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Polli der Woche

Herrgottskinder, zum Schämen!

Über zwei Dutzend Südtiroler Gemeinden weigern sich, Flüchtlinge aufzunehmen. An Kaltern zeigt sich, welche menschenverachtende Gleichgültigkeit es in diesem Land gibt.
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Ein Wanderer, der in einem Gasthaus im Dorf dem Herrgott das Bürgerrecht erkauft haben soll. Das ist der Kern der Sage, die den Kalterern jenen Namen gegeben hat, den sie seitdem stolz zur Schau tragen: Herrgottskinder.
Die Herrgottskinder sind gesegnet. Gesegnet mit einer lieblichen Landschaft, dem weltbekannten See und der gleichnamigen Auslese, die in Doppelliterflaschen ganzen Generationen von Deutschen den grauen Teutonen-Alltag versüßt hat. Kaltern ist reich geworden. Vom Wein und den Touristen. Rund 7.500 Einwohner hat die „Marktgemeinde Kaltern an der Weinstraße“ (so der offizielle Namen) und über 3.000 Gästebetten. Fast eine halbe Million Nächtigungen schafft Kaltern jährlich.
„Herzlich willkommen in Kaltern am See, einem der schönsten Weindörfer der Welt!“ - mit diesem Slogan wirbt die Marktgemeinde um zahlungskräftige Kunden. Bei Menschen, denen das Glück nicht so hold ist, sieht das Ganze aber anders aus. Denn Kaltern tut bisher alles, um ja keine Flüchtlinge aufnehmen zu müssen.
Der Schaden für Kaltern könnte aber weitaus größer werden. Stellen Sie sich vor, die kritische Presse im Ausland wird auf die Fremdenfeindlichkeit der Herrgottskinder aufmerksam. Dann werden die Euro-Millionen für die Tourismuswerbung umsonst sein.
Bis zum 14. Juni mussten Südtirols Kommunalverwaltungen dem Land mitteilen, ob und wie sie sich am staatlichen SPRAR-Programm beteiligen. Dieses Programm der italienischen Regierung sieht vor, dass die Gemeinden (einzeln oder in einem Verbund) die Initiative ergreifen, ein geeignetes Gebäude für die Aufnahme von Asylbewerbern finden und gemeinsam mit einer geeigneten Trägerorganisation direkt beim Staat ein Projekt einreichen. Diese freiwillige Teilnahme wird vom italienischen Staat mit bis zu 35 Euro pro Kopf und Tag finanziert. Konkret: Der Staat trägt 95 Prozent der Kosten, die Gemeinde 5 Prozent. Wobei das auch Dienstleistungen sein können.
Das SPRAR-System sieht vor, dass die Gemeinden auch kleinere Gruppen von 5 bis 15 Asylbewerbern unterbringen und aufnehmen können. Diese Möglichkeit ist daher besonders für kleine und mittelgroße Gemeinden interessant. Beteiligt sich eine Südtiroler Gemeinde an diesem Programm, so braucht sie keine weiteren Flüchtlinge aus dem staatlichen Verteilungsplan mehr aufzunehmen.
Das Land hat einen einfachen Schlüssel für die Verteilung festgelegt: 3,5 Flüchtlinge pro tausend Einwohner. Demnach müsste Kaltern maximal 28 Asylbewerber aufnehmen. Doch das ist anscheinend zu viel.
 
Fast 90 Gemeinden haben zeitgerecht ihre Bereitschaft beim Land angemeldet. Über zwei Dutzend Gemeinden tun hingegen so, als gehe sie das Ganze nichts an. Darunter auch Corvara. Der Gadertaler Hauptort ist die reichste Gemeinde Südtirols. Erst in dieser Woche hat sich der Gemeinderat zum zweiten Mal gegen eine Aufnahme von Flüchtlingen ausgesprochen. Dass die Gadertaler vor knapp 100 Jahren fast so arm waren wie jene, die über das Mittelmeer zu uns kommen, daran erinnert sich heute kaum jemand mehr.
Die badiotische Xenophobie hat dabei einen einfachen Grund: Die Schwarzen stören den Blick der zahlungskräftigen Gäste auf die Dolomiten und irritieren die einheimischen Gastwirte beim Geldzählen.
Unter den Verweigerern findet sich zum Beispiel auch die Gemeinde Sarntal. Der Sarntaler Bürgermeister Franz Locher fällt gerne durch plakative Aktionen auf. So torpediert seine Gemeinde ganz bewusst den mühsam geschmiedeten Stromfrieden durch Rekurse und Prozesse, die dem Land einen riesigen Schaden zufügen könnten. Locher, bei den letzten Landtagswahlen gescheitert, wird 2018 wieder für den Landtag antreten. Der Sarner befindet sich deshalb schon seit langem wieder im Wahlkampf. Natürlich machte es sich gut, in Sachen Flüchtlinge den Verteidiger der Sarner Patschen gegen das Land herauszukehren. Locher und nicht nur er weiß, dass man mit Fremdenfeindlichkeit in Südtirol Wählerstimmen gewinnen kann.
Unmenschlichkeit als zynisches politisches Kalkül.
Die badiotische Xenophobie hat dabei einen einfachen Grund: Die Schwarzen stören den Blick der zahlungskräftigen Gäste auf die Dolomiten und irritieren die einheimischen Gastwirte beim Geldzählen.
Ähnlich ist es in Kaltern. Angeblich gibt es im Gemeindeausschuss eine Patt-Situation zwischen Gegnern und Befürwortern. Doch keiner der Gemeindeverwalter, allen voran Bürgermeisterin Gertrud Benin, sieht sich bemüßigt, offen Stellung zur Haltung ihrer Gemeinde zu beziehen.
Offiziell habe man keine Immobilien gefunden. Dabei steht zum Beispiel mitten im Dorf der Ansitz Buol seit Jahren leer. Das Haus gehört dem Land und dort soll das Weinmuseum untergebracht werden. Allein im laufenden Jahr gibt das Land 40.000 Euro für außerordentliche Instandhaltungsarbeiten aus. Das riesige Haus wäre perfekt für die Flüchtlinge.
Das Land und der Gemeindenverband wollen jenen Gemeinden, die sich benehmen wie Kaltern, Geldmittel bei der Gemeindefinanzierung kürzen. Das ist gut so.
Der Schaden für Kaltern könnte aber weitaus größer werden. Stellen Sie sich vor, die kritische Presse im Ausland wird auf die Fremdenfeindlichkeit der Herrgottskinder aufmerksam. Dann werden die Euro-Millionen für die Tourismuswerbung umsonst sein. Die zahlenden Gäste wissen dann, wo sie ihre Seele im Urlaub baumeln lassen.
Sicher ist aber jetzt schon: Der arme Herrgott wird sich für solche Kinder ordentlich schämen.
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Kommentare

