photo-2022-11-10-17-45-04.jpg
Privat
Advertisement
Advertisement
Wolf

Sichtung und Wahrheit

Die Horrorgeschichte um das Wolfsrudel, das in Ulten zwei Frauen umzingelt hat, ist eine völlige Chimäre. Exklusiv das Foto der angeblichen Wölfe.
Colonna di
Ritratto di Christoph Franceschini
Christoph Franceschini11.11.2022
Advertisement
Es ist ein Todesmarsch, auf dem wir uns befinden, wenn nicht in letzter Minute Rettung naht“. Mit dieser Parole hat der Schriftleiter der Tageszeitung Dolomiten in den 1950er-Jahren, Kanonikus Michael Gamper, Südtirol aufgerüttelt und Zeitgeschichte geschrieben.
Seine Erben scheinen es ihm nachahmen zu wollen. Diesmal kommt die Bedrohung des Volkskörpers aber nicht aus Rom, sondern vom Wolf.
Es vergeht inzwischen kaum ein Tag, an dem kein blutrünstiger Wolf bedrohlich aus der Dolomiten schaut. Der Südtiroler Bauernbund wird wahrscheinlich demnächst ein Verbot des Namens Wolfgang fordern. Angeblich hat Senator Meinhard Durnwalder bereits einen entsprechenden Gesetzesvorschlag in Rom eingereicht.
Der Bauernbund wird wahrscheinlich demnächst ein Verbot des Namens Wolfgang fordern. Angeblich hat Senator Meinhard Durnwalder bereits einen entsprechenden Gesetzesvorschlag in Senat eingereicht.
Das ständig Dolomiten-Crescendo hat in diesen Tagen aber seinen bisherigen Höhepunkt erreicht.
 

Horror pur

 
Am Mittwoch fletschte der Dolomiten-Wolf wieder einmal seine Zähne. Auf der Titelseite „Beim Wandern von Wolfsrudel umkreist: Retter aus der Luft befreien 2 Frauen“. Im Innenteil dann der Titel: „Horror pur: 2 junge Südtirolerinnen von Wolfsrudel verfolgt“.
Dolomitenredakteurin Lisa Ehrenstrasser muss zumindest den Pulitzer-Preis dafür bekommen. Die Prosa im Artikel ist von ganz besonderer Güte:
 
 
1.jpg

 
 
„Es waren wohl die schrecklichsten Minuten ihres Lebens, die gestern Mittag 2 junge Frauen erleben mussten: Beim Wandern im Ultental trafen sie auf dem Tarscher Jöchl (2620 Meter) plötzlich auf ein Wolfsrudel, das sich ihnen gefährlich näherte und sie verfolgte.“
 
Während den meisten Dolomiten-Leserinnen und -Lesern vor Angst noch die Hosen schlotterten, gingen die Kolleginnen und Kollegen von RAI-Südtirol der Geschichte genau nach.
Und siehe da, der Scoop entpuppte sich als alpine Fake-News.
 

Alpine Fake News

 
In dem Online-Artikel „Der Rudel-Bluff - Das spielte sich in Ulten wirklich ab“ heißt es:
 
„Rai Südtirol hat beim Ultner Bürgermeister Stefan Schwarz nachgefragt. Er hat mit den Bergrettern gesprochen, die im Einsatz waren, und mit den betroffenen Frauen. 
Laut Schwarz waren die Frauen am Dienstag auf einer Bergtour unterwegs. Bei dieser Wanderung haben sie in der Ferne mehrere Tiere wahrgenommen. Um welche Tiere es sich handelte, konnten die Frauen nicht sagen. Sicherheitshalber haben die Frauen den Notruf gewählt und nachgefragt, was zu tun wäre, sollte es sich bei den Tieren um Wölfe handeln. 
Die Tiere, so der Bericht des Bürgermeisters weiter, hätten sich den Frauen nicht genähert. Die Frauen, auch auf diese Feststellung legt er wert, hätten auch nicht um Rettung oder Befreiung aus einer misslichen Lage gebeten.“
 
wolf

 
Was nicht in den Dolomiten steht, darf es aber nicht geben. Deshalb legte das Tagblatt am Tag darauf noch einmal nach. Jetzt macht man zwar einen halben Schritt zurück, doch das Bedrohungsszenario bleibt. Im Donnerstag-Artikel des Tagblattes heißt es:
 
