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Staatsbürgerschaft

Tempo für den Doppelpass

Für Werner Neubauer (FPÖ) könnte die doppelte Staatsbürgerschaft bereits Ende 2018 kommen. Für wen, das ist noch nicht geklärt. Doch es soll schnell gehen.
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Kommentare

Bild des Benutzers Lockes Log
Lockes Log 18.12.2017, 17:34

Lustig wenn man dazu den Wikipedia Eintrag von Werner Neubauer liest. "...wo er dem Publikum erklärte, dass er Deutscher sei, weil seine Großeltern Deutsche gewesen seien und er deshalb gemeinsam mit seiner Mutter nach der Scheidung der Eltern wiederum hätte die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen sollen. "
Also ein Österreicher, der eigentlich Deutscher sein will, hilft den Südtirolern (mehr oder weniger) zurück nach Österreich. Humor braucht der Mensch ...

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Tomas Kofler 18.12.2017, 17:45

Genau so lustig wie der Witz, dass die Grünen und die italienischen Faschisten an einem Strang ziehen. Hätte im Traum nicht gedacht, dass ich dass noch erlebe...

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Gregor Beikircher 23.12.2017, 19:23

Ihre Aussage, Herr Kofler, soll wohl ein Witz sein oder eine Beleidigung dazu, dass sich die Grünen immer zur Autonomie bekannt haben?

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gorgias 18.12.2017, 18:13

@Lockes Log
Ihre Aussage ist eindimensional, kleinkariert und zeugt von Ihrer Ignoranz. Setzen Sie sich mal mit dem Thema auseinander: de.m.wikipedia.org/wiki/Österreichische_Identität

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Lockes Log 18.12.2017, 18:27

Ja, Humor bräuchte der Mensch. Wie heißts so schön: "In der Geschichte passiert alles zweimal, einmal als Tragödie und einmal als Farce." Hoffen wir, dass die zwei Herren auch in diesem Fall recht behalten.

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gorgias 18.12.2017, 21:36

Sie haben nun bewiesen, dass Sie angelesenes Halbwissen aus dem Zusammenhang wiedergeben können. Was Sie noch nicht bewiesen haben ist, ob Sie einen vielschichten Sachverhalt begreifen können.
Dass der Austro-Patriotismus von Haider populär gemacht wurde, und diese Identität nur teilweise die deutschnationale Identität, die wiederrum stark vom dritten Lager vertreten wurde und wird und bei einer Mehrheit der Österreicher für mehrere Jahrzehnte vorhanden war, ist ihnen wohl nicht geläufig. Die eine Identität gegenüber der anderen lächerlich machen zu wollen ist eine Idiotie.
Eine Farce ist, wenn die Worte eines originären Denkers aus einem Hohlkörper wiederhallen.

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Lockes Log 18.12.2017, 22:51

Sie haben die Anspielung im ersten Kommentar scheinbar nicht verstanden. Aber egal. Was das Lachen angeht, da können Sie mir gerne noch weitere "Identitäten" dieses Schlags liefern, ich werde sie alle gleichermaßen auslachen. Die haben alle nicht mehr Gehalt als ein MC-Donalds Tüte oder eines dieser Billigheftchen voller Lebensweisheiten, die aus Stickereien von Großmüttern zusammengetragen und auf Hinterhofflohmärkten verramscht werden.
Wäre aber langweilig, denn der eigentlich Witz hier sind eh nur noch wir beide. Müssen Sie sich so verbeißen? Das kann ja nur noch peinlicher werden. Ich klinke mich also hier aus und überlasse Ihnen das Feld. Können es eh besser, das mit dem schlau sein.

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gorgias 19.12.2017, 06:12

>Aber egal. Was das Lachen angeht, da können Sie mir gerne noch weitere "Identitäten" dieses Schlags liefern, ich werde sie alle gleichermaßen auslachen.<
Das wäre schon ein Anfang. Der zweite Schritt wäre zu verstehen, dass eine funktionierende Gemeinschaft eine Identität braucht auf der sie einen Konsens aufbauen kann. Etwas niederreißen zu wollen ohne etwas Neues zu haben mit dem man es ersetzen kann ist töricht.
Aber da müssten Sie weiter denken können als Ihre Nasenspitze.