Bild des Benutzers Andreas gugger

Grossartige Tourismuswerbung. Zum Glück hat der LH jetzt einen Experten im Haus der sich um so was kümmern wird. Teure Showmaster aus dem Ausland zu verpflichten die krankhaft aus Hinterhöfen Gardaland enstehen lassen wollen das ist für das Land viel wichtiger. Wer weiss vielleicht plant Heller ja einen Flüchtlingspark mit Zelten, Kamelen, Gauklern und Schlangenbeschwörern die man sich dann für 10 euro ansehen gehen kann.

+1-13
Bild des Benutzers Paul Schöpfer

So einen Schmarren habe ich schon lange nicht mehr gelesen.

Nichts Besseres könnte dem Kalterer Tourismus passieren, als das bekannt würde, dass wir (zumindest bis jetzt) "flüchtlingsfrei" sind.

Und für wirkliche Flüchtlinge wäre auch Kaltern hilfsbereit. Aber dass wir uns mit allen Mitteln gegen diesen Wahnsinn wehren, das versteht jeder noch so hilfsbereite Mensch mit etwas Hausverstand.

Bild des Benutzers Michi Hitthaler

Da Land muss hier einfach hart durchgreifen und zwangsweise Flüchtlinge einquartieren. Sind sie erst mal da, verfliegt die Angst vorm "schwarzen Mann."

Bild des Benutzers E Weber

Nur solange, bis es zu den ersten Übergriffen seitens der anderen Kultur kommt. Ist nun doch schon hinlänglich in allen Aufnehmerländern geschehen. Was ist erst vor ein paar Monaten weiter südlich passiert? Schon vergessen??

Bild des Benutzers Oskar Egger
Bild des Benutzers Oskar Egger

Wer kann die höhere Moral aufzwingen?

+1-11
Bild des Benutzers Waltraud Astner

Journalisten sollten schon imstande sein Begriffe nicht missverständlich zu benutzen. Im vorliegenden Fall handelt es sich nicht um Flüchtlinge, sondern um Asylwerber. Um ein Flüchtling zu sein braucht es erst einmal den Flüchtlingsstatus und der muss zuerkannt werden. Es gibt auch Menschen die Asyl oder subsidiären Schutz erhalten. Bein den Menschen um die es sich hier wahrscheinlich handelt ist abzusehen, dass sie keinen Status erhalten werden der ein Bleiberecht vorsieht. Was passiert? Ein Jahr und länger wird "geprüft", der Antrag wird abgelehnt und die Betreffenden müssten Italien wieder verlassen, was nahezu niemand macht. Die Asylwerber landen auf der Straße und in der Illegalität. Der Platz wird für die nächsten frei. Da man von der Politik schon erwarten kann NACHHALTIGE Antworten auf Probleme zu geben, fragt man sich was das für eine Lösung sein soll. Ich finde man hat als Gemeinde auch eine gewisse Verantwortung wenn man schon Menschen aufnimmt. Nur sich ins Rotationssystem von Aufnehemn Prüfen und aud die straße setzen, zu begeben, und im Übrigen alles auf den Staat zu schieben, finde ich unverantwortlich. Von der "Humanität" dieses unseligen Kreislaufs kann sich jeder selbst ein Bild machen.

Bild des Benutzers Sepp Bacher

Es stellt sich die Frage, haben Kompatscher, Achammer und Stocker ebenso keinen Einfluss auf die kommunalen SVP-Leute, wie der Herrgott auf sein Kinder? In Kaltern sind mindestens zwei Gemeindereferenten bzw. die Bürgermeisterin von den SVP-Arbeitnehmern (Wofür stehen die überhaupt?) . In Kaltern und Corvara sind meines Wissens jeweils ein Referent gleichzeitig Abgeordneter in Rom! Meint die SVP es überhaupt ernst mit der Umsetzung des SPRAR-Programms oder ist alles nur Show um den PD bzw. die Regierung nicht zu brüskieren? Und warum sagt der Bischof nichts zum Verhalten seiner Herrgottskinder? Nur nicht konkret werden!!

