Suedtirolfoto.com/Othmar Seehauser

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Persönliche Gedanken

Flughafen Bozen???

Lange mit mir gerungen, doch nun versucht auf den Punkt zu bringen. Meine Meinung und meine Entscheidung, wie ich abstimmen werde.
Un contributo della community di Klaus Egger12.03.2016
Ritratto di Klaus Egger
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Flughafen JA, Flughafen NEIN?

Halt! Das ist schon mal die falsche Frage. Abgestimmt wird über eine 5-Jahres-Frist, wo der Flughafen zeigen soll, dass er auch betriebswirtschaftlich funktionieren könnte. Auch wenn das JA gewinnt, kann es nach 5 Jahren schon schnell wieder vorbei sein. Denn dann steigt das Land bei Nicht-Erreichung der Ziele auch endgültig aus. Also muss die richtige Frage lauten: „Geben wir dem Flughafen eine 5-Jahres-Chance?“

Aber auch das ist noch nicht die beste Frage. Weiterer Vorschlag. Wie wäre es mit: „Brauchen wir einen Flughafen?“ Das kommt der Sache schon etwas näher. Wobei bei genauerem Hinsehen auch diese Frage wieder gemein ist und ihre Tücken hat. Denn wer ist „wir“? Wer sind „die anderen“? Es gibt sie, die meinen ihn zu brauchen. Teile der Wissenschaft, Teile des Tourismus, Teile der Industrie, Teile der Politik. Nur um die Wichtigsten zu nennen. Sollen wir denen die Chance auf einen funktionierenden Flughafen verwehren? Warum? Weil die Flieger Lärm machen? Weil sie Co2-Emissionen ausstoßen? Weil der Flughafen Grund verbraucht? Weil wir sie nicht mögen? Weil wir in Südtirol mit so vielem unzufrieden sind und die vermeintlich Schuldigen bestrafen wollen? Weil wir glauben zu wissen, wie es wirklich läuft auf dieser Welt?

Ich tue mich mit einer Antwort auf all diesen Fragen extrem schwer. Zugegeben, eine Entscheidung wie ich am 12. Juni abstimmen werde, habe ich vorerst schon mal getroffen (Ausgang meiner persönlicher Abstimmung: 55% zu 45%), aber wer weiß, vielleicht ändert sich das ja noch. Am Ende des Textes werde ich sie auch bekannt geben. Wer also nicht über meine Überlegungen nachdenken möchte und schon seine Meinung gefestigt hat, kann den Rest dieses Textes überspringen und mich gleich beschimpfen oder loben.

Warum tue ich mich so schwer? Weil ich nicht weiß, was ich gegeneinander abwägen soll. Natürlich wäre eine Welt ohne CO2-Emissionen besser dran. Anderseits kann man Flüge auch CO2-neutral kompensieren. Ich fliege sehr wenig, wenn dann hauptsächlich geschäftlich und nur wenn es nicht anders geht. Eine Kompensation ist möglich für wenig Geld. Erst kürzlich innereuropäisch für zusätzliche 9 Euro, mit einem guten Zertifikat von climate partner. Natürlich, wenn jeder Urlaub unbedenklich kompensiert wird, hat das auch seine Schattenseiten und meine Familie muss schon länger damit leben, nicht mehr so leichtfertig in den Urlaub fliegen zu können. Doch auch hier kommt gleich die nächste schwierige Abwägung: Würden wir den vielen Ländern, die sich mit dem Tourismus einen starken Export gesichert haben, nicht auch Schaden antun? Viele arme Länder leben vom Tourismus, Gesellschaften haben sich dadurch sozial zum Besseren entwickelt. Gegen die leider auch bestehenden Schattenseiten kämpft der „sustainable tourism“ täglich für bessere ökologische und soziale Bedingungen und für Verständnis der Kulturen. Was hat das mit dem Flughafen Bozen zu tun? Vielleicht wenig, vielleicht viel. Für mich ist es eine Botschaft, nicht nur das Detail zu sehen. Sondern die Flughafenthematik in einem Gesamtkontext zu betrachten.

Oft heißt es: Machen wir doch professionell funktionierende Shuttle-Dienste zu den Flughäfen rundherum. Lange war ich derselben Meinung. Doch was heißt das eigentlich konkret? Dass die anderen den Dreck haben sollen und wir nur den Nutzen? Sogar wenn man das möchte, ist es ein Trugschluss. CO2-Emissionen lassen sich nicht in eine Ecke der Welt verschieben, deshalb ist es ja auch möglich, sie weltweit zu kompensieren.

Ein Flughafen gehört heutzutage für mich zu einem Mobilitätsmix (noch) dazu. Einiges kann man machen um umwelttechnisch gegen zu steuern, alles wird nicht gehen. Ohne wird der Wohlstand in Südtirol nicht zusammen brechen, aber er würde sicherlich dabei helfen, ihn zu erhalten. Das Fliegen selbst wird nur aufhören, wenn das Öl zu teuer wird und keine Alternativantriebe gefunden werden. Und dieser Frage können wir sowieso nicht mehr länger ausweichen. Auch wenn der Peak Oil schon 2006 gewesen ist, mit unkonventionellem Öl kommen wir noch einige Jahrzehnte. Dann gilt es, so oder so.

