at-pass.jpg
barfuss.it
Advertisement
Advertisement
Reportage

Doppelpass/doppio passaporto/pas dopl

Die Initiative für eine doppelte Staatsbürgerschaft stößt vor allem bei Südtirolern italienischer Muttersprache auf viel Skepsis und Ablehnung.
Von
Bild des Benutzers Gerhard Mumelter
Gerhard Mumelter28.01.2018
Advertisement
Salto Plus

Liebe/r Leser/in,

dieser Artikel befindet sich im salto.archiv!

Abonniere salto.bz und erhalte den vollen Zugang auf etablierten kritischen Journalismus.

Wir arbeiten hart für eine informierte Gesellschaft und müssen diese Leistung finanziell stemmen. Unsere redaktionellen Inhalte wollen wir noch mehr wertschätzen und führen einen neuen Salto-Standard ein.

Redaktionelle Artikel wandern einen Monat nach Veröffentlichung ins salto.archiv. Seit 1.1.2019 ist das Archiv nur mehr unseren Abonnenten zugänglich.

Wir hoffen auf dein Verständnis
Salto.bz

Abo holen

Bereits abonniert? Einfach einloggen!

Unterstütze unabhängigen und kritischen Journalismus und hilf mit, salto.bz langfristig zu sichern! Jetzt ein salto.abo holen.

Advertisement
Advertisement

Kommentare

Bild des Benutzers Ralph Kunze (gesperrt)
Ralph Kunze (gesperrt) 28.01.2018, 18:03

Der Doppelpass führt niemandem einen Schaden zu und führt auch zu keiner Spaltung.
Das hat absolut nichts mit gut integrierten Italienern zu tun. Wir sind nunmal eine österreichische Minderheit in Italien, die den Pass ja schon hatten.
Die Probleme werden heraufstilisiert

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 28.01.2018, 19:04

Die Probleme waren in dem Moment da, als die deutschsprachige Rechte begonnen hat das Thema zu vereinnahmen und an die ethnische Komponente zu knüpfen. Hochstilisiert wird dabei nichts. Der Ansatz war grundfalsch. Außer die Absicht war von Anfang an eine Spaltung herbeizuführen, was bei bestimmten Befürwortern, die nur blinden Revanchismus kennen, kein Wunder wäre.

Bild des Benutzers luigi spagnolli
luigi spagnolli 29.01.2018, 10:11

Ein Pass dient dazu, dass sich die Menschen in einem anderen Staatsgebiet aufhalten dürfen. Der Doppelpass führt in diesem Sinne niemandem einen Vorteil zu, wird aber hingegen zweifellos zu ethnischen Spaltungen bringen. Ich persönlich brauche nur einen Pass, egal ob einen staatlichen oder einen europäischen, um andere Teile der Welt zu besichtigen: wenn aber meine deutsch- und ladinischsprachige Mitbürger den Doppelpass, als Zeichen ihrer österreichischen "Herkunft", bekommen, dann werde ich auch, obwohl italienischsprachig erklärt, meinen hochverdienten Doppelpass, evtl. auch vor einem Gericht, verlangen. Mein Urgrossvater war nämlich, mit 3 Gebrüder, vor hundert Jahren an der Front in Galizien, mit der Uniform der Kaiserschützen, in Einsatz: ich werde nie akzeptieren, dass meine Familie als weniger "historisch österreichisch" eingestuft wird. Wenn Doppelpass sein soll, dann nicht nur für Deutsche und Ladiner, sondern auch für Italiener! Ob es ohne Spaltungen erfolgen kann, werden wir sehen...

Bild des Benutzers Ralph Kunze (gesperrt)
Ralph Kunze (gesperrt) 29.01.2018, 20:41

Natürlich sollten alle, welche Vorfahren aus der K&K Zeit haben, die Möglichkeit haben, den Doppelpass zu erhalten. Unabhängig ob Italiener, Deutsche oder Ladiner.Selbstverständlich!

