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Ausgangssperre

Bitte Klarheit!

Der Klauser Unternehmer Christoph Moar verweist in einem Brief an den Landeshauptmann auf einen Widerspruch zwischen dem neuen Dekret und der offiziellen Kommunikation.
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Kommentare

Bild des Benutzers G. P.
G. P. 13.02.2021, 16:34

Habe mir schon längst angewöhnt, nicht mehr die Medien und die Presseagentur zu konsultieren, sondern das Dekret selber zu lesen. Habe nämlich nicht erst in dieser Corona-Zeit die Erfahrung gemacht, dass die aller wenigsten Journalisten einen Text wirklich richtig verstehen und interpretieren können. Traurig, aber wahr.

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Hartmuth Staffler 13.02.2021, 16:50

Dieser von Christoph Moar aufgezeigte Widerspruch ist überhaupt nicht seltsam, sondern vollkommen normal für die Kommunikationspolitik der Südtiroler Landesregierung. Mangelnde Kenntnis der deutschen Sprache, der Fachbegriffe und ganz einfach der Bedeutung der Wörter, wodurch Verwirrung produziert wird, absolute Inkompetenz im Bereich der Übersetzungen, wo oft der Text in einer Sprache genau das Gegenteil des Textes in der anderen Sprache ausdrückt, das sind alltägliche Erscheinungen, an die wir uns längst gewöhnt haben. Die absolute Missachtung der sprachlichen Korrektheit ist nicht nur in der Landesverwaltung, sondern auch auf Gemeindeebene weit verbreitet. Als ich einmal den Brixner Bürgermeister darauf aufmerksam gemacht habe, dass ein Stadtratsbeschluss im deutschen Text genau das Gegenteil des italienischen Textes bedeutete, meinte er ganz unberührt, dass dies vollkommen egal sei, da ohnehin nur der italienische Text Rechtskraft habe. Wobei zu ergänzen wäre, dass sich der Stadtrat dann weder an den deutschen noch an den italienischen Text gehalten hat. Es ist als im Grunde egal, was da geschrieben wird.

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Servus Leute 13.02.2021, 21:35

da ich die Verdrehungen des Herrn Staffler kenne, bin ich mir sicher, dass sich die von ihm erzählte Episode ganz anders zugetragen hat.

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Hartmuth Staffler 14.02.2021, 00:00

Da ich die Bosheit des Herrn Servus kenne, hat es wohl wenig Sinn, auf seinen Unsinn zu antworten. Die Angelegenheit, auf die ich mich berufe, ist durch eine Anfrage im Gemeinderat und die entsprechende schriftliche Antwort des Bürgermeisters hinreichend dokumentiert, aber Fakten interessieren den Herrn Servus ja nicht, außer jene, die er sich selbst zurechtschustert.

Bild des Benutzers kh beyer
kh beyer 08.03.2021, 00:49

Kompliment Herr Staffler!
Volltreffer!

Bild des Benutzers Michael Kerschbaumer
Michael Kerschbaumer 13.02.2021, 17:13

Wette 4 original Südtiroler benutzte Familienschlauchtücher, 100 Original Südtiroler verpackte GKN95 FFFP 2 Masken und einen original audio mitschnitt von Doktor Widmann dass der LH die letzen 3 Verordnungen NICHT durchgelesen hat. Deswegen ist es ratsam diese Art von Anfragen nicht an den LH zu schicken.

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Klemens Riegler 13.02.2021, 21:03

... neulich auf einem Social Media-Kanal gesehen: der war von Bozen aus mit einem Mountainbike gestartet. Bepackt mit Tourenski & Co. Ziel: Rittnerhorn. "motor-lose, sportliche Tätigkeit" von zu Hause aus! Gemeindegrenzen überschreitend. Ich habe mich nur verneigt!

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kh beyer 14.02.2021, 06:57

Ich habe im vergangenem Jahr für die Meldung:
"Man könne mit dem Rad! (nicht Fahrrad!) die Ortsgrenze zwecks sportlicher Betätigung überschreiten...", 400.-€ Strafe abgedrückt. Als Motorradfahrer.
An mir und der Streife fuhr ein unbemasketer Radfahrer ungestraft vorbei.
Ein Motorradfahrer mit Vollhelm, Handschuhen, Kombi, Helmmaske usw.
zahlt 400.-€ Strafe und wird von einem spuckenden, sprudelnden, schwitzenden, verkeimten, ungeschützten Radfahrer passiert, dem Nichts passiert:-))
Und die Videos zur Weltmeisterschaft zeigen Mediziner (Gehilfen) bei der "Virusbekämpfung" ohne jeden Handschutz in dem Wissen, dass Virusinfektionen, Schmierinfektionen sind. Virusinfektionen werden zu 85% durch Berührungskontakte weiter verbreitet! Das weiß jeder Koch!

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Johannes Schmied 14.02.2021, 08:19

Werter KH BEYER,
das mit Rad/Fahrrad/Motorrad mag und wird so sein, wie Sie schreiben, kein Zweifel.
Bei der WM-Argumentation liegen Sie leider falsch: Eine Schmierinfektion bei Corona/Covid19 ist nach wie vor auszuschließen; im Gegensatz zu vielen Viren, die Durchfallerkrankungen auslösen (Rota- /Noroviren), ist das neuartige (Covid19 auslösende) Coronavirus nachweislich über Aerosole bzw. Tröpfchen übertragbar.

