Martin M. Lintner
Privat
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Interview

“Wir sind es den Opfern schuldig”

Sexueller Missbrauch in der Kirche muss unabhängig aufgearbeitet werden, sagt Moraltheologe Martin M. Lintner – und fordert die Politik auf, Verantwortung zu übernehmen.
Von
Bild des Benutzers Lisa Maria Gasser
Lisa Maria Gasser11.05.2022
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sexueller missbrauch

Gegen das Schweigen

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Kommentare

Bild des Benutzers Günther Alois Raffeiner
Günther Alois Raffeiner 11.05.2022, 07:49

Warum hat Muser BEWUSST eine unabhängige Studie abgelehnt und versucht mit allen Mitteln dies zu verhindern? Weil die Kirche so viel "Dreck am Stecken" hat,dass es schon lange nicht mehr tragbar ist.Muser und Co:SCHÄMT EUCH vor den Opfern des sexuellen Missbrauchs.

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Johann Georg Bernhart 12.05.2022, 12:05

Wieso soll die Politik alles gerade biegen??
Die ganze Kirche hat über Jahre die Augen verschlossen und die Kinder sexuell missbraucht ,eine Schande. Jeder dieser Kinderschänder soll seine Strafe bekommen.

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Martin M. Lintner 12.05.2022, 15:06

Der Missbrauchsskandal in der Kirche ist in keiner Weise zu beschönigen, er ist und bleibt ein Schandmal. Daher will und kann ich die Kirche auch nicht in Schutz nehmen oder verteidigen. Dass "die ganze Kirche über Jahre die Augen verschlossen und die Kinder sexuell missbraucht hat", ist jedoch nicht zutreffend. Auch geht es nicht darum, dass "die Politik alles gerade biegen soll".

Die Diözese arbeitet weiterhin mit Ombudsstelle, mit dem Dienst für den Schutz von Minderjährigen und mit dem Fachbeirat an der Aufarbeitung und Prävention und hat diesbezüglich ein langfristig angelegtes Projekt beschlossen, das in mehreren Schritten durchgeführt werden soll.

Im Beschlussantrag geht es darum, dass die Politik zusätzlich eine unabhänige Anlaufstelle für Betroffene aus allen gesellschaftlichen Bereichen schafft, inklusive Familie und sozialer Nahbereich (wo statistisch gesehen Missbrauch am häufigsten geschieht), sowie eine von Kirche und öffentlicher Hand unabhängige Experten-Kommission einrichtet, deren Aufgabe die Aufarbeitung von Fällen sexueller Gewalt und sexuellem Missbrauch in kirchlichen, öffentlichen und privaten Einrichtungen sein wird.

Der Beschlussantrag wurde erfreulicherweise mit breiter Mehrheit angenommen (29 Ja-Stimmen, 1 Enthaltung, keine Nein-Stimme).
https://www.consiglio-bz.org/de/285.asp?aktuelles_action=4&aktuelles_art...
https://www.consiglio-bz.org/de/285.asp?aktuelles_action=4&aktuelles_art...

Bild des Benutzers Albert Pürgstaller
Albert Pürgstaller 13.05.2022, 07:34

Bravo Martin: gute Vorarbeit für einen guten Lösungsansatz der alle in die Verpflichtung nimmt.

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