Bild des Benutzers 19 amet
19 amet 29.01.2018, 15:09

Kunze :"Gut integrierte Italiener" ? So ein Schmarren. Es sind Leute die hier geboren und aufgewachsen sind, und wenn sie privat italienisch, deutsch oder chinesisch reden, geht niemand etwas an. Sie haben die gleichen Rechte und Pflichten wie ihre Mitbürger. Nebenbei scheint mir ihr Namen auf einen "Zuagroasten" zu passen. Sind sie gut integriert ?

Bild des Benutzers Stefano Bonacina
Stefano Bonacina 28.01.2018, 19:26

Sono per un passaporto europeo, meglio se solo passaporto, senza specifiche di cittadinanza, come quello del mio cane.
Buon articolo, spero si possa ritrovare anche in italiano, ... e non solo.

Bild des Benutzers gorgias
gorgias 28.01.2018, 20:36

Allora aboliamo tutte le cittadinanze e apriamo tutte le frontiere e fra venti trenta anni raggiungeremo lo standard di vita africano.

Bild des Benutzers kurt duschek
kurt duschek 28.01.2018, 23:41

.....so einen Schmarrn kann nur von GORGIAS kommen. Was hat denn ein zweiter Pass mit der Öffnung bzw. Abschaffung aller Grenzen zu tun. Eine reine Provokation, Thema verfehlt!

Bild des Benutzers gorgias
gorgias 29.01.2018, 00:18

Es hat nichts mit dem zweiten Pass zu tun, aber wenn man die Staatsbürgerschaften abschafft, wie es im Grunde im vorigen Kommentar angedacht wurde, dann werden Grenzen auch nicht mehr irgend eine Funktion haben und abgeschafft werden.

Bild des Benutzers kurt duschek
kurt duschek 29.01.2018, 07:43

...ob Staatsbürgerschaft oder zweiter Pass, der Artikel handelt über das Gefühl, welches italienisch- und gemischtsprachige Südtiroler bei dem Thema "Doppelpass" empfinden. Darüber wäre es angebracht zu diskutieren. Diesen Südtirolern (auch sie sind Südtiroler, oder etwa nicht ?) sollte man zuhören und ihre Gedanken und Ängste nicht durch überzogene Kommentare ins Lächerliche ziehen. Deshalb nochmals: Thema verfehlt! Sitzen.

Bild des Benutzers gorgias
gorgias 29.01.2018, 08:50

Ach immer solche Umgangstöne. Nebenbei ist es üblich dass sich Diskussionen im Kommentarbereich entwickeln und man auf Gedankengänge antwortet. Wenn jemand andenkt die Staatsbürgerschaft aus dem Pass zu entfernen darf man das wohl zu Ende denken.

Bild des Benutzers kurt duschek
kurt duschek 29.01.2018, 12:11

.....genau hinhören und oder genau lesen was jemand zu sagen hat ist manchmal für einige Kommentatoren nicht so einfach. Einer Meinung zu antworten ist wichtiger als einfach nur seine eigenen Gedanken und Überzeugungen "...zu Ende denken".

Bild des Benutzers gorgias
gorgias 29.01.2018, 14:50

Das ist ein Diskussionsforum und keine Gruppentherapie.
Nebenbei habe ich nicht meine Gedanken zu Ende gedenkt sondern den Vorschlag dieses Herren.

Bild des Benutzers kurt duschek
kurt duschek 29.01.2018, 15:35

.....man sagt "...zu Ende gedacht...

Bild des Benutzers gorgias
gorgias 29.01.2018, 16:54

daran habe ich jetzt nicht gedenkt!

Bild des Benutzers kurt duschek
kurt duschek 29.01.2018, 17:51

...höchste Zeit anfangen zu denken ! Gute Nacht!!

Bild des Benutzers gorgias
gorgias 29.01.2018, 18:59

Sie sind schon ein bisschen frech für Ihr Alter.
Gute Umnachtung!

Bild des Benutzers kurt duschek
kurt duschek 29.01.2018, 22:52

Sie bezeichnen mich als frech und wünschen mir eine gute Umnachtung. Immerhin habe ich keine Probleme mit der Rechtschreibung. Bin gerne hilfsbereit und könnte ihnen Nachhilfeunterricht geben, für Sozialfälle mache ich es kostenlos.

