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Salto Gespräch

Mutter Europa

70 Jahre Akademie deutsch-italienischer Studien Meran. Ein Gespräch mit dem Präsidenten Cuno Tarfusser. Über Ängste, Menschenwürde und die gefährliche Sprache von oben.
Von
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Martin Hanni12.05.2019
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Kommentare

Bild des Benutzers △rtim post
△rtim post 12.05.2019, 17:23

Der Fisch stinkt vom Kopf.
Es ist an der Zeit, Europa politisch endlich bürgernah zu bauen. https://european-republic.eu/de/

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Peter Gasser 13.05.2019, 14:02

ja, und jeder Einzelne, jeder Mensch, HAT einen Kopf...

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Georg Lechner 13.05.2019, 17:40

Es gibt einigen Gestank - und das im Artikel erwähnte Beispiel Berlusconi ist ein treffendes Beispiel. Ohne die Dekadenz der (zuvor "staatstragenden") Parteien von Andreotti und Craxi hätte er nicht Fuß fassen können. Die Öffnung des TV-Sektors für private Anbieter nutzte er, um mit geliehenem Geld die politische Konkurrenz nach Strich und Faden vorzuführen.
Wo immer seitdem (und teilweise schon zuvor - das britische Trottoirblatt "Sun" hetzte schon in den frühen Siebzigern gegen eine EU-Mitgliedschaft) Populisten hochkamen, hatten ihre Hintermänner über die mediale Schiene den Weg dazu bereitet und die Parteien der Mitte mehr die Interessen der Reichen bedient gehabt.

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Karl Trojer 14.05.2019, 10:31

In allen Kontinenten wird darum gekämpft, den Wohlstand zu verbessern. I Südtirol erleben die allermeisten Menschen Frieden, ausreichende Lebensqualität, eine noch gesunde Natur. Und trotzdem ist Angst dominant und Unzufriedenheit aktuell. Macht Konsum, macht Wohlstand blind ? Lasst uns, zur Europawahl gehen und jene wählen, die klar für Wertschätzung der Verschiedenheiten, Subsidiarität und Solidarität eintreten und dafür eine starke Föderation anstreben. Ohne ein starkes Europa werden uns in 30 Jahren "Chinesen" sagen wo´s lang geht.

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Georg Lechner 14.05.2019, 10:55

Ich kann weitgehend zustimmen, nur den ersten Satz möchte ich etwas abwandeln. So ziemlich überall wird um das Wohlwollen der Reichen und der mit ihnen verbundenen Massenmedien gekämpft.
Darum ist die Angst dominant, dass es irgendwann zu einem großen Zusammenbruch kommt. Denn die realwirtschaftlichen Umsätze machen nur einen geringen Bruchteil der gesamten Finanztransaktionen aus und die großen Akteure in diesem Zirkus versuchen, ihr Risiko zu streuen und reale Besitztitel zu erlangen, vor allem Grundbesitz und Daseinsvorsorge wie Wasserversorgung, Abfallentsorgung, Gesundheitswesen, ...
Politisch geht das in die Einflussnahme auf vor allem größere Parteien, um Deregulierungen, Investitionsschutzabkommen (CETA, JEFTA,...) und Verarmung der öffentlichen Haushalte (Erhöhung Rüstungsbudgets, Strukturprobleme der Einnahmenseite der Budgets durch hohe Lohnabhängigkeit,...) zu erreichen und via Stabilitätskriterien dann die Privatisierung der Grundversorgung zu erzwingen.

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Peter Gasser 14.05.2019, 12:48

So ist es. Wer sich in Südtirol unzufrieden und unsicher fühlt, lebt in einer Blase und kennt die Welt nicht.

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Sepp Bacher 14.05.2019, 17:27

Da schließen Sie wohl von sich auf anderen? Das ist so mit der Verallgemeinerung!

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Peter Gasser 14.05.2019, 19:37

Versuch einer (unvollständigen) Auflistung:
keine Vulkanausbrüche,
keine Tsunamis,
keine großflächigen Überschwemmungsgebiete,
keine großflächigen Vermurungen,
keine straken Erdbeben,
keine Taifune, Zyklone,
keine großflächigen Brände,
keine großen Hitzen oder klirrenden Kälten,
ununterbrochen Energie für alle,
dafür:
Niemand leidet Hunger, Durst, Nässe, Kälte,
Arbeit für alle,
mit anderen beste Verkehrs-Infrastruktur,
mit anderen bestes Gesundheitswesen,
5 Krankenhäuser für 500.000 Einwohner,
hohe Dichte an Hausärzten, Zahnärzten, Fachärzten,
mit anderen geringste Kriminalitätsrate,
kaum Bandenwesen und Korruption.
Versuchen Sie, diese Listen jetzt für Länder in Asien, Afrika, Südamerika zu machen.
Naja, ein Selbstmord pro Woche in Südtirol (und etwa 2 - 4 Mal so viele Versuche) sollte uns doch über soziale Wärme, Empathie und ausreichende psychologische Betreuung nachdenken lassen, aber wir beschäftigen uns lieber mit anderen Gefahren.
In Südtirol ist die Wahrscheinlichkeit, durch die eigene Hand zu sterben wesentlich größer, als durch fremde Hand. Analog verhält es wohl - auf Familie und Fremde bezogen - mit Gewalt gegen Frauen und Kinder.
Mein Beitrag war also keine „Verallgemeinerung“, sondern die Darstellung von Fakten.

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Sepp Bacher 14.05.2019, 20:59

"Wer sich in Südtirol unzufrieden und unsicher fühlt,...." Gas gibt es, das ist Realität. Fragen Sie Hilfsorganisationen! Damit will ich nicht abstreiten, dass es anderswo nicht schlechter ist. Aber jeder misst sich anhand seiner Realität!
"Niemand leidet Hunger, Durst, Nässe, Kälte, Arbeit für alle," Auch diese Behauptung stelle ich in Frage! Es krankt bei uns, in Europa oder Global daran, dass man die Minderheiten und Randgruppen nicht wahrnehmen will bzw. ihr Schicksal und ihre Situation nicht als bedeutend wahrhaben will bzw. bagatellisiert!

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Peter Gasser 14.05.2019, 21:14

Sie haben meinen Hinweis zum sozialen Defizit schon herausgelesen? Solange Menschen einsam sind, Pflege und psychologische Betreuung Jugendlicher große Defizite aufweisen, Frauen nichts für die Erziehung der Kinder bekommen und Selbstmorde jede Woche geschehen, ist es ein Hohn, von Straßen-Rondellen unter dem Sellastock zu fabulieren...
und ja, auch der hat Ängste, der sich statt des Porsche-Turbo nur noch den normalen Porsche leisten kann...

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Georg Lechner 14.05.2019, 17:45

Es kommt darauf an, weswegen unzufrieden und unsicher. Ein Weltwirtschaftscrash würde auch an Südtirol nicht spurlos vorbeigehen. Wer die Gefahren einer Finanzblase nicht wahrnimmt (um alles umlaufende Geld könnte man zwölfmal alle Güter, Immobilien, Fabriken und Infrastruktur der Erde kaufen nach Aussage von Gerhard Schick von den deutschen Grünen), lebt nach meiner Einschätzung seinerseits in einer Blase.

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