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LPA/ I. Dejaco
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Zweijahresplan

Statement gegen falsche Fakten

Falsche Wahrheiten zum Thema Einwanderung und Integration kursieren zuhauf. Damit soll aufgeräumt werden und Bewusstsein für gute Integrationsarbeit geschaffen werden.
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Ritratto di W. C. Karcher
W. C. Karcher 14 Dicembre, 2018 - 15:03

Das Ding ist sicher nicht sauber. Schon alleine das hier macht stutzig:

"Auch vom Wohnbauinstitut gehen Zahlen hervor, die den verhältnismäßig geringen Umfang an Zusprüchen für Ausländer hervorheben. 9,8% der Wobi-Wohnungen wurden Bürgern aus anderen EU- und Nicht-EU-Ländern zur Verfügung gestellt. "

1. Warum wird eine Zahl angegeben, die nicht zwischen EU und Nicht-EU unterscheidet? (Der Verdacht liegt nahe, dass hier eine Disproportionalität verdeckt werden soll – muss man mal prüfen...)
2. Was heißt hier "verhältnismäßig"? Im Verhältnis zu was? Zum Anteil an der Gesamtbevölkerung? Was heißt das mit den 9,8%? Laut einem Statistik-Bericht für 2017 ist von einer Bevölkerung von ca. 528 000 Personen auszugehen, sowie von 23 000 ansässigen Ausländern. Das sind dann nur so ca. 4%.

Verdacht: Politische Auftragsarbeit, die einer kritischen Prüfung nicht standhielte. Leider keine Zeit, muss was Anständiges lesen....

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 15 Dicembre, 2018 - 08:29

Astat: „2017 waren 48.018 Ausländer in Südtirol ansässig; also 9,1 % der Bevölkerung von 527.750“.
Etwa ein Drittel der Ausländer stammen aus nicht EU-Ländern:
https://www.stol.it/Artikel/Chronik-im-Ueberblick/Lokal/48.000-Auslaende...
.
Wer Zahlen angibt, sollte korrekterweise die Quelle nennen. Sie halbieren die Zahl der Ausländer in Ihrem Beitrag.

Ritratto di W. C. Karcher
W. C. Karcher 15 Dicembre, 2018 - 18:52

Ja, der Fehler war zwar unabsichtlich, muss aber unbedingt korrigiert werden. Gut dass Sie darauf hinweisen.
Meine Quelle war https://astat.provinz.bz.it/de/aktuelles-publikationen-info.asp?news_act... – Dort, Seite 68 die von mir genannte Zahl. Ich war zu schnell und in der Tabelle schein ein Rechenfehler vorzuliegen.

Ich muss aber zugleich betonen, dass ich – von der Sache mit der falschen Zahl abgesehen – weiterhin an meinem Statement festhalte: "Verdacht: Politische Auftragsarbeit, die einer kritischen Prüfung nicht standhielte. Leider keine Zeit, muss was Anständiges lesen....".
Davon bin ich überzeugt. Wer sich die Mühe macht, zu suchen, der wird genügend kritische Punkte finden.

Im Übrigen finde ich auch 9,1% Ausländer und 9,8% Wobidingsbums skandalös. Selbst 5% Wobi wäre da noch unerhört. Noch skandalöser finde ich allerdings dann die Aussage "verhältnismäßig geringen Umfang".

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 15 Dicembre, 2018 - 20:12

ist doch lustig, dass es in einem „statement gegen falsche Fakten“ in einem kritischen Kommentar prompt falsche Fakten gibt...
.
Mit etwas Mühe habe ich auch diesen Satz gefunden: „Einwanderer können nach wie vor nur um eine Mietwohnung des Wohnbauinstituts ansuchen, wenn sie seit mindestens fünf Jahren ohne Unterbrechungen in Südtirol ihren Hauptwohnsitz haben und seit mindestens drei Jahren in Südtirol arbeiten“.
Also nur jene, welche ja auch vom Kommentator gutgeheissen werden, da diese ja bereits seit mindestens 3 Jahren eine Arbeit haben.

Ritratto di W. C. Karcher
W. C. Karcher 15 Dicembre, 2018 - 21:51

Richtig, gegen solche Leute ist gar nichts einzuwenden. Wer etwas anzubieten hat (seine Arbeitskraft), was gesucht wird, dem sollten keine Steine in den Weg gelegt werden. (Da es bei Einwanderung immer nur ums Ökonomische geht, gibt es hier natürlich schon noch weitere Einschränkungen...)

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 15 Dicembre, 2018 - 21:57

Ich muss das Erweitern.
Natürlich arbeiten wir viel, aber wir sind auch die Nutzniesser der derzeitigen Form von Globalisierung.
Da tut es uns nicht weh, wenn wir nicht nur „nichts einzuwenden haben“ gegen Leute, die uns etwas „anzubieten haben“; wir können auch hilfsbereit und gütig sind jenen gegenüber, die Not leiden und - vielfach als einfache Menschen unverschuldet - im Unglück sind.

Ritratto di W. C. Karcher
W. C. Karcher 16 Dicembre, 2018 - 09:25

Ich muss das einschränken.
Dass "wir" Nutznießer der Globalisierung sind, stimmt so nicht. Die erheblichsten Wohlstandszuwächse sind in Ländern zu verzeichnen, die nicht zur Ersten Welt gehören. Und in Europa und USA spricht man ja in den letzten Jahren immer mehr von Massen von sogenannten "Globalisierungsverlierern", die angeblich für Trump, Brexit, Orban, Salvini usw. verantwortlich seien - wenn dem so ist, dann passt dies nicht zu der "wir Nutzenießer"-These.

