Martha Stocker
Hannes Prousch
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Frauensache?

“Das ist herabwürdigend”

Martha Stocker geht mit der SVP hart ins Gericht – wegen deren Umgang mit Frauen vielerorts. Auch die Abschaffung der Quote in den Baukommissionen sei unverständlich.
Von
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Lisa Maria Gasser22.10.2020
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Kommentare

Bild des Benutzers Sebastian Felderer
Sebastian Felderer 22.10.2020, 17:33

Ist aber deine Partei, liebe Frau Martha, von der du recht gut leben kannst. Bin voll einverstanden mit dem, was du anprangerst. Aber, wenn ich mich richtig erinnere, wurden unter dir Geburtenstationen geschlossen. War das unbedingt frauenfreundlich? Habe mir da oft gedacht, durch wen ist die gute Martha eigentlich in den Landtag gekommen, durch Männerstimmen. Ja, ja die Frauen, sie sind stark, bis sie drinnen sind, dann werden sie schwächer als die Männer. Außerdem lehrt uns nun corona, was die ganzen Einsparungen bei der Sanität gefruchtet haben. Einschränkung des Defizits, Bestimmungen aus Rom und Brüssel, alles musste herhalten für eine Martha, die kaum mehr zu erkennen war. Lass gut sein, wenn du nicht imstande bist, in der SVP aufzuräumen. Genieß deine üppige Pension. Hilf deiner Partei höchsten Schulden tilgen. Das könnte sie gebrauchen, Kritik mag sie nicht gern, schon gar nicht aus den eigenen Reihen. Ad multos annos, Martha.

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Oskar Egger 24.10.2020, 19:03

Ja, Sebastian Felderer, das stimmt echt. Diese Revolutionen aus der Mottenkiste der Alt-Mandatare ist echt ethisch nicht auszuhalten. In den Teller spucken aus dem man gelöffelt hat/löffelt ist unmoralisch.

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Reinhard Bauer 22.10.2020, 18:32

In Meran hat keine Partei den Anspruch, sich als „Siegerin“ zu bezeichnen. Auch die Liste Rösch/Grüne konnte nicht ausreichend Wähler überzeugen, um eine höhere Gewichtung im Stadtrat zu erhalten und so, komfortabel den Stadtrat besetzen zu können. Sie ist vielmehr auf einen Verzicht der SVP angewiesen, um Frau Rohrer den Einzug in den Stadtrat zu ermöglichen.

Die Wähler haben sowohl der SVP als auch der Liste Rösch/Grüne eine bestimmte Anzahl an Stimmen gegeben, mit der nun gearbeitet werden muss.
Es liegt aber nicht bei der SVP dafür Sorge zu tragen, Partikularinteressen Dritter zu erfüllen. Mit welcher Begründung fordert dies die Liste Rösch/Grüne nun ein?

Die mediale Berichterstattung fördert derzeit ein schwarz-weiß – Denken, in der eine Partei für das Gute und eine andere für das Übel suggeriert wird (insbesondere hier auf Salto) und macht aus der verzwickten Situation eine ideologische Frage. Die derzeitige Patt-Situation ist jedoch dem Wahlgesetz und dem Statut der Gemeinde geschuldet sowie dem daraus resultierenden Proporz.

Die SVP erhebt den legitimen Anspruch, einer dem Wahlergebnis entsprechenden Gewichtung. Alternativ wurde bereits die bittere Oppositionsrolle kolportiert. Damit liegt es beim Bürgermeister, eine nach seiner Vorstellung entsprechenden Stadtregierung zu bilden und Frau Roher zu integrieren.

Dass sich Frau Stocker von außen pauschal äußerst und dabei auf die oben genannten Umstände nicht eingeht, erachte ich als etwas befremdlich.

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Martin Daniel 23.10.2020, 08:46

Geehrter Herr Bauer, die meistgewählte Gemeinderätin und Spitzenkandidatin der Liste des gewählten Bürgermeisters in den Stadtrat zu holen, entspricht der demokratischen Normalität und dies als Verfolgung von Partikularinteressen zu bezeichnen ist - sorry!- wirklich jenseits von Gut und Böse. Niemand sollte das besser wissen, als Sie als Kandidat einer Partei, die nach den Errungenschaften Magnagos ihr Hauptaugenmerk auf die Erfüllung von Partikularinteressen verlegt hat.