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Lockes Log 19.12.2017, 18:47

Warum bleiben Sie dann nicht beim Original? In den Priesterseminaren ist sicher noch ein Platz frei.
Leute wie Sie sind schon eigenartig. Soweit ich mich erinnere, Religion ablehnen und von Emanzipation reden, aber im Nachhinein die Religiosität durch ein gleiches Konstrukt ersetzen. Wie funktioniert das eigentlich genau? Dem Individuum die Unmündigkeit und Unzulänglichkeit, dem Hegemonial die Identität? Statt Eigenverantwortung und objektiv gültiger Werte, einfach neue Uniformen des scheinbar Gleicheren unter den Gleichen, weil der Einzelne ohne Hirte und kollektivem Pathos unvollständig ist? Kant wäre enttäuscht über diese Arroganz und Kleingeistigkeit. Diese ständigen Versuche kollektive Identität zu etablieren sind doch nichts weiter als der Ausdruck eines gewaltigen Minderwertigkeitskomplexes. Da sind mir die Religionen noch sympathischer, die stellen ihr Reich in der Metaphysik auf und bieten Gemeinschaft durch Hingabe. Sie fordern Hingabe an eine ausgerufene Identität und erklären diese zum Herrscher über ein Gebiet. Vielleicht sollten Sie weniger über Ihre Hochnäsigkeit hinaus denken und dafür mal echte Gemeinschaft betrachten. Die findet man nämlich auch in der Wirklichkeit, genauso wie Identität, und dort ist sie bei weitem wirksamer und echter, als es ihre ideologischen Konstrukte je sein könnten.

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gorgias 20.12.2017, 07:17

> Leute wie Sie sind schon eigenartig. Soweit ich mich erinnere, Religion ablehnen und von Emanzipation reden, aber im Nachhinein die Religiosität durch ein gleiches Konstrukt ersetzen. <

Erstens ging es hier nicht um mich sondern um die Aussagen Werner Neubauers, die Sie kategorisch als lächerlich hinstellen. Ich habe ihnen eine differenziertere Sichtweise angeboten zu einem Thema das durchaus problematisch sein kann. Identitäten sind wichtig für den Zusammenhalt einer Gesellschaft, es gibt Menschen, die gewisse Identitäten wie einen chauvinistischen Nationalismus als Religionsersatz verwenden und sogar totalitär verstehen. Das zu kritisieren ist gut und wichtig.

Das Sie mir nun nur annähernd so etwas andichtem möchten, zeigt widerum auf wie wenig aufmerksam Sie lesen und einfach irgendwelche Versatzstücke Ihres angelesenen Halbwissen widergeben ohne weit genug mitzudenken ob sie überhaupt hinpassen, wo Sie sie hinkleistern. Hier haben Sie sich total verrannt und einen Strohmann aufgebaut.

Was mich angeht haben ich zu vielen Identitäten einen persönlichen Bezug: als italienischer Staatsbürger, Italiener, Südtiroler, Tiroler, Alt-Tiroler, Alt-Österreicher, Deutscher, Mitteleuropäer, Westeuropäer, Europäer, Westler, Republikaner, Demokrat, Säkularist u.v.m.
Welcher ist hier bitte mein Religionseratz? :-)

Was ein funktionierendes Gemeinwesen angeht habe ich mir sehr viele Gedanken gemacht. So sehe ich es dass wenn jemand nicht fähig ist mit anderen Menschen eine Gemeinschaft zu bilden, weil dieser Mensch auch andere Identitäten hat, dann ist das sein Problem, denn echte Gemeinschaft schafft Fundamente die auch Vielfalt tragen können ohne dysfunktional zu werden, wie es bei Multikulti-Ideologien der fall ist. Zu glauben aber eine Gemeinschaft aufbauen zu können ohne Identität und auch ohne Abgrenzung von dem das diese untergräbt ist ein rousseauscher Fiebertraum.

