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E-Commerce

Covid19: Online-Handel boomt

Als Folge der Covid-Pandemie hat der Online-Handel stark zugenommen. EU-weit wurden 2020 20% der Einzelhandels-Käufe online getätigt, Italien lag mit 13% weit zurück.
Un contributo della community di Monika Psenner31.12.2021
Ritratto di Monika Psenner
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Schon in den vergangenen Jahren zeigte der Online-Handel einen steigenden Trend. Lockdowns und Bewegungs-Einschränkungen während der Covid-19-Pandemie haben weltweit den Wandel hin zu einer digitalen Welt beschleunigt. Die in vielen Ländern eingeführte G2-Regel (Zugang zu Geschäften nur für Geimpfte oder Genesene) hat zu weiteren Umsatzverschiebungen hin zum Online-Handel geführt.

Online-Shopping bietet den Konsumenten viele Vorteile: es spart Zeit und bietet eine viel größere Produktauswahl als der stationäre Handel, Preise und Produkte sind leicht vergleichbar und der Kunde ist nicht an die Laden-Öffnungszeiten gebunden. Nachteilig ist, dass es keine Beratung durch Fachpersonal gibt, zwischen Zahlung und Lieferung des Produkts liegt eine Zeitverzögerung und es kann zu langen Lieferzeiten und hohen Versandkosten kommen. Man sieht die Produkte nur auf einem Foto und kann sie, im Fall von Bekleidung, nicht anprobieren, bevor man sie kauft.

Der stetig steigende Trend beim E-Commerce lässt darauf schließen, dass die Vorteile vom Online-Shopping die Nachteile überwiegen.

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Online-Handel in den EU-Ländern

MP

Im Durchschnitt wurden in der EU im Jahr 2020 20% der Einzelhandels-Einkäufe online getätigt. Irland steht mit einem Anteil von 40% der Online-Käufe an den gesamten Käufen mit Abstand an erster Stelle. gefolgt von Belgien (31%), Tschechien (30%), Dänemark (29%) und Schweden (24%). In Italien wurden lediglich 13% der Einkäufe online getätigt, das ist weit unter dem EU-Durchschnitt. An letzter Stelle liegt Griechenland mit nur 4%.

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MP

Im Jahr 2020 haben 72% der Internet-User Online-Käufe getätigt, 2010 waren es nur etwas über 50%. Besonders jüngere Konsumenten nützen den Online-Handel stark, was auch mit der höheren Internet-Affinität zusammenhängt. Im Jahr 2020 haben 78% der Internet-User der Altersgruppen unter 54 Jahren Waren und Dienstleistungen  online erworben. Doch schon 2019 und noch stärker im Corona-Jahr 2020 stiegen auch die Online-Käufe der über 54-jährigen Konsumenten erheblich.

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Entwicklung des weltweiten Online-Handels im Jahr 2020

Laut Schätzungen der UNCTAD (United Nations Conference on Trade and Development) ist es im Jahr 2020 als Folge der Covid-Pandemie weltweit zu einem sehr starken Anstieg des E-Commerce (Online-Handel) gekommen, so stieg der Anteil des Online-Einzelhandels am gesamten Einzelhandelsumsatz weltweit von 16 % im Jahr 2019 auf 19 % im Jahr 2020.

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Die UNCTAD hat in einer Studie den weltweiten Online-Handel im Jahr 2020 nach Regionen untersucht. In der bevölkerungsreichsten Region Asien-Pazifik war der Online-Handel mit 62% am größten. An zweiter Stelle rangierte Nordamerika mit 19% vor Westeuropa mit 12,7% und Zentral- und Osteuropa mit 2,4%. Am geringsten war der Anteil in Afrika mit 1,4% aber auch Lateinamerika hatte nur einen Anteil von 2,1%. Die niedrigen Anteile am Online-Handel in Afrika und Lateinamerika sind hauptsächlich auf den geringen Zugang zum Internet zurückzuführen.

Das größte Wachstum verzeichnete der digitale Einzelhandel in Südkorea, wo der Anteil von 21% im Jahr 2019 auf mehr als 25% im Jahr 2020 stieg.

Im Jahr 2020 waren die drei größten E-Commerce-Unternehmen Alibaba/China mit einem Umsatz von 1.145 Milliarden US-Dollar, was einem Umsatz-Plus von 20% gegenüber 2019 entspricht. Amazon/USA rangierte mit einem Umsatz von 575 Milliarden US-Dollar an zweiter Stelle und konnte eine Steigerung von 38%, verglichen mit dem Vorjahr erzielen. Als drittgrößtes Online-Unternehmen konnte JD.com/China einen Umsatz von 379 Milliarden US-Dollar erwirtschaften und ein Wachstum von 25% verglichen mit 2019 erzielen.

