoteliere, Private Häuslebauer, Medienmacher, Sozialgenossenschaften, Universitäten, Bildungseinrichtungen, Autobauer, Zugbetreiber und viele mehr werden mit Beiträgen in ihrer wichtigen Arbeit unterstützt.
Mir fällt kein einziger intelligenter Grund ein, warum salto nicht um die Beiträge ansuchen sollte, die ihr zustehen.
Steuern steuern, Oliver. Selbst in extrem liberal-ökonomischer Weltsicht. Und darum wird das Steuervolumen auch rückinvestiert. In all diesen Dingen. Stell dir vor, der Staat wäre ein Unternehmen. Und er würde nicht mehr investieren. Du ahnst, was dann passiert.

Jedes natürliche und juridische Subjekt, dich eingeschlossen, hat verschiedene Finanzierungsquellen. Es ist unternehmerisch nie die richtige Frage, wann man denn gedenken würde, auf eine bestimmte Finanzierungsquelle zu verzichten. Die richtige Frage ist immer, wo investiert man die Mittel, die man verfügbar hat.

Bild des Benutzers Oliver H. (gesperrt)
Oliver H. (gesperrt) 02.06.2018, 15:08

So undurchdacht ist die Frage nicht. Es ist sehr wohl ein Unterschied, ob ihr auch ohne Subventionen kostendeckend arbeiten könnt und den Überschuss dann investiert oder ob man selbst mit Subventionen nur knapp zu Wege kommt.

Denn wenn man im Fall des Falles auch auf einen Geldgeber verzichten kann, ist man wahrhaft unabhängig. Gerade deshalb hätten mich die absoluten Zahlen zu den Prozent-Werten interessiert.

Im Übrigen möchte ich dich darauf hinweisen, dass du meine Frage wohl missverstanden hast: Ich habe nämlich nicht gefragt, ob es euer Ziel ist, auf Steuergelder zu verzichten, sondern ob es euer Ziel ist, nicht mehr darauf angewiesen zu sein. Das ist ein Unterschied.

Bild des Benutzers Christoph Moar
Christoph Moar 02.06.2018, 15:13

"Denn wenn man im Fall des Falles auch auf einen Geldgeber verzichten kann, ist man wahrhaft unabhängig"

Du bist wahrlich kein Unternehmer. Förderungen machen dich nicht abhängig. Sie unterstützen den Aufbau schwieriger Märkte, in denen die reine Marktwirtschaft versagt.

Kein Pendler ist von jemandem abhängig, nur weil er die Pendlerbeiträge kriegt. Er kann sie nutzen, um einen ansonsten unattraktiven Arbeitsort auch noch zu bedienen, und damit sich und den Betrieb weiter bringen.

Genauso ist es mit Medienförderung.

Bild des Benutzers Oliver H. (gesperrt)
Oliver H. (gesperrt) 02.06.2018, 17:26

Wenn du schon das Beispiel vom Pendler und den Pendlerbeiträgen in Bezug auf Abhängigkeit bemühst, musst du aber auch die Rollenverteilung klarlegen: Salto.bz ist in diesem Fall nämlich nicht der Pendler - sondern der "unattraktive Arbeitsort".
Ich glaube du hast meinen Kommentar als Angriff missverstanden. Ich betone noch einmal: Ich kritisiere euch nicht dafür, dass ihr diese Subventionen beansprucht.

Die absoluten Zahlen würden mich aber schon interessieren - und ich stehe damit sicher nicht allein da.

Wenn man von den 17.000€ Gewinn liest, wundert es mich auch nicht mehr, dass euer Herausgeber offen Kunden dazu auffordert, Salto zu verlassen und andere Medien zu nutzen. Das ist nicht gerade klug, wenn man gleichzeitig nach Spendern, Abonnenten und Testimonials sucht.
Wenn er über seinen Schatten springt und sich für dieses Fehlverhalten entschuldigt, leiste ich gerne einen Beitrag, um Salto (finanziell) unabhängiger zu machen.