Nun spricht eine der 2 Frauen: „Wir haben in etwa 150 Meter Luftlinie Entfernung 6 bis 8 Wölfe gesehen. Aufgrund der äußeren Merkmale und der schleichenden Bewegungen waren wir uns sofort sicher, dass es sich um Wölfe handelte“, erzählt eine der beiden jungen Frauen aus dem Großraum Bozen, die am Dienstag beim Wandern im Ultental am Tascher Jöchl (2620 Meter) auf ein Wolfsrudel gestoßen waren.
Wir haben in etwa 150 Meter Luftlinie Entfernung 6 bis 8 Wölfe gesehen. Aufgrund der äußeren Merkmale und der schleichenden Bewegungen waren wir uns sofort sicher, dass es sich um Wölfe handelte.
„Wir sind sehr erschrocken und haben voller Panik die Notrufnummer 112 gewählt. Dort haben wir die Situation geschildert und gefragt, was wir tun könnten und wie wir uns verhalten sollten. Wir haben uns versteckt und waren ganz still“, schildert die junge Frau den Hergang.
 
Ach so?
 

Das Beweisfoto

 
Wie die Sichtung der beiden jungen Frauen wirklich vor sich gegangen ist, zeigt ein Dokument. Die Behörden fragten bei den Wanderinnen nach, ob sie ein Foto der angeblichen Wölfe hätten. Da sie mit dem Handy telefoniert und auch lange ausgeharrt haben, wäre es doch logisch, dass die Bedrohten zumindest ein Foto des blutrünstigen Rudels gemacht hätten.
Die Antwort der beiden Wanderinnen: Natürlich.
Salto.bz kann exklusiv das Beweisfoto vom Tarscher Jöchl vorlegen, das von den Frauen den Behörden offiziell übergeben wurde.
 
photo-2022-11-10-17-45-04.jpg

 
Im Kreis erkenntlich: die 6 bis 8 Wölfe, in etwa 150 Meter Luftlinie Entfernung, die mit "schleichenden Bewegungen" angreifen.
Das ist der eindeutige Beweis, dass alles wahr ist.
Zu sehen sind sechs bis acht ausgewachsene Exemplare der neuen,  besonders blutrünstigen Wolfsart „Lupus Dolomiticus". 
Gezüchtet, hochgezogen und gemästet im Bozner Weinbergweg.

 

Advertisement
Advertisement
Ritratto di Franz Oberhofer
Franz Oberhofer 11 Novembre, 2022 - 09:57

Danke Herr Franceschini für diesen Beitrag. Es ist schier unglaublich wie man versucht, die Ängste der Meschen zu schüren, um dem Wolf den Garaus zu machen. Man bedient sich dann auch nur zu gerne Bilder zähnefletschender Wölfe und Slogans wie "Schützt eure Kinder", um endlich der Bauernlobby Genüge zu tun. Billiger Populismus auf tiefstem Niveau.

Ritratto di △rtim post
△rtim post 11 Novembre, 2022 - 10:04

Es gilt sich vielleicht auch mal des eigenen Verständnis vom Leben als Gefahrenerlebnis bewusst zu werden. Die meisten sitzen doch bequem Zuhause in Ihrer Couch und kennen Gefahrenerlebnis nur als Messnerisches Showbusiness oder als Disneyisierung.

Ritratto di Peter Duregger
Peter Duregger 11 Novembre, 2022 - 10:20

Dass jedes von einem Wolf gerissene oder verletzte Nutztier für den Halter ein Unglück darstellt, verstehe ich und fühle mich mit diesem solidarisch. Die Biodiversität in den Tallagen zu erhalten oder gar zu erneuern ist für mich ein viel drängenderes Problem.