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Zukunftstrends

Die COVID-19-Pandemie hat den Wandel hin zu einer stärker digital ausgerichteten Welt und somit den Online-Handel weltweit beschleunigt. Wie eine Umfrage der UNCTAD unter Verbrauchern in einigen Schwellen- und Industrieländern ergab, hat die COVID-19-Pandemie das Online-Einkaufsverhalten nachhaltig verändert. Die Umfrageergebnisse deuten darauf hin, dass die Veränderungen die COVID-19-Pandemie wahrscheinlich überdauern werden. Laut einer Studie des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH) hat sich der Strukturwandel im Handel durch die Corona-Pandemie um rund sieben bis acht Jahre beschleunigt. Das Wachstum des Online-Handels einerseits und Geschäftsaufgaben in den Einkaufsstraßen der Städte andererseits erfolgen mit einer noch nie da gewesener Dynamik, so die Studie. Laut einer Studie von Shopify, einer führenden E-Commerce-Plattform, wird das Wachstum des Onlinehandels in Zukunft hauptsächlich von den jungen Generationen vorangetrieben werden

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Ritratto di Gianguido Piani
Gianguido Piani 1 Gennaio, 2022 - 18:20

Leider gibt es - soweit mir bekannt ist - keine Vergleichsstudie oder -analyse über die Effizienz unterschiedlicher Verkaufspfade. Ist es besser, Waren in Mengen an Geschäfte zu liefern und bis zum Verkauf dort zu lagern (trad. Geschäftsmodell), zentral zu lagern und einzeln zu liefern ("Amazon"-Modell) oder nach Bedarf zu erzeugen und zu liefern ("Just-in-Time")? Sollte es sich herausstellen, dass das "Amazon"-Modell mehr Energie verbraucht und mehr Verkehr fördert, als das traditionelle Geschäftsmodell, wären die Amazon-Kunden bereit, auf Onlinekäufe zu verzichten?

Ritratto di gorgias
gorgias 2 Gennaio, 2022 - 14:50

Natürlich wären diese nicht bereit auf Onlinekäufe zu verzichten, weil sie nicht bei Amazon einkaufen, weil sie es für die umweltschonendere Variante halten, sondern weil die Preise besser, die Auswahl größer und der Service beim Rücktausch besser ist.

Ritratto di Michael Steinwandter
Michael Steinwandter 4 Gennaio, 2022 - 20:08

Hier eine aktualisierte Zusammenfassung: https://www.quarks.de/umwelt/online-shopping-klimafreundlicher-als-einka...

Online kann demnach umweltfreundlicher sein, je nachdem wie gewisse Faktoren (Strom, Lieferungstyp usw.) in die Berechnung reinspielen.

Wir versuchen auch auf Online zu verzichten, aber manchmal ist der Frust beim Einkauf im Einzelhandel nicht klein...
1) Da ich oft monatelang recherchiere, welche Sachen ich mir mal "gönnen darf", suche ich sie auch im Einzelhandel auf. Dabei ist es schon passiert, dass ich nach 5 Läden immer noch nicht erfolgreich war....
2) Sind Waren nicht lagern, werden sie im Laden bestellt, auch oftmals offenkundig bei Amazon, mit Preisaufschlag...
3) Thema Preis... als Musik-Junkie sehe ich z.B. CDs auf der offiziellen Bandseite und auf Konzerten am Standl um 15€, im Laden um 23€... plus 50%

Ich sehe bei Kleidung/Schuhe deutlich die Vorteile von Läden, bei Elektronik und Entertainment eher bei online, da alle Infos schon zu finden sind.

Jedoch mag ich am liebsten: nix kaufen, ausleihen oder auch mal verzichten ;-)

Ritratto di Gianguido Piani
Gianguido Piani 4 Gennaio, 2022 - 20:50

Michael, danke für die sehr aufschlussreiche Information! Die sehe ich zum ersten Mal, und habe lange recherchiert.
Aus dem Beitrag ist zu verstehen, dass die Stadtform eine sehr große Rolle spielt. Wohnt man in der Stadt und kann man zum Geschäft laufen, dann entfallen alle Emissionen des eigenen Transports. Wohnt man dagegen auf dem Lande, dann wird es umweltverträglicher, ein Paket zugestellt zu bekommen als selber mit dem Auto zum Geschäft zu fahren.
Es fallen mir zwei Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz ein.
1. Mixgeschäfte Online/Direkt in Bevölkerungszentren einrichten. Die Ware wird Online bzw. im Geschäft bestellt und kann dort abgeholt werden. Sollte z.B. ein Kleidungsstück nicht passen, braucht es nicht abgeholt zu werden, sonst kann da bleiben mit weniger Aufwand für Abnutzung, Retour, Verpackung und mehr.
2. Im Elektronikhandel die Dutzende Bildschirme, die stetig laufen, abschalten.
Sonst reden wir unendlich über die Verringerung von CO2-Emissionen, tun jedoch sehr wenig Konkretes und Spürbares dafür.