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 02.06.2018, 17:41

"Wenn er über seinen Schatten springt und sich für dieses Fehlverhalten entschuldigt, leiste ich gerne einen Beitrag".. du hast wahrlich Nerven Oliver.

Bild des Benutzers Christoph Moar
Christoph Moar 02.06.2018, 18:05

Hach, Oliver.
Sobald du Bilanzen liest, fallen dir ganz schnell eine handvoll Gründe ein, warum Gewinne entstehen. Oder bist du echt in der Lage immer eine Punktlandung auf die schwarze Null zu machen?

Im Genossenschaftswesen ist Gewinn das wahrscheinlich letzte Unternehmensziel, weil du nix damit tun kannst, außer es zu reinvestieren. Genauso gut kannst du auch vorher investieren und eine Punktlandung schaffen. Brilliant, wenn du das stets so hinkriegst. Ich ziehe meinen Hut :)

Im Übrigen, stell dir vor: Gewinne sind thesauriertes Eigenkapital. Und das macht dich stärker. Wie geil ist das denn? :)

Und, ja, würdest du Mitglied werden: auch das wäre Eigenkapital. Super Sache. Kriegst du wieder zurück, sobald du aussteigst. Trau dich, werde Genosse!

Bild des Benutzers Tomas Kofler
Tomas Kofler 04.06.2018, 17:52

Als Verwaltungsratsmitglied sollte man sich nicht auf diesem Niveau in den Kommentaren fetzen. Auch dann nicht, wenn zugegebenermaßen reichlich Unsinniges geschrieben wurde.
Entweder ihr lässt die Zügel laufen, oder fängt an zu moderieren...
P.s. Da Salto laut Ihrer Aussage Beiträge aus dem Steuertopf wortwörtlich "zustehen" hoffe ich schon, dass in Zukunft die Gelder, die die Athesia bekommt, nicht journalistisch kritisiert werden...

Bild des Benutzers Christoph Moar
Christoph Moar 04.06.2018, 19:24

@Tomas - sorry, hab den falschen Kommentarblock erwischt. Meine Antwort bitte siehe unten.

Bild des Benutzers Robert Tam...
Robert Tam... 03.06.2018, 16:48

So wie Oliver fände auch ich die absoluten Zahlen der Einnahmen interessant. Besonders wertvoll fände ich auch eine transparente Auflistung der Werbeerlöse (Banner, Blogs, Kooperationen und dergleichen), die von der öffentlichen und von der halböffentlichen Hand kommen.

Bild des Benutzers Christoph Moar
Christoph Moar 04.06.2018, 19:23

"Als Verwaltungsratsmitglied sollte man sich nicht auf diesem Niveau in den Kommentaren fetzen."

Mit Verlaub, ich glaube du verkennst meinen Versuch, mit Charme zu antworten. Trotz Smileys ist dies wohl nicht immer erkennbar, wenngleich mir scheint, dass Oliver meine Erklärungen wohlwollend, weil von seiner Seite mit +1 gekennzeichnet, zur Kenntnis genommen hat, er kennt mich auch schon ziemlich lange und es würde mich wundern, wenn er deine Meinung teilen sollte, ich würde mich mit ihm befetzen.

Ich antworte hier im Übrigen als Blogger und Kommentator, wie ich es seit Gründung von Salto.bz tue und, wie man mir sagt, stets mit der nötigen Höflichkeit und inhaltlichen Relevanz. Dass ich auch Verwaltungsratsmitglied bin ändert gewiss nichts daran, wie ich mich hier, unter Einhaltung der Netiquette, weiterhin beteilige.

Aber, wie gesagt, ich hab die Erfahrung schon oft gemacht. Das, was dem Schreiber (in diesem Fall: mier) manchmal völlig harmlos vorkommt, erscheint jemand anderem (hier: dir) möglicherweise rabiater als es gemeint war. Wenn es helfen soll, sei dir versichert: der Smiley in meinem Kommentar sollte den Scherz, den man im direkten Gespräch rüberbringen kann, repräsentieren.