Bis zum 12 Juni sollten wir uns hüten, mit Einzelargumenten die Gesellschaft zu spalten. Wir sitzen doch alle schon wieder in unseren Schützengräben und feuern mit vermeintlich besseren Argumenten auf die andere Frontlinie. „Es ist mit unseren Urteilen wie mit unseren Uhren. Keine geht mit der anderen vollkommen gleich, und jeder glaubt doch der seinigen“ (Christian Füchtegott Gellert). Ein richtiger Dialog, der auch Spielregeln hat, findet in Südtirol nicht statt, wobei interessanterweise jede Seite das Recht für sich behauptet für einen Dialog offen zu sein.

Doch warum? Die Politik hätte dieses Mal (bis jetzt) doch alles richtig gemacht. Die Voraussetzungen sind dieses Mal doch wirklich anders:

  • Der Landeshauptmann hat vor der Wahl die Volksbefragung versprochen, sie nachher angesetzt.
  • Hat ein transparentes Business-Konzept vorgelegt und die Pfeiler markiert. Ob einem die gefallen oder nicht, ist irrelevant. Schließlich haben wir diese Menschen in die Politik gewählt und dann haben sie auch das Recht, ihren Vorschlag zu machen.
  • Obwohl sie vom Flughafen überzeugt sind, hält sich die Politik erstaunlich zurück. Natürlich werben sie persönlich dafür (oder wollen wir lieber Politiker die gar keine Meinung mehr haben?), aber sie übertreiben es nicht dabei.
  • Es gibt klare Aussagen was bei einem JA und was bei einem NEIN passiert. Die Folgen sind für alle in einfachen Sätzen nachlesbar.
  • Es gibt kein Quorum, der härteste Faktor. Egal was abgestimmt wird, es gilt. Das ist vor allem deshalb hart, weil die vielen Uninteressierten somit entscheidendes Gewicht bekommen. Ich möchte nicht in einer Demokratie leben, wo einige wenige über viele entscheiden dürfen. Das ist es nicht, was ich mir unter gelebter direkter Demokratie vorstelle.

Nachhaltigkeit hat nicht nur mit weniger CO2-Emissionen oder mit weniger Lärm zu tun, sondern auch mit Respekt vor der Meinung anderer Menschen. Man muss sie deshalb nicht immer teilen. Aber heutzutage biegt sich jeder die Nachhaltigkeit doch gerne so zurecht, dass sie in sein Weltbild passt. Doch die wirkliche Nachhaltigkeit ist immer ein Ringen um den besten Kompromiss. Sie ist immer eingebunden und hängt ab vom bestehenden System, das manchmal auch ein enges, unbequemes Korsett ist. Und allen Nachhaltigkeitsexperten möchte ich ganz deutlich zurufen: Nachhaltigkeit hat drei Säulen, nicht zwei: Die Ökonomie gehört als dritte Säule auch dazu. Doch die Ökonomie wird von vielen immer gerne vergessen. Sie wird verschwiegen, sogar in manchen sogenannten Nachhaltigkeitszertifikaten kommt sie sträflicherweise gar nicht vor. Doch sie gehört genauso dazu. Das ist nicht immer einfach, aber der einzige Weg.

Diesen Text schreibe ich von einem Café in einem europäischen Flughafen. Auf einem Kongress habe ich Menschen aus aller Welt getroffen, die sich vernetzen möchten, die gemeinsam erfolgreich sein möchten, die bewegen möchten. So eine Begegnung der Kulturen ist nicht möglich wenn Menschen nicht in einen Flieger steigen. Für eine weitere Verbreitung und Anerkennung des „sustainable tourism“ muss ich bald nach Ägypten und in den Iran. Ob ich meinen (kompensierten) Flug wieder von Verona, Innsbruck oder München aus nehme wird sich zeigen, vielleicht fliege ich dieses Mal vom Flughafen Bozen aus.

Meine Stimme zum 5-jährigen Testlauf bekommt er.