Ritratto di alfred frei
alfred frei 11 Novembre, 2022 - 10:39

"Wölfe meiden, wenn es geht, schneeigen Untergrund, weil sie keine Spuren hinterlassen wollen". Es handelte sich in Ulten um den "Helikopter-Lupus" der
immer leicht über den Boden schwebt. IDM will im Jahr 2022 Multiplikator und Impulsgeber für die nachhaltige Entwicklung dieser Wolfsart sein.

Ritratto di Herta Abram
Herta Abram 11 Novembre, 2022 - 11:41

Die "Dolomiten" - ein Rewolferblatt....(neue Schreibweise)

Ritratto di Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 11 Novembre, 2022 - 13:59

Wölfe haben schon seit Jahrhunderten in den Alpen keine Menschen angegriffen und werden es auch in Zukunft nicht tun, weil sie als hochintelligente Tiere lieber die dummen Schafe reißen, und das zur Freude der Tierschützer, die immer begeistert sind, wenn ein Wolf ein armes Schaf reißt und jämmerlich verenden lässt.

Ritratto di Georg Peintner
Georg Peintner 11 Novembre, 2022 - 14:04

"... zur Freude der Tierschützer, die immer begeistert sind, wenn ein Wolf ein armes Schaf reißt und jämmerlich verenden lässt."
Verzeihen Sie mir meine Direktheit, aber ich kann hier nur antworten: Wie kommen Sie dazu, so einen Blödsinn zu schreiben?!

Ritratto di Georg Peintner
Georg Peintner 11 Novembre, 2022 - 14:11

Ich habe versucht, eine Ironie zu erkennen - ist mir nicht gelungen. Also muss ich annehmen, Sie schätzen die Tierschützer (und meinen dabei wohl die Wolfsschützer) wirklich so ein. Au, au, au ...

Ritratto di Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 11 Novembre, 2022 - 15:11

Sie haben es ganz richtig erkannt. Mein Beitrag war nicht ironisch, sondern ernst gemeint. Und mit Tierschützern meine ich nicht nur die Wolfsschützer, sondern alle, für die ein Tier mehr wert ist als ein Mensch, selbst wenn man bei manchen Menschen über deren Wert diskutieren könnte.

Ritratto di Manfred Klotz
Manfred Klotz 11 Novembre, 2022 - 16:42

Ihr Kommentar ist weder ernst noch ironisch sinnvoll. Das haben Sie offenbar nicht richtig erkannt.

Ritratto di romano stamatios kohlmayer
romano stamatios kohlmayer 12 Novembre, 2022 - 10:43

Dann wäre es vielleicht angebracht, endlich mal seriöse Viehschutzmaßnahmen auf die Beine zu stellen. Wenn das in allen anderen Gegenden funktioniert, in denen Wölfe leben und Viehzucht betrieben wird, müsste es auch im reichen Südtirol funktionieren, vor allem angesichts der Tatsache, dass in Südtirol auf ca. 180.000 Stück Vieh (Daten Roter Hahn 2022) ca. 18 Wölfe (Daten Amt für Jagd und Fischerei 2021) kommen. Insgesamt hat dieses Amt im letzten Jahr 54.000 Euro für die Begleichung von Wildschäden ausgegeben … ich möchte nicht wissen, wie groß die Viehverluste durch Gewitter, Abstürze und weitere Unfälle (roadkill) sind.

Ritratto di Lucia Munaro
Lucia Munaro 11 Novembre, 2022 - 14:48

È un caso da segnalare all'Ordine dei giornalisti (Consiglio di disciplina) I giornalisti e l'editore hanno sempre l'obbligo di attenersi nella narrazione ai fatti (o la Dolomiten non soggiace alla normativa italiana?)

Ritratto di Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 11 Novembre, 2022 - 15:09

Diese nationalistische Bemerkung hätten sie sich sparen können.

