Corona-Screening
Othmar Seehauser
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Analyse

Teststrategie im Test

Jetzt sollen Mailänder Forscher klären, was der Corona-Massentest Ende November gebracht hat. Der Auftrag beläuft sich auf 39.500 Euro.
Di
Ritratto di Lisa Maria Gasser
Lisa Maria Gasser21.01.2021
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Corona-Screening
Othmar Seehauser
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Ritratto di Don Quijote
Don Quijote 21 Gennaio, 2021 - 12:13

Vielleicht können dann auch einige Fragen geklärt werden, die sich aus den Aussagen bei der Landesmedienkonferenz CORONAVIRUS vom 11.12.2020 ergeben haben.
Generaldirektor des Sanitätsbetriebs Florian Zerzer: "Ein kleines Rechenbeispiel: Wir müssen davon ausgehen, dass 5 % von diesen Menschen Krankenhausbetreuung notwendig gehabt hätten, das bedeutet rund 180 Betten, die allein für diese positiv getesteten Menschen notwendig gewesen wären. Und wenn dann noch eine Stufe tiefer gehen: 10 % dieser Personen hätten aller Wahrscheinlichkeit nach intensiv betreut werden müssen, d. h. weitere 18 Intensivbetten."
Frage: Hat ein positives Testergebnis einen Einfluss auf den weiteren Krankheitsverlauf?

"Wenn Sie nun dieses Rechenbeispiel von Markus Falk weiterspinnen und sagen, diese 3.615 Menschen hätten in 20 Tagen - und ich habe hier eher defensiv gerechnet – rund 75.000 weitere Menschen infizieren können; das bei einem Reproduktionsfaktor, der defensiv gerechnet von mir mit 1,3 angenommen würde. Dann hätten wir von einigen Tausend Betten gesprochen."
Frage: Wenn nun, wie vom Biostatistiker Markus Falk berechnet, zum damaligen Zeitpunkt ca. 36.000 Personen infiziert waren und nur ca. 3.600 entdeckt, wieviele Menschen hätten dann infiziert werden müssen?

Biostatistiker Markus Falk: "Wenn man vor dem Massentest 20 Personen zufällig ausgewählt hat, zum Beispiel beim Einkaufen (wenn die Geschäfte damals offen gewesen wären), dann hätte man ca. in einem Viertel der Fälle einen Infektiösen angetroffen. Mittlerweile sind es ca. 6,8 %."
Frage: Warum waren es beim Massentest dann nur 1 %, die positiv getestet wurden?

Ritratto di Christian I
Christian I 21 Gennaio, 2021 - 17:49

Meine Erfahrung: Schnelltests sind positiv nur in einen relativ kurzen Zeitfenster und nur bei hoher Viruslast.

Ritratto di Thomas Unterwinkler
Thomas Unterwinkler 21 Gennaio, 2021 - 13:29

Ein Beitrag zur seinerzeit bei uns kontrovers diskutierten Frage nach der Anzahl der Falsch-Positiven kommt aus Wien:
Bei der jüngsten Runde der dortigen Massentests waren von 130.467 Antigen-Tests 264 positiv = 0,2%. Von diesen 264 positiven Antigen-Tests waren nach der (dort obligatorisch vorgesehenen) PCR-Überprüfung 28 falsch-positiv = 10,6%. Demnach waren von ALLEN Tests 0,02% falsch-positiv.
NB: Es handelt sich hierbei um keine Studie, sondern um eine statistische Angabe des Sprechers von Gesundheitsstadtrat Hacker.

Ritratto di Klemens Riegler
Klemens Riegler 22 Gennaio, 2021 - 14:12

... und wieviele waren Falsch-Negativ? 0,2% Infizierte scheint mir dann doch etwas wenig. Da gibt die Statistik leider nichts her, denn dann hätte man ja alle mit PCR nachtesten müssen. Und selbst dort gibt es eine Fehlerquote.
Sinn von Massentests? laut derzeitigem Stand ist es wohl nur jener, einige Infizierte heraus zu fischen, die man sonst nicht finden würde. Und dass selbst die Politik immer wieder etwas lernen kann.

Ritratto di Don Quijote
Don Quijote 21 Gennaio, 2021 - 14:59

Ein weiterer Beitrag zu den seinerzeit auch kontrovers diskutierten Falsch-Negativen (Infizierte, die nicht als solche erkannt werden) ist im Ärzteblatt Deutschland vom 18. Jänner 2021 zu lesen.
Studie: Antigentests schlagen nur bei höherer Konzentration von SARS-CoV-2 an.
Im Vergleich zur PCR-Reaktion betrug die Sensitivität bei den verschiedenen Tests nur 24 bis 50 %. Die relativ geringe Trefferrate könnte auf die niedrige Viruskonzentration in den Abstrichen zurückzuführen sein.
In den Proben mit einer höheren Viruskonzentration in der PCR erzielten die Antigen-Schnelltests eine Sensitivität von 76 bis 100 %.
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/120275/Studie-Antigentests-schlag...
Frage: Sind Antigen-Schnelltests geeignet für Massentests?

Ritratto di Klemens Riegler
Klemens Riegler 22 Gennaio, 2021 - 14:22

Ein Teil der "Fehlerquote" ist sicherlich auch auf die Testentnahme selbst zurück zu führen. Soweit ich mich erinnere müsste beim Antigen-Set 10 Sekunden "gebohrt" werden um die vom Hersteller angegebene Sensitivität zu erreichen. Und bei wem wurde 10 Sekunden gebohrt? (= 10 x Einundzwanzig sagen). PCR soll diesbezüglich weniger "empfindlich" sein, da es ja auch viel weniger Viruslast für die Auswertung braucht.

Ritratto di G. P.
G. P. 22 Gennaio, 2021 - 17:28

Bei mir waren es wohl maximal fünf Sekunden, allerdings gefühlte zehn Sekunden ... mindestens. :-)

Ritratto di Martin Koellensperger
Martin Koellensperger 22 Gennaio, 2021 - 19:36

Im bugiardino steht:
"Insert a sterile swab into the nostril of the patient so that the swab reaches the depth equal to distance from nostrils to outer opening of the ear. Rotate the swab 3-4 times against the surface of the nasopharyngeal and withdraw the swab from the nasal cavity."

Ritratto di Don Quijote
Don Quijote 22 Gennaio, 2021 - 21:14

"...nach Projektabschluss. Angelegt ist es auf vier Monate, also bis Ende Mai."
Mit etwas Geduld wird sich vielleicht auch darauf eine Antwort finden lassen ;-)

Ritratto di Christian I
Christian I 22 Gennaio, 2021 - 23:49

Für die Schnelltest werden in Südtirol zwei Marken benutzt. Bei der Marke die wir benutzen steht auf der Schachtel: "... mindestens 10 Sekunden" Und diese 10 Sekunden halten wir auch ein.

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