Martin Lintner
M.Lintner
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Interview

„Tiere nicht auf ein Mittel reduzieren“

Welche Verantwortung hat der Mensch gegenüber Tieren? Kann Fleischverzehr moralisch sein? Was lehrt uns die Corona-Krise? Ein Gespräch mit Moraltheologe Martin M. Lintner
Von
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Julia Tappeiner24.06.2020
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Kommentare

Bild des Benutzers Karl Trojer
Karl Trojer 25.06.2020, 09:55

Vielen Dank für diese Dralegungen ! Sich vegetarisch zu ernähren, würde auch einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz bringen, zumal die weltweite Nutztierhaltung stark zur Luftverschmutzung beiträgt und durch Grundwasserverschmutzung vielerorts auch die Trinkwasserbestände gefährdet. Wie steht es eigentlich mit den Fischen und den Fischereimethoden ? Auch Fische sind Tiere; empfinden sie keinen Stress und/oder Schmerz, wenn sie zu Tausenden in Netze gezwängt und kaltblütig in Eimer geschüttet werden oder an Angelhaken strampeln ?

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Manfred Gasser 25.06.2020, 10:29

Frage eines Unbedarften.
Wäre es möglich die ganze Menschheit vegetarisch und gesund, und dabei Umwelt - und Ressourcen schonend zu ernähren?

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Peter Gasser 25.06.2020, 10:41

Meines Wissens geht das bei Kleinkindern nicht.
Dazu:
1. der Mensch ist anatomisch ein Allesfresser und hat (auch) Anrecht auf artgerechte Ernährung;
2. bei der Produktion pflanzlicher Nahrung wird genauso viel, wenn nicht mehr Umwelt zerstört, dazu Milliarden und Abermilliarden an Kleintieren;
3. die derzeitige Art der Nutztierhaltung und -verwertung ist weitgehend eine Schande für den Menschen, auch bei den Fischen.

Bild des Benutzers Manfred Gasser
Manfred Gasser 25.06.2020, 11:03

Was bleibt dann noch um sich gesund und artgerecht zu ernähren, und gleichzeitig ökologisch und ökonomisch die Waage zu halten? Drei mal soviel fürs Fleisch bezahlen? Und wieviele Menschen können sich das leisten?

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 25.06.2020, 11:06

Jeder kann es sich leisten: es ist eine Frage der Moral, der Priorität und des Wie-oft.
Übrigens: auch pflanzliche Lebensmittel würden bei umweltgerechter Produktion, Spedition und Verarbeitung ein mehrfaches kosten, wie auch Flugreisen, Handys, Kleider und alles andere auch.

Bild des Benutzers Manfred Gasser
Manfred Gasser 25.06.2020, 11:22

Da haben Sie natürlich recht, nur sind wir noch nicht soweit. Solange der Grill 1000 Euro kosten muss, um allen zu zeigen, dass man es ja hat, und das Fleisch darauf nicht über 4,99 das Kilo kosten sollte, hat es die Moral halt schwer.
Was die anderen Punkte betrifft, haben wir genau das gleiche Problem.

Bild des Benutzers Günther Mayr
Günther Mayr 25.06.2020, 19:36

„Tiere nicht auf ein Mittel reduzieren“
wer tut das?
der bauer, der geburtshelfer ist und irgendwann die kuh dem metzger gibt?
der metzger, der die kuh dann (nach dem kuh-leben) schlachtet?
der rumänische arbeiter, der bei tönnies gearbeitet hat und dessen familie nun ...?
der moraltheologe, der in der mensa sein schnitzel aufs teller kriegt?
die kid's, die sich einen burger gönnen?
...
jeder ist so nah dran - und zugleich soweit weg
mir scheint: im elfenbeinernen turm - stinkt's nicht!

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 26.06.2020, 09:47

Einleitend steht in diesem wirklich guten und in hohem Maße moralbewussten Artikel folgendes:
“Sie sind zwar keine sittlich selbstbestimmten Subjekte wie ein Mensch. Dennoch haben sie artspezifische Bedürfnisse und Fähigkeiten. Und wir müssen ihnen ein Leben entsprechend ihren emotionalen und sensitiven – bei manchen Tieren auch kognitiven – Bedürfnissen und Fähigkeiten ermöglichen”.
Der Ansatz ist hoch gesetzt, und, über die landwirtschaftliche Tierhaltung hinaus weitergedacht, bedeutet er:
- kein Kanarienvogel oder Papagei mehr im Käfig;
- keine Katze, kein Hund in einer Wohnung;
- keine Schlange und kein Reptil im Terrarium;
- kein Wildtier im Käfig im Zoo.
Und auch und noch weiter: kein Säugetier in einem Lager.

Bild des Benutzers Johann Georg Bernhart
Johann Georg Bernhart 28.06.2020, 10:52

Der ganze Beitrag beruht auf Vermutungen, den Fleischkonsum ins schiefe Licht zustellen ist falsch, die Konsumenten so verunsichern und zu bein flussen finde ich nicht richtig. Soll dieser Herr doch seine Kohlrabi essen und andere kein schlechtes Gewissen eintrichtern.
Die ganze Welt spricht von Tönnis der Großmetzgereibetrieb in Deutschland, das Fleisch wird schlecht geredet,obwohl es nicht um das Fleisch geht, bei Tönnis geht es um die Menschenunwürdigen Arbeitsverhältnise und um die überfüllten Wohnungen, da liegt der Fehler.
Leute esst Fleisch , es ist gesund und hat viele wichtige Vitamine.

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