Klaus Egger
Bozen, 12/03/2016

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Ritratto di Sigmund Kripp
Sigmund Kripp 12 Marzo, 2016 - 16:34
Das Hauptproblem am Flugzeug ist, dass es einerseits den höchsten CO2-Ausstoß pro Personenkilometer und auch pro Einzelreise verursacht, und auf der anderen Seite aber das Flugbenzin nicht besteuert ist. Die größte Dreckschleuder wird also schwer subventioniert bzw. begünstigt. Nehmen wir also alle Deine Bedenken und Abwägungen so, wie Du sie dargestellt hast hin, fügen aber die Flugbenzinsteuer in demselben Ausmaß wie die Autobenzinsteuer ein, ändern sich alle Berechnungen. Das Flugzeug könnte jedenfalls sicher nicht mehr mithalten. "Steuern steuern" haben wir einmal gesagt. Hier steuern mangelnde Steuern in umweltpolitischen Unsinn.
Ritratto di Alfonse Zanardi
Alfonse Zanardi 12 Marzo, 2016 - 18:58
Diese Behauptungen werden durch Wiederholung nicht wahrer. Der Treibstoffverbrauch in Flugzeugen ist auf der Langstrecke bei 3l/Passagier/100km und Kurzstrecke bei knapp 5l im Bereich des PKW. Deswegen und weil in Südtirol durch die A22 und den lokalen Auto-Verkehr ohnehin eine massive Schadstoffbelastung da ist wird der Flughafen unter diesem Aspekt vernachlässigbar sein.
Ritratto di Martin Daniel
Martin Daniel 12 Marzo, 2016 - 20:47
3l/100km, aber für Fahrten, die per Definition die lange Strecken bedienen und mit anderen Verkehrsmitteln (mit ganz ganz wenigen Ausnahmen) nicht gefahren werden, und dadurch Gesamtemissionen generieren, die die Passagiere sonst nie und nimmer in Summe hervorrufen würden. Der hochsubventionierte Fluglifestyle mit Wochenend-Shopping-Trips nach N.Y. oder Dubai lockt Massen in Flieger, die sonst am Boden blieben, weshalb Durchschnittsemissionen rein gar nichts aussagen.
Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 12 Marzo, 2016 - 21:53
Flugzeuge verbrauchen vor allem beim Start viel Kerosin. Auf einer Langstrecke mit einem modernen, vollbesetzten Passagierflugzeug mag die Zahl von 3l / 100km stimmen. ABER: Da eine Langstrecke eben eine Langstrecke ist, wird dort trotzdem extrem viel CO2 freigesetzt. Auf Kurzstrecken (z.B. Bozen – Rom) ist der durchschnittliche Spritverbrauch in der Startphase auf Grund der kurzen Distanz entscheidender und der Verbrauch entsprechend höher. Hinzu kommt: Dadurch, dass das CO2 der Flugzeuge in großer Höhe ausgebracht wird hat es einen höheren Treibhauseffekt als CO2 am Boden (Autos). Außerdem tragen Flugzeuge durch Kondensstreifen zur Bildung von Cirren-Wolken bei, die wiederum einen erwärmenden Effekt haben. Rechnet man alles zusammen bewirkt zum Beispiel ein Flug Rom – San Francisco eine CO2 Treibhauswirkung von 5 Tonnen pro Person. Das ist schon 50% von der durchschnittlichen CO2 Emission eines Mitteleuropäers und schon zweimal so viel, wie ein durchschnittlicher Weltenbürger pro Jahr emittieren dürfte um die Erwärmung auf 2°C zu beschränken. Insgesamt trägt der Internationale Flugverkehr mit ca. 7% zum Klimawandel bei. Tendenz steigend. Hier kann man die Emissionen aus einzelnen Flugreisen berechnen. Das Problem aus Klimaschutz-Sicht: Wenn der Flughafen Bozen funktioniert, produziert er eben genau so mehr Flugverkehr. Und damit auch mehr Treibhausgase. Auf der Kurzstrecke, wie auf der Langstrecke.
Ritratto di Sigmund Kripp
Sigmund Kripp 13 Marzo, 2016 - 18:05
Angenommen, die 3 liter/100km + Person stimmen (sie tun es nur bei ganz, ganz neuen Fliegern, der Durchschnitt ist aber 15 - 25 Jahre alt) wären das - bei komplett vollem Flieger und einer Reise z.B. nach Kenya 8000 km hin + zurück = 16.000 km. Mal 3 l/ 100 km = 480 Liter Benzin pro Person. Wie lange benötigen Sie, um diese Menge mit Ihrem PKW zu verbrauchen? Und wie gesagt: das gilt nur bei VOLLEM Flieger! Wenn nur 1/3 der Sitze leer ist, sind es schon 729 Liter pro Kopf! Ein Jahresverbrauch von einem Auto. Und das in Einer Woch Urlaub. DAS ist das Problem. Nicht der relative Verbrauch ist hoch, sondern der absolute!!
Ritratto di G G
G G 12 Marzo, 2016 - 16:52