Ritratto di Manfred Klotz
Manfred Klotz 11 Novembre, 2022 - 16:43

Das ist keine nationalistische Bemerkung, sondern einfach Fakt. Oder wissen Sie, als Journalist, dass die Journalisten in Südtirol den Bestimmungen eines anderen Landes unterliegen? Ihr Beißreflex ist manchmal lächerlich.

Ritratto di Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 11 Novembre, 2022 - 17:01

Die rein rhetorische Frage, ob die "Dolomiten" etwa nicht der italienischen Gesetzgebung unterliegen, beeinhaltet natürlich bereits die Antwort: "Siamo in Italia", womöglich auch die faschistische Spielart "L'unica legge si chiama Italia". Dabei ist der Vorwand für diesen nationalistischen Ausfall lächerlich. Ob ein Journalist der Version mit den Wölfen oder der Version mit den Gämsen Glauben schenkt, unterliegt keinem Gesetz. Da beide Versionen nicht beweisbar sind, kann man beide für richtig oder falsch halten, ohne gegen irgendein Gesetz in irgendeinem Land zu verstoßen.

Ritratto di Ceterum Censeo
Ceterum Censeo 11 Novembre, 2022 - 17:37

Das ist kein nationalistischer Ausfall.
Beissreflex beim Wort "italienisch"??

Ritratto di Emil George Ciuffo
Emil George Ciuffo 12 Novembre, 2022 - 14:45

Eher beißt ein Staffler beim Wort "italienisch" als ein Wolf, wenn er Menschen begegnet ... ;-)

Ritratto di Robert Hölzl
Robert Hölzl 11 Novembre, 2022 - 19:44

Es mag keine Version beweisbar sein; beweisbar ist aber, dass der Ablauf völlig falsch geschildert wurde (von Wölfen umzingelt etc.).

Ritratto di Ceterum Censeo
Ceterum Censeo 11 Novembre, 2022 - 21:34

Das Protokoll des Rettungseinsatzes ist wenn nicht Beweis so doch Beleg.

Ritratto di Manfred Klotz
Manfred Klotz 12 Novembre, 2022 - 18:31

Mir geht es auch nur um Ihren Wutanfall über die "nationalistische Bemerkung". Die Geschichte stimmt sowieso nicht, das merkt man besonders an dem seit zwei Tagen dauernden Einsatz der Dolomiten-Redaktion Beweise für ihre Behauptung zu konstruieren.

Ritratto di Ceterum Censeo
Ceterum Censeo 11 Novembre, 2022 - 17:36

Daran ist nichts nationalistisch.

Ritratto di Lucia Munaro
Lucia Munaro 12 Novembre, 2022 - 10:07

Se lei sa a chi altro segnalare il comportamento scorretto del giornalista e dell'editore, per tutelare il diritto dei cittadini (e il dovere del giornalista) a un'informazione veritiera, va benissimo.

Ritratto di romano stamatios kohlmayer
romano stamatios kohlmayer 12 Novembre, 2022 - 10:46

Mit Verlaub, was soll an der Bemerkung nationalistisch sein. In Südtirol herrscht das italienische Presserecht, in Österreich das österreichische. Zurzeit gehört Südtirol noch zu Italien; sollte sich das ändern, wird bestimmt das ósterreichis he Presserecht übernommen, oder nicht?

Ritratto di Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 12 Novembre, 2022 - 18:27

Was hat ein Artikel über eine Wolfssichtung, die weder bewiesen noch geleugnet werden kann, mit den Presserecht zu tun? Als Journalist kenne ich mich mit dem Presserecht aus, aber ich kenne keinen Artikel, der es den Medien verbieten würde, das wiederzugeben, was ihnen berichtet wird. Das gilt sowohl in Österreich als auch in Italien. Der Hinweis darauf, dass in Südtirol wohl das italienische Gesetz gelten müsse, ist daher übelster Nationalismus, weil er vollkommen fehl am Platz ist.