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Reinhard Bauer 23.10.2020, 09:29

Geehrter Martin Daniel,
mir scheint die gesamte Argumentation in der Angelegenheit basiert derzeit auf einer ideologischen Schuldfrage mit moralischem Unterton. Auch Ihr subjektiver und pauschaler Verweis auf das "Hauptaugenmerkt" der Partei, der ich seit Kurzem angehöre, schielt in diese Richtung.

Natürlich sollte eine Kandidatin, die mehr Stimmen erzielen konnte als jede/r andere "gesetzt" sein. Daher sollte, wenn schon, die Normative angepasst werden, um derartige Zwickmühlen künftig zu vermeiden. Das eigentliche Problem besteht aber nunmal im Proporz.

Die öffentliche Forderung nach einer "ergebenen" Zusammenarbeit (nichts anderes ist es bei einem Assessorat) wirkt dann doch etwas hochtrabend.

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Servus Leute 23.10.2020, 10:49

Die Zwickmühle ergibt sich aber nicht aus den Normen, sondern durch das schäbige Verhalten der SVP.

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rotaderga 23.10.2020, 11:02

Ihre Argumentationen hängen in der Luft und sind für den Wähler unverständlich. Jeder weitere Versuch, wie zB ideologische Schuldfrage und moralischer Unterton, sind Ablenkung und Vorwand um das wahre Bild zu verdecken. In Meran gibt es Wahlsieger und Wahlverlierer. Die Trennlinie ist primär durch die Vorzugsstimmen bestimmt.

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Herta Abram 23.10.2020, 11:06

Reinhard Bauer
Wahlverhalten ist meistens subjektiv. Ich wähle ja jemandes Bestimmten, weil ich meine eigenen Werte, mein Menschen- und Weltbild und meine Interessen politisch vertreten sehen möchte.
Ich bin überzeugt, dass es jetzt Politiker/Politik braucht, welche sich in ihrem Handeln, auf gemeinsame, überparteiliche Werte (Werte im Sinne von Haltung gegenüber dem Leben), konzentrieren und „Werte“ von "Spezialinteressen" unterscheiden.
- Zukunftsorientierte Politik geht nicht ohne Frauen. Natürlich unterstütze ich Frau Rohrer.

△rtim ୍℘୍stロ 24.10.2020, 09:03

@ Reinhard Bauer
Sie beklagen oben die moralische Opfer- und Schuldschreibungen. Als außendender Beobachter frage ich Sie als SVP-Vertreter: Wie konnte es nur soweit kommen?
Laut SVP Meran wurde zwischen den Partnern Stillschweigen über den Verlauf der Verhandlungen vereinbart worden ist, um diese nicht durch den Einfluss der Medien zu erschweren.
Offensichtlich hat das nicht geklappt. Warum hat die SVP Meran, trotz Bruch dieser Vereinbarung und der Kampagne gegen sie, die Verhandlungen mit der Liste Rösch dennoch fortgeführt bzw. warum hat die SVP Meran die Gefahr für die eigene Partei, auf die diese Strategie abzielt, weder erkannt noch beantwortet?

△rtim ୍℘୍stロ 22.10.2020, 21:31

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, wo keiner ist, sind Gründe, so wie in Meran.
Warum soll nur eine Außenberufene der Liste Rösch die Chance erhalten, wie im Fall Rohrer 2015? Warum nicht auch eine Außenberufene der SVP ... im Jahr 2020?
Nach dem Verstreichen des Ultimatums von Rösch mit der Ansage, dass eine kommissarische Verwaltung kommt, https://www.altoadige.it/cronaca/merano/merano-fumata-nera-per-la-formaz...
werden wohl eh die Stimmbürger-innen entscheiden.
https://www.salto.bz/de/article/20102020/cul-de-sac-merano
In Meran liegt es an BM Rösch, ob er nach seiner Deadline in der Folge nun auch konsequent handelt und so bald als möglich zurücktritt, um die unmögliche Situation durch Neuwahlen zu lösen.
Bozen wurde - unter Begrüßung der Grünen damals - auch ein Jahr kommissarisch verwaltet und es gab für die Bürger-innen keine Nachteile.

△rtim ୍℘୍stロ 23.10.2020, 00:29

P.S.: Zum Stil Silvius Magnagos, Durnwalders gehörte es noch, in seinem Ruhestand nicht gegen die eigene Partei oder seinen Nachfolger zu schimpfen.
Dass Martha Stocker​​ nun, ohne sich anscheinend bei der SVP Meran vorher zu informieren und die Situation in Meran richtig zu kennen, sich gar das Verschwörungsgeschwurps der Liste Rösch zu eigen macht, ist jedenfalls seltsam.