Viele deiner Ausführungen finde ich sehr, sehr gut und mir geht es ähnlich. Der einzige Gedankengang, der mir dabei fehlt, ist der direkte Zusammenhang zwischen dem Kerosin/Erdöl und der Flüchtlingsthematik. Wir bringen durch unser Urlaubs-Fliegen ja nicht nur ärmeren Ländern Einnahmen, sondern unterstützen durch diesen Konsum auch die unzumutbaren Lebensumstände anderer Völker. Dass die ganzen Krisen- und Kriegsdynamiken im Nahen und Mittleren Osten sehr stark wegen des Machtkampfes ums Erdöl entfacht wurden, das ist ja schon länger kein Geheimnis mehr - dass er CIA im Jahr 2014 zugegeben hat, damals 1953 den Putsch gegen Mossadegh im Iran wegen seiner Erdölpläne mit verursacht zu haben, ist nur ein Beispiel. Willkommenskultur und Unterstützung der Flüchtlinge ja, aber noch viel besser fände ich es, wenn wir uns endlich dafür stark machen, dass sie gar nicht mehr aus ihrer Heimat flüchten müssen. Und weil unser Wirtschaftssystem teils alla "Nachfrage-Angebot" funktioniert, muss der Druck, die Forderung nach alternativen Antrieben, etwa nach rein solarbetriebenen Flugzeugen, von der Basis kommen und dieser Druck besteht eventuell auch aus Konsum-Verweigerung. Ich denke, dass die dafür notwendige Intelligenz in unserem Kollektiv vorhanden ist, nur ist halt als andere Seite der Medaille die Struktur des bereits Manifestierten träge und die großen Konzerne bremsen Innovation aus, um das bereits Existierende lukrativ maximal ausschlachten zu können. Die Frage, die sich mir stellt: Wäre es für ein Gelingen der 5-Jahres-Chance notwendig, dass Menschen zum vermehrten Benutzen der Flugzeuge und zum zusätzlichen Herumdüsen animiert werden???
Ritratto di Alessandro Zuech
Alessandro Zuech 12 Marzo, 2016 - 17:13
Le domande sono tutte giuste e interessanti, incluso il concetto del test. Ne manca però una, e manca quasi sempre. Chi paga gli extra non inclusi nel business plan ABD?
Ritratto di Sigmund Kripp
Sigmund Kripp 12 Marzo, 2016 - 17:36
Zum Argument "In Urlaub fliegen" und solargetriebene Flugzeuge: Warum müssen wir überhaupt so viel fliegen? Wir tun es nur, weil es so billig ist. Billig ist es, weil es unbesteuert ist. Nicht weil wir fliegen müssen. Wir können auch Ferien in Bayern machen oder in Kroatien oder in der Toskana. Interessanterweise hat sich die Anreisezeit in die "Sommerfrische" seit Jahrhunderten nicht geändert: es ist immer etwa ein Reisetag. Ob zu Fuß, ob mit der Kutsche, ob mit dem Auto oder eben mit dem Flugzeug. Wir wenden immer ca. 8 - 10 Stunden auf, um am Urlaubsziel anzukommen. Das Flugzeug ist also nicht schneller am Urlaubsort, als die Kutsche. Nur das Ziel kann weiter entfernt sein. Auf Kosten der Umwelt, der Anrainer, des Klimas.
Ritratto di G G
G G 12 Marzo, 2016 - 18:00
Ich sehe das ein bisschen anders: Fliegen an sich als Mobilitätsmöglichkeit finde ich gut und auch, dass wir heutzutage mit dem Aufwand eines Reisetages so ziemlich alle Länder und Kulturen unseres Planeten mit Respekt kennen und schätzen lernen können. Ich spreche wohlbemerkt nicht davon, sich vor Ort in einem All-Inclusive-Hotel zu verschanzen und dann stolz schöne Bilder eines Karibikstrandes auf Facebook zu posten. Es gehört für mich zur Entwicklung eines globalen Bewusstseins schon dazu, andere Länder und Kulturen kennen zu lernen und sich von ihrem Beitrag an der Menschheit berühren zu lassen. Und wo ich mit Ihnen übereinstimme, ist die Tatsache, dass es höchst an der Zeit ist, dass wir eine Art entwickeln, die nicht mehr auf Kosten anderer Menschen und der Umwelt geht. Für mich geht es nicht um die Frage OB, sondern um die Frage WIE? Und deshalb ist es auch für mich der falsche Zeitpunkt für eine Erweiterung des lokalen Flugplatzes, weil erst mal noch das WIE ansteht.
Ritratto di Sigmund Kripp
Sigmund Kripp 12 Marzo, 2016 - 18:13
Der Umwelt und den Anrainern ist es schnurzegal, was jemand im Urlaub tut! Entscheidend ist der extrem hohe persönliche Gesamtkraftstoffverbrauch in der kurzen Zeit der Flugreise. Ein Interkontinentalflug verbraucht PRO PASSAGIER den durchschnittlichen Jahresverbrauch eines PKW! Aber wie schon erwähnt: möglich ist dies fast nur durch die Steuerbefreiung des Kerosins! Die Forderung muss daher (auch) lauten: Steuer auf Flugbenzin genauso hoch wie auf Autotreibstoffe!
Ritratto di ferdinand tessadri
ferdinand tessadri 13 Marzo, 2016 - 11:07
