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Cenerentola dell’agricoltura?

Kössler (Consorzio Mela Alto Adige): “La coltivazione integrata è spesso oggetto di critiche ma produciamo prodotti sani”. E arriva l’endorsement a livello nazionale.
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L'indagine

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Kommentare

Bild des Benutzers Sigmund Kripp
Sigmund Kripp 12.04.2019, 10:32

Viele Menschen scheinen sich nicht mehr ganz von diesen Industrieinformationen beeindrucken zu lassen: In Deutschland z.B. ist die Nachfrage nach biologischen Lebensmitteln bzw. deren Verkaufsanteil doppelt so hoch, wie die deutsche Produktion. D.h., es muss Bioware importiert werden. Der Preisunterschied von konventioneller und biologischer Ware aber basiert vor Allem auf den externalisierten Kosten der chemisch-synthetischen Produktion. Müsste die konventionelle Landwirtshaft all jene Kosten übernehmen, die sie verursacht, wären "konventionelle" Lebensmittel viel teurer....

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Sepp Bacher 13.04.2019, 11:05

"D.h., es muss Bioware importiert werden." Ja um diesen Bedarf zu decken, gibt es Investoren, die z. B. in Rumänien große Ländereien aufkaufen, wodurch die örtlichen Bauern ihre Existenz verlieren, um großflächig maschinell (man kann sagen industriell - weil Monokulturen) Bio-Produkte anzubauen und dadurch gute Gewinne zu erzielen. Zu diesen Großinvestoren gehört auch ein Südtiroler Namens Kostner. Steht das dafür? Was ist daran noch biologisch im Sinne von ökologisch? Dieser Bio-Konsum müsste wohl überdacht werden!?

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Markus Lobis 12.04.2019, 13:04

Es geht nicht nur um eventuelle Rückstände auf dem Produkt, sondern auch um die Produktionsweise und deren Auswirkungen. Fakt ist, dass in Südtirol sehr große Mengen an chemisch-synthetischen Wirkstoffen ausgebracht werden und weit über die Grundstücke hinaus verfrachtet werden, für die sie bestimmt sind. Es ist auch ein Fakt, dass Menschen unmittelbar angrenzend an Anlagen leben, in denen für zahlreiche Tage im Jahr ein gesetzlich vorgeschriebenes Wiederbetretungsverbot gilt.

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Peter Gasser 12.04.2019, 14:54

bitte um Korrektheit:
das Wiederbetretungsverbot ist ein Schutz bei offenen Anlagen, damit niemand die frisch benetzten, noch nassen Blätter „ableckt“, bzw. damit arbeitende Menschen dort geschützt sind, welche Jahr und Tag dort arbeiten.
Das Wiederbezretungsverbot hat keinerlei Auswirkungen auf Menschen, welche in angrenzenden Häusern leben. Wie wollten Sie da neben Industrieanlagen leben oder neben Handwerksbetrieben? Bitte doch die Kirche im Dorf zu lassen.
Da ist ein Handwerksbetrieb, welcher seine Schadstoffe nach außen absaugt, wohl gefährdender. Diese Verteufelung des Obstbauern, nur weil seine Produktionsfläche im Freien und einsehbar ist, ist doch sehr unprofessionell.
Stellen Sie sich vor, Sie wohnen neben einem Labor, in welchem Atemschutz- und Handschuh-Pflicht ist, aufgrund von möglicher Konatmination der Mitarbeiter: prangern Sie den dann auch ständig an, weil Sie daneben leben?

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Markus Lobis 12.04.2019, 15:41

Wenn seine Stoffe auf mein Grundstück gelagen, schon.

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Peter Gasser 12.04.2019, 15:51

... und wenn die Stoffe des Auspuffes Ihres Nachbarn auf Ihr Grundstück/in Ihre Wohnung gelangen, muss er dann sein Fahrzeug stilllegen? Und wenn die Stoffe des Schlossereibetriebes, der Autowerkstätte und der Tischelerei Ihre Dorfes auf Ihr Grundstück gelangen, müssen die alle zusperren? Und wenn die Abgase der LKWs auf der Hauptstrasse auf Ihr Grundstück gelangen, müssen die alle sofort stehen bleiben? Und wenn Sie ihr Baumwollhemd untersuchen lassen: werden alle angeprangert, welche dort Spuren hinterlassen haben? Und wenn nachts in Ihrem Haus französischer Atomstrom verwendet wird, wird dann der Stromverbund gekappt?
Und wenn Ihre Schuhe Mikro-Plastikabrieb verursachen, darf ich dann von Ihnen erwarten, dass Sie bitte ohne diese auskommen, und barfuss gehen?
.
Oder haben Sie es NUR mit dem Südtiroler Obstbauern?
... dann allerdings hat dies wohl eher andere Gründe...

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Oskar Egger 12.04.2019, 19:14

Tatsache ist, in der Landwirtschaft gibt es inzwischen gute Alternativen. Niemand muss mehr Glyphosat ausbringen und jeder kann etwas besser machen. das Auto kann ich auch weitgehend stehen lassen, aber ich kann kein Wasser tanken und meine Schuhe kann ich auch mehrere Jahre tragen, z.B. Jeder kann was ändern, auch der Landwirt (dem fällts halt vielleicht schwerer).

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Peter Gasser 12.04.2019, 19:24

dem ist nichts entgegenzuhalten - ausser dem letzten Halbsatzele in Klammern, aber das musste halt sein ;-)

Bild des Benutzers Markus Lobis
Markus Lobis 12.04.2019, 21:28

Lieber Herr Gasser, bitte entschuldigen Sie: diese Larmoyanz, die aus Ihren Worten spricht ist weder für die Bauern noch für sonst jemanden hilfreich: Ich bemühe mich um ökologische und ressourcenschonende Lebensweise und trete mit Nachdruck gegen die vielfältigen Belastungen von Mensch und Umwelt auf, seit ich denken kann.