Bild des Benutzers 19 amet
19 amet 29.01.2018, 13:30

gorgias. Warum brauchen wir innerhalb Europas Grenzen und Pässe ? Eine der schönsten Errungenschaften der EU ist doch die Reisefreiheit von Lissabon bis fast nach Petersburg. Es genügt ein Pass um sich ausserhalb der EU zu bewegen. Diese Polemik ist getragen von Leuten die geistig im 19. Jahrhundert leben. Gott sei Dank gibt es intellgentere Mitbürger wie die oben interviewten.

Bild des Benutzers Harald Knoflach
Harald Knoflach 28.01.2018, 19:49

können wir's jetzt dann langsam gut sein lassen. ich versteh schon, dass das thema polarisiert und leser bringt. aber diese unglaubliche rauchbombe wird langsam nervig und es gäbe so viel dringendes zu tun. ich denke nicht, dass sich zum beispiel die situation bezüglich obdachlose und flüchtlinge in letzter zeit verbessert hat (remember adan), aber das scheint kein thema mehr. früher war winter immer feinstaubbelastungszeit. heuer alles im grünen bereich? einkommensschere? steuerflucht? teures wohnen? lebenshaltungskosten? krieg in kurdistan?
aber ich vermute, es ist nicht ruh, bis sich nicht jeder einzelne südtiroler (solange er/sie gegen den doppelpass ist) in einem interview zu wort gemeldet hat. (und bei den knappen von unsertirol24 gibts die kehrseite dazu).
was für eine selbsterfüllende prophezeiung, diese spaltung.

Bild des Benutzers Robert Tam...
Robert Tam... 28.01.2018, 20:02

Stimme Harald zu. Es gibt landesweit kein einziges Medium, das derzeit so oft über dieses Thema berichtet wie Salto. Manchmal sogar mehr als ein Artikel täglich.
Es würde mich nicht verwundern, wenn man beim Zusammenzählen der Berichte draufkäme, dass Salto derzeit mehr über den Doppelpass schreibt, als alle anderen Südtiroler Medien zusammen.

Bild des Benutzers Christian Mair
Christian Mair 01.02.2018, 12:15

@Harald: So ist es!
Aber warum ist diese Einschätzung der Besetzung eines öffentlichen Themas bei Doppelstaatsbürgerschaft so einfach und bei Selbstbestimmung so schwer?
Und welche politischen Lösungen schlägst du vor, um anstelle von Prophezeiungen, Utopien und Erlösungsphantasien reale Veränderungen umzusetzen?

Demokratische Autonomie für ein Europa der Regionen in Form der europäische Republik ist natürlich unumgänglich, wenn man Demokratie in Form von Selbstverwaltung als Ausweg aus den Defiziten des derzeitigen Systems sieht. Das muss aber ein ständiger Prozess sein und keine einmalige Abstimmung.

Bild des Benutzers Christian Mair
Christian Mair 01.02.2018, 18:37

regionale Forschungsquote:
Tirol (Nord-und Osttirol): 3,14%
Südtirol: 0,75%
Trentino: 1,8%

Bild des Benutzers Christian Mair
Christian Mair 01.02.2018, 18:50

durchschnittliche Ausgaben Gesundheit:
OECD: 2.926 Euro/Kopf/Einwohner
Deutschland: 4200 €uro/Kopf/Einwohner
Österreich: 4190€uro/Kopf/Einwohner
Südtirol: 2474 €uro/Kopf/Einwohner (Anm.: ohne private Ausgaben)

Bild des Benutzers 19 amet
19 amet 28.01.2018, 20:48

Da bin ich Ihrer Meinung. Über dieses unnütze Büchl wird viel Tinte verbraucht. Und dabei gäbe es viele Probleme die einer Lösung harren. Was haben denn die rechten Kameraden, die jetzt um den Doppelpass im Quadrat springen , jemals für diese Probleme getan ? Meines Wissens Null.