Ihr Hang alles was nicht ihrem Ideal entspricht nur verzerrt Wahrnehmen können um es dann als Feindbild angreifen zu können ist engstirnig und kleinkariert. Sie glauben dass man nur die konstruierten Identitäten niederreißen muss und dann kommt die ECHTE Gemeinschaft und die ECHTE Identität zum Vorschein und das gute im Menschen entfaltet sich von alleine. Dass der Mensch von Natur aus Gut ist und nur Zurück zur Natur finden muss und sich vom Sündenfall der Zivilisation befreien muss.
Diese Form von "echter Identität" gibt es nicht, denn jede Identität ist ein Konstrukt. Das einzige was Sie tun ist Identitäten, die ihnen nicht gefallen als "konstruiert und ideologisch" zu bezeichnen und jene die Sie selbst als Ideal sehen (aber bis jetzt noch nicht ansatzweise Umzeichnet haben) als echt, objektiv und natürlich verstehen.
Ich muss Sie leider enttäuschen.

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Lockes Log 20.12.2017, 16:00

Zeigen Sie mal etwas Integrität. Wie soll man so anständig streiten. Dass Sie den Eindruck haben, ich würde hier einen Strohmann angreifen, kommt nur von Ihren unausgegorenen Argumenten und idealistischen Restplätzen. Um den Identitäts-Begriff oder das Thema überhaupt zeitgemäß interpretieren zu können und im Zusammenhang neuer Verhältnisse zu verstehen, sollten Sie mehr Stuart Hall lesen und nicht bei Rousseau stehen bleiben.

Bild des Benutzers gorgias
gorgias 21.12.2017, 00:27

Erklären Sie doch was Sie unter echte Gemeinschaft und echte Identität verstehen anstatt name dropping zu betreiben. Solche Phrasen wie "unausgegorenen Argumenten und idealistischen Restplätzen" sind doch nur ausschweifende Ausflüchte. Werden Sie mal konkret.

Bild des Benutzers gorgias
gorgias 18.12.2017, 18:08

Hier etwas zum Thema das eventuell mal das Ganze auflockern könnte: https://www.passportindex.org/byRank.php

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 18.12.2017, 18:27

“Wir können nicht alle Fragen heute auf einer Pressekonferenz klären”.... :)))))

Bild des Benutzers Christian Mair
Christian Mair 18.12.2017, 20:41

Die Doppelstaatsbürgerschaft ist vielleicht ein eleganter Weg an der Selbstbestimmung vorbei.
Aber Südtirol verpasst es die Zukunft Europas mitzugestalten. Man hättiwahri/ könnte sich auch für den europäischen PAss, für ein echtes Europa der Regionen inklusive Landesverfassung und die europäische Republik aussprechen können.
So befassen wir uns mit der Vergangenheit anstatt mit der Zukunft.

Ein dreifaches Guten Morgen!

Bild des Benutzers Emil George Ciuffo
Emil George Ciuffo 18.12.2017, 22:47

Staatsbürgerschaft von Kaisers Gnade ... so ungefähr klingt das ...

Bild des Benutzers alfred frei
alfred frei 19.12.2017, 09:39

Die äußerst gut vorbereitete und intelligente Außenministerin Karin Kneissl hat gestern abend im ORF erklärt, die Doppelpaßfrage bedarf einer genaueren Überprüfung, verschiedene rechtliche Gutachten ergeben sich als äußerst widersprüchlich. Sie selbst als Juristin habe diesbezüglich ihre Zweifel. Politisch übersetzt, es handelt sich hier um eine Südtiroler Schaufensteraktion, die als solche in ihrer Bedeutung entsprechend eingestuft wird. Traue mir zu wetten, daß die Umsetzung bis zu den kommenden Landtagswahlen auf die Sparflamme gesetzt wird und danach einer europäischen Einschätzung unterliegt.

Bild des Benutzers Mensch Ärgerdichnicht
Mensch Ärgerdichnicht 19.12.2017, 10:18

SVP-Altmandatare? Hoffen die jetzt vielleicht auch noch auf eine vierte Rente aus Österreich, oder was?

Bild des Benutzers Edo Plane
Edo Plane 19.12.2017, 12:29

Ich mische mich nicht in die politische Diskussion um Vor- und Nachteile ein.
Nur soviel: wer hat Lust, mit mir zu wetten, dass der österreichische Pass für SüdtirolerInnen NIE kommen wird? Ende 2018 werten wir aus. Das Wettbüro ist eröffnet.

