Schüler
(c) pixabay
Advertisement
Advertisement
Elternunterricht

In die Schranken weisen

Der Elternunterricht boomt. Durch einen Dringlichkeitsantrag sollen Schulaustritte nun limitiert und stärker kontrolliert werden, um das Recht auf Bildung zu gewähren.
Advertisement
Salto Plus

Liebe/r Leser/in,

dieser Artikel befindet sich im salto.archiv!

Abonniere salto.bz und erhalte den vollen Zugang auf etablierten kritischen Journalismus.

Wir arbeiten hart für eine informierte Gesellschaft und müssen diese Leistung finanziell stemmen. Unsere redaktionellen Inhalte wollen wir noch mehr wertschätzen und führen einen neuen Salto-Standard ein.

Redaktionelle Artikel wandern einen Monat nach Veröffentlichung ins salto.archiv. Seit 1.1.2019 ist das Archiv nur mehr unseren Abonnenten zugänglich.

Wir hoffen auf dein Verständnis
Salto.bz

Abo holen

Bereits abonniert? Einfach einloggen!

Advertisement
Advertisement
Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 7 Ottobre, 2021 - 21:57

Es ist irgendwie irre:
grad jene, die ein ganzes Jahr lang die Schädlichkeit des fehlenden Schulbesuches ihrer Kinder lautstark beklagt haben - verweigern nun selbst ihren Kindern Schulbesuch und Klassengemeinschaft.

Ritratto di Werner Alessandri
Werner Alessandri 7 Ottobre, 2021 - 22:28

Es ist irgendwie irre:
gerade jene, die ein ganzes Jahr lang nicht müde wurden zu betonen, wie super das Home-Scooling funktioniert - verteufeln es jetzt.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 7 Ottobre, 2021 - 22:36

Wer verteufelt wo das Home-Scooling, also den vorübergehenden Unterricht der Lehrer über Online-Methoden?
Verwechseln Sie etwa Home-Scooling durch die Schule (Lehrer) mit “Elternunterricht”?

Ritratto di Werner Alessandri
Werner Alessandri 7 Ottobre, 2021 - 23:54

Wissen Sie, wie viel ungewollter Elternunterricht (mit Etikette Home-Scooling) letztes Jahr stattgefunden hat, Herr Gasser?

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 7 Ottobre, 2021 - 23:59

Sie bleiben nicht beim Thema.
Sehen wir dies mit den Augen des Kindes, das Sie einmal waren:
wären Sie als Kind lieber zu den Gleichaltrigen und Freunden in die Schule gegangen, oder zuhause von den Eltern unterrichtet worden?
.
(es bleibt in meinen Augen unhöflich, einer Frage durch eine abweichende Gegenfrage zu begegnen).

Ritratto di Christian I
Christian I 8 Ottobre, 2021 - 15:16

Wie ich das in meiner Gegend mitbekommen habe, werden diese Kinder nicht von den Eltern unterrichtet, sondern von richtige (erfahrene) Lehrer die sich dafür bereitgestellt haben. Direkte Erfahrung habe ich aber nicht und kann daher auch nicht genaueres dazu sagen.

Ritratto di Manfred Klotz
Manfred Klotz 8 Ottobre, 2021 - 07:45

Herr Alessandri, eine Zeit lang war Homeschooling einfach nötig. Da haben viele Eltern auf die Problematik, beispielsweise fehlende Sozialkontakte, hingewiesen. Jetzt wäre Homeschooling nicht mehr nötig und was passiert? Wahrscheinlich schickt ein Großteil der gleichen Eltern ihre Kinder nicht zur Schule, wegen des Mundschutzes, des Green Passes oder der Tests.
Sehen Sie wirklich nicht den Irrsinn in dieser Einstellung?
Und wie Herr Gasser schon bemerkt hat: Homeschooling und Elternunterricht sind sowieso zwei verschiedene Planeten.

Ritratto di Arne Saknussemm
Arne Saknussemm 8 Ottobre, 2021 - 01:24

".. um das Recht auf Bildung zu gewähren." Als ob in der Schule Bildung vermittelt würde!