Zur Sache an sich, nicht jeder Leser von Salto ist ein Wirtschaftsfachmann, und nicht jeder Salto Redakteur wäre für den Sole 24 Ore geeignet. Zum Beispiel ist es nicht sehr aussagekräftig, einen Gewinn einer einzelnen Einnahmen- Überschussrechnung zu betrachten, wenn man nicht *mindestens* gleichzeitig einen Mehrjahresblick auf Aktiva und Passiva wirft. Beides zusammen analysiert ergeben Zahlen, die etwas bedeuten. Eines davon einzeln betrachtet hat eine so geringe Aussage, dass es schade ist, dass wir hier Bits und Bytes dafür aufwenden.

Ein Beispiel, der Klassiker: es droht dir ein negatives Betriebsergebnis. Du verscherbelst dann ganz schnell deine Aktiva (Immobilien, Sachanlagen, Vermögensgegenstände). Unternehmen, die kurz vor dem ex stehen, tun das ganz gerne, manchmal verkaufen sie sogar echte Betriebsmittel und mieten sie dann sofort wieder ein. Nennt sich dann sale-and-lease-back. Eine solche kurzfristige Einnahme (durch den Verkauf), führt dann zu einem Buchgewinn (wenn die Verluste nicht eh nochmal viel größer waren). Sagt aber einfach gar nix darüber aus, ob es dem Unternehmen gut oder schlecht geht.

Oder: eine prognostizierte Einnahme kommt unerwartet nicht im Dezember, in dem du sie budgetiert hast, sondern erst viel später. Kommt schon vor. Schon hast du im letzten Jahr ein Einnahmendefizit, das zu einem Verlust führen kann. Dafür hast du später, wenn die Zuwendung kommt, dann etwas mehr Einnahmen als zunächst geplant.

Das sind nur zwei Beispiele, keine konkreten Situationen. Es sollte aber reichen, um zu verstehen, dass eine Frage zu einem Gewinn keinen Sinn ergibt, wenn man sich nicht (auch) die Gewinne oder Verluste der Vorjahre betrachtet, und wenn man nicht auch den Business Plan und die Aktiva/Passiva des Unternehmens berücksichtigt. Aber liest dir nochmal den Artikel durch, hier berichtet (und verdichtet!) die Redaktion bunt über den Inhalt einer Jahreshauptversammlung. Es ist nicht ein finanzpolitischer Artikel der SWZ.

Worum gehts also?
Die ursprüngliche Frage von Oliver stellt in den Raum, ob man in Zukunft nicht auf "Steuergelder angewiesen" sein möchte. Für mich als Unternehmer ist diese Frage einfach irrelevant. Steuergelder sind Einnahmen wie jede andere auch, sie sind nicht postivier oder negativer als andere. Wäre mein Produkt eine sterbende, ökologisch bedenkliche Unternehmung, würde ich (moralisch) anders denken. Solange ich aber ein Produkt habe, das es zu fördern und auszubauen gilt, ist an einer Förderung, die anschiebt, und nicht übers Ziel hinausschiest, nichts schlechtes zu sagen. Du weißt eh. Ohne Anschubförderung keine Elektroautos. Keine Solartechnologie. Keine Ökotechnologien. Keine Grundlagenforschung. E chi piu ne ha, piu ne metta.

Haken wir also das vermeintlich "anrüchige" einer Förderung ab.