Ja, wenn alles so einfach wäre. Erstens ist die Befreiung des Flugbenzins von allen Steuern ein internationales Abkommen, das sogenannte "Chicago Agreement" das für die ganze Welt gilt. Wir werden es sicher nicht erleben dass sich da was ändert. Zweitens wird der Strassenverkehr und Bahnverkehr durch Steurgelder in abnormer Höhe finanziert. Der Flugverkehr zahlt seinen Betrieb selbst, und ordentlich geplante und geführte Infrasrukturen erhalten sich selbst. Siehe Innsbruck Kranebitten. Drittens kostet das Erdöl ein Drittel als vor ein paar Jahren. Die Flugtickets sind nicht reduziert worden. Und da sollte eine Benzinsteuer helfen ? Und überhaupt welche ? In den Usa ist sie 11%, in Deutschland 60%. Patentrezepte haben eben auch ihre Tücken im Detail.
Ritratto di Sigmund Kripp
Sigmund Kripp 13 Marzo, 2016 - 19:36
"Der Flugverkehr zahlt seinen Betrieb selbst," Diesen Satz kann man in Gold gerahmt ins Märchenbuch stellen! Allein die fehlende Spritsteuer von 60 cent/l macht bei einem Mittelstreckenflieger 36.000 € PRO FLUG aus! Bei der Benzinsteuer gilt: Nur mal anfangen, dann ziehen alle anderen nach! Das war bei der Mwst. genau so!
Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 12 Marzo, 2016 - 18:57
1. Ökonomie gibt es nicht nur wo es Flughäfen gibt und sie ist in der Nähe von Flughäfen grundsätzlich nicht intensiver. Dafür gibt es genug Beispiele. Wer fliegen muss kann auch Verona oder München benutzen - oder Flugtaxis. 2. Es geht sicher um Nachhaltigkeit, Klima und CO2 - aber nicht nur. Sollen wir Flugplatz-Anrainer unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit dafür opfern, dass andere bequemer von Bozen statt von Verona fliegen können? Flugzeugabgase sind nicht nur CO2 sondern auch über 50 weitere Schadstoffe und Gifte: "Freon 11, Freon 12, Methyl Bromide, Dichloromethane, cis-l,2-Dichloroethylene, 1,1,1-Trichloroethane, Carbon Tetrachloride, Benzene, Trichloroethylene, Toluene, Tetrachloroethene, Ethylbenzene, m,p-Xylene, o-Xylene, Styrene, 1,3,5-Trimethylbenzene, 1,2,4-Trimethylbenzene, o-Dichlorobenzene, Formaldehyde, Acetaldehyde, Acrolein, Acetone, Propinaldehyde, Crotonaldehyde, Isobutylaldehyde, Methyl Ethyl Ketone, Benzaldehyde, Veraldehyde, Hexanaldehyde, Ethyl Alcohol, Acetone, Isopropyl Alcohol, Methyl Ethyl Ketone, Butane, Isopentane, Pentane, Hexane, Butyl Alcohol, Methyl Isobutyl Ketone, n,n-Dimethyl Acetamide, Dimethyl Disulfide, m-Cresol, 4-Ethyl Toulene, n-Heptaldehyde, Octanal, 1,4-Dioxane, Methyl Phenyl Ketone, Vinyl Acetate, Heptane, Phenol, Octane , Anthracene, Dimethylnapthalene(isomers), Flouranthene, 1-methylnaphthalene, 2-methylnaphthalene, Naphthalene, Phenanthrene, Pyrene , Benzo(a)pyrene, 1-nitropyrene, 1,8-dinitropyrene , 1,3-Butadiene , sulfites, nitrites, nitrogen oxide, nitrogen monoxide, nitrogen dioxide, nitrogen trioxide, nitric acid, sulfur oxides, sulfur dioxide, sulfuric acid, urea, ammonia, carbon monoxide, ozone, particulate matter (PM10, PM2.5)" - Ergebnis einer amerikanischen Studie! Sie verursachen: "eine 31% höhere Krebsrate (Leukämie, Schilddrüsen-Krebs), doppelt so häufige Atemwegs- und Lungenerkrankungen bei Kindern (hast du Kinder, oder Enkel, Neffen usw.?), es folgt eine weitere Liste. 3. Ich könnte noch anderen Argumenten widersprechen, aber das haben schon andere getan oder tun es noch.
Ritratto di Alexander Tezzele
Alexander Tezzele 12 Marzo, 2016 - 19:54
Bravo Klaus Egger, wahrscheinlich einer der besten Texte, die je zu diesem Thema geschrieben wurden, auch wenn er nicht unbedingt meiner Meinung entspricht.
Ritratto di Benno Kusstatscher
Benno Kusstatscher 12 Marzo, 2016 - 23:00
Danke Klaus! Endlich ein Beitrag zum Thema, der nicht so laut daher kommt, der ehrlichen Zweifeln wieder Platz einräumt. Macht ja fast wieder Lust, über den Flughafen zu diskutieren, die mir eigentlich vor lauter Wutbürger-O-Ton schon lange vergangen ist.
Ritratto di Massimo Mollica
Massimo Mollica 12 Marzo, 2016 - 23:16