Ritratto di Manfred Klotz
Manfred Klotz 8 Ottobre, 2021 - 07:48

In der Schule wird Wissen vermittelt, Methoden sich dieses anzueignen und wie man daraus Schlüsse ziehen kann. Das ist nun mal eine wichtige Grundlage für Bildung.

Ritratto di Siegfried Freud
Siegfried Freud 8 Ottobre, 2021 - 08:34

In Südtirols Schulen wird man gedrillt so sein wie einem das Land haben will: still (Stichwort Duckmäusertum), verblödet (Stichwort Wahlschafe) und angepasst (Stichwort Ja-Sagen zum System Südtirol).

Ritratto di M A
M A 8 Ottobre, 2021 - 10:51

Du musst ja eine schlimme Schulzeit gehabt haben...

Ritratto di pérvasion
pérvasion 8 Ottobre, 2021 - 08:50

»Und wie Herr Gasser schon bemerkt hat: Homeschooling und Elternunterricht sind sowieso zwei verschiedene Planeten.«

Die Definitionen wären halt wichtig: Elternunterricht *ist* Homeschooling (alias Hausunterricht), das was während der Pandemie gemacht wurde ist hingegen vorwiegend Fernunterricht.

Um nicht noch mehr Chaos zu stiften sollten wir uns an eine gemeinsame und verständliche Diktion halten.

Ritratto di Manfred Klotz
Manfred Klotz 8 Ottobre, 2021 - 14:28

Stimmt. Ich bin aber sicher, dass jeder verstanden hat was gemeint ist.

Ritratto di pérvasion
pérvasion 8 Ottobre, 2021 - 14:31

Sie haben wie *immer* Recht.

Ritratto di Manfred Klotz
Manfred Klotz 8 Ottobre, 2021 - 14:30

Zumal Herr Gasser ja auch schreibt "Home-Scooling durch die Schule (Lehrer)"

Ritratto di Peter Zingerle
Peter Zingerle 8 Ottobre, 2021 - 09:13

Die Landesregierung sollte sich viel mehr die Frage stellen, warum so viele Eltern bereit sind, ihre Kinder aus den Schulen zu holen und sie im Elternunterricht zu unterrichten. Um gegen die Vernachlässigung der Bildungspflicht vorzugehen, kann mann natürlich den Druck und die Auflagen erhöhen, überprüfen und drohen. Oder man könnte beraten, unterstützen und motivieren.
Wenn also der Bildungslandesrat die erstere der beiden Strategien fährt, dann muß man eben auch annehmen, dass viele Eltern ganz abgesehen von den Coronamaßnahmen ganz grundsätzlich anzweifeln, ob das das Verständnis von Bildung und Lernen ist, das sie sich für ihre Kindern wünschen.

Ritratto di Martin Sitzmann
Martin Sitzmann 8 Ottobre, 2021 - 10:16

Bildung zeigt sich m.M.n. auch darin, dass man sich für einen Kommentar die Zeit lässt, ihn auf Sprach- und Tippfehler zu überprüfen. Bei sprachlicher Unsicherheit hilft auch die Rechtschreib- und Grammatikhilfe eines Textverarbeitungsprogrammes (in den meisten Fällen).
Von einigen schwarzen Schafen, die es zweifelsohne in den Schulen gibt, auf die Gesamtheit zu schließen, ist eine unzulässige Verallgemeinerung und Ausdruck der schlichten Diskussionskultur hierzulande und heutzutage.

Es ist offensichtlich, wenn man tagtäglich mit Eltern zu tun hat, was die Hauptbeweggründe für den Elternunterricht sind.

Die wirklich überzeugten Eltern, die den Elternunterricht mit viel Engagement und viel persönlichem Verzicht gestalten, haben meine Hochachtung. Um die Bildungschancen mache ich mir bei diesen Schüler*innen auch wenig Sorgen.