Bleibt die Vermutung, man mache sich von jemande oder etwas abhängig, zumindest, wie Oliver das vermutet, auf ökonomischer Basis. Unternehmerisch betrachtet ist es ganz einfach: Aufgrund prognostizierter Einnahmen , Liquidät, Eigen- und Fremdkapital und den zu erwartenden Flüssen entscheidet man, welche Aktivitäten und Investitionen man macht oder nicht macht. Wenn eine legitime Finanzierungsquelle Steuergelder vorliegt, dann hat man sie wahrzunehmen, sonst wäre man ein schlechter Kaufmann. Und wenn sie nicht (mehr) vorliegen sollte, hat man sein Geschäftsgebahren, seine Ausgabenseite, entsprechend darauf auszurichten. Ganz simpel, ehrlich. Solange du keine langfristigen Verpflichtungen eingegangen bist, die deinen gesamten Cashflow belasten, kannst du auf Schwankungen deiner Einnahmenseite reagieren wie auf viele viele andere Dinge auch, die sich im Wirtschaftsleben so stellen. Wenns nach mir geht: sei also beruhigt, Oliver. Hier ist man Genossen einer Genossenschaft, und keiner bläst ein explosives Ding auf. Das überlassen wir lieber den Investmentbanker, wir wissen ja, wo das dann hinführt :)

Dies, und noch viel mehr, würde man bei einer ausführlichen Besprechung eines unternehmerischen Business Plans erfahren. Mit Besprechung einer Vorjahresbilanz, und mindetens einer Liquiditäts- und Investitionsplanung. Jedes Mitglied von demos kann jederzeit, aber auch mindestens einmal im Jahr zu den Details der Rechnungslegung informiert werden. Darum mein erneuter Aufruf: werdet ruhig Mitglieder, das lohnt sich. Und eure Fragen können dort beantwortet werden, wo sie hingehören.

Einen lieben Gruß!

Bild des Benutzers Tomas Kofler
Tomas Kofler 04.06.2018, 21:42

1. Als normalsterblicher User habe ich leider keine Einsicht welcher Leser einen Kommentar mit +1 liket, im Gegensatz zu Ihnen.
2. Das wir beim "Du" waren, ist mir neu.
3. Ich persönlich habe absolut nichts dagegen, dass ihr Beiträge erhält; finde es aber nicht richtig, dass Salto im Gegenzug immer auf der Athesiagruppe rumreitet, wenn sie Subventionen erhält.

Bild des Benutzers Christoph Moar
Christoph Moar 04.06.2018, 23:07

Ach, keine Sorge, ich bin auch nur normalsterblich, es reicht zum richtigen Zeitpunkt den gelben Block aus der Community geöffnet zu haben, und schon weiß man, wer was Liked.

Keine Sorge, ich, und viele andere hier, duzen uns, solange kein Gegenteil verlangt wird. Mangels wissen über Alter und Geschlecht ist das gar nicht unüblich, und widerspricht, solange man höflich ist, in keinster Weise der Netiquette. Nachdem es zu stören scheint, kann ich bei Kenntnis einer Sache durchaus Auswege finden.

Generell habe weder ich noch irgendjemand im Haus irgend eine Idee, was welcher Blogger oder Journalist für Themen aufgreift. Den hier genannten Zusammenhang werde ich nochmals durchlesen gehen. Bei Subventionen ist es nämlich so eine Sache: manche, ohne jetzt den konkreten Sachverhalt zu berühren, sind moralisch fragwürdig. Darum bin ich ganz persönlich gegen der aktuell angedachten flat Tax, zum Beispiel. Sie würde diejenigen fördern, die es am wenigsten brauchen. Sowas kann man dann durchaus kritisieren.

Besten Gruß, und natürlich gerne per Du, falls erwünscht. Lieben Gruß.

Bild des Benutzers Tomas Kofler
Tomas Kofler 05.06.2018, 07:55

Ob manche Subventionen „moralisch fragwürdig“ sind, ist unternehmerisch irrelevant, solange sie gesetzlich in Ordnung sind. Wie Sie selbst sagen ist es für Sie eine weitere Einnahme. Wenn Salto aus demselben Steuertopf nascht wie Athesia oder die Tageszeitung kann man sich schwer aufregen, wenn man mit der Aufteilung unzufrieden ist. Man geht dann eben vor Gericht, wenn man‘s ungerecht findet. Aber Richter und Ankläger in Personalunion ist ebenfalls moralisch fragwürdig

Bild des Benutzers Christoph Moar
Christoph Moar 05.06.2018, 09:56

Seltsam. Ich schrieb von Flat Tax. Wenn sie kommt, kriegt sie jeder, und ist gesetzlich völlig in Ordnung. Es spricht nichts dagegen, dies trotzdem moralisch fragwürdig zu finden. Ohne dabei Richter und Ankläger zu sein, ich wüsste nicht, wie das gehen sollte.