Ritratto di Luis Spath
Luis Spath 11 Novembre, 2022 - 15:12

Herr Franceschini, Sie unterstellen unserem Tagblatt tätsächlich unwahre Berichterstattung? Sie Schlingel! Hier der Gegenbeweis:
Auszüge aus einem kürzlich ergangenen Brief (Original liegt vor) an die Mittelschulen unseres Landes, unterschrieben von Michl und Toni Ebner, um die Gratiszustellung ihrer Tageszeitung an alle Mittelschulklassen zu begründen:
"Gerade in Zeiten des Ukraine-Kriegs und von Covid-19 wird klar, wie viele falsche und unzuverlässige Informationen – man spricht diesbezüglich auch von „Fake News“ – im Netz kursieren.“
„Problembehaftete Meldungen verbreiten sich uneingeschränkt über die sozialen Medien, teilweise gesteuert von einzelnen Gruppen, Parteien oder Personen.“
„Nur wenn Quellen überprüft, Meldungen gründlich recherchiert und Nachrichten von gut ausgebildeten Redakteuren verfasst werden, kann man sich auf deren Inhalte verlassen. In unseren Redaktionen gehen engagierte Journalisten tagtäglich ihrem Handwerk nach – jeder Artikel wird genau geprüft und nur veröffentlicht, wenn er unseren hohen Qualitätsstandards entspricht.“
Noch Zweifel, Herr Franceschini? Haben Sie die Bozner Rai schon auf deren Qualitätsstandards überprüft?

Ritratto di Elisabeth Garber
Elisabeth Garber 11 Novembre, 2022 - 15:31

Was den Rai Sender BZ betrifft, herrscht dort m.M.n. eine auffällige Nomenklatura.

Ritratto di rotaderga
rotaderga 11 Novembre, 2022 - 16:15

Ich hab alle Medien Südtirols auf deren Qualitätsstandards überprüft, hat aber nichts gebracht. Werde weiterhin für dumm verkauft.

Ritratto di Sigmund Kripp
Sigmund Kripp 11 Novembre, 2022 - 17:35

30.000 Beiss-Angriffe von Hunden auf Menschen!
Jedes Jahr in Deutschland!
Das müssten dann in Südtirol ca. 200 pro Jahr sein!
Und immer noch bringt das "Wolfsblatt der Südtiroler" Berichte von süßen Hündchen, die später zu Menschenbeissern werden!
Und es wird immer noch kein Abschuss von Hunden gefordert!
Wir brauchen ein hundefreies Europa!

Ritratto di Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 11 Novembre, 2022 - 23:34

Wölfe beißen in Europa keine Menschen, sondern sie reißen Schafe und gefährden damit unsere Almwirtschaft. Dshalb müssen Wölfe geschossen werden. Hunde beißen sehr oft Menschen, in vielen Fällen leider auch mit Todesfolge. In den meisten Fällen werden solche Problemhunde dann eingeschläfert. Da muss niemand schießen, das geht ganz einfach mit dem Mittel, mit dem in den USA Menschen hingerichtet werden, nur mit dem Unterschied, dass in Europa die Hunde vorher betäubt werden, damit sie nicht leiden müssen.

Ritratto di romano stamatios kohlmayer
romano stamatios kohlmayer 12 Novembre, 2022 - 10:50

Wie schon gesagt, in wie weit 18 Wölfe die Existenz von 180.000 Stück Vieh gefährden, sei dahingestellt. Das ist genau so eine übertriebene Behauptung wie die Forderung von Herrn Kripp, Europa zu einem hundefreien Kontinent zu machen. Ein bißchen weniger übertriebene Behauptungen auf beiden Seiten wäre angebracht.

Ritratto di Ceterum Censeo
Ceterum Censeo 12 Novembre, 2022 - 11:40

Kripp hat es doch ironisch gemeint, und er hat den Kern des ganzen Dolomitentheaters sehr gut getroffen.