Aber wenn sowieso schon lernschwache Schüler*innen von corona-/systemskeptischen Eltern mit geringem Ausbildungsgrad in einer gewissen Trotzhaltung aus der Schule genommen werden, dann mache ich mir wirklich Sorgen um diese armen Kinder/Jugendlichen. Gut, wenn die Politik darauf reagiert uns sagt: "So haben wir nicht gekartet!"

Ritratto di Felix Frei
Felix Frei 8 Ottobre, 2021 - 11:35

Wahrscheinlich wurde den "Corona-systemkritischen" Eltern die Sinnhaftigkeit der versch. Corona -Maßnahmen nicht schlüssig erklärt, bzw. können nicht schlüssig erklärt werden, weil es schlichtweg keine schlüssigen Erklärungen dafür gibt. Denn was Maskentragen während des ganzen Vormittags für einen Sinn macht wenn sich Kinder kaum aus dem Unterricht raus alle auf dem Spielplatz und anderswo treffen, das leuchtet wohl niemandem ein und dient allenfalls der Schule als Institution selbst damit sie ja nicht als Ursache für "Coronaausbrüche" haftbar gemacht werden kann.
Weiters die Nasenflügeltests die zwar freiwillig aber ggf. an bestimmte Quarantänemaßnamen gekoppelt sind, die "enorme Erfolgsquote" derselben usw. (Abgesehen davon der Irrsinn dass Lehrern überhaupt erlaubt wird solche vorzunehmen).
Vielleicht sollte man ja einmal an den Grund des Problems herangehen und diese unsinnigen Maßnahmen beenden, bevor man hergeht und den Eltern Vorwürfe macht.
Denn ob es den Schulverantwortlichen passt oder nicht, es gibt keine Pflicht sich die nötige Bildung nur in der Institution Schule zu holen und Qualität ist auch für lernschwache Kinder auch außerhalb möglich. Und wenn Schulen sich zum Handlanger einer unsinnigen politisch motivierten Agenda machen lassen, dann sie halt das die Folgen. Denn aus medizinischer Sicht gibt es keinen Grund Kindern und Jugendlichen irgendwelche Maßnahmen aufzuerlegen. Sie erkranken nicht schwer und durch die hohe Durchimpfungsrate v.a. bei den Risikogruppen stecken sie niemanden an, der nicht angesteckt werden will. Dass sie jetzt durch alle möglichen Schikanen auch noch zur einem medizinischen Eingriff (Impfung) den sie nicht brauchen gedrängt werden, daran ist die Schule als Institution nicht ganz unschuldig, denn dass sie dagegen energisch genug auftritt habe ich jedenfalls nicht gehört. Eltern die sich gegen all diese Maßnahmen wehren und sich bemühen gute Alternativen zu finden denen ist Respekt zu zollen, nicht zuletzt deshalb, dass unserer Gesellschaft, die so mit Kindern umgeht der Spiegel vorgehalten wird.

Ritratto di Manfred Klotz
Manfred Klotz 8 Ottobre, 2021 - 14:35

Es ist wohl eher so, dass sie selbst die schlüssigsten Erklärungen nicht akzeptieren.
Über den Rest Ihrer ewig gleichen falschen Behauptungen breiten wir lieber den Mantel des Schweigens.

Ritratto di Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 8 Ottobre, 2021 - 14:45

Den Schulbesuch auf die Wissensvermittlung zu reduzieren, greift m.M.n. zu kurz. Schule ist der Ort, an dem Kinder sehen, dass es außerhalb der Familie noch andere Leute gibt. Leute die anders ticken, andere Kleider tragen, andere Sachen essen usw. Kurz: d
Die Kids werden in der Schule auf das Leben in einer Gesellschaft vorbereitet, in der es von Vorteil ist, wenn man mit verschiedenen Menschentypen zurechtkommt.

Ritratto di Elisabeth Garber
Elisabeth Garber 8 Ottobre, 2021 - 15:06

Wirklich irre ist, dass die einzelnen Schulen nunmehr als dauerndes Kontroll-Organ fungieren sollen. [Sitzen die Schüler* vor irgendeiner Mattscheibe oder erfüllen die Erziehumgsberechtigten die Unterrichts~Pflicht?]

Advertisement
Advertisement
Advertisement