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Kommentar

Die falsche Botschaft

Dass man ausschließlich (deutsche) Schützen und Musikanten für Jean Claude Juncker aufmarschieren ließ, ist ein gefährlicher Schnitzer des Landeshauptmannes.
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Kommentare

Bild des Benutzers alfred frei
alfred frei 21.11.2016, 12:53

Anscheinend soll es auch einen italienischsprachigen LH-Vizepräsident geben, der wahrscheinlich zur gleichen Zeit einen Besuch bei der EU-Kommission in Brüssel abstattete, begleitet von einer Abordnung der Alpini- Sektion Bozen

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Mensch Ärgerdichnicht 21.11.2016, 13:28

Der gute Kompatscher hat es sicher nicht so gemeint. Beim nächsten mal auch die ANPI einladen und gut ist.

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Robert Tam... 21.11.2016, 17:27

Ich schätze Franceschinis Artikel sehr, wenn er als Enthüllungsjournalist akribisch recherchiert und exzellente Artikel/Sachbücher verfasst. Ebenso bewundere ich sein Fachwissen zu den Bombenjahren und seine exzellenten Beiträge hierzu.
Leider scheint Franceschini sein journalistisches Rüstzeug über Bord zu werfen, wenn es um Leute geht, die ihm anscheinend nicht in den Kram passen - ein großes Manko bei einem Journalisten.

Der Satz: "[Man] muss zwingend zum Schluss kommen, dass die Präsenz der Italiener und der Ladiner in diesem Land nicht „landesüblich“ ist" ist falsch.
Bei den Schützen waren zu Junckers Empfang auch Ladiner dabei.
Woher ich es weiß? Ich habe mit einem Freund telefoniert, der als Schütze dabeiwar. Wenn ich das als einfacher Rentner herausbekomme, müsste das für den Journalisten Franceschini doch leicht erforschbar gewesen sein.

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Hartmuth Staffler 21.11.2016, 19:11

Der gute Franceschini wird auf seine alten Tage immer recherchefauler. Der landesübliche Empfang hat mit der Tradition des kaiserlichen Österreich überhaupt nichts zu tun, sondern ist ein genuin Tiroler Brauchtum, daher auch nicht, wie Franceschini glaubt, aus Nordtirol importiert, sondern wohl im Kerngebiet Tirols, also im heutigen sogenannten Südtirol entstanden. Dass die Partisanenvereinigung ANPI nicht zur Tiroler Tradition gehört, scheint Franceschini auch nicht zu wissen. Eher noch hätte man gemeinsam mit Casa Pound eine Zeremonie vor dem faschistischen Siegesdenkmal abhalten können, denn die Faschisten waren lange vor den Partisanen in Südtirol, und sie gehören auch heute leider noch dazu, wie man aus den Reaktionen auf den landesüblichen Empfang erkennen kann.

Bild des Benutzers Raffaela Vanzetta
Raffaela Vanzetta 21.11.2016, 21:30

Als Italienerin fühle ich mich besser von Franceschini verstanden als von Kompatscher repräsentiert. Am Magnagoplatz standen auch viele Carabinieri mit ihren "divise" und Flämmchen am Hut. Kompatscher scheint zu glauben, das repräsentiere uns genug. Früher oder später bekommt er die Rechnung und es wird keine erfreuliche sein.

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Mensch Ärgerdichnicht 21.11.2016, 22:27

Glauben Sie denn wirklich Kompatscher hat mit der Absicht alle Italiener des Landes zu beleidigen den Empfang so gestaltet?
Kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Mal davon abgesehen dass er nie für eine anti italienische Haltung aufgefallen ist, was hätte er denn davon?

Bild des Benutzers utente cancellato
utente cancellato 22.11.2016, 11:05

Mein lieber Herr ohne Name. Frau Vanzetta ist anscheinend nicht die einzige, die sich solche Gedanken gemacht hat:
http://altoadige.gelocal.it/bolzano/cronaca/2016/11/22/news/tommasini-a-...

das ist, was die Faschisten in ihrer Zeitung lesen... was sie sich überlegen werden, können Sie sich selber vorstellen (vielleicht..).
Gut gemacht LH!

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Mensch Ärgerdichnicht 22.11.2016, 11:12

Es geht nicht darum ob sich jemand Gedanken gemacht hat, das ist doch offensichtlich. Die Frage ist ob es sich um einen nicht beabsichtigten Fehler handelt, oder um eine gewollte Handlung. Ich bin davon überzeugt, dass der LH keinen beleidigen wollte. Wenn dann Pöder und Knoll ihren Schmarren dazu geben müssen, einzig und allein mit der Absicht den LH zu schwächen da sie ja selbst nichts, aber schon gar nichts, wert sind, war das auch nicht anders zu erwarten. Da ist eben das Niveau dieser Herren.

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Frederik Frick 22.11.2016, 12:41

Ich finde die öffentliche Empörung und die Einengung auf eine ethnische Komponente doch eher gekünstelt. Als Angehöriger der deutschen Sprachgruppe fühle ich mich jedenfalls von diesem Kostümverein nicht vertreten. Wenn man glaubt, für österreichische Gäste eine solche Karnevalsveranstaltung machen zu müssen, dann lasse ich mir das noch einreden. Für einen Vertreter der EU sollte man allerdings schon etwas ernsthafter an die Sache rangehen. Ich fand das alles einfach nur peinlich! Von den Trachten angefangen, über das Andreas-Hofer-Lied, die Ehrenformation. Hauptsach man kann seine Provinzialität ein bisschen rauskehren. Was bei den Touristen zieht, muss bei hohen Gästen doch auch funktionieren. Es fehlte nur eine Schuhplattler-Runde.

Ein Highlight war sowieso das Schnapsgetrinke! Obwohl, Kenner wissen schon längst, dass der Juncker gerade zu Alkohol nicht nein sagen wird und sich insofern gut begrüßt gefühlt haben wird. Insgesamt war der Besuch des EU-Kommissionspräsidenten eigentlich ein Reinfall.

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