Wolfs Interaktion
Stefan Borkert
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Großraubtiere

Nun sag‘, wie hast du‘s mit dem Wolf?

Franz Locher hat gestern die Gretchenfrage zum Thema Wolf gestellt. Landesrat Arnold Schuler will von einem eigenständigen Südtiroler Weg aber nichts wissen.
Di
Ritratto di Astrid Tötsch
Astrid Tötsch08.06.2022
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Ritratto di Herta Abram
Herta Abram 8 Giugno, 2022 - 12:06

…. das Standardtotschlagargument fehlt nie,- bei einigen Bauernvertretern: Ob Wolf, Milchpreis oder die zuwenig finanziell anerkannte Landschaftspflege, usw. - anscheinend zwingt alles, laut BV, Bauern zum Aufhören….
Bitte, liebe politischen BauernVertreter: Geht ENDLICH WEG VOM OPFERNARRATIV!!
Herr Locher, wir leben nun in einer Zeit, in der wir Krisen als Dauerzustand verstehen- lernen -müssen! Der Umgang mit dem Wolf ist eine ZukunftsHerausforderung unter vielen! Und "sture Hintanhalte Taktik“ können wir uns schlichtweg nirgends mehr leisten! Weder bei Wolf noch beim Klimanotstand!
Unreflektiertes, instrumentalisierendes, populistisches Dahergerede löst gar nichts! Befeuert aber das Gefühl der Verwirrung, der Unsicherheit, des Hasses, der Ohnmacht des Einzelnen. Führt zu Angst und Hetze und vergrößert die Gräben innerhalb der Gesellschaft. Ist es das was Sie wollen, Herr Locher?
Die emotionale Beeinflussung Anderer zu seinem eigenen Vorteil widerstrebt unseren demokratischen Grundzügen, Herr Locher!
Ich würde mir wünschen Sie würden endlich damit beginnen, die Dinge sachlich, vernünftig und in einer breiter und tiefer gedachten Sichtweise zu behandeln, bzw. Informativ, Transparent, Konstruktiv und kooperativ zu handeln!
(Zu meiner Person: Ich lebe in der Stadt und bin im Sommer Hirtin)

Ritratto di rotaderga
rotaderga 8 Giugno, 2022 - 13:48

Ich bin auch voll bereit die Meinungen der "Stadtler " zu akzeptieren.
Geht mit gutem Beispiel voran bzw weiter: Ratten Mäuse Marder Wolf Wildschweine usw dürfen in Siedlungen mit hoher Bevölkerungsdichte genauso leben wie auf dem Land, oder?

Ritratto di Laurin Kofler
Laurin Kofler 8 Giugno, 2022 - 23:15

Ich bin gegen eine (Wieder)Ausrottung des Wolfes, aber ganz klar für eine angemessene Regulierung. Aber ich gebe Frau Abram zum Teil schon Recht: dieses Opfer-Narrativ ist schon sehr penetrant. Jeder von uns hat mit Krisen und Herausforderungen zu kämpfen. Was mich aber letztlich immer wieder irritiert ist, daß von den Bauernvertretern immer wieder gefordert wird, daß die Politik und der allgemeine Bürger stärker in die Pflicht genommen werden soll, um den Bauernstand zu erhalten. Bei den Bauernvertretern sitzen seit Jahren die selben Personen an den Schalthebeln, der Bauernstand wird (zum Teil zu Recht) gefördert und subventioniert. Und trotzdem wird die Situation für die Menschen auf den Bauernhöfen immer prekärer, wobei parallel immer mehr "Stadler" bereit sind, angemessene Preise für gute Agrarprodukte zu bezahlen. Deshalb ist meine Frage, ob man nicht mal die die Methoden und Arbeitsweisen der organisatorischen Führung des Bauernstandes kritisch hinterfragen sollte? Wenn beim FC Bayern München die Mannschaft trotz ausgezeichneter Spieler immer verliert, tauschen sie auch den Trainer aus, und nicht das Publikum, das die Tickets kauft.