Bild des Benutzers gorgias
gorgias 28.01.2018, 21:37

Ich kenne jemanden der eine schwerwiegende Erbkrankheit hat und sich bei Spezialisten an der Innsbrucker Universitätsklinik behandeln lässt.
Er hat Glück gehabt dass er in Südtirol ein Arzt gefunden hat der in eine Einweisung nach Innsbruck schreibt, weil er sonst alles selbst bezahlen müsste und leider für seine spezielle Situation sich nicht richtig auskennen.
Hätte er die Österreichische Staatsbürgerschaft würde er davon nicht abhängen.
Wenn man Krebs hat und sich lieber in Innsbruck behandeln lassen möchte weil man hier länger warten muss muss es selbst bezahlen.
Dieses unnütze Büchl kann manchmal ganz nützlich sein.

Bild des Benutzers Martin Oberundunterkofler
Martin Oberundunterkofler 28.01.2018, 22:03

Das ist ein praktisches Beispiel, das in ideologisch angehauchten Analysen, wie sie auf Salto immer öfter zu finden sind, leider keinen Platz findet.

Bild des Benutzers Harald Knoflach
Harald Knoflach 28.01.2018, 23:13

@gorgias
bist du dir da sicher? ob ich in innsbruck behandelt werde oder nicht, hängt davon ab, wo ich krankenversichert bin. wenn ich als österreicher in italien krankenversichert bin, brauch ich auch eine überweisung eines südtiroler arztes - oder ich muss das eben auf meine kosten machen. kostenlos in innsbruck behandelt wird der, der in österreich krankenversichert ist bzw. eine ausländische überweisung hat. oder irre ich da?

Bild des Benutzers 19 amet
19 amet 29.01.2018, 14:58

Sie haben Recht. Aber die Austropassträumer klammern sich an jeden Strohhalm, um irgendeinen Nutzen für ihr Traumbüchlein zu erfinden.

Bild des Benutzers Martin B.
Martin B. 30.01.2018, 00:16

@H.Knoflach: ja, laut meinen Infos ist die Krankenversicherung und damit die Ansässigkeit bestimmend. Eine Ausnahme ist neben der ärztlichen Überweisung nur bei einer Notaufnahme (Erste Hilfe) bei der z.B. lebensbedrohende Komplikation durch eine Krebserkrankung entdeckt werden, die dann vor Ort (z.B. in Innsbruck) behandelt werden.

Bild des Benutzers kurt duschek
kurt duschek 29.01.2018, 07:56

.....so bedauernswert eine schwere Krankheit für die Person und die betroffene Familie auch ist, die Forderung nach einem zweiten Pass mit dem aktuellen Zustand des Gesundheitswesen zu begründen zeigt wie absurd dieses ganze Theater ist. Ein kranker Mensch braucht medizinische Hilfe und keinen Pass. Ansonsten wäre unter Umständen auch ein 3. und 4. Pass notwendig. Wie gesagt, für eine Verbesserung der Sanität und der Unterstützung von Familiensituationen bin ich dafür, aber da sollte man etwas bei uns verbessern und nicht eigenartige Forderungen stellen,die mit einem bedauerlichen Krankheitfall nicht zu tun haben.

Bild des Benutzers gorgias
gorgias 29.01.2018, 08:53

Ich fordere nichts ich habe nur darauf aufmerksam gemacht dass diese "unnütze Büchl" zu etwas gut sein kann.
Lernen Sie doch einer Diskussion zu folgen. Wenn Sie nicht mehr mitkommen sollten Sie es besser lassen, das gilt auch für den anderen Kommentar weiter oben.

Bild des Benutzers kurt duschek
kurt duschek 29.01.2018, 12:20

.....so weit sind sie schon, lieber GORGIAS, dass sie sich anmaßen, Diskussionsunfähigkeiten bei anderen Kommentatoren festzustellen! Alles was offenbar nicht ihrer Meinung entspricht ist wertlos? Schon etwas vermessen, finden sie nicht auch ? Leichte Schläge auf das Hinterhaupt erleichter das Denkvermögen! Ein treffender Spruch meines Lateinlehrers, den könnten sie sich auch einmal zu Herzen nehmen.