Ritratto di Bernd Greis
Bernd Greis 12 Novembre, 2022 - 10:36

Jäger haben also in der Nähe des Tarscher Jöchls Wolfsspuren gefunden? Interessant. Ich hätte nie gedacht, dass sowas 2022 möglich ist. Wölfe nutzen geschickt die aperen Stellen um damit ihre Anzahl zu verschleiern? Genial. Was passiert eigentlich bei einer geschlossenen Schneedecke? Wird dann bis zum Frühjahr gefastet? Ironie aus!
Vernünftiges Wolfsmanagement ja, aber bei den Menschen zusätzliche Ängste schüren (verfolgt und umzingelt) ist dermaßen daneben, da bleibt einem die Spucke weg. Will das Tagblatt der deutschen BLÖD Konkurrenz machen?

Ritratto di romano stamatios kohlmayer
romano stamatios kohlmayer 12 Novembre, 2022 - 10:53

Das sind die bekannten Südtiroler Yoga-Wölfe … Canis lupus sudtiroliensis var. yogibus.

Ritratto di Emil George Ciuffo
Emil George Ciuffo 12 Novembre, 2022 - 14:54

Dolomiten, das Verdummungsblatt der Südtiroler

Ritratto di Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 12 Novembre, 2022 - 17:43

Die "Dolomiten" sind zwar ein Blatt mit erschreckend schlechter Sprachqualität, das heißt aber nicht, dass alle Berichte falsch sind und dass grundsätzlich immer das Gegenteil stimmt. Bezüglich miserabler Sprachqualität, Prozentsatz an Falschmeldungen und bewusster Manipulation liegen "Dolomiten" und RAI ungefähr auf der gleichen Ebene.

Ritratto di Stefan S
Stefan S 12 Novembre, 2022 - 17:59

"Dennoch wäre es zumindest theoretisch möglich, dass nicht alle in der Ukraine lebenden Menschen so denken und handeln."
Ja klar der ein oder andere Polizeibericht wird schon stimmen.
Unterirdische Zeitung durch und durch, die letzte Wolfstory oder auch das Bauchkraulen bei den Faschisten sprechen für sich.

Ritratto di Stefan S
Stefan S 12 Novembre, 2022 - 18:48

"das heißt aber nicht, dass alle Berichte falsch"
Das sollte kommentiert werden :-)

Ritratto di M A
M A 12 Novembre, 2022 - 19:13

Herr Staffler, es sollte wohl eher KEIN Bericht falsch sein...

Ritratto di Ceterum Censeo
Ceterum Censeo 12 Novembre, 2022 - 20:10

Die Sprachqualität ist das geringste der Probleme der Bergzeitung.
Nicht alle Berichte sind falsch, alle nicht.

Ritratto di Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 12 Novembre, 2022 - 21:11

Ob ein Zeitungsbericht richtig oder falsch ist, kann niemals objektiv entschieden werden, sondern hängt immer ganz subjektiv vom Leser ab. Dass Grammatik, Syntax und Semantik in Südtirols Medien, in manchen mehr, in manchen weniger, aber in allen viel zu viel, brutal vergewaltigt werden, ist hingegen eine unbestreitbare, dokumentierbare Tatsache. Objektive Berichterstattung sucht man wohl bei allen Medien vergeblich.

Ritratto di Ceterum Censeo
Ceterum Censeo 12 Novembre, 2022 - 21:57

Doch, es kann objektiv entschieden werden!
Es gibt Fakten, in diesem Fall das Protokoll eines Einsatzes nach Anruf der Nr. 112.
Es gibt Zeugenaussagen.
Der Rest ist Dichtung. Mit einem anderen Wort: Fake News!

Ritratto di Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 13 Novembre, 2022 - 08:32

Das ist eine rein subjektive Darstellung der Fakten. Es kommt immer darauf an, was man glauben will.

Ritratto di Manfred Gasser
Manfred Gasser 13 Novembre, 2022 - 09:02

Seit wann geht es im Journalismus um Glauben? Fakten sind Fakten sind Fakten, es gibt keine subjektive Fakten, sowas nennt man Meinungen.

