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Landwirte fühlen sich immer mehr unverstanden
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Landwirtschaft

Dialog mit dem Bauern, bitte mit Respek!

Allgemeine Hektik und Vorurteile sorgen dafür dass Begegnungen immer öfter eskalieren.
Community-Beitrag von Klemens Kössler01.06.2017
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In Youtube ist ein Video gespeichert welches den Konflikt zwischen Landwirtschaft und Konsumenten eingefangen hat, ein Konflikt welcher allzu oft eskaliert weil bereits die Gesprächsbasis von Vorurteilen vergiftet ist.

​Die Worte "Drecksbande seit ihr, alle zusammen" drücken dabei wohl eine tiefe Abneigung gegen die Landwirtschaft aus.

 

https://www.youtube.com/watch?v=KJc4VLAxIxs&feature=youtu.be

Warum sich Bauer und Spaziergängerin in die Haare gekommen sind ist unklar. Der Bauer ist mit dem schweren Traktor auf dem Feldweg unterwegs. Vielleicht war das Ungetüm zu bedrohlich für die Spaziergänger mit Hunden und haben darüber lamentiert. Vielleicht hat der Bauer darauf hingewiesen dass der Hundekot wieder mitzunehmen ist weil dieser im Futter für die Kühe Krankheiten verbreitet, vielleicht hat er auf die Leinenpflicht hingewiesen, im Video sind die Hunde jedenfalls angeleint vielleicht waren sie es vorher nicht.

Auf alle Fälle ist der Konflikt eskaliert und der Landwirt wird aus dem Ärger der Spaziergängerin heraus, mit allerhand Vorurteilen beworfen. So sollte der Dialog zwischen Landwirtschaft und Verbraucher jedenfalls nicht stattfinden.

Bauer und Verbraucher sollen wieder die Möglichkeiten haben sich direkt auszutauschen. Unverständnisse und Vorstellungen sowie beidseitige Wünsche sollten dargestellt werden können auch wenn diese nicht immer von der jeweiligen anderen Seite nicht immer geteilt werden können müssen so sollen die verschiedenen Sichtweisen aber respektiert werden.

Auch in Südtirol gibt es manchmal Begegnungen dieser Art, ob dabei der Bauer oder der Verbraucher falsch liegt und angeheizt reagiert ist zweitrangig, gegenseitiger Respekt wird aber zum gesunden Dialog gebraucht. Allgemein wird unser Leben immer hektischer und mit dieser Hektik ist es schwer einen günstigen Zeitpunkt und die Ruhe für respektvollen Dialog zu finden aber es ist den Versuch wert.

Mittlerweile gibt es immer mehr Plattformen im Internet zum Dialog zwischen Bauer und Konsument. In Südtirol wurde der Blog Blauer Schurz gegründet um die Möglichkeit zu solchem Dialog zu bieten er soll sowohl dazu dienen Arbeitsabläufe in der Landwirtschaft darzustellen wie auch Verbrauchern die Möglichkeit geben Fragen zu stellen oder selbst einen Beitrag zu stellen. Auf alle Fälle lohnt es sich einen Blick in den Südtiroler Blog „Blauer Schurz“ zu werfen.

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Kommentare

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martin hilpold 03.06.2017, 14:30

Herr Kösseler, Sie müssen wissen, dass die industrialisierte und konventionelle Landwirtschaft große Schäden anrichtet. Denken Sie nur an das Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland, wegen zu hoher Nitratbelastung im Grundwasser. Das Trinkwasser wird in Deutschland oft aus dem Grundwasser genommen und wenn dieses einmal durch Gülle derart belastet ist, dass es nicht mehr als Trinkwasser genommen werden kann, dann ist das schon ein Grund, wütend zu sein.
https://ec.europa.eu/germany/news/nitratbelastung-gew%C3%A4ssern-eu-komm...
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/nitrat-im-grundwasser-eu-reich...

und deswegen muss bzw. darf man einen Menschen bei seiner Arbeit so behandeln?

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martin hilpold 09.06.2017, 10:37

Hat der Traktorfahrer die Frau gefragt, ob er das Video auf Youtoube hochladen darf?

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Werner Heiss 05.06.2017, 22:25

Dialog Agrar & Ernährung in Berlin vor 14 Tagen.
Ein Beitrag zur Massentierhaltung.

https://www.facebook.com/diezeit/videos/1526878517382353/

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Werner Heiss 11.06.2017, 09:46

Es wird auch in der Zukunft Liebhaber des konventionellen Fleisches geben, aber für viele Menschen in den Städten wird der Fleischersatz zum Alltag. Vor allem die Massentierhalter werden sich neue Geschäftszweige suchen müssen.

https://www.welt.de/wirtschaft/article165381969/Spekulanten-setzen-auf-d...

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Werner Heiss 11.06.2017, 09:48

Und das ist nicht die einzige Änderung die den Agrarmarkt stark verändern wird. Wir bauen an der Ernährung für die Stadt der Zukunft.

Herr Hilpold, wieviel Verbesserungen in Sachen Grundwasserschutz gemacht wurden wird verschwiegen, deshalb wird der Bauer auch als "unverbesserlich" empfunden. Dass weiterhin noch Verbesserungen gemacht werden müssen ist richtig und diese werden auch gemacht, ich fordere aber auch Respekt vor einem Berufsstand der seine Aufgaben macht. Kritik ist immer gut, Beschimpfungen nie.
"Drecksbande seid ihr" dies Aussage macht klar dass Respekt nicht vorherrscht.
In der Landwirtschaft bemüht man sich einen natürlichen Kreislauf aufrecht zu erhalten, das gelingt nicht immer aber es geht in eine gute Richtung. Die Abfälle und Abwässer von uns Menschen sind unbrauchbar und werden nach Klärung, Trennung und Verbrennung versiegelt auf Deponien gelagert welche für die Ewigkeit gebaut werden, auch da braucht es noch Verbesserung und wird es geben.
Die Allgemeinheit macht es sich aber einfach den Unmut über die Umweltbelastung der Menschheit an den Bauern auszulassen und damit einen ganzen Berufsstand zu diskreditieren.

Im Video ist klar zu erkennen, dass es sich nicht um eine gewöhnliche Verbraucherin handelt, sondern um eine dieser verrückten militanten Veganerinnen. Das sind Randerscheinungen unserer heutigen Wohlstandsgesellschaft die weder Beachtung noch Respekt verdienen, ein müdes Lächeln reicht da vollkommen aus.

"Ein müdes Lächeln" hatten sich die Bauern dafür auch angewohnt, dafür wird ihnen Überheblichkeit, Arroganz und Unverbesserlichkeit vorgeworfen, das sind die Früchte dieser Reaktion.
Auch militanter Fremdenhass sind Randerscheinungen und dieser vermehrt sich genauso durch Missachtung wie Bauernhass.

Bild des Benutzers martin hilpold
martin hilpold 09.06.2017, 10:45

"nicht um eine gewöhnliche Verbraucherin handelt, sondern um eine dieser verrückten militanten Veganerinnen" Beispiel für Dialog mit Veganerinnen ohne Respekt.

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