Bild des Benutzers gorgias
gorgias 29.01.2018, 14:54

Ich finde man soll auf andere Meinungen eingehen und nicht so daneben her reden wie Sie. Das ist daneben oder wie man auf gut Südtirolerisch sagt: Nebn di Schuach.

Bild des Benutzers kurt duschek
kurt duschek 29.01.2018, 23:09

...ausgerechnet GORGIAS geht auf andere Meinungen ein. Wer ihre Kommentierungen in den sozialen Medien verfolgt, erkennt sehr schnell ihre rechthaberische Art immer das letzte Wort haben zu wollen. Kenne weder ihren richtigen Namen noch ihr Alter. Ich tippe auf fortgeschrittene Alterssturheit hervorgerufen durch realitätsfernes Handeln und soziale Einsamkeit. Dies sind nur Vermutungen, aber Menschen mit diesem Verhalten sind zu bemitleiden. Wünsche gute Besserung , wird schon wieder werden. Kopf hoch!

Bild des Benutzers gorgias
gorgias 30.01.2018, 07:16

Nur weil ich auf das vorher Gesagte eingehe, bedeutet das noch lange nicht, dass ich dessen Position einnehmen muss.
Das Einzige was Sie können, ist jene durchgehend persönlich anzugreifen, dessen Positionen Sie nicht mögen (und auch verstehen)

Bild des Benutzers kurt duschek
kurt duschek 30.01.2018, 12:22

.....ganz richtig GORGIAS, dieses Recht eine eigene Meinung zu vertreten nehme auch ich in Anspruch! ...und von wegen persönlichen Beleidigungen, sie bezeichnen Andersdenkende als frech, umnachtet, "neben die Schuach" usw. Wer persönlich jemanden beleidigt, ja der braucht sich nicht wundern, wenn seine Haltung und sein Benehmen analysiert und in den sozialen Medien lächerlich gemacht wird. Wie man in den Wald hinein schreit, so hallt es zurück!

Bild des Benutzers gorgias
gorgias 30.01.2018, 12:48

Wer immer wieder damit anfängt sind Sie.
Gute Umnachtung!

Bild des Benutzers kurt duschek
kurt duschek 30.01.2018, 13:46

:-) wenn sie das letzte Wort haben wollen ,ich genehmigte es ihnen gerne!

Bild des Benutzers Michael Bockhorni
Michael Bockhorni 30.01.2018, 08:14

@georgias. leider bleibt das Büchlein auch in diesem Fall unnütz, weil in Österreich die Behandlungskosten über die Krankenversicherung bezahlt werden und nicht durch die Steuern eines Staatsangehörigen. In dieser (Sozial)Versicherung ist jede_r, der einen Arbeitsvertrag in Österreich in Österreich hat und somit Krankenversicherungsbeiträge bezahlt.

Bild des Benutzers 19 amet
19 amet 31.01.2018, 10:26

Das EU Recht sieht vor dass ich mich in ganz Europa behandeln lassen kann wo ich will. Das wurde aber sofort von unseren Politikern abgeblockt, da sie Angst hatten, die Leute würden ihnen nach Ibk und München davonlaufen.
Dann hätten wir keine Wartezeiten mehr und der aufgeblähte Apparat wäre zum Teil unnütz. Das durfte nicht sein. Der Gorgias ist nur gut alle zu beleidigen, die nicht seinen Thesen folgen. Wenn er dann merkt dass er Unsinn verzapft hat, geht er auf Tauchstation.

Bild des Benutzers Christian Mair
Christian Mair 01.02.2018, 12:25

Man sollte beim Thema Gesundheit nicht vergessen, dass die politische Verantwortlichkeit zumindest zum allergrössten Teil beim LAnd und nicht beim Staat liegt.