Bild des Benutzers Tomas Kofler
Tomas Kofler 05.06.2018, 11:00

Ich spreche von Medienförderung. Das Thema Flat Tax wurde von Ihnen ausgegraben, was ich wiederum seltsam finde. Darauf bin ich dann auch gar nicht eingegangen.
P.s. bezüglich likes bei Kommentaren. In Communitiy Live sieht man nicht, welcher Kommentar bewertet wurde... Robert Tam hat z.B. grad 6 Kommentare bewertet. Also können Sie nicht wissen ob Oliver H. Ihren oder meinen geliked hat...

Bild des Benutzers Christoph Moar
Christoph Moar 05.06.2018, 12:13

Es ist ganz einfach. Wenn ein Artikel keine Likes hat, und man dann auf der gelben Box sieht, dass Oliver zwei Bewertungen abgegeben hat, und dann den Artikel anschaut, sieht man ganz leicht, was Oliver bewertet hat. Man muss nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Wenn man einen Artikel live mitverfolgt und
sich merkt, wo welche Likes waren, kann man sogar jeden einzelnen Like zuordnen. Wenn man gerade dabei ist, Artikel zu kommentieren, ist das ganz einfach, solange likes so sparsam verteilt sind wie auf salto. Übrigens sind die Likes von Oliver danach auch von einem anderen Kommentator wieder runtergerated worden, auch das konnte jeder nachvollziehen, ohne Superkräfte oder sonstige Werkzeuge, die ich genauso wenig habe wie andere hier.

Zur Sache an sich, ich habe den hier beanstandeten Artikel zur Medienförderung weder ausgegraben noch gelesen - kann dazu also nichts sagen, wie ich oben deutlich schrieb. Dass aber "generell" jemand keine Kritik zu einer Förderung sagen kann, wenn er sie selbst in Ansprich nimmt (was ja die Kernaussage der hier geäußerten Kritik ist), weise ich aus meinem Verständnis zurück - und zwar allgemein betrachtet, ohne den konkreten Fall zu meinen, denn dazu müsste ich den Artikel erst lesen. Genau darauf habe ich hingewiesen, und das Flat Tax mit "zum Beispiel" gekennzeichnet.

Man kann als ersten Schritt darüber reflektieren, dass Kritik an der Verteilung einer Förderung nicht dasselbe ist, wie Kritik an der Förderung an sich. Eine zweite Überlegung kann man darüber machen, dass man sogar eine Förderung kritisieren kann, wenn man sie selbst erhält. Hier gilt mein Flat-Tax-Beispiel. Und eine dritte Eigenheit der Überlegung liegt darin, dass das wirtschaftliche Subjekt keine Einheit mit der Redaktion darstellt, und umgekehrt. Im Idealfall ist es also für salto egal, ob und wo Demos Einnahmen erzielt. Und für Demos egal, ob und was salto für Artikel schreibt. Demos Ziel ist die Sicherstellung, dass eine offene, qualitative, partizipative, mehrsprachige Plattform wie Salto existiert, finanziert und ausgebaut werden kann. Blogger, Autoren und Kommentatoren produzieren Inhalte und Kritik an den Inhalten. Das ist auch sehr gut so.

Bild des Benutzers Tomas Kofler
Tomas Kofler 05.06.2018, 13:36

Leider kann ich aus zeitlichen Gründen nicht ständig live verfolgen wer genau wann wo was liked oder disliked...
Zum Thema Medienförderungen reflektier ich mal: Es gibt eine ganze Reihe von Artikeln auf Salto, vor allem was die Verteilung betrifft.
Wenn man diese jedoch näher betrachtet, ist die Athesia gar nicht so schlimm.
2016 hat Stol 141.000€ an Förderungen erhalten, Salto 31000 ... das 4,5fache

Salto hat 7000 User täglich... Stol über 100000 (laut eigenen Aussagen 165000)...
Das 15fache wobei beide ja die gleiche theoretische Reichweite haben.

