Osmose
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Dunning Kruger & wir

Die mystische Osmose der Außenseiter

Wenn Unwissen zur Norm wird, gerät Aufklärung zur Pficht.
Community-Beitrag von Luigi Barbierini10.05.2021
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Wir sind im Jahr 2 der Plandemie, die Supergrippe wütet, aber nicht alle lassen sich einschüchtern, einige predigen Angst und Krieg, andere verzweifeln an den Daten.

Aber nur fernab der Mainstream-Medien kämpfen Wissende gegen den Niedergang, finden klare Worte für komplexe Zusammenhänge, lassen Ockams Rasiermesser in der Schublade und sezieren mit Hausverstand, erlernt in der Schule des Lebens, Plastikschnee, Morgellons, Chemtrails und CO2-Ausstoß von Masken.

Eigentlich wäre der Zugang ja so einfach.

Denken wir uns doch frei, frei von Diktatur, Zensur, von Bill Gates, den Rockefellers und 5G. Frei von der evidenzbasierten Wissenschaft, dem Fortschritt durch Falsifikation, den verifizierbaren Fakten. Leugnen ist auch Falsifikation, am besten alles. Wie sollen wir sonst das Trojanische Pferd erkennen, mit dem die Weltbevölkerung dezimiert werden soll?  Die Trojaner haben auch die Griechen unterschätzt, wir sind die Kassandra der Neuzeit, die Checker des Unfassbaren, die Ritter der flachen Erde, der Souverän des waagrechten Wissens. Wir bringen Ordnung ins Chaos, wir bieten eine konklusive, inklusive und zugleich exklusive Lösung. Wahrheit durch gemeinsame Überzeugung, Königswissen, getragen von den Vasallen der Erkenntnis.

Warum nur müssen wir uns auf Telegram verstecken, nachdem Zensur und Faktenprüfer den Informationsfluss auf Facebook blocken wie der Marderbiss den Motor?

Die Glut der Zurückweisung lodert jetzt hell. Denken, klar denken.

Breidenken.

Quarkdenken.

Spardenken.

Mährdenken.

Leerdenken.

Das ist leicht gesagt und manchmal leicht getan. Aber was nützt alles Denken, wenn man von den Neandertalern, die die Welt regierten, nur wieherndes Gelächter geerbt hat?

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Kommentare

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Thomas B. 11.05.2021, 12:34

Nach ihrer Logik „Leugnen ist (auch) Falsifizierung“ ist „Glauben (auch) Verifizierung“, „am Besten alles“. Ach... wie sich ein Bevormunden propagandistisch hübsch verpacken lässt. Chaos ruft stets Propaganda hervor, das wusste schon Edward Bernays 1928 in „History Is A Weapon“. –
Sie erreichen mit ihrem hochtragenden Text, verfasst in einem Essay-Stil, der an Karl-Eduard von Schnitzler erinnert – jene unbelehrbaren Besserwisser, die Sie selbst so verachten suchen – nur ein Aus- anstatt eines Aufeinanderzugehen und stellen sich gottgleich über das, was dem aktuellen Zeitgeist abträglich ist.

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Luigi Barbierini 11.05.2021, 19:45

Bin da ganz bei J. Swift:

“ Satire ist ein Spiegel, in dem der Betrachter überlicherweise jedes andere Gesicht entdeckt, nur nicht sein eigenes.”

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Thomas B. 12.05.2021, 08:02

Aber selbstverständlich, sonst bräuchten wir doch keinen Spiegel!
Mit dem zeitgerechten Bezug auf „Satire“ legitimieren Sie bloß Ihre Reflexe, anstatt Ihre eigenen Gedanken darzulegen – diese meinetwegen gern satirisch.

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