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Interview

„Für Schwächere eingesetzt“

Senatorin Julia Unterberger über die SVP-Krise, Werte und aktuelle Herausforderungen. „Solange Arno Kompatscher Landeshauptmann ist, ist diese Partei für mich attraktiv.“
Von
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Anna Luther19.05.2022
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Kommentare

△rtim ୍℘୍stロ 19.05.2022, 14:13

2022 — ausgerechnet nach hundert Jahren Machtergreifung der faschistischen Terror- und Gewaltherrschaft — stimmt unsere SVP - Südtiroler Volkspartei in Rom für staatlich verordneten postfaschistischen Geschichtsrevisionismus und Verfälschungen und einen alljährlichen "Ehrentag" für die Täter. (Vgl. auch: Schlemmer T.: Invasori, non vittime, Bari, Laterza, 2019).
Wo sind wir hierzulande mit dem Mangel an Mut zum aufrechten Gang heute bloß hingekommen?
Welchen Mut hätte es 2022, im Vergleich zu 1922-1945, für eine Stimmenthaltung (zumindest) denn schon gebraucht?
Aber was tun manche nicht alles für einen Vorteil, einen weiteren prestigeträchtigen Posten?
Unverständnis und Empörung aber auch gegenüber all jenen, die ansonsten zwar gern von sich behaupten, sie hätten Haltung, aber damit offenbar eigentlich nur meinen, sich in (schweigender) Komplizenschaft mit Verbrechen und Unrecht gemein zu machen. Egal, ob nun bei Ereignisse in der Vergangenheit, als auch in der Gegenwart. Denn wo sind denn hier z.B. der Aufschrei, die Solidarität ... einer Unterberger, wenn Hunderte Frauen in Rimini Opfer von (sexualisierter) Gewalt werden?
https://bologna.repubblica.it/cronaca/2022/05/12/news/adunata_alpini_le_...
Hier gilt wohl auch 2022 noch immer der Freibrief: "Tu donna bevi, la violenza te la cerchi.
Tu alpino bevi, se molesti una donna è semplicemente goliardia."
In einem solch vorherrschenden Klima verwundert die Ersatzpolitik dieses nationalistisch-triumphalistischen Gebarens wohl nicht. Die waren 1922 und sind wohl auch 2022 noch fruchtbar.

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Stefan S 19.05.2022, 15:38

Wer die patriarchalische Strukturen der italienischen Gesellschaft mit allen Ihren üblen Auswüchsen bekämpfen will sollte vielleicht erstmal vor der eigenen Tür aktiv werden. Was dem Italiener sein Rimini ist dem Tiroler sein Jesolo.
Außerdem sollte man sich Sorgen machen über die Zeit nach Draghi, die Fliehkräfte werden enorm sein und den Rechtspopulisten in die Karten spielen. Sobald der EU PPNR Kuchen verteilt ist werden die Zentrifugalkräfte auftreten

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Stefan S 19.05.2022, 15:58

"Dieses Angebot wird von den Südtiroler:innen offenkundig nicht genutzt und die Dynamiken der italienischen Politik sind nicht einfach zu verstehen."
In diesem Punkt kann man Frau Unterberger uneingeschränkt recht geben, weil nur wer zuhören und verstehen kann kommt in die Position etwas nachhaltig positiv zu verändern.
Mit Ressentiments ala RTIM wird das Unverständnis nur größer.

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Sepp Bacher 19.05.2022, 16:12

"Auf der anderen Seite vertritt der Landeshauptmann eine sehr soziale und fortschrittliche Politik. Solange eine Figur wie Arno Kompatscher Landeshauptmann ist, ist diese Partei für mich attraktiv." Ja schön wärs, wenn Kompatscher eine sehr soziale Politik machen würde!
"Wir brauchen eine Umstellung unser aller Lebensgewohnheiten, um unseren CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Hier ist es die Aufgabe der Politik, die Verhaltensweisen zu fördern, die klimafreundlich sind." Kompatscher und anscheinend auch Unterberger glauben, dass es reicht, wenn man mit großem - auch finanziellem - Aufwand die Menschen sesibilisiert und ihnen die Verantwortung bzgl des indivieduellem Fußabdruckes bewusst macht. Nein die Politik muss auch auf den Fußabdruck jeder politischen Entschiedung achten und mit gutem Beispiel vorausgehen. Da nimmt man aber Rücksicht auf die Lobbys und schielt auf die zu erwartenden Auswirkungen bei den nächsten Wahlen!

so wie es da steht.. dem entsprechend schaut es auch aus.. wurde herr Draghi demokratisch gewählt.. wurde frau Unterberger demokratisch nach rom gewählt.. eben.. und herr Kompatscher ist natürlich nicht zuletzt dadurch attraktiv.. verstehe sogar ich.. einsatz: autonomie.. tierwelt.. umwelt.. cannabis.. sterbehilfe.. dafür ist nur mehr die hand auf zu heben.. oder wie.. das freut mich aber sehr.. wir werden sehen dürfen.. wie sich alles zum besseren hin wendet.. wünsch viel erfolg..