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rotaderga 23.10.2020, 14:07

@△rtim ୍℘୍stロ
Was glauben sie von Silvius Magnago zu wissen oder von dem Verhalten Durnwalders seinen Partei- und Amtsnachfolgern? Lassen wir die beiden wo sie sind!

Verschwörungsgeschwurps, Ausdruck so ganz nebenbei despektierlich als Seitenhieb eingebaut.
Wie soll man ihren selbstgerechten Stil bezeichnen?

△rtim ୍℘୍stロ 24.10.2020, 05:23

Sagen Sie es uns, was Sie mit Ihren selbstgerechten Stil-Fragen meinen?

Bild des Benutzers rotaderga
rotaderga 24.10.2020, 08:18

Auch heute ist ein schöner Tag!

Bild des Benutzers Georg Markart
Georg Markart 23.10.2020, 14:02

Irgendwie muss ich schon Schmunzeln,wenn sich zwei Kommentarschreiber unterschiedlicher Meinung mit "Geehrter" zuschreiben,aber vielleicht betiteln sich jetzt die Meraner Politiker bei den (letzten) Verhandlungen auch so.

Bild des Benutzers Evi Keifl
Evi Keifl 23.10.2020, 15:21

Zum eigentlichen Thema zurückkehrend: Abgesehen davon, dass ich mich in solchen Situationen immer wieder frage, ob einem Mann in derselben Situation das alles 1:1 widerfahren würde (ich stelle die Frage ohne polemischen Unterton, es tät mi einfach interessieren), abgesehen also von dieser prinzipiellen Frage, stellt sich mir noch eine andere. Aus 30 km Abstand und mit der Bozner Brille frage ich mich die ganze Zeit, ob es beim Veto gegen Rohrer wirklich um „die Rohrer“ geht oder in Wirklichkeit um das, wofür die bisherige Stadträtin programmatisch steht: um den von ihr eingeleiteten Paradigmenwechsel in der Stadtentwicklung, um eine Meraner Verkehrswende, um die Weichenstellung für eine zukunftsfähige Kurstadt und - das Schwerwiegendste - darum, dass offensichtlich eine große Bürger*innenschaft diesen Zukunftskurs gutheißt. Wenn man die Rohrer jetzt noch fünf Jahre weitermachen und ihr Werk vollenden lässt, könnte es sein, dass sie am Ende Meran dermaßen gut in Schuss gebracht hat, dass sie das Zeug und die Sympathie für eine Bürgermeisterin hat. Ich kann mich des Eindruckes nicht erwehren, dass DIES und nichts anderes der wahre Grund ist, warum man Rohrer jetzt, bevor es zu spät ist, verhindern will. An dieser Stelle muss ich mich korrigieren: Es geht in Wirklichkeit also schon doch um „die Rohrer“.

Bild des Benutzers Oskar Egger
Oskar Egger 24.10.2020, 19:00

...und wenn man die Cury nicht hinter die Kulissen gebracht hätte, wäre sie möglicherweise heute BM In und wenn meine Oma Räder hätte....Also wenigstens die Bozner sollten sich raushalten, es ist eh schon hart genug!

△rtim ୍℘୍stロ 24.10.2020, 09:16

@ Reinhard Bauer
Sie beklagen oben moralische Opfer- und Schuldzuschreibungen. Als außenstehender Beobachter frage ich Sie als SVP-Vertreter: Wie konnte es nur soweit kommen?
Laut SVP Meran wurde zwischen den Partnern Stillschweigen über den Verlauf der Verhandlungen vereinbart, um diese nicht durch den Einfluss der Medien zu erschweren.
Offensichtlich hat das nicht geklappt. Warum hat die SVP Meran, trotz Bruch dieser Vereinbarung durch die Gegenseite und der Kampagne gegen sie, die Verhandlungen mit der Liste Rösch dennoch fortgeführt bzw. warum hat die SVP Meran die Gefahr für die eigene Partei, auf die diese Strategie abzielt, weder erkannt noch beantwortet?

Bild des Benutzers Sebastian Felderer
Sebastian Felderer 24.10.2020, 16:47

Bravo Evi Keifl! So gehört politisches Manöver der schmutzigsten Art hinterfragt. So wird das Theater transparent. Und nur so kann man verstehen, dass das Niveau der SVP heute nicht nur in Meran soweit gesunken ist, dass man eben tüchtige Leute verhindern muss, um nicht Veränderungen zu befürchten, die manchen Meranern nicht in den Kram passen. Logische Folge davon, dass man solche tüchtigen Leute auch nicht auf dem Bürgermeistersessel sehen möchte.

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