Davvero un bel testo! Gratulieren! Personalmente io penso che voterò CONTRO, perché so che questo aereoporto umilia e umilierà sempre di più la mia città, Bolzano Bozen. Lo fa non solo con l'inquinamento (lo si aggiunga all'inceneritore, all'autostrada,alle acciaierie), ma anche con certi stupidi vincoli alla zona industriale, che strozzano l'economia della mia città. Ma voterò CONTRO anche per il mio amico, e collega, Markus, che ha la casa proprio a sud della pista. Per lui, per i lavesotti e tutta la gente di quel posto sono disposto ad andare fino a Verona o Innsbruck. :-) E poi, mi creda, in un futuro prossimo l'aereo potrebbe essere un mezzo obsoleto: tutti noi viaggeremo in tubi con aria compressa a levitazione magnetica!
Ritratto di Christoph Moar
Christoph Moar 12 Marzo, 2016 - 23:25
Lieber Klaus, deine Mail und der Text hier verlangen eine Antwort. Kein Widerspruch, keine Kampfansage. Nur ein anregendes Gespräch mit genügend pro- und contra, wie in der Zeit, vor ein paar Jahren... ;) Gewiss will ich die Kommentare hier nicht abbrechen, und schon gar nicht den Traffic wegbringen. Das, was ich schreiben wollte, passt aber nicht in ein schlichtes Kommentarfeld: darum meine Replik, im Sinne eines Gesprächs und nicht eines Widerspruchs. Auf einem eigenen Beitrag, der Übersichtlichkeit wegen. Einverstanden? http://salto.bz/de/article/12032016/genau-flughafen-bozen Christoph
Ritratto di Klaus Egger
Klaus Egger 15 Marzo, 2016 - 07:45
Danke Christoph für deine Replik. Hat einiges darin worüber ich noch nachdenken werde.
Ritratto di Christoph Moar
Christoph Moar 15 Marzo, 2016 - 08:26
Yup, Dank zurück. Wie ich schrieb, ich les' dich und andere auch weiter. Je mehr Leute das tun, und sich dann ihre eigene Meinung bilden, statt Gefahr zu laufen, lustlos ein Kreuzchen auszufüllen, desto feiner ist es. Auf einen guten 12. Juni, Gott sei Dank noch nicht in Urlaubszeit, ich muss gestehen dass ich kurz diese Horrorvision des "strategischen" Befragungstermins hatte... ;)
Ritratto di Günther Mair
Günther Mair 20 Maggio, 2016 - 15:13
Danke an beide für die gepflegte (und nicht vor Angst-und-Einschüchterung diktierte) Argumentation und sorry wenn ich euren Comment-Thread hijacke... Ich habe meine Meinung schon seit Jahren (oder wird's bald ein Jahrzehnt?) und momentan bleibt sie noch aufrecht. Und zwar wird es bei mir ein NEIN werden, aber auch ein Nein, dass sich sehr stark an eure Argumente anlehnt und das im 45:55 Stil von Klaus. Ausschlaggebend für meine Einstellung ist die Nachbarschaft des Flughafens, die Überzeugung der Nicht-Rentabilität, welche (sorry vorab) mit dem geringen Mehrwert des Flughafen Bozen zusammenhängt. Gäbe es die Anrainer nicht, dann würde ich wohl mit JA stimmen - der Rest würde sich den Gesetzen von Angebot und Nachfrage entsprechend sehr wahrscheinlich von selbst ergeben, ganz unabhängig jeglicher Quer-Subventionierung.
Ritratto di Christoph Moar
Christoph Moar 20 Maggio, 2016 - 16:44
Ja, einige der Argumente sehe ich genauso, und wirklich, mir tun die Anrainer am meisten weh. Ich selbst beschwere mich seit Jahrzehnten über die Luft- und Lärmbelastung an der A22 in Klausen, wie soll ich das glaubwürdig vertreten, wenn ich woanders bereit bin über die Themen hinwegzusehen... Ich kann mir vorstellen, dass der Flughafen touristisch nicht uninteressant ist. Ob er business-tauglich wäre kann ich andererseits so noch nicht einschätzen - meine Erfahrungen mit dem Regionalflughafen Venezia waren nicht so toll. Vr ein paar Wochen habe ich übrigens Verona-Berlin ausprobiert - gebucht vor einigen Monaten, als das Risiko, in Kufstein Stunden im Stau zu verlieren, sehr hoch war (darum Verona, und nicht direkt ab München). Verona hat doch ein relativ großes Einzugsgebiet, und der Zubringerflug hin (über Köln) und von Berlin retour (über München) hätte wegen der günstigen Zeiten (hin: Ankunft am späten Sonntag Nachmittag; retour: später Montag Abend) eigentlich businesstauglich sein müssen. In der Embraer (ich glaube ~80 Plätze), in der ich dann am Muc flog, waren keine 30 Passagiere. 10 davon waren Bedienstete der Airline. Und das eben, obwohl das Einzugsgebiet relativ groß ist und als Zubringerflug ein großer Hub mit damit vielen Destinationen angeflogen wurde. Aber, hey, ich bin kein Streckenspezialist, und schon gar nicht Betreiber einer Airline, die Interesse haben könnte, in Bozen eine Strecke zu bedienen. Ich lass mich, bei einem etwaigen positivem Ausgang, auch gerne überraschen. Für meine persönliche Wahlentscheidung werde ich die Solidarität gegenüber den Anrainern, die Chancen von Regionalflughäfen mit kleinen Einzugsgebieten gegenüber dem Mehrwert einer Öffnung zur Welt, dem möglichen Komfortgewinn bei meinen beruflichen Fahrten, den Chancen für den Tourismus abwägen...