Bild des Benutzers kh beyer
kh beyer 08.03.2021, 00:44

Wir stellen mal klar, dass eine Infektion, die mittels Speichelprobe nachgewiesen wird, eindeutig eine Schmierinfektion ist.
Zum Überblick:
https://de.wikipedia.org/wiki/Schmierinfektion
Hier wird zwar Ihre These bestätigt; die hält aber keinen praktischen Erfahrungen stand:-)) Bestätigt wird das auch inoffiziell-offiziell:
Händedrücken usw., sind zu unterlassen:-))

Bild des Benutzers Sebastian Felderer
Sebastian Felderer 14.02.2021, 09:13

Christoph Moar habe ich immer schon geschätzt. Was er hier aufzeigt, verdient Respekt, denn genau darin liegt eines der großen Probleme der Pandemie und ihrer Bewältigung. Widersprüchliche und sogar falsche Interpretationen bringen Verunsicherung, verschlimmern die Situation und schaffen zusätzlichen Druck und Abneigung. Schon bei der Interpretation der Privatsphäre musste Michl Ebner mit der Verfassung drohen, weil eine Landesregierung aus einer Empfehlung ein Verbot gezaubert hat. Für mich ist leider dies der Südtiroler "Sonderweg" und es braucht schon einen Christoph Moar, um über solche Kreisverkehrs-Regelungen Klarheit zu fordern. Schämt euch.

Bild des Benutzers Schorsch Peter
Schorsch Peter 14.02.2021, 15:06

Auch ich lese schon seit vielen Monaten immer direkt im Dekret nach, da in der Presse und in den Pressemitteilungen relativ häufig etwas anderes steht, als im eigentlichen Dekret, welches dann aber im Zweifelsfall wohl die Grundlage für eine Strafe wäre.

Ein schönes Beispiel zur "Klarheit" der Dekrete selbst war auch in der Dringlichkeitmaßnahme vom 5. Jänner:

Punkt 1:
Es wird In jedem Fall dringend empfohlen, für den Rest des Tages keine öffentlichen oder privaten Verkehrsmittel zu benutzen, es sei denn aus Arbeits-oder Studiengründen, aus gesundheitlichen Gründen, Umstände der Notwendigkeit oder zur Ausübung von Tätigkeiten oder zur Inanspruchnahme von Dienstleistungen, die nicht ausgesetzt sind;,

Punkt 25:
Die Bevölkerung darf die öffentlichen Nahverkehrsmittel nur aus Gründen der absoluten Notwendigkeit oder aus Arbeits-Studien-oder Gesundheitsgründen verwenden.

Inzwischen hat sich die Frage ja erübrigt, aber durfte ich da mit dem Bus zum Ausgangspunkt einer Wanderung fahren, oder nicht, Empfehlung oder Verbot?

Aber auch die italienischen Dekrete, deutsche Quarantäneverordnungen und österreichische Einreiseverordnungen lassen sehr viel Spielraum für Interpretation und Unklarheiten.

Sehr schön war die Antwort der deutschen Botschaft in Wien auf meine konkrete Frage vor wenigen Wochen, wie denn nun NON-STOP bei Durchreise durch Österreich bei Zug-Umstieg zu interpretieren wäre, denn die Kollegen haben quasi ehrlich zugegeben, dass sie es aufgegeben haben, durch die sich ständig ändernden Bestimmungen noch durchzublicken: ;-)
"Die Lage verändert sich ständig, alle Erkenntnisse der Botschaft fließen in die Webseiten der Botschaft und des Auswärtigen Amts Berlin ein. (...) Es ist aufgrund der ständig wechselnden Situation nicht möglich, Sie verbindlich zu Ihrem Einzelfall zu beraten. Zu logistischen Problemen (Reisemöglichkeiten) kann ebenfalls keine Aussage getroffen werden"

Bild des Benutzers G. P.
G. P. 21.03.2021, 11:00

Und wieder ist es passiert. In der Verordnung von LH Kompatscher steht: "am 3., 4. und 5. April 2021 gelten im gesamten Landesgebiet folgende Bestimmungen, zusätzlich zu den bereits geltenden Bestimmungen, die damit nicht unvereinbar sind: a) innerhalb des Gemeindegebietes sind nur jene Bewegungen erlaubt, die durch nachgewiesene Arbeitserfordernisse, ..."

"Seine" Landespresseagentur macht daraus: "Die staatliche Regelung über die Osterfeiertage sieht vor, dass vom 3. bis zum 5. April auf dem gesamten Staatsgebiet, ..., dieselben Einschränkungen wie in den roten Zonen gelten. Die staatliche Regelung für die Osterfeiertage sieht zudem die Möglichkeit vor, einmal am Tag und maximal zu zweit einen anderen Haushalt zu besuchen."

Kein Wunder, dass sich niemand mehr wirklich auskennt ...

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