"Autonomie für die Regionen
Mit der Reform von 1999 verabschiedete sich das Gesundheitssystem Italiens wieder ein Stück weit von der Marktorientierung. Stattdessen erhielt die regionale Verwaltungsebene mehr Verantwortung. Unter der Regierung Berlusconi erfuhr das italienische Gesundheitssystem 2001 seine vorerst letzte Umstrukturierung. Den 21 Regionen, die mit unseren Bundesländern vergleichbar sind, wurden zunächst weitere Kompetenzen übertragen, nach einer Übergangsphase sogar die volle Autonomie in Gesundheitsfragen. Neben der Föderalisierung wurde auch die Rationierung der Gesundheitsleistungen vorangetrieben.
So erneuerte und reduzierte die Regierung den Katalog der Leistungen, die jeder Bürger kostenlos
in Anspruch nehmen kann.Allerdings ist es den Regionen vorbehalten, zusätzliche Leistungen aus eigenen Mitteln zu bezahlen." https://www.aekno.de/downloads/archiv/2005.05.014.pdf

Bild des Benutzers Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 28.01.2018, 21:46

Nicht nur Salto hat mit allzu vielen Fake News zum Thema zweite Staatsbürgerschaft nach Kräften dazu beigetragen, ein im Prinzip vollkommen harmloses Thema zu einer Polemik hochzustilisieren. Auch Bischof Muser hat mit seinen unüberlegten, von absoluter Unwissenheit zeugenden Worten kräftig Öl ins Feuer gegossen und damit seinen obersten irdischen Dienstherren, Herrn Bergoglio, der gleich drei Pässe hat, in übler Weise angegriffen. Dem Giudiceandrea-Clan, der mir sonst recht sympathisch ist, kann man für diese ungefragten Wortspenden nicht einmal böse sein. Sie wissen es nicht besser - und sie hätten halt auch gerne den österreichischen Pass.

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 29.01.2018, 08:20

Sehen Sie Herr Staffler, dieser Kommentar synthetisiert in idealer Weise, weshalb "ein im Prinzip vollkommen harmloses Thema" so kontrovers diskutiert wird.

Bild des Benutzers Cristian Kollmann
Cristian Kollmann 29.01.2018, 09:29

Wer sich seriös und frei von Polemiken über die doppelte Staatsbürgerschaft informieren lassen möchte, kann hier den Tagungsband der Süd-Tiroler Freiheit über die doppelte Staatsbürgerschaft herunterladen: http://www.suedtiroler-freiheit.com/tagungsband/

Bild des Benutzers kurt duschek
kurt duschek 29.01.2018, 13:54

„L’indipendenza non si chiede, l’indipendenza si fa!“ ...muß schon sagen, ich war etwas überrascht wenn dieser Spruch (angegebener link) "seriös und frei" über die doppelte Staatsbürgerschaft informieren sollte. Haben sie sich eigentlich einmal Gedanken macht, was sich ein der italienischen oder gemischtsprachigen Gruppe der Südtiroler dabei denkt? Es geht nicht um einen zweiten Reisepass, ganz klar und offensichtlich,man will zurück, heim ins "Reich". Dass sie die Selbstbestimmung verlangen, ich kann diese politische Forderung verstehen auch wenn ich sie völlig überflüssig finde, aber dann sollten auch alle in Südtirol lebenden Sprachgruppen darüber mitentscheiden. Ein Chaos wie z.Z. in Katalonien ist in Südtirol nicht erstrebenswert, oder möchten sie dies tatsächlich ?

Bild des Benutzers Harry Dierstein
Harry Dierstein 29.01.2018, 12:09

Wenn Kurz & Strache einigen Südtirolern den österreichischen Pass schenken wollen, obwohl diese sich ja überhaupt nicht dauerhaft mit ihrem Wohnsitz in Österreich aufhalten, dann werden sich Kurz & Strache hierfür eine Gegenleistung erwarten, wahrscheinlich in Form von Südtiroler Wählerstimmen.
Dies hätte dann natürlich zur Folge, dass der (ohnehin schwer erträgliche) österreichische Wahlkampf nicht nur medial, sondern gleich in Fleisch und Blut über den Brenner nach Südtirol schwappen würde.