Ritratto di Martin B.
Martin B. 13 Marzo, 2016 - 00:39
Hier ein aussagekräftiger großflächiger Vergleich in Deutschland: http://app.handelsblatt.com/politik/deutschland/milliardengrab-provinzflughafen-warum-ein-eigener-airport-nichts-bringt/11908648.html
Ritratto di Silvia Rier
Silvia Rier 13 Marzo, 2016 - 08:22
Ein, zwei Dinge bitte, recht spontan: - Du unterschlägst (warum?) die sich rasch und sehr positiv entwickelnde Zug-Szene: Ich finde sie ungleich spannender als die Klein(st-)Fliegerei. - „Viele arme Länder leben vom Tourismus, Gesellschaften haben sich dadurch sozial zum Besseren entwickelt.“ Als „Pro“-Flughafen-Bozen-Argument hält das natürlich nicht: Diese armen Länder sind nämlich tatsächlich auf Flugtouristen aus den reichen Ländern angewiesen (es gibt dort meistens keinen „Binnentourismus“). Bei uns ist das anders. Und natürlich hat auch dort nicht jedes 100t-Köpfe-Städtchen sein eigenes Flughäfchen... - Die Ökonomie, die du ansprichst, ist natürlich ein Aspekt. Aber es ist gefährlich bis unverantwortlich, sie – im Jahre 2016, in Südtirol – an diesem Faktor Flughafen fest zu machen. Auch die Ökonomie hat mehrere Gesichter – und das Flughafengesicht unserer lokalen Ökonomie ist weder ihr schönstes, noch ihr jüngstes, noch ihr bestes. - Ich habe, in meinem sehr Kleinen, seit vielen Jahren Gäste aus Schweden, aus Finnland, aus Spanien, aus den Staaten, aus Südafrika, Israel, Australien, Litauen usw. – sie alle haben ihren Weg nach Südtirol gefunden, ohne Murren über fehlende Flughäfen, und haben sich trotz „erschwerter“ Anreisebedingungen (mah…) nicht davon abhalten lassen, wieder zu kommen. Es ist NIE ein Flughafen, der eine Destination mehr oder weniger reizvoll macht, oder die „erleichterte“ Anreise. - Vielmehr meine ich, sollten wir uns die Frage stellen: Welche Gäste wollen wir? Und welchen Tourismus wollen wir? Den Ex-und-Hopp-Flug-Tourismus? Oder doch eher einen „bewussten“ Tourismus, mit Gästen, die ganz genau wissen, warum sie nach Südtirol fahren, und diese Entscheidung nicht an einer Anreise-Stunde mehr oder weniger festmachen (wobei, nebenbei bemerkt, in diesen Anreise-Kalkulationen meist die recht langen Transfer-Zeiten von/nach Flughafen von/nach Stadtzentrum, Check-In-Zeiten u. dgl. mehr sträflich vernachlässigt werden…) - Nicht zuletzt frage ich, was die Beteiligung des Landes angeht: Könnte nicht besser umgekehrt ein Schuh draus werden? Soll doch die Betreiber-Gesellschaft erst Mal fünf Jahre lang zeigen, dass sie imstande ist, den Flughafen rentabel zu machen („nach betriebswirtschaftlichen Kriterien zu führen“). Und wenn sich gezeigt hat, dass sie das kann, dann kann das Land, bzw. seine Bevölkerung, wenn's denn sein muss, immer noch einsteigen, und finanzieren. So funktioniert das doch, eigentlich, in „der Wirtschaft“, die du meinst? Und in diesen fünf Jahren hat die Bevölkerung, die befragt werden soll - nützlicher Nebeneffekt -, ausgiebig Zeit, selbst auch genauer hinzuschauen, sich mit Pro und Contra zu beschäftigen, und sich eine ausgewogene Meinung zu bilden (statt, wegen Zeitdrucks, alleweil nach dem LH zu schielen, was der sagt...) - Und natürlich, noch einmal: Das Fehlen eines Südtiroler Kleinst-und- Provinz-Flughäfchens, bei zwei bzw. vier gut funktionierenden und optimal vernetzten Flughäfen in nur je 2 bzw. 4 Fahrstunden Entfernung sind kein Argument, „eine Begegnung der Kulturen“ auszuschließen. Ich denke mal, fast alle Bewohner größerer Städte müssen für die (praktisch innerstädtische) Anreise zu "ihrem" Flughafen ähnliche lange Anfahrten in Kauf nehmen, wie wir für die Fahrt nach Innsbruck, oder Verona.
Ritratto di Klaus Egger
Klaus Egger 15 Marzo, 2016 - 07:52