+1-12
Bild des Benutzers Max Benedikter

Südtirol repliziert im kleinen Europa. So feiert Südtirol sich selbst vor einer Woche in Meran.
Leider auch in der Art wie Südtirol mit Flüchtlingen umgeht, repliziert es Europa.
Nur keinen Zwang oder Konsequenzen gegen jene Länder/Gemeinden die sich weigern. Also die eigene Quote nicht aufnehmen. Dort wo es brennt, also Italien/Bozen zur selbsterfüllenden Ausrede erklären und weg schauen. Immer den schuldigen beim Nacharn und höheren Grad suchen, um die eigene politische Feigheit zu kaschieren.
Dabei wäre es so einfach für eine kleine Gemeinde 5 bis 10 Personen zu integrieren. Das gleiche gilt für Europa und die restliche Staatengemeinschaft.

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Bild des Benutzers Waltraud Astner

@Max Benedikter
"Integrieren" heißt ein Jahr lang und mehr "prüfen" und dann auf die Straße setzen. Dann kommen die nächsten, die man dann wieder "integrieren" kann. Super System und sooo human!

Bild des Benutzers Max Benedikter

Frau Astner, ja und nein.
Am Ende bekommen knapp mehr als die Hälfte der sog. Flüchtlinge eine der drei Typologien von Aufendhaltsgenehmigung (Asyl Status, Subsidiär und Humanitär) . D. h sie bleiben legal im Land, nicht als Illegale, sondern dürfen/sollen arbeiten. Also sollte in diesem Jahr nicht nur "geprüft" werden und die Leute auf ein Abstellgeleis gestellt werden, was nur Unsicherheit, Frustration und Ärger produziert, sondern diesen Personen sollte sofort Instrumente für ihre Integration geliefert werden. Sprachkurse, aber auch Arbeitsintegration. Das wäre dann human.
Aber ja. So wie momentan das europäische Flüchtlingssystem organisert ist und umgesetzt wird (besonders in Italien) ist das nich human - da gebe ich Ihnen recht. Aber bei Ihnen und Sebastian Kurz finde ich keine humane Alternative. Es würde nur Ungerechtigkeit zementiert. Im nächsten Kommentar schreibe ich Ihnen "meine" Alternative.

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Bild des Benutzers Mensch Ärgerdichnicht

"Am Ende bekommen knapp mehr als die Hälfte der sog. Flüchtlinge eine der drei Typologien von Aufendhaltsgenehmigung"
Gibt es dafür eine seriöse bzw. unabhängige Quelle? Ich hatte bislang gelesen dass das zuständige Ministerium im Rom mit 70 bis 80% Abweisungen rechnet, ist aber schon länger her.

Bild des Benutzers Max Benedikter

Im Jahr 2016 bekamen 5% den Asylstatus, 14 subsidiären, 21% humanitär. 60% diniego (abgelehnt).
Im Jahre 2016 wurden 91.102 Anfragen behandelt, auf 123.600 eingereichte. Quelle: http://www.libertaciviliimmigrazione.dlci.interno.gov.it/sites/default/f...

Aber praktisch alle Abgelehnte reichen Recours ein und anscheinend bekommen 70% davon wiederum eine Art von Aufenthaltsgenhemigung. Also 70% von 60%. Quelle:
https://www.cartadiroma.org/news/richiedenti-asilo-70-dei-ricorsi-successo/

Das macht 5%+14%+21%+42%=82% bekommen nach 18-24 Monaten eine Form von Aufenthaltsgenehmigung.

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Bild des Benutzers Mensch Ärgerdichnicht

Danke!

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Bild des Benutzers Waltraud Astner

Vorausgeschickt die Zahlen stimmen, mit welcher Begründung erhalten abgewiesene Asylwerber nach einem Rekurs doch noch eine Aufenthaltsgenehmigung und wie lange gilt diese? Wer bezahlt die ganzen Verfahren? Auch Asyl und subsidiärer Schutz sind zeitlich begrenzt, was eine Rückkehr erforderlich macht. Der springende Punkt ist aber jener, dass so gut wie niemand zurückkehrt, der Status der Menschen also gar nicht entscheidend ist. De facto kommt es also zu einer Einwanderung von Menschen in die Eu und dazu wird das Asylrecht benutzt. Darum geht es letztlich. Also ist dringend geboten, die Menschen die aufgegriffen werden in Zentren auf Inseln zu bringen und ihnen DORT ein Verfahren zukommen zu lassen. Sie dürfen nicht vorher auf europ. Festland. Dann hört der Strom und das mittlerweile tägliche Ertrinken gleich auf, wenn keine Einwanderung auf diesem Weg mehr möglich ist. Die Menschen kommen (meist ohne nachweisbare Identität) weil der Weg zur illegalen Einwanderung offen ist, anstatt dass Einwanderung NUR über geregelte Vorgaben möglich ist. Der grundsätzliche Denkfehler ist jener, dass die Probleme sowohl von Asylsuchenden, Kriegsflüchtlingen und Armutsflüchtlingen durch eine ungesteuerte Umsiedlung nach Europa zu lösen seien. Das ist der falsche Weg.

Bild des Benutzers Max Benedikter

Frau Astner, die Zahlen stimmen. Deshalb mein Argument, dass wir in diese Flüchtlinge, die uns zugewiesen werden, investieren müssen und sie nicht nur irgendwo parken dürfen.

Wenn es keine legalen Wege zur Migration gibt, dann werden sich Flüchtlingsflüsse und Wirtschaftsmigranten immer vermischen. Auch wenn Sie (Kurz und co) die Grenzen und Mauern immer weiter nach hinten verschieben. Vielleicht wären Flüchtlingskorridore aus Kriesengebiete effizienter um diese unterschiedlichen Migranten auseinander zu halten.
Aber beantworten Sie mir konkret eine Frage: gibt es heute einen LEGALEN weg für einen ausgebildeten Afrikaner, sagen wir mal einen Nigerianer, nach Italien einzuwandern?
Bitte nennen Sie mir die Prozedur und die Norm. Nicht wie es Ihrer Auffassung nach sein sollte.