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Dietmar Nußbaumer 19.05.2022, 21:28

Wie nachhaltig ist eigentlich "unser" Flughafen?

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Josef Fulterer 20.05.2022, 06:13

Bei unserem mit viel öffentlichem Geld wiederbelebten "Flughafele," sollten endlich auch die MWSt., sowie die Akzisen für den Treibstoff der Flugzeuge und der CO2-Ausstoß des Flugbetriebes angemessen mit in Rechnung gestellt werden, dann würde der Apetitt der billig für ein paar Tage in das Land gelockten Fluggäste und der Südtiroler, die mit ihrem Ferienflug "groß tun wollen, recht schnell vergehen.

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Manfred Klotz 20.05.2022, 07:25

Der Flughafen wurde eben NICHT mehr mit öffentlichem Geld wiederbelebt. Genauso wie es das Ergebnis der Volksbefragung vorsah.

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Josef Fulterer 20.05.2022, 08:00

Die in der Flughafen-Bilanz geparkten öffentlichen Gelder, die höher waren als der Kaufpreis, wohl vergessen?

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Gerold FIEDLER 20.05.2022, 22:13

..kein oeffentliches Geld? Dann wird der Brandschutzdienst am Bozner Flughafen fuer den der Betreiber bekanntlich nicht aufkommen will wohl aus privaten Spenden bezahlt werden? Wers glaubt. ..wird selig

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Günther Alois Raffeiner 20.05.2022, 09:51

Frau Dr.Unterberger,erklären sie mir,das soziale Engagement vom LH Kompatscher? Wen wollen sie was vormachen???? Sie wissen doch genau,dass dies ein "Märchen" ist? oder nicht?? Man kennt zum Glück die SVP "Clans"verschiedener Coleurs. Schämt euch!!!

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Karl Trojer 20.05.2022, 10:18

Bei anderen Alles schlechtreden und selber keinen wirklich zukunftsfähigen (nachhaltigen) Fußabdruck einzubringen, ist dem Gemeinwohl nicht nützlich ! Politik ist die Kunst des Möglichen. Nach meinem Politikverständnis praktizieren sowohl die Senatorin Julia Unterberger als auch der Landeshauptmann Arno Kompatscher diese Kunst; dafür bedanke ich mich bei diesen.

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Hartmuth Staffler 20.05.2022, 14:28

Die Julia Unterberger hat sich nicht zuletzt durch ihre Zustimmung für den Alpini-Gedenktag disqualifiziert. Damit hat sie die Kriegsverbrechen der Alpini in der Sowjetunion legitimiert und auch die sexuellen Übergriffe der Alpini bei ihrem jüngsten Massenbesäufnis in Rimini. Und eine solche Frau redet von den Frauenrechten. Sie macht sich damit zur Witzfigur.

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Klemens Riegler 20.05.2022, 22:03

Gutes Interview - Bravo Salto! Gute, vernünftige Antworten - Bravo Unterberger!
Ich sehe aktuell jedenfalls keine bessere Südtiroler SVP-Frau (und auch keinen Mann) für diesen Job in Rom.

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Stefan S 21.05.2022, 08:55

"Gutes Interview - Bravo Salto! Gute, vernünftige Antworten - Bravo Unterberger!"
Das sehe ich nicht so und man darf ruhig kritisch und das Ganze auch differenzierter betrachten.
Wenn man mal davon absieht das solche Interviews immer einen vorher abgestimmenden Fragenkatalog folgen.
Insbesondere die Antworten zum Klimaschutz bleiben sehr vage, von Verbindlichkeit und einer klaren Agenda ist wenig zu lesen. Die hier gen. Nachhaltigkeitsstrategie ist weder verpflichtend sowie innovativ.

Bild des Benutzers Matti Messer
Matti Messer 21.05.2022, 09:51

Und woher wissen Sie, dass "solche Interviews immer eine[m] vorher abgestimmenden Fragenkatalog folgen"?

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