Ritratto di Herta Abram
Herta Abram 10 Giugno, 2022 - 11:12

Abgesehen vom Wolf:
https://www.buchkatalog.de/webapp/wcs/stores/servlet/ProductDisplay?stor...
---sehr aufschlussreicher Trailer!---

In diesem Fim: " Der Bauer und der Bobo" kommen, viele gegenwärtige Probleme der Bergbauern/ Landwirtschaft, klar ans Licht und die oft unterschiedlichen Annahmen von Stadtler und Bauern.....

Und: Dass wir -Stadtler und Bauern- lernen müssen, gegenseitiges Verständnis
zu entwickeln und MITEINANDER REDEN müssen, um überhaupt eine Chance zu haben, die Zukunft - für unsere Kinder-, lebenswert zu erhalten.

Ritratto di Herta Abram
Herta Abram 10 Giugno, 2022 - 11:20

Ui, sorry falscher Link!!
Bitte Video dazu selber googeln....

Ritratto di Laurin Kofler
Laurin Kofler 13 Giugno, 2022 - 23:02

Ich bin mir sehr wohl der Herausforderungen der Landwirtschaft bewußt und ich gestehe, daß ich keinem Bergbauer neidisch bin. Umso mehr bin ich dafür, Berglandwirtschaft zu fördern, zu bewahren und zu schützen – koste es was es wolle. Was ich meine ist, daß so mancher ihrer "Vertreter" in Bozen nicht umbedingt das Beste für sie sind/wollen.

Ritratto di Herta Abram
Herta Abram 14 Giugno, 2022 - 08:18

Ja Herr Kofler, ich habe Ihre Kommentare mit Interesse gelesen und stimme Ihnen gern in allem zu.

Ritratto di Manfred Klotz
Manfred Klotz 9 Giugno, 2022 - 07:29

Das tun sie auch tatsächlich.

Ritratto di Günther Alois Raffeiner
Günther Alois Raffeiner 8 Giugno, 2022 - 17:18

Locher ist reiner SVP Populist und sonst gar nichts.Wohl jetzt schon auf Stimmenfang für 2023. Wird ihm nichts bringen,bei so schwurligen,nichtssagenden Argumenten.

Ritratto di Herta Abram
Herta Abram 8 Giugno, 2022 - 14:32

Rotageder, Sie meinen eigentlich sind "Stadler", beim Wolfsthema disqualifiziert?
Gibt es außer dieser Killerphrase auch sonst noch Argumente? Oder bedingt ein vernünftiges Wolfsmanagement Ratten, Marder, usw. in der Stadt?

Ritratto di rotaderga
rotaderga 10 Giugno, 2022 - 15:53

Gegenfrage, warum sollen die Ballungszentren von all diesen göttlichen Geschöpfen verschont bleiben?

Ritratto di Herta Abram
Herta Abram 10 Giugno, 2022 - 16:40

https://www.salto.bz/de/article/14072021/ueber-die-illusion-vom-wolfsfre...
Anbei ein Lese- und Aufklärungslink -zur Realität. Natürlich steht es Ihnen frei, diese weiterhin zu negieren. Ich sag: Wie vorm Wolf geht die Bealmung oft nicht mehr. Wir werden mit Hüten beginnen müssen. Dazu braucht es nun gute Einfälle und Solidartät, - ein würdiges Ziel.