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Bild des Benutzers Waltraud Astner

Es gibt den legalen Weg über eine Arbeitserlaubnis, und wenn der negativ beschieden wird, dann gibt es eben keinen Weg. Es gibt kein Recht auf ein Leben in der Eu, genauso wie es für Europäer kein Recht gibt dauerhaft nach Australien auszuwandern, wenn die Voraussetzungen nicht stimmen und auch wenn sie stimmen nicht.
Die Umsiedlung, auch und vor allem von Kriegsflüchtlingen wird nie die Probleme lösen,sondern nur neue schaffen, vor allem wenn es sich bei den Kriegsflüchtlingen nur um die jungen Männer im besten Alter handelt, die wir nehmen. Alte, Schwangere, Frauen und Kinder schaffen es eh nur bis an den nächstgelegenen sicheren Ort. Diese Schutzlager für Flüchtlinge sind die bessere Lösung, da Menschen nicht entwurzelt werden und nach dem Krieg heimkehren können. Wir Europäer sind nicht die Weltproblemlöser, Völkern und Kontinenten muss zugestanden werden, SELBST Wege zu finden wie sie ihre Länder gestalten möchten, mit welchem Recht greifen wir da vermeintlich helfend ein? Das Schlepperproblem durch die unbegrenzte Aufnahmen der EU ist nur EIN Beispiel negativer Beeinflussung. Sogar die Entwicklungshilfe wird selbst von afrikanischen Soziologen als kontraproduktiv betrachtet. Wie ein anderer User gesagt hat, Europa ist nicht Teil der Lösung sondern es ist das Problem selbst, mit seinem unseligen Sendungsbewusstsein, stets zu wissen was für andere das Beste ist.

Bild des Benutzers Max Benedikter

In den letzten 3 Jahren gab es KEIN sog. "decreto flussi". Heuer dürfen 17.000 vom extra-europäischem Ausland kommen. Entschuldigt wenn ich nicht übersetzte.
Ricordiamo che il decreto flussi 2017 prevede in totale 30.850 quote, delle quali 13.850 unità sono riservate per ingressi per lavoro non stagionale e autonomo di cui:
- 500 ingressi di cittadini stranieri non comunitari residenti all'estero che abbiano completato programmi di formazione ed istruzione nei Paesi d'origine ai sensi dell'art. 23 del decreto legislativo 25 luglio 1998, n. 286.
- 100 ingressi per motivi di lavoro subordinato non stagionale e di lavoro autonomo di lavoratori di origine italiana per parte di almeno uno dei genitori fino al terzo grado in linea diretta di ascendenza, residenti in Argentina, Uruguay, Venezuela e Brasile.
Per la conversione in permessi di soggiorno per lavoro subordinato sono autorizzati:
a) 5.750 permessi di soggiorno per lavoro stagionale;
b) 4.000 permessi di soggiorno per studio, tirocinio e/o formazione professionale;
c) 500 permessi di soggiorno UE per soggiornanti di lungo periodo rilasciati ai cittadini di Paesi terzi da altro Stato membro dell'Unione europea.
Per la conversione in permessi di soggiorno per lavoro autonomo sono autorizzati:
a) 500 permessi di soggiorno per studio, tirocinio e/o formazione professionale;
b) 100 permessi di soggiorno UE per soggiornanti di lungo periodo, rilasciati ai cittadini di Paesi terzi da altro Stato membro dell'Unione europea.
Le quote per lavoro subordinato, stagionale e non stagionale, previste dal decreto, sono ripartite dal Ministero del lavoro e delle politiche sociali tra le Direzioni territoriali del lavoro, le Regioni e le Province autonome.
Potranno entrare in Italia lavoratori stagionali da Albania, Algeria, Bosnia-Herzegovina, Corea del Sud, Costa d’Avorio, Egitto, Etiopia, ex Repubblica Jugoslava di Macedonia, Filippine, Gambia, Ghana, Giappone, India, Kosovo, Mali, Marocco, Mauritius, Moldova, Montenegro, Niger, Nigeria, Pakistan, Senegal, Serbia, Sri Lanka, Sudan, Tunisia, Ucraina

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Bild des Benutzers E Weber

Und wieviele wurden dann von denen, die kein Bleiberecht haben zurückgeschickt?? Diese Zahl bewegt sich im Promillenbereich.

Bild des Benutzers Paul Stubenruss

Ich will die EU, aber nicht diese: Glaubt durch Sanktionen Russland in die Knie zu zwingen und sieht sich machtlos gegenüber den ärmsten Ländern dieser Welt. Kleinstgemeinden müssen dann für die Unfähigkeit der EU herhalten.