Ritratto di Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 13 Novembre, 2022 - 15:56

Jeder Journalist weiß, dass es immer sehr viele Fakten gibt, und viele Journalisten picken sich aus diesem großen Topf die Fakten heraus, die ihnen in ihr Konzept passen. Und dann gibt es die Medienkonsumenten, die dem einen Journalisten (bzw. Medium) aufgrund dieser für Bibelweisheiten gehaltenen Fakten mehr glauben als dem anderen. Wer glaubt, dass sogenannte Fakten Wahrheiten sind, der glaubt wohl auch an den Weihnachtsmann.

Ritratto di Stefan S
Stefan S 13 Novembre, 2022 - 14:33

"Objektive Berichterstattung sucht man wohl bei allen Medien vergeblich."
Denke nicht, gerade im deutschsprachigen Raum gibt es eine erhebliche Auswahl wo sich aus verschiedenen Quellen eine Schnittmenge ergibt welche der Objektivität genügend Raum bietet.
Meist liegt es vielmehr am Leser welcher schon mit einer Erwartungshaltung/Vorurteil diese Objektivität verwässert.
Auf regionaler Ebene wird es da schon schwieriger weil die Anzahl der Quellen begrenzt und eindimensonaler sind, siehe Dolomiten. Man kann aber auch aus dem Vinschger Wind oder dergleichen Infos ziehen. ;-)

Ritratto di Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 13 Novembre, 2022 - 16:26

"Objektive Berichterstattung sucht man wohl bei allen Medien vergeblich" - das ist wohl etwas zu überspitzt formuliert gewesen. Natürlich gibt es sogar in Medien, die man als wenig objektiv bezeichnen muss, wie zum Beispiel die "Dolomiten", Lokalredakteure, die mit Berufsethos arbeiten und sich bemühen, objektiv zu sein. In außen- (d.h. italienischen) und innenpolitischen (d.h. Landespolitik) Themen sind die "Dolomiten nicht objektiv, sondern mit ihrer Anbiederung an die italienischen Rechtsextremen und mit der Einmischung in die Lokalpolitkauf das genaue Gegenteil von Objektivität. Das heißt aber nicht, dass der Bericht über eine Wolfssichtung, zu der es widersprüchliche Fakten gibt, unobjektiv sein muss. Im Übrigen muss ein Medium nicht unbedingt objektiv sein. Ich lese z.B. gerne SALTO, obwohl ich dieses Medium nicht unbedingt als objektiv einstufe. Aber es ist mir ein Korrektiv zu anderen, ebenfalls nicht objektiven Medien, zudem mit dem großen Vorteil, dass SALTO auch für Kritik am eigenen Tun offen ist, was andere Medien nicht sind..

Ritratto di M A
M A 15 Novembre, 2022 - 11:30

"Truden: Wölfe auch am Hof des Bürgermeisters – „Bauern sehr besorgt“
Unweit des Pausahofes des Trudner Bürgermeisters Michael Epp wurden am Samstag in einer 6 Hektar großen Wiese 2 Wölfe gesichtet, von mehreren Bürgern, die dort auf dem Weg zum Recyclinghof waren. Auf Epp lastet nun großer Druck zu handeln – ist es doch nicht die erste derartige Sichtung im Dorf."
.
Soweit zum Thema falsche Berichterstattung unseres Wolf-Mediums... (STOL am 14.11.2022)...
.
Herr Hartmuth Staffler kann sicher die - ja, es sind mehrere - Fehler im Text schönreden...

Ritratto di Stefan S
Stefan S 15 Novembre, 2022 - 13:49

"Soweit zum Thema falsche Berichterstattung unseres Wolf-Mediums... (STOL am 14.11.2022)..."
Ja ganz tolle Rotkäppchen Geschichte, da stellt man fest das es dem Stol Artikel an Objektivität fehlt und dieser überwiegend der Polarisierung dient und postet dann den gleichen Mist nochmal hinterher.

Advertisement
Advertisement
Advertisement