Ritratto di Karl Egger
Karl Egger 10 Giugno, 2022 - 17:47

Also lieber Symptome kaschieren statt Ursachen bekämpfen… typisch links-liberale Denkweise

Ritratto di Felix Frei
Felix Frei 10 Giugno, 2022 - 19:21

So beginnen Märchen: Es war einmal eine Bergbauernkultur die sich um die Schafzucht herum seit Jahrhunderten entwickelt hat. Die Schafe waren ein wichtiger Bestandteil und Nebenverdienst der oft kargen Lebensweise der Bergbauern. Denn Schafe weiden auch dort wo Rinder nicht mehr hinkönnen, nämlich im oft steilen Gelände des Hochgebirges. Dabei suchen sie sich selbstständig ihre Weideplätze und verteilen sich weitläufig im Gelände. Der Hirte brauchte die Tiere nur zu beobachten, ihnen Salz zu bringen um ggf. nach verletzten Tieren Ausschau zu halten. Die Schafe wurden weder herumgejagt noch zusammen getrieben, noch täglich eingefangen, sondern konnten entspannt grasend den Almsommer verbringen. Voraussetzung war, dass Raubtiere wie Wölfe und Bären nie in größerer Anzahl diese Idylle stören konnten. Sie wurden ständig entnommen um die Weidetiere vor Rissen zu schützen. So weit so gut. Das ging solange, bis einige Leute nämlich Bürokraten, sog. Naturschützen und andere mit dieser Kultur nicht vertrauten Leute (Stadtler) beschlossen dass von nun an auch Wölfe unsere Landschaft zu besiedeln hätten und keinesfalls entnommen werden dürfen. Dazu wurden über die Köpfe der direkt Betroffenen hinweg Gesetze ausgearbeitet und den Bauern erzählt wie sie von nun an ihre Schafe zu halten haben um auch dem Wolf, der in unserem dicht besiedelten Gebiet niemals richtig heimisch war, auch einen Lebensraum zu ermöglichen. Schafe sollen nun von Hunden herumgesprengt, eingesperrt, kurzum gestresst werden. Was das kostet oder ob diese Beweidung rentabel oder überhaupt realistisch sei, wurde nicht gefragt. Im Notfall möge halt der Steuerzahler einspringen.
Jetzt fragt sich der normal logisch denkende Mensch: Warum soll der Wolf in unserem dicht besiedelten Gebiet überhaupt aufkommen dürfen, wenn das nur Probleme bereitet. Wölfe sind als Art nicht gefährdet und können sich überall sonst auch in menschenleeren Gebieten, die es zur Genüge gibt, ausbreiten. Warum muss das gerade bei uns sein, wo das in der Vergangenheit niemals so war. Der Artenschutz ist da kein Argument. Es wäre ein Leichtes alle Wölfe zu entnehmen, wenn es nicht Gesetze eben von solchen Leuten vorangetrieben, die keine Ahnung von der jahrhundertealten Kultur haben, gäbe. Aber nein, eine Mehrheit sagt der Minderheit wie sie auf ihrem eigenen Grund und Boden zu leben und zu wirtschaften haben. Schauen wir mal wie lange die Betroffenen da noch zuschauen.
So gesehen wäre es schon interessant zu beobachten wenn Wölfe in Städte wandern würden um sich an die Schoßhündchen und -Kätzchen heran zumachen. Das wäre dann die Stunde der Wahrheit, wie man es mit dem Wolf hält.

Ritratto di Stefan S
Stefan S 10 Giugno, 2022 - 19:54

Achja die alte Mär vom bösen bösen Wolf

Ritratto di Karl Egger
Karl Egger 11 Giugno, 2022 - 18:00

Ich schlage vor wir investieren in die Prävention: schicken Streetworker zu den Wölfen, sodass sie ihnen erklären mögen, dass es besser ist, sich vegan zu ernähren und für die Opfer bilden wir Lichterketten.

Ritratto di Dietmar Nußbaumer
Dietmar Nußbaumer 8 Giugno, 2022 - 22:20

Steht hier eigentlich italienisches Recht über europäischem Recht. Sieht europäisches Recht ein Management vor? Kann mir das von berufener Seite beantwortet werden?