+1-11
Bild des Benutzers Max Benedikter

Es kommen ungefähr 200.000 Migranten über das Mittelmehr nach Italien. Viele ersaufen im Meer, mindestens gleich viele sterben in der Wüste bis zur nordafrikanischen Küste.
Von diesen 200.000 sind streng geschätzt ein Drittel "wahre" Flüchtlinge aus Kriegsschauplätzen der Welt (Irak, Syrien, Somalia, Eritrea, Sudan, Jemen, Nigeria, Congo, Zentralfrikanische Republik). Einge Länder haben extrem repressive und wilkürliche Regierungen, die Minderheiten mit Füßen treten. Das nennt man Diskriminierung, weshalb diese bei einem ehrlichen Asylverfahren einen positiven Bescheid bekommen.
Der Vorschlag von vielen Aktivisten in Italien, auch schon bevor die Zahlen der aktuellen Flüchtlingskreise so dramatisch sitiegen, ist in etwa so:
Europa organisert humanitäre Flüchtlingskorridore aus den Flüchtlingslagern in Nordafrika, für gewisse Nationalitäten. Damit verlieren die Schlepper schon einen Teil Ihrer Klientel und des Geldes. Die Zahlen in diesen Flüchtlingskorridor sind 50-100.000 pro Jahr und werden über eine Quote auf alle europäischen Länder gerecht aufgeteilt.
Die Restlichen 100.000, die eben eher Wirtschaftsflüchtlinge sind, fängt man anders auf. Man erlaube eine organisierte und meritrokratische Einwanderung. Damit man an einem Auswahlverfahren teilnehmen kann, muss man Grundkenntisse der Sprache aufweisen (es sollte wirklich wenig genügen), 5000€ auf ein Konto einzahlen (würden Sie den Schleppern zahlen) eine Aufendhaltsgenehmigung für 6 Monate zut Arbeitssuche. Wenn diese abläuft nimmt der Migrant selbständig das Flugzeug. Denn wenn er illegal in Itlaien/Europa bleibt, wird er zurückgeführt und verliert das Recht diesen Parcour noch 2 Mal zu durchlaufen.
Damit wäre der positive Anreiz und die Erwartungen der europäischen Unternhemer erfüllt. Die Identiät der Migrante erfasst und den Schleppern Großteils der Kunden entzogen, Flüchtlinge von Wirtschaftsmigranten auseinander gehalten.

+1-11
Bild des Benutzers Werner Heiss

Sie haben jetzt gossspurig erklärt wie Human man ein gutes Leben für Zugewanderte organisiert. Jetzt würde mich einfach noch interessieren, wo Sie all die Jobs herhaben, die Sie so grosszügig an Fremde verteilen aber schon heute für die eigenen Leute fehlen. Anscheinend hat es in Ihrer Welt massenweise unbesetzte Jobs, die nur darauf warten, bis endlich jemand dafür gefunden wird.

Bild des Benutzers Max Benedikter

Das müssen wir, wenn wir unsere Rente bezahlt haben wollen.
Arbeitsplätze müssen wir schaffen und aufhören mit diesem Blödsinn, dass uns Migranten die Arbeit wegnehmen. Mich interessiert nicht wer arbeitet, bzw. von wo er/sie herkommt, sondern dass so viele wie möglich in menschenwürdigen Arbeitsbedigungen den Reichtum der Gesselschaft vermehren und das deomgrafisches Gleichgewicht erhalten wird.

+1-11
Bild des Benutzers Werner Heiss

In so wenigen Sätzen soviel Phrasendrescherei, das ist eine beachtliche Leistung ;)

Das Märchen mit den sicheren Renten dank Zuwanderung wird nicht realer nur weil es von vielen wiederholt wird. Gehört in die gleiche Kategorie wie die der fehlenden Facharbeiter. Ob die Renten sicher sind hängt von vielen Faktoren ab aber am wenigsten von der Zuwanderung. Da haben Studien schon lange gezeigt, dass die Zuwanderung für einen nennenswerten Effekt so gross sein müsste, dass Sie schon lange davor Aufstände in Europa hätten. Auch sieht es in den verschiedenen Länder in Europa sehr unterschiedlich, betreffend Renten aus, als dass man das so einfach beantworten könnte wie Sie es tun.

„Arbeitsplätze müssen wir einfach schaffen“ Haben Sie eine Eierlegende Wollmilchsau gefunden, dass Sie so etwas von sich geben. Sind die Millionen Arbeitslosen in Europa einfach zu doof um Ihre geniale Erkenntnis zu verstehen. Ich glaub mich knutscht ein Elch.

„Mich interessiert nicht wer arbeitet, bzw. von wo er/sie herkommt“ Mit solchen Aussagen und Verhalten schafft man den optimalen Nährboden für Rassismus. Sie haben von Menschen und Ihrem Verhalten so überhaupt keine Ahnung.

Und das mit den menschenwürdigen Arbeitsbedingungen ist wohl der Gipfel an Ignoranz von Ihnen.

Bild des Benutzers Max Benedikter

Solche Leute wie sie versuchen im Netz mit aggressivem Stil und persönlichen Beleidigungen Personen wie mich vom Kommentarfeld zu verscheuchen, sodass am Ende nur fremdenfeindliche Behauptungen übrig bleiben. Die Leute sollten sich dann daran gewöhnen.
Ich werde mit ihnen nicht diskutiert, weil sie keine Disskussionskultur haben. Sie geben diesem und anderen Foren nichts, außer Zorn und Bosheit. Ich hoffe, dass sie im realen Leben ihren Mitmenschen und Partner etwas mehr bieten. Ohne Scheiss, ich meine das Ernst. (Das war meine letzte Antwort und vergessen sie nicht das Netiquette zu lesen, bevor si vorschreiben ;-)

+1-11
Bild des Benutzers Werner Heiss

Wenn ich keine Antworten hätte nur grosse Sprüche, die an der Realität scheitern, würde ich mich der Diskussion auch entziehen ;)

Netter Versuch, mich in eine fremdenfeindliche Ecke zu stellen. Ist immer der gleiche Reflex bei ideologisch angehauchten Schreibern. Mal in die linke mal in die rechte Ecke je nachdem woher der Wind weht :P.

Bosheit ist es, wenn man solche Phrasen raus haut ohne sich zu überlegen, was es für Konsequenzen für teils Leute hat und dann noch glaubt man sei moralisch überlegen. Genau das ist Öl ins Feuer von Rechtsradikalen giessen.

Was ich meinen Lebensumfeld biete lassen Sie mal meine Sorge sein, ich kann Ihnen aber definitiv versichern, dass es darunter wenig Traumtänzer Ihres Schlages hat ;).