Ritratto di Klemens Riegler
Klemens Riegler 2 Gennaio, 2022 - 13:20

Ich kaufe nur lokal.
Weil es niemanden etwas angeht was ich heute kaufe.
Weil der Einzelhandel in meiner Nähe Angestellte hat, die sonst irgendwann auf der Straße stehen.
Weil der Inhaber den lokalen Kreislauf am Laufen hält und weil Amazon garantiert nicht das Kindertheater im Dorf sponsorisiert.
Und weil der lokale Kreislauf zum „Steuerlichen Gemeinwohl“ beiträgt

Ritratto di gorgias
gorgias 2 Gennaio, 2022 - 14:47

Das finde ich rührend, dass Sie als Privatperson die lokale Wirtschaft subventionieren. Die Pächter, die von den Ladeninhaber diese horrenden Summen verlangen sind Ihnen sicher dankbar.

Ritratto di Georg Lechner
Georg Lechner 4 Gennaio, 2022 - 19:15

In der pöhsen, linxlinken Schweiz müssten die Verpächter Sozialversicherungsbeiträge aus den Pachterträgen abliefern. Aber bei uns in der EU?

Ritratto di Georg Lechner
Georg Lechner 4 Gennaio, 2022 - 19:27

Wegen der krassen Ausbeutung der Beschäftigten und wegen der Ausnutzung der Blödheit des EU-Rats* kaufe ich nicht bei Amazon.
*: Amazon profitiert von niederen Steuersätzen in Luxemburg wie Apple desgleichen in Irland. Möglich wurde das durch die grenzdebile Festlegung im EU-Primärrecht (vom EU-Rat ausverhandelt), dass die Festlegung der direkten Steuern in der Hand der Nationalstaaten ist. Diese haben sich im Wettlauf gegeneinander auf niedrige Steuersätze herunterlizitiert. Der EP-Vizepräsident Othmar Karas hat den jährlichen EU-weiten Steuerentgang infolge solcher Steuergeschenke anno 2020 auf 825 Milliarden Euro geschätzt.

Ritratto di Massimo Mollica
Massimo Mollica 4 Gennaio, 2022 - 21:36

Trovo questo articolo/analisi davvero molto bello. Complimenti! Qui si vede un' immagine di ciò che succede nel mondo, con buona pace delle proprie convinzioni. E, per inciso, nessuno vieta ad alcuno, tranne il mercato, di creare una realtà simile ad Amazon.

Ritratto di Gianguido Piani
Gianguido Piani 5 Gennaio, 2022 - 08:25

Come no? Fondiamo una societa' che e' obbligata a rispettare i diritti dei lavoratori, paga i contributi, rispetta rigorosamente gli orari, paga tasse e diritti doganali fino all'ultimo cent e soprattutto non fa cartello con i produttori giocando sull'equivoco dell'essere produttore e piattaforma logistica di consegna allo stesso tempo, eliminando quando necessario la concorrenza grazie a prezzi al ribasso. Con questo business plan contattiamo le banche alla ricerca di finanziamenti in perdita a lungo termine e garantiti da pacchetti azionari, da restituirsi in un futuro indefinito, non appena la societa' inizia a macinare profitti.
Con queste premesse, raggiungeremo prima o poi l'Olimpo dei megamiliardari? Intorno a Piazza Walther hanno sede le banche principali della Provincia. Iniziamo a parlare con loro?
Amazon e' il perfetto esempio pratico di efficienza grazie a sinergie di sistema, a tutti i livelli, la c.d. "integrazione verticale". Quella che e' invece espressamente proibita da leggi UE per elettricita', gas, e trasporti, dove invece sarebbe molto utile per compensare altre criticita' oggettive. Al contrario, al sig. Bezos danno di fatto carta bianca. Entro un anno siamo obbligati a scegliere un fornitore di gas e uno di elettricita' tra qualche centinaio di aziende, molte delle quali esistono solo su Internet. Dove sarebbe arrivata Amazon se avessero obbligato lei ad operare come centinala di entita' indipendenti e in (pseudo)concorrenza?

Ritratto di Massimo Mollica
Massimo Mollica 5 Gennaio, 2022 - 09:08

Comprendo i Suoi dubbi, ma non li condivido. I diritti dei lavoratori devono essere rispettati e penso e spero che questi vengano rispettati presso il magazzino Amazon di Trento, altrimenti sarebbe illegale. Sulle tasse possiamo discutere ma ho qualche dubbio che FCA paghi le tasse che pago io. Non vedo perché dovrei fare cartello con i produttori, perché potrei anche differenziarmi rispetto ad Amazon. Penso per esempio a pèrodotti locali di qualità che in Amazon non si trovano. E riguardo alle banche, se queste non ci sento, come probailmente è, si cercano altre forme emergenti. Le stesse che probabilmente spazzeranno via le banche stesse.
Ma c'è un punto che mi sta particolarmente a cuore: a me non interessa raggiungere l' Olimpo dei megamiliardari. A me interessa raggiungere la stabilità economicva e creare lavoro. Quando ho un tetto più che dignitoso, un tenore di vota altrettanto dignitoso il più non mi serve. Siamo di passaggio su questo mondo. (ed è per quresto che ritengo che chi specula, anche nell'immobile, andrà all'inferno). Quindi lo scopo non è divertare ricchi, ma raggiungere un benessere personale e distribuire la ricchezza con altri.
Poi comunque capisco il Suo punto di vista.

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