Ritratto di Manfred Klotz
Manfred Klotz 9 Giugno, 2022 - 07:42

Grundsätzlich genießt EU-Recht prinzipiell Anwendungsvorrang gegenüber nationalem Recht (auch gegenüber dem nationalen Verfassungsrecht). Nach der so genannten Habitatsrichtlinie (EU 92/43/EEC) sind alle „absichtlichen Formen des Fangs oder der Tötung“ verboten. Ausnahmen sind jedoch möglich.
Die Tötung von Wölfen unter den strengen Ausnahmebestimmungen des Artikels 16 der Richtlinie soll aber nach wie vor nur das letzte Mittel darstellen.
Wenn ein einzelner Wolf TROTZ PRÄVENTIVER Maßnahmen, wie z.B. geeigneter elektrifizierter Herdenschutzzäune, Hütehunde sowie der Anwesenheit von Hirten, ernste wirtschaftliche Schäden, etwa an Weidevieh, verursacht hat oder aller Voraussicht nach verursachen wird, kann er unter den Voraussetzungen des Artikel 16 der Richtlinie entnommen werden. Es obliegt zunächst den zuständigen nationalen Behörden und Gerichten, zu entscheiden, ob die in Artikel 16 genannten Voraussetzungen für eine Entnahme DIESES Wolfs gegeben sind. Dabei müssen drei Voraussetzungen vorliegen: erstens muss ein in Artikel 16 genannter Entnahmegrund vorliegen, wie etwa der Schutz von Menschen und Weidetieren; zweitens darf keine andere zufriedenstellende Alternative existieren; drittens darf die Entnahme keinen negativen Einfluss auf den angestrebten günstigen Erhaltungszustand der Art haben.
Die Mitgliedsstaaten haben ebenfalls die Möglichkeit, Vorgaben für die Anwendung der europarechtlichen Bestimmungen an die zuständigen Behörden zu erteilen, etwa in Form gesetzlicher Regelungen oder im Rahmen von Leitfäden. Diese müssen jedoch in vollem Einklang mit den europäischen artenschutzrechtlichen Bestimmungen stehen sowie die hierzu ergangene Rechtsprechung des EuGH vollständig berücksichtigen. Will heißen, auch hier steht EU-Recht über nationalem Recht. Der Europäische Gerichtshof hat im Oktober 2019 ein Urteil zum Abschuss von Wölfen gefällt das die strikten Auflagen bekräftigt. Demnach müssen Behörden zukünftig ein klares Ziel definieren und wissenschaftlich belegen, dass der Abschuss der Tiere diesem Ziel dient und dass es keine Alternativen gibt. Das bloße Vorliegen von Rissen reicht nicht aus.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 9 Giugno, 2022 - 09:18

... das ist korrekt und richtig und bezieht sich auf den “Wolf”.
Wie aber ist die Situation bei Hybriden, also Mischlingen aus Wolf und Hund?
Diese sind eine Gefahr für den “günstigen Erhaltungszustand” der Population und der Art.
Verschiedene Autoren sprechen in aktuellen Studien in Italien von 20 - 50% Hybriden, manche gar schon nicht mehr von Wölfen, sondern von einem genetischen Hybridschwarm an Wolfshunden.
Auch in Südtirol gibt es dazu Untersuchungen.
Ob jemand über die diesbezüglichen Fakten informieren würde?

Ritratto di Dietmar Nußbaumer
Dietmar Nußbaumer 9 Giugno, 2022 - 21:44

Danke an Hr. Klotz für die fundierte Antwort. Interessant sind auch die Managementpläne in verschiedenen deutschen Bundesländern; nachlesbar im Internet.

Ritratto di Klemens Riegler
Klemens Riegler 16 Giugno, 2022 - 18:47

Wieviele Schafe, Ziegen & Rinder gibt es in Südtirol?
Wieviele Wölfe oder Hybride gibt es in Südtirol?
Wie hoch ist der finanzielle Schaden der von Mardern angerichtet wird und die Mechaniker freut?

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