Bild des Benutzers Waltraud Astner

Herr Benedikter, bin zum Teil einverstanden. Das Sterben im Mittelmeer muss beendet werden, aber da muss zuerst einmal das Aufnehmen von Menschen, die über diesen Weg kommen kategorisch ausgeschlossen werden. Denn wenn es weiterhin möglich ist, wenn man erst europ. Boden erreicht hat, bereits VOR dem Verfahren in Italien und letztlich auch überall in Europa verteilt zu werden, dann ist es egal ob der Betreffende einen Aufenthaltsstatus bekommt oder nicht, er wird bleiben.
Es muss klar kommuniziert werden, dass dieser Weg nicht zum Ziel führt und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden, was den schwierigsten Teil darstellt und schlimme Bilder erzeugen wird. Weiters sollten Kriegsflüchtlinge möglichst nahe an ihrer Heimat in menschenwürdigen Lagern mit Schulen und Ausbildungsstätten auf ihre Rückkehr warten was ja die meisten wollen. Massive Umsiedlungen sind in einer solchen Situation nicht der richtige Weg. Für jene aber die aus verschiedenen Gründen nicht zurückkehren können, gibt es bereits legale Wege, nämlich das Resettlement Programm des UNHCR. Da werden besonders Schutzbedürftige (z.B. Waisen) ausgewählt und umgesiedelt. Dieses Programm kann ausgebaut werden, wenn die jetzige illegale Migration aufhört.
Was das Umsiedeln von Wirtschaftsflüchtlingen betrifft bin ich skeptisch. Europa sollte zwar bindende Kriterien für Einwanderung aus Arbeitsgründen aufstellen, die aber nicht speziell auf Flüchtlinge zugeschnitten sind, sondern allen offen stehen, also die Menschen könnten im Rahmen eines ganz normalen Ansuchens um Arbeitsbewilligung kommen. Australien nimmt z.B. jährlich 170.000 Arbeitsmigranten aus aller Welt legal auf, aber keine boat-people. So bedauerlich es ist, aber Armutsmigranten können einfach nicht, bloß weil sie arm sind genommen werden, das ist ein Fass ohne Boden. Afrika wird seine Probleme mit korrupten Machthabern, Stammeskriegen, fehlenden Infrastrukturen usw. längerfristig selbst lösen müssen. Die Welt kann helfen, was sie auch tut, aber nicht deren Probleme von außen lösen, dazu sind sie zu komplex und zu umfassend. China, Indien und generell Asien haben es vorgemacht, wenngleih noch viel zu tun ist..
Ich bin aber zuversichtlich, dass Europa eine Lösung finden wird, dazu ist das Problem einfach zu drängend.

+1-11
Bild des Benutzers Max Benedikter

Ich bin auch mit Ihnen einverstanden. Die meisten Flüchtlinge wollen wieder zurück. Nicht die klassischen Wirtschaftsflüchtlinge. Aber, nur wenn sie die Zeit in der sie hier leben etwas sinnvolles und nützliches gelernt und getan haben. Wenn sie eine Kleinigkeit ansparen konnten. Wenn sie in einem Limbus festgehalten werden und ihr selbstwert langsam ausdörrt, dann tun sie sich schwer zurück zu gehen. Das gilt besonders für junge Leute zwischen 20-30 Jahren. Davon bin ich felsenfest überzeugt. Wenn die Sicherheit in ihren Ländern wierder gewährleistet ist und sie gearbeitet und dazugelernt haben, dann können sie sich vorstellen, das erlernte auch in ihrer Heimat fortzuführen.

Zu Afrika teile ich Ihre Meinung absolut nicht. Aber ich bin nicht im Stande in einem Kommentar Ihre historische Verzerrung aufzuklären.

+1-11
Bild des Benutzers Waltraud Astner

Herr Benedikter, Afrika werden weder Sie noch Ich "erklären" können. Nur soviel sei gesagt: Wir "Westler" , die wir glauben das gute oder schlechte Wetter weltweit zu machen, bewirken in Wirklichkeit gar nichts. Diese Hybris sollten wir ablegen.

+1-13
Bild des Benutzers E Weber

Sorry aber Ihre gutmenschlichen Gedanken und Vorstellungen sind so schon allein faktisch und real begründet nicht umsetzbar. Diese Menschen folgen einem Invasionmsstrom nach Europa der von Aussen iniziert wurde und weiterhin gesteuert wird. Warum gehen Sie Herr M.B. nicht die Herkunftsländer und helfen dort im Rahmen der Entwicklungshilfe wie es schon sehr viele Menschen jahrelang vor Ihnen taten diese Länder wieder auf Vordermann zu bringen und die dortigen Menschen zu unterweisen? Das wäre echte Hilfe und kein leeres Gerede. Nur nicht vergessen, warum bereits so viele ehemaligen Helfer die Tätigkeit total frustriert wieder aufgegeben haben!! Diese Menschen wollen nicht unser Leistungssystem sondern nur die Früchte davon. Ist vergleichbar mit Wanderheuschrecken. Wenn es ein gebiet mit guter und reichhaltiger Bepflanzung (Futter) gibt wird alles kahl gefressen und wenn nichts mehr da ist (sprich alles am Boden und Kaputt ist) ziehen SIe weiter, ausser die Bauern haben Schädlingsvorsorge getroffen.
Diese Menschen, die sich vorsetzlich auf diesen Irren Weg machen und im Mittelmeer umkommen sind selber Schuld. SIe wissen auf was Sie sich einlassen und da kann man die Schuld nicht bei anderen suchen. In Ihren Ländern sind Sie nicht bereit etwas zum posetiven zu ändern, Sie wollen nur nach Schlaraffia!!.
Dann Ihr Arbeitsmarktvorstellung!! Wie wollen SIe Menschen, denen schlichtweg die Ausdauer und Intelegenz fehlen (wurde in anderen Studien in Übersee bereits mehrfach belegt und bewiesen) in einen hochtechnisierten Arbeitsmarkt integrieren und wo sollen die Arbeitsplätze herkommen?? Die wachsen nicht auf Bäumen.
Wenn dem so wäre wie SIe schreiben, dass die sog. Flüchtlinmge wieder zurück wollen warum sind die dann noch da und nicht längt auf dem Heimweg? Es kommen komischerweise nur junge Männer im Wehrfähigen Alter (Invasoren die zu faul sind Ihr Land auf zu bauen) jedoch nur ganz vereinzelt wirklich Arme und Schwache (was sog. echte Flüchtlingen gleichkäme) Dann greift weder ein Europäisches Gesetz noch irgend ein UN-Vorgabe. bezüglich Flüchtlingsstatut. Ergo daraus die Gemnenden haben mit Ihrer ablehnenden Haltung recht. Denn die Kosten zahlt der normale Bürger über Abgaben sowie Steuern und kein NGO´s oder sonstoge Organisationen.