Ich seh da keine ungerechte Behandlung, im Gegenteil. Und ausser den Userzahlen gibt es keinen seriösen Schlüssel um die Gelder zu verteilen. Mal angenommen die Landesverwaltung verdoppelt Beiträge für Salto ... wie sollte sie das jemals begründen können.

Aber jetzt sind wir schon arg vom Thema abgekommen...

Bild des Benutzers Oliver H. (gesperrt)
Oliver H. (gesperrt) 05.06.2018, 20:22

Christoph Moar hat es richtig interpretiert, was das "Wohlwollen" angeht.

Dennoch finde ich nach wie vor die absoluten Zahlen spannend. Es geht dabei schließlich nicht darum Salto im Sinne einer Unternehmensbewertung unter die Lupe zu nehmen, wie man es vielleicht mit einem Unternehmen machen würde, dessen Aktien man zu kaufen beabsichtigt. Es geht mehr darum ein Gefühl zu bekommen, wie viel Aufwand hinter Redaktionsfinanzierung, Rechtssachen etc. steckt. Die Prozentangaben um eine fünf- bis sechsstellige Zahl zu ergänzen wäre kein Aufwand. Dass bits und bytes dafür zu schade sind, finde ich nicht. Das ist ja das Plus der digitalen Medien - die Publikationsfläche ist weniger begrenzt als in Printmedien.

Die Zahlen einfach hinzuzufügen wird auch kein so großer Aufwand sein - sie liegen ohnehin vor. Das ist also eine Aufgabe von weniger als fünf Minuten.

Bild des Benutzers Karl Trojer
Karl Trojer 06.06.2018, 11:08

Dem Projekt salto.bz die bescheidenen Subventionen in Frage zu stellen, ist, nach meinem Verständnis, eher nörglerisch denn demokratisch.

Bild des Benutzers Robert Tam...
Robert Tam... 06.06.2018, 14:40

Die Subventionen für Salto waren sehr üppig, wenn man noch die indirekten Subventionen (Werbeschaltungen durch öffentliche und halböffentliche Institutionen) dazurechnet, war die öffentliche Hand bei Salto mehr als großzügig.
Bescheiden ist wennschon der Publikumserfolg des Portals - eben trotz großzügiger Zuwendungen. Wie ich schon in der Vergangenheit geschrieben habe: Salto kann und muss besser werden.
Bei solch üppiger Subventionierung ist es absolut demokratisch, einmal kritisch nachzufragen, warum die Leserzahlen so schwach bleiben.

Anders als Christoph Moar, finde ich es nicht ganz unproblematisch, wenn ein Medium so stark wie eben Salto vom öffentlichen (und halböffentlichen) Geldhahn abhängt (egal wie viel Prozent der Zuwendungen als Werbung versteckt werden): dadurch wird ein sonst eher leserschwaches Medium ermuntert, größere Investitionen zu machen (verstärkt Personal anwerben, Räumlichkeiten anmieten), die dann im Folgejahr als Kostenpunkt große Sorgen bereiten, wenn nicht wieder das Land indirekt und direkt subventioniert. Ein so vom öffentlichen Geldhahn abhängiges Medium riskiert, besonders stark vom Goodwill der Landesregierung abzuhängen, ergo eventuell sogar gezwungen zu sein, "zahm" zu sein.

Bild des Benutzers Karl Trojer
Karl Trojer 06.06.2018, 11:11

Dem neuen Vorstand der demos.2 Gen.m.b.H. meinen herzlichen Glückwunsch und viel gute Zeit in den kommenden Jahren ! Dem bisherigen Vorstand gilt mein aufrichtiger Dank für dessen intensiven Einsatz und die hervorragenden Ergebnisse bei salto.bz !

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