So unerträglich ich es seinerzeit persönlich fand, dass Erdoğan in deutschen Stadien seine präpotenten Hasstiraden absondern durfte, um auf deutschem Territorium türkischen Wahlkampf zu betreiben, so unerträglich würde ich es ebenso empfinden, wenn Strache & Co. in Bozen, Brixen und Meran ihre blau-braune „Heim-ins-Reich“-Hetze betreiben würden.

Insofern würde es mich persönlich sehr wohl betreffen, wenn nun plötzlich revisionistische Aushilfs-Nazis aus dem Nachbarland zu Wahlkampfauftritten in meinem italienischen Wohnort auf dem Marktplatz auftauchen würden, obwohl sie hier ja eigentlich überhaupt nichts verloren haben!

Vor allem aus diesem Grund kann man eigentlich nur dafür sein, dass das Thema „Doppelpass“ so schnell wie möglich wieder dorthin verschwindet, wo es eigentlich hingehört: nämlich ganz tief in der Versenkung.

Bild des Benutzers kurt duschek
kurt duschek 29.01.2018, 12:31

...stimme ihrer Argumentation in allen Punkten bei, vor allem deshalb, da ein österreichischer "Wahlkampf" in Südtirol von allen hier lebenden Personen ertragen werden müßte. Eine absolut unnötige Spaltung in der südtiroler Bevölkerung wäre vorprogrammiert und wer jetzt noch behauptet, dass diese Doppelpassforderung harmlos ist, der kennt die Situation in Südtirol nicht oder will sie wissentlich nicht wahrnehmen.

Bild des Benutzers Toble Rone
Toble Rone 29.01.2018, 18:45

Ok, ich verstehe Ihre Ablehnung gegenüber der heutigen FPÖ sehr gut, erlaube mir aber die Frage zu stellen, was genau den österreichischen Wahlkampf mit der FPÖ soviel schlimmer macht als den deutschen mit der AFD oder den italienischen mit den selbsternannten "fascisti del terzo millenio" oder der Lega Nord? Populismus oder Faschismus gibt's auch da und zu guter Letzt macht ja nicht nur eine Partei Wahlkampf. Sie hätten also auch Plakate oder Wahlkampfveranstaltungen der Ö-Grünen, SPÖ, ÖVP und wie sie alle heißen...vielleicht sogar eine Partei die sich gegen den DSB ausspricht...dann könnten Sie mit Ihrer Stimme aktiv zur politischen Entscheidungsfindung diesbezüglich beitragen - aktuell können Sie dies nämlich nicht (ich nehme jetzt mal einfach an dass Sie keine A-Staatsbürgerschaft haben)...hätte doch was, oder?

Bild des Benutzers kurt duschek
kurt duschek 30.01.2018, 13:32

In dieser Hinsicht bin ich persönlich der Ansicht, dass Wahlkämpfe sehr viel Geld kosten, Geld das man besser im Interesse der Allgemeinheit ausgeben könnte. Eine Nationalratswahl in Österreich, bei der Südtiroler und anderen wahlberechtigte Personen mit dem sogenannten "Doppelpass" teilnehmen, kann meiner Ansicht nach nicht ausagekräfftig über die Interessen aller Südtiroler bestimmen. Es würden sich 3 unterschiedlich Wahlergebnisse gegenüberstehen, nämlich Landtagswahlen, italienische Parlamentswahlen und österreichische Nationalratswahl. Wer vertritt nun alle Südtiroler? Es fehlt nur noch, dass jemand die Südtiroler auffordert, sich an den Bundeslandswahlen von Nord- und Osttirol zu beteiligen. Es wäre Chaos perfekt! Brauchen wir das?