Bild des Benutzers Marina Crazzolara

Die Gemeinde ABTEI hat sich zum zweiten Mal mehrheitlich gegen das sog. "Sprar"-Programm entschieden, nicht die Gemeinde Corvara.

+1-12
Bild des Benutzers Christoph Franceschini

Sorry - Es war trotz langer Recherche nicht möglich beim Gemeindenverband oder beim Land eine genaue Liste jener Gemeinden zu erhalten, die sich bisher geweigert haben Asylanten und Flüchtlinge aufzunehmen. Sie haben wahrscheinlich recht. Corvara hat sich nur einmal geweigert, Abtei gleich zweimal.

+1-12
Bild des Benutzers Marina Crazzolara

Eines von vielen Gründen, die den Gemeinderat von Abtei dazu bewegt haben, wiederholt mit "Nein" zu wählen, ist die Tatsache, dass laut Kurzreferat vonseiten eines Vertreters der Bezirksgemeinschaft, ca 70% der in den jeweiligen Gemeinden aufgenommenen Flüchtlingen nach entsprechenden Kontrollen keinen Asylantrag bekommen. Trifft dies bei einem Flüchtling zu, muss er laut Gesetz den zugewiesenen Wohnort verlassen, da sich sein Status von "Flüchtling" in "Illegaler Einwanderer" abrupt verändert. Anstatt aber in seinem Herkunftsland zurückzukehren, taucht er erfahrungsgemäß irgendwo in Großstädten wie Verona, Mailand oder Rom unter. Unbekannt, unregistriert aber vor allem ohne jegliche Perspektive. Beweggründe dieser Größenordnung gab es mehrere. Die Frage ist: Funktioniert so Integration? Ist das Sprar-Programm vom Jahr 2001 wirklich die beste Lösung, die man auf staatlicher Ebene erarbeiten konnte, auch in Hinsicht eines nie enden wollenden Zuflusses an Immigranten oder wäre es nicht endlich an der Zeit, dass man auf EU-Basis alles dran setzt, um das Problem an der Wurzel zu lösen? Lediglich die Angst und Angstmacherei, dass man als Gemeinde mit übermäßig vielen Flüchtlingen "bestraft" werde, war für Abtei mehrheitlich kein Grund mit "ja" abzustimmen. Ganz nebenbei angemerkt: in Abtei wurde letzte Woche der sogenannte "Banco Alimentare" ins Leben gerufen, eine Initiative, die armen Menschen mit kostenlosen Lebensmittel behilflich sein möchte und von vielen einheimischen Familien auch in Anspruch genommen wurde.

+1-11
Bild des Benutzers Waltraud Astner

Frau Crazzolara, sie haben es auf den Punkt gebracht, man hat als als Gemeinde auch Verantwortung, was man mit seinen Handlungen bewirkt, bzw. woran man mitwirkt.
Vielleicht könnte Herr Franceschini anstatt niedere Motive zu unterstellen die Anerkennungsquote der bisher bearbeiteten Fälle in Südtirol aufgeschlüsselt nach Herkunftsländern recherchieren. Das wäre aufschlussreicher und vielleicht würde sich dann das Bild von den "xenophoben Herrgottskindern " ins Gegenteil verkehren.

+1-11
Bild des Benutzers Oskar Egger

Was die Arbeitsplätze anbelangt, da brauchen wir uns keine großen Sorgen machen: man braucht doch offensichtlich eine hinreichend große Zahl rechtloser/illegaler Arbeitskräfte, die hierarchisch noch unterhalb der labouring poor stehen. Flüchtlinge haben keinen sozialrechtlichen Status, es gibt sie eigentlich gar nicht. Ich glaube nicht, dass dies das Problem z.B. unserer Obstwirtschaft sein wird, da ja auch Orangen, Zitronen und Tomaten in der Ernte davon profitieren. :)

+1-12
Bild des Benutzers Wilfried Meraner

KEIN GUTER JOURNALISMUS
Ich äußere mich hier nicht zum Thema - das ich interessant finde - sondern zur Form:
Von einer Person, mit der man nicht einverstanden ist, auf dem "Titelbild" ein bearbeitetes Foto zu verwenden, auf dem die Person viel ungünstiger aussieht - daher könnte man auch sagen, das Foto zu VERFÄLSCHEN - gehört doch zu den Methoden des billigen und manipulativen Journalismus, oder irre ich mich da?
Ich bin Mitglied bei Salto, aber mit solchen Methoden würde ich Salto auf keinem guten Weg sehen.
So gibt man den Kritikern gute Argumente.