Bild des Benutzers Edo Plane
Edo Plane 19.12.2017, 12:31

Vor dem Doppelpass kommt Godot.

Bild des Benutzers Heimo Kandler
Heimo Kandler 20.12.2017, 00:52

Österreich ist Schutzmacht Südtirols und hat damit auch das Recht, auch die Interessen der Tiroler im Süden der Alpen zu vertreten. 1969 wurde zwischen Italien und Österreich ein "Südtirol-Paket" geschnürt, das 1972 endgültig in Kraft trat und die Autonomie in weitesten Bereichen auf den Weg brachte. 20 Jahre später war sie weitgehend erfüllt, Österreich gab an Italien und die UNO eine „Streitbeilegungs-erklärung“ ab, behielt aber seine Schutzmachtfunktion.
https://kurier.at/meinung/kommentare/aussenpolitik/suedtirols-heikle-ges...

Süd-Tirolen die Österreichische Staatsbürgerschaft jetzt wieder anzubieten, ist richtig, denn sie wurde Ihnen durch die Besetzung des südlichen Teils von Tirol durch Italien nach Ende des 1. Weltkrieges ohne Zustimmung der Betroffenen einfach weg genommen und ihnen die italienische aufgenötigt – ohne Wahlmöglichkeit und ohne Volksabstimmung in Süd-Tirol.
Das war, das ist und das bleibt so lange Unrecht, bis die Bevölkerung selbst wählen und darüber abstimmen kann, ob Sie Tiroler oder Italiener sind und was sie für die Zukunft wollen. Sowohl die Kriegserklärung Italiens an seinen Bündnispartner Österreich-Ungarn und der daraus folgende Angriff der italienischen Truppen auf die (fast) von 100% deutsch und ladinischs-prachigen Tiroler hatte nur ein Ziel - durch diesen Angriffskrieg gegen den eigenen Bündnispartner (Österreich-Ungarn) den südlichen Teil Tirols zu erobern und zu annektieren. Militärisch ist das kläglich gescheitert. Erst nach dem erfolgten Waffenstillstand und der Auflösung der Österreichisch-Ungarischen Streitkräfte (ungeordnete Auflösung) konnten die italienischen Streitkräfte kampflos einmarschieren – bis Nord-Tirol (Innsbruck und Unterinntal). Die USA und die Mächte der Entente haben im diktierten Vertrag von Saint Germain (Paris) gegen den einstimmigen Protest der im Österreichischen Parlament vertretenen Partein Südtirol Italien zum Geschenk gemacht - für den Verrat am Bündnispartner und dem Angriffskrieg gegen Österreich-Ungarn in den Dolomiten. Mit Gewalt gegen die Menschen haben dann die italienischen Faschisten den untauglichen Versuch gemacht, den Süden Tirols zu italienisieren und mit Brutalität und Unterdrückung die deutsche Sprache zu verbieten versucht - erfolglos. Unzähligen Repressionen haben es nicht verhindert, dass auch 100 Jahre "Südtirol nicht Italien ist" sondern emotional u. ethnisch Teil Tirols und sich damit Österreich zugehörig fühlt. Schon allein aus diesen historischen Tatsachen ist es längst überfällig, die Bevölkerung selbst entscheiden zu lassen denn es ist das im Völkerrecht verankerte Recht aller Völker und Volksgruppen, selbst und in freien, geheimen und rechtsstaatlichen Wahlen über ihr Land, Ihre Staatszugehörigkeit und ihre Zukunft selbst zu entscheiden. Es gibt keine Rechtfertigung - schon gar nicht für Italien - den Menschen in Südtirol dieses Recht zu verweigern - weder gestern noch heute und auch nicht in Zukunft. Kein Tiroler hat seinerzeit um die Besetzung des Landes und die Annexion durch Italien gebeten. Sie wurde mit Gewalt den Süd-Tirolern von Italien und den Mächten der Entente aufgezwungen - ohne jegliche Legitimation durch das Völkerrecht und unter Missachtung des Rechtes auf Selbstbestimmung - bis heute. Die Besetzung, Teilung, Okkupation und Anexion des südlichen Teils von Tirol ist, war und bleibt nicht nur unmoralisch sondern auch unakzeptabel - seit ca. 100 Jahren.

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