Bild des Benutzers Toble Rone
Toble Rone 30.01.2018, 19:07

Nein brauchen tun "wir" das nicht. Aber so schlimm finde ich es nicht. Das demokratische Beteiligung Geld kostet ist klar, in meinen Augen ist das aber sehr gut investiertes Geld. Über die Vertretung "aller Südtiroler" lässt sich jetzt auch schon streiten...diese Funktion dürfte aber am ehesten die LR, der LH oder der Landtag inne haben, also die gewählten politischen Gremien im Lande. Dies sollte sich meiner Meinung nach auch nicht im Falle einer DSB ändern...

Bild des Benutzers kurt duschek
kurt duschek 30.01.2018, 22:29

...und genau hier ist das Problem. Ein z.B. in den österreichischen Nationalrat gewählte Person wäre ja nur von den Doppelpass-Südtirolern gewählt worden. Sie wäre ein Lobbyist für die BindestrichSüdtiroler und bestenfalls eine Verstärkung für die deutschen Oppositionsparteien im Südtiroler Landtag. Welche Rolle sollte denn diese "politische Figur" bei Autonomie Verhandlungen spielen? Mit wieviel Stimmen würde man dann in Zukunft sprechen? Ich glaube dieser Weg ist zu kompliziert, da eine demokratische bestimmte Legitimation von allen Südtirolern mit einer so durchgeführten Wahl nicht möglich ist. Zusätzlich, wie bereits bemerkt, wären die Kosten und der Aufwand für Wahl und Wahlkampf für eine kompetenz- und machtlose Figur im österreichischem Nationalrat, nicht zu verantworten. Der zweite Pass ist ein Umweg, ein Vorwand. Wenn man klar sprechen würde, wäre ein Anschluss an Österreich die eigentliche Forderung. Bin überzeugt und sicher, dass eine Mehrheit der 3 Sprachgruppen in Südtirol gegen einen Anschluss an Österreich ist, ich wäre sicher dagegen.

Bild des Benutzers Toble Rone
Toble Rone 31.01.2018, 09:33

Wir diskutieren bereits über evtl. Vertreter im Ö-Nationalrat und sogar den "Anschluss" (ein Schelm wer bei der Wortwahl Böses denkt) an Österreich. Das wird mir ein wenig zu abstrakt. Es geht doch um die freiwillige Möglichkeit einen zweiten Pass zu erhalten und nicht mal das ist konkret sondern lediglich ein Punkt in einem Koalitionsprogramm einer Regierung. Es wäre nicht das erste Mal das so ein Programm nicht zur Gänze umgesetzt wird...

Bild des Benutzers Sigmund Kripp
Sigmund Kripp 29.01.2018, 14:51

Habe gar nicht gewusst, dass ich ein so schreckliches Element für die Südtiroler Gesellschaft bin!
(Habe nämlich seit 37 Jahren den I + A Pass....)

Bild des Benutzers gorgias
gorgias 29.01.2018, 19:01

Ja das ist gefährlich. Passen auf dass die Gutmenschen nicht über Nacht kommen und Sie abholen.
Wenn man die ganze Kommentare dazu liest kann man sich nur noch fürchten. :-)

Bild des Benutzers 19 amet
19 amet 29.01.2018, 22:27

Ich hätte da schon eher Angst , dass mich, ganz so wie schon geschehen, die Marschierer des Herrn Strache und seiner heimischen Kameraden, abholen. Gutmenschen machen mir keine Angst, xenophobe, fanatische Schlechtmenschen schon.

Bild des Benutzers gorgias
gorgias 31.01.2018, 07:59

Noch so eine Wortkreation alla Nicht-Menschen.

Bild des Benutzers kurt duschek
kurt duschek 31.01.2018, 09:18

AMET kreiert kein neues Wort, er beschreibt nur das Gegenteil und das Verhalten des Gutmenschen.

Bild des Benutzers Martin B.
Martin B. 30.01.2018, 00:12

Her Kripp: sollte in Italien das Rechtsbündnis mit Fr. Meloni die Mehrheit erringen, könnte es schon bald sein, das Sie sich zwischen I und A entscheiden müssen. Immer falls der ital. Staat überhaupt feststellen kann, wer zusätzlich noch den A-Pass hat ;-)

Advertisement
Advertisement
Advertisement