+1-11
Bild des Benutzers Sepp Bacher

Die Kolumne "Pollo der Woche" von Franceschini kann nicht mit einem gewöhlichen journalistischen Beitrag verglichen werden, weil ein Kolumne als Textform anderen Regeln unterliegt. Die Bildbearbeitung ist so, wie bei jedem anderen Pollo der Woche auch!
Man muss mit der Meinung und Kritik nicht einverstanden sein ! Ich bin es schon, denn es geht darum, ob es korrekt ist - nicht nur gegenüber den Immigranten sondern gegenüber den anderen Gemeinde -, dass sich gerade die reichen Gemeinden (die mit "Fremden"-Verkehr groß geworden sind) aus der Solidarität und Verantwortung stehlen?!

+1-11
Bild des Benutzers Thomas Hofer

Das immer noch sendungsbewusste Europa ist Teil des Problems, nicht der Lösung. Wir können es nicht lassen, die Welt nach unseren Vorstellungen auszurichten. Und machen Fehler, viele Fehler. Sogenannte Hilfsorganisationen helfen passiv mit, das Schleppersystem aufrecht und lukrativ zu erhalten. Diese schöpfen Geld in unglaublichem Ausmaß und setzen in vielen afrikanischen die Rahmenbedingungen (mit), damit das aufrecht bleibt. Leidtragende sind die Menschen. Den Startschuss zu diesem Wahnsinn gab Merkel im September 2015, das muss man leider sagen.
Die Lösung liegt in Afrika, nicht in Europa. Derzeit diskutiert man Afrotopia von Prof. Felwine Sarr (Uni.Senegal), das empfehle ich jenen, die wirklich helfen wollen. Die europäische Verteilungspolitik finde ich erbärmlich und unnütz. Die kleinkarrierten Diskussionen im letzten Dorf sowieso.

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Bild des Benutzers Oliver H.

Christoph, auch wenn es dir nicht bewusst ist, förderst du mit deinem Artikel rassistische Ressentiments:
Dein Artikel hat den Tenor: Einige Gemeinden "drücken sich davor" Flüchtlinge aufzunehmen. Das setzt voraus, dass es ein Privileg ist, keine Flüchtlinge im Dorf zu haben, was wiederum heißt, Flüchtlinge sind etwas schlechtes.
Wäre es nicht ein schönerer Artikel, wenn du von den 90 Gemeinden schreiben würdest, die Flüchtlinge aufnehmen?
Dass ich als Kritiker der offenen Grenzpolitik sensibler für systemischen Rassismus bin als so mancher Willkommensklatscher, ist spannend.

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Bild des Benutzers ueli wyler

wie sagt jean ziegler: "das einzige, was uns von Flüchtlingen unterscheidet, ist der ort der Geburt". aber darüber nachzudenken, ist in einem land in welchem der Informationsstand ausschliesslich auf dem lesen der "dolomiten" beruht zu viel verlangt......

Bild des Benutzers Bruno Pedewilla

Sie glauben jetzt aber nicht wirklich, Zuwanderer aus Afrikanischen Staaten werden unsere Pensionen retten?
Viellicht sollten Sie einmal erklären WIE Sie für Zuwanderer Arbeitsplätze schaffen wollen. Wollen Sie etwa Arbeitgeber zwingen, Zuwanderer einzustellen?
Diesen Vorschlag haben bereits die deutschen Grünen gemacht. Sie wären somit nicht der Erste, der einen weiteren schritt richung Diktatur gehen würde.
Es gab sogar schon Vorschläge von den deutschen Grünen, Zuwanderer vermehrt in den Staatsdienst zu übernehmen, und dort die Einstellungsbestimmungen für Zuwanderer zu lockern.
Womit gleiches Recht (und Gesetzt) für Alle wohl endgültig der Vergangenheit angehören würde.
Dafür gibt es jetzt Ehe für Alle- und wohl bald auch Kinder für Alle!

Vielleicht wäre der Vorschlag des Ökonomen Ludger Wößmann eine Möglichkeit, Zuwanderern eine Arbeitsstelle zu vermitteln:
Wößmann: „Damit die vielen ungebildeten Flüchtlinge einen Job finden können, sollte die Berufsausbildung zum Pfleger und Maurer weniger theoretisch sein. Zudem müsse der Mindestlohn wegfallen.“

Ein Pfleger der die Sprache der Einheimischen nicht ausreichend gut beherrscht, wäre nicht unbedingt eine Vertrauensperson. Oder doch? Von der fehlenden Ausbildung mal ganz abgesehen ... Und wenn dieser Pfleger etwas falsch macht, WER haftet dann dafür?

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Bild des Benutzers Bruno Pedewilla

Ich darf noch ergänzen anfügen:
Integration ist ausschließlich durch Arbeit und Kommunikation möglich.
Ein Zuwanderer der weder die Sprache der Gasgeber beherrscht, noch fähig und willig ist, aus Eigeninitiative eine Arbeitsstelle zu finden, hat nicht die geringste Chance, sich im beruflichen Wettbewerber zu behaupten.
Nicht der Staat schafft Arbeitsplätze, sondern Unternehmen, die sich im täglichen Wettbewerb keine Vorgaben leisten können und dürfen. Aber das verstehen wohl nur Unternehmer selber, und nicht träumende Linksintellektuelle, die eher selten als Firmeninhaber (=Arbeitsplatzschafende) in Erscheinung treten.

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