Gesellschaft | Museion

"Riaprite il wifi pubblico"

Harte Kritik der Schriftstellerin Francesca Melandri an der Abschaffung des Gratis-Wlan-Netzes vor dem Bozner Museion.

Südtirol interessiert sie nicht nur als Schauplatz ihres ersten Romans „Eva dorme“. Die römische Autorin Francesca Melandri war ganze 15 Jahre ihres Lebens Wahl-Südtirolerin und verfolgt die Entwicklung des Landes wie auch derzeit bei regelmäßigen Aufenthalten in ihrem Haus in Bruneck. Entsprechend schnell reagierte Melandri auch auf die Neuigkeit, dass das Bozner Museum sein kostenloses Wlan-Netz abschaltet. „Schaltet das öffentliche Wi-Fi wieder an“, forderte die Schriftstellerin die Museions-Verantwortlichen auf. Die Entscheidung, ein Netz nicht mehr zur Verfügung stellen, weil es von Migranten und Flüchtlingen genutzt wird, verstoße gegen sämtliche Werte, die eine kulturelle Institution leiten sollen, kritisiert Francesca Melandri. Internet sei für Flüchtlinge vielfach ein Überlebensinstrument, es ermögliche ihnen mit ihren Familien zu kommunizieren, die sie seit vielen Monaten oder Jahren nicht gesehen hätten. Umso eindringlicher der Appell, den die Schrifstellerin an die Museumsverantwortlichen richtet.

„La cultura per sua natura è inclusiva e generosa, non avara ed escludente. Dimostrate che l'arte a Bolzano non è sinonimo di grettezza ma di civiltà. Riaprite il wifi pubblico".

Bild
Profil für Benutzer Sergio Sette
Sergio Sette Di., 29.12.2015 - 16:31

Non conosco il motivo dell'interruzione del servizio ma il wifi pubblico presenta problematiche di diversa natura. In primo luogo di tipo giuridico (es. di responsabilità, o di violazione del Codice delle Telecomunicazioni) ma anche aspetti controversi quali la sua (presunta) nocività che ha costretto diversi enti a ritornare sui propri passi e disinstallare le antenne.
Personalmente sono abbastanza scettico anche sul principio. Al di là del problema reale che il "digital divide" pone, non credo che la connessione libera per tutti possa essere la soluzione. Si scambia il problema del digital divide con il "diritto" a poter comunicare gratuitamente. Se così fosse sarebbe allora da richiedere non solo il wifi ma anche il telefono fisso e mobile.

Di., 29.12.2015 - 16:31 Permalink
Bild
Profil für Benutzer gorgias
gorgias Mi., 30.12.2015 - 09:07

Dass das ein Problem ist, wenn sich Obdachlose irgendwo niederlassen versteht wohl kaum jemand? Vor kurzem wurde der Wartesaal in Klausen durch eine Polizeiauto geräumt, das durch Rumänen als Schlafstätte umfunktioniert wurde. Die Geruchsbelästigung war so groß dass man es vorzug in der Kälte zu stehen als die Wärme des Wartesaals aufzusuchen.
Wer sich dafür einsetzt, dass öffentliche Güter von Obdachlosen zweckentfremdet werden, wie unter anderem auch Bibliotheken, ist dumm und oberflächlich und sollte sich eher fragen warum kein anderes Angebot gibt das von dieser Personengruppe bevorzugt wird.

Nebenbei soll Melandri die Klappe halten mit ihrer Großtuerei. Ich kann mich erinnern, wie sie bei einer Vorlesung das Publikum belehren wollte die zweite Landessprache besser zu lernen und geistig offener zu sein. Sie selbst konnte aber kaum zwei gerade Sätze auf deutsch sagen und wechselte selbst gleich zum Italienischen, obwohl sie ja, wie bereits gesagt 15 Jahre in Südtirol lebte und außerdem mit einem deutschen Muttersprachler verheiratet ist.

Mi., 30.12.2015 - 09:07 Permalink
Bild
Profil für Benutzer Robert Tam...
Robert Tam... Mi., 30.12.2015 - 11:13

Antwort auf von gorgias

Wenn man wie Frau Melandri das Feriendomizil in Bruneck nur ab und zu besucht, ist es kein Kunststück, vollmundige Kommentare über Inklusion, Großzügigkeit und Anstand in Bozen hinauszuposaunen.
Statt nur wohlfeile Forderungen herumzuwerfen, könnte Francesca Melandri mit gutem Beispiel vorangehen und ihre Brunecker Wohnung für Flüchtlinge zur Verfügung stellen.

Mi., 30.12.2015 - 11:13 Permalink