"Da tut es uns nicht weh"
Es geht nicht um "nicht weh" tun, sondern darum, ob es dazu eine moralische Pflicht gibt. Warum formulieren sie das so unpräzise. Es geht um die Frage, ob man Milliarden aus Steuermitteln ausgibt. Also ob man diese Milliarden anderen Leuten, die dafür arbeiten, wegnimmt und sie nicht fragt, ob das Geld dafür verwendet werden soll. Es geht also um die Frage undemokratisch-obrigkeitsstaatlichen Handelns.

"wir können auch hilfsbereit und gütig"
Selbstverständlich können Sie das. Sie haben nur nicht das Recht, andere dazu zu zwingen, bei Ihrer Gütigkeit mitzumachen. Unklar bleibt mithin, wen Sie mit "wir" meinen. Rasse, Volk usw. gibt es ja nicht.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 16 Dicembre, 2018 - 10:24

Um unseren derzeitigen Lebensstil zu führen, hält sich ein jeder von uns gleichsam etwa 20 Sklaven irgendwo auf der Welt. Wir sehen diese nur nicht, da wir diese nicht mehr im Hause haben. Aus dem Sinn, aus der Welt?
Nein, Fersehen, Internet und Reisen zeigen sie uns täglich. Ohne diese Sklaven kein billiger Urlaubsflug, kein 1-Euro-T-Shirt, kein Goldring, kein Diamant, kein handy, kein Computer, kein Auto.
Natürlich kann man da Wegsehen.
Mein Post sprach von Menschen, präzise und konkret.
Der Post des Schreibers oben spricht von Wohlstandszuwächsen und Milliarden.
Bleiben wir bei den Menschen: Der Schreiber obigen Posts leben in einem warmen Haus in guten Kleidern mit ausreichend abwechslungsreichem Essen, Unterhaltung, nutzen Event- und Urlaubsindustrie, haben Auto, Tv, Handy, PC, Versicherungen, Gehalt, Rente.
Da sitzt ein 11jähriges Mädchen in Indien in Lumpen in einer baufälligen Fabrik ohne warmem Heim und Essen zuhause: und näht in 16 Stunden am Tag für einen Euro im Monat ihr Hemd: Ihre Sklavin.

Ritratto di W. C. Karcher
W. C. Karcher 16 Dicembre, 2018 - 10:59

Diese Darstellung ist falsch. – Aber würde ich ernsthaft daran glauben (wie Sie das vorgeben), dann würde ich auf all diese Dinge verzichten und nicht mir ein ruhiges Gewissen erkaufen, indem ich einer Handvoll Nord- und Schwarzafrikanern Sozialhilfe verschaffe und im Internet selbstgerecht-moralisierende Postings absondere.

Alles andere ist wertlos. Entweder Sie glauben das, was Sie da von sich geben – ich glaube es, wie gesagt, nicht – und handeln dann entsprechend oder Sie tun es nicht, weil es halt doch zu anstrengend ist. Sie mit Ihren Ablassbriefen.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 16 Dicembre, 2018 - 11:32

Man sieht, der Nerv des Schreibers ist getroffen.
.
Natürlich ist die Wirklichkeit hochgradig komplexer, in der Substanz ist die Darstellung meines Posts charakteristisch für die Gegenwart und jüngste Vergangenheit. Natürlich kann man das Leugnen.
Natürlich kann man, in der Luxusblase lebend, den Rest der Welt ausblenden.
.
Der Schreiber sei unbesorgt, ich tue das Meine. Das sei seine Sorge nicht.

Ritratto di W. C. Karcher
W. C. Karcher 16 Dicembre, 2018 - 11:52

Wenn dies "das Ihre" ist, Sonntag vormittags im Internet in selbstgerechter Moralisierung zu schwelgen – dann passt das in der Tat genau in das Bild eines Sklavenhalters...

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 16 Dicembre, 2018 - 12:15

... wie gehabt, Argumentation ad personam, ad hominem, ad populum...
Nur nicht in der Sache.
Und „böse“, wenn sich der andere auf diese „Personenspiele“ nicht einlässt.
Wünsche einen schönen Tag.

Ritratto di W. C. Karcher
W. C. Karcher 16 Dicembre, 2018 - 12:28

Wieso böse? Ich habe lediglich gesagt, dass ich Ihre Darstellung nicht teile.
Ich glaube, Sie wissen gar nicht so richtig, was eine Argumentation ad personam ist. "Ad personam" ist nicht immer ein gültiger Einwand, insbesondere hier nicht, wo ja genau die Person und die Moralität ihres Lebensstil das Thema ist.

Der Hinweis, dass jemand Wasser predigt, aber Wein trinkt – so wie Sie das eben tun – ist kein ungerechtes "ad hominem", sondern berechtigte Kritik.

Ritratto di elisabeth garber
elisabeth garber 16 Dicembre, 2018 - 14:16

BRAVO!
1 : 0 für Peter Gasser
Karcher schreibt und schaltet immer gleich.

Ritratto di W. C. Karcher
W. C. Karcher 16 Dicembre, 2018 - 16:17

"1 : 0 für Peter Gasser"
Und zwei gegen eins gegen Karcher. Ein ehrenvolles Verhältnis zwar, aber keine würdigen Gegner.

"Karcher schreibt und schaltet immer gleich."
Klar, Karcher hat ja auch Prinzipien.

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