Nach vielen Auseinandersetzungen, Gesprächen, Attacken, Streit und Nachdenken komme ich langsam zum Schluss, das viele Südtiroler Bauern von tiefem Frust durchdrungen sind. Sie sind damit nicht allein, frustriert sind auch die Landesangestellten, die KrankenpflegerInnen, die Ärzte, die Lehrer und was-weiß-ich-wer-alles. Aber das mit den anderen ist eine andere Geschichte.

Obwohl Sie es vielleicht nicht glauben, rede ich viel mit Bauern und treffe dort auf sehr unterschiedliche und vernünftige Positionen und ich habe Verständnis dafür, dass es nicht so leicht ist, von heute auf morgen auf die ökologische Landwirtschaft umzustellen. Das ändert aber nichts daran, dass ich diese für die einzig mögliche Form der Landwirtschaft halte. Seit meinen Gesprächen mit Felix Prinz zu Löwenstein, Alexander Agethle, Martin Häusling und Sigmund Kripp, die Sie in der Mediathek von www.querdenkenurania.wordpress.com nachhören können und seit meinen Arbeiten am Film "Das Wesentliche ist das Denken | Bioweinbau in Südtirol" für RAI Südtirol (mit Luis Lageder, Christian Kerschbaumer, Andreas Dichristin, Sigmund Kripp und Patrick Uccelli, hier: http://www.raisudtirol.rai.it/de/index.php?media=Ptv1444940280) bin ich überzeugt, dass neue Wege dringend beschritten werden müssen und können und dass wir mit einer mutigen Vorwärtsstrategie zu den Pionieren gehören könnten, die eine hoch attraktive und lukrative Bio-Region schaffen könnten.

Und damit meine ich ausdrücklich nicht eine Bio-Apfelregion sondern ein stark diversifiziertes Bio-Anbaumodell. Vielleicht können wir diese Überlegungen einmal irgendwo in einem persönlichen Gespräch vertiefen.

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 12.04.2019, 22:08

Lieber Herr Lobis, Ihr Engagement in Ehren, aber nach „Demenz“ (ein anderer User) kann ich auch mit „Larmoyanz“ganz gut umgehen, wenn meine Worte anders nicht aufgenommen werden können. Es scheint, ich bin Ihnen zu nah gekommen, Sie fahren Ihre Kanonen aus.
Ich halte auch „die entsprechend bezahlte Handwerkerin“ „als das einzig mögliche Handwerk“, und doch verlangt man vom Südtiroler Bauern Selbstbeschränkung, und trägt dabei meist das 3 Euro Shirt aus Indien am Leibe, benutzt sein Handy mit Rohstoffen aus dem Kongo (Sie wissen, was ich meine), kleidet sich mit gespritzter Baumwolle aus Kirgisien, raucht gespritzten Monokulturtabak, trinkt gesprituten Monokulturtee und isst vielleicht noch Avocados - ES IST DIESE FEHLENDE KONSEQUENZ, welche ich elend finde, und damit komme ich zum Argument:
„Ein stark diversifiziertes Bio-Anbaumodell“ braucht auch den regional und saisonal einkaufenden BIO-KONSUMENTEN, dessen hauptsächliches Qualitätsbewusstsein bei Lebensmitteln nicht bei x,99 Euro wertet.
Auf dieser Front sehe ich wenig Bewegung, auch wenig Engagement. Auch die Absicherung von Hunderten von Pionieren, welche alle Familien zu ernähren haben, ist wohl nicht so einfach.
Ihr Anspruch setzt eigentlich einen Umbau der Gesellschaft voraus, weg von äußeren monetären Werten bei Produkten hin zu inneren Qualitätswerten - was nur Erfolg haben wird, wenn auch der Mensch weg vom (äußeren) Haben und hin zum (inneren) Sein findet, und - in der Umbruchphase - Solidarität jene auffängt, deren Lebensunterhalt durch neue Paradigmen nicht jedes Jahr gewährleistet ist (zum Beispiel dann die vielen Biobauern in klimatisch ungünstigen Jahren).
Das Thema ist weitreichend... und niemand hat es verdient, verteufelt zu werden, wenn er nichts anderes macht, als im allgemeinen Wahnsinn mitzuschwimmen... ich meinerseits versuche, mich da herauszubewegen, privat und beruflich... daher stimme ich Ihnen ideell zu - eben nur nicht darin, dass man grad eine Berufsgruppe an den Pranger stellt.
Gerne das Gespräch, welches mich sicher inspiriert, da ich eine regionale nachhaltige landwirtschaftliche Nischenproduktion mit entwickeln soll.

Bild des Benutzers Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 12.04.2019, 22:15

Zusammenfassend Herr Gasser: Unsere Bauern machen alles richtig, sind steuerlich oder baurechtlich den anderen Berufsgruppen gleichgestellt, und bevor ihnen jemand sagt, dass es auch einen anderen Weg gibt als den vom Beratungsring, muss sich zuerst der ganze Rest ändern. Mit Betonung auf zuerst.

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 12.04.2019, 22:23

... also wenn Sie hier etwas „zusammengefasst“ haben, dann sicher nicht meinen obenstehenden Artikel: dort steht nichts von „alles richtig“, nichts von „steuerlich oder baurechtlich“, nichts vom „Beratungsring“ und nichts von „zuerst“.
Ein Jurist sollte das Zusammenfassen besser beherrschen, das wörtliche und das sinngemäße.
Diese Oberhandtechniken in der Diskussion lehne ich als Kommunikationskiller ab, das führt zu nichts außer zu Konflikten - und es ist friedlicher Feierabend :-)

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