Danke Silvia für deine Überlegungen denen ich viel abgewinnen kann. Meine (bisherige) Entscheidung ist ja auch nicht ein Durchmarsch gewesen. Da gibt es noch viele Zweifel. Ich wollte in meinem Text auch nicht alle möglichen Punkte ansprechen, da sonst ja der Text nicht mehr geendet hätte. Du hast mich aber auf eine Idee gebracht: Ich werde jetzt dem "Forum Flughafen" schreiben und sie bitten auf all diese Fragen die in deinem und in den vielen anderen Kommentaren aufgekommen sind, zu antworten. Dann schauen wir mal wie sie die einzelnen Punkte beantworten.
Ritratto di Paul Stubenruss
Paul Stubenruss 15 Marzo, 2016 - 08:01
Habe das schon vor über zwei Wochen versucht. Forum Flughafen geht aber darauf nicht ein. Wenn nun mehere solche Anfragen eingehen, dann könnte es ein, das sich etwas bewegt.
Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 15 Marzo, 2016 - 10:54
Was mir am "Forum Flughafen" nicht passt, ist dass sie Meinungen nicht stehen lassen, sondern kommentiere und versuchen, sie zu widerlegen, wenn sie ihnen nicht in den Kram passen. Sie haben anscheinend viele Anfragen zu den Behauptungen bei der Pressekonferenz der Gegner vor 10 Tagen erhalten und haben sich nun mit entsprechenden Fragen an den WWF gewandt (obwohl der WWF gar nicht dabei war, aber Ambiente e Salute - komische Verwechslung, möglicherweise nicht zufällig) und nicht etwa an den Dachverband, der die Pressekonferenz organisiert hatte. Ich weiß nicht, ob ihnen geantwortet wird, aber mich widert schon der Gedanke an, dass Das Forum Flughafen dann ihre Wahrheit dagegen zu stellen versuchen.
Ritratto di Paul Stubenruss
Paul Stubenruss 15 Marzo, 2016 - 11:13
Es gab schon einen Fernsehbericht wie käuflich WWF ist.
Ritratto di ferdinand tessadri
ferdinand tessadri 15 Marzo, 2016 - 11:24
Sie haben aber eine sehr seltsame Vorstellung von Meinungsfreiheit. Ihre Meinung ist anscheinend die einzige Wahrheit und "es widert sie an" wenn andere ihre Wahrheit dagegenhalten. Entweder sie halten sich für den Papst, oder es sind Erinnerungen an ihre Zeit wo immer alle Ihnen gehorchen mussten.
Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 15 Marzo, 2016 - 11:47
Deine Aggression kannst du dir behalten, nach dem Motto, du willst wohl allein der Papst sein?! Zum Thema: Unter einem Forum stelle ich mir etwas vor, wo die User mit- und untereinander diskutieren und nicht wo die Seitenmacher, so wie damals der Mister X in den Dolomiten die Leserbriefe kommentiert und zum Teil zerfetzt hat. So stelle ich mir gleichberechtigte und dialektische Auseinandersetzung vor - so wie auf diesem Forum!
Ritratto di ferdinand tessadri
ferdinand tessadri 15 Marzo, 2016 - 12:05
Warum denn so aufgeregt ? Ich stelle mir eben eine Meinungsvielfalt vor,wo auch die direkt Verantwortlichen ihre Meinung vertreten dürfen. Aber bei manchen Leuten ist die gegnerische Wahrheit immer höllisch gefürchtet und unbequem. Sogar der Papst hat inzwischen eingesehen, dass es nicht nur seine Wahrheit gibt. Machen Sie es ihm nach, dann brauchen Sie nicht auszurasten !
Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 15 Marzo, 2016 - 12:16
Als Sie das schrieben, haben Sie wohl in den Spiegel geschaut!?
Ritratto di ferdinand tessadri
ferdinand tessadri 15 Marzo, 2016 - 13:50
Guter Mann, ihre Ablenkungsmanöver bringen nichts. Schliesslich haben Sie ja den hübschen Ausdruck des "Anwiderns" für ihre eingebildeten Feinde gebraucht. Aber es ist immer das gleiche mit manchen Menschen. Sobald ihre Gene durchschlagen sagen sie was sie wirklich denken. Und wenn sie ertappt werden flüchten sie sich dann eben in das skurrile Umkehren der Argumente ihres Gegners. Ihnen nochmals ins Stammbuch: Meinunsfreiheit heisst dass JEDER seine Meinung darlegen kann, und die des anderen kritisieren kann. Und sich nicht "angewidert" fühlt weil ein anderer auch etwas dazu sagt. Damit Sie es besser verstehen. Ich habe Verständnis für Ihre Wohnlage und werde niemals kritisieren dass sie sich gegen den Flughafen einsetzen. Das ist ihr gutes Recht. Aber das steht auch allen anderen zu !!!
Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 15 Marzo, 2016 - 14:27
Voll einverstanden! Interessant, dass Sie mir den schwarzen Peter zuschieben. Haben doch Sie mich mit der Bemerkung " Entweder sie halten sich für den Papst, oder es sind Erinnerungen an ihre Zeit wo immer alle Ihnen gehorchen mussten." Ist für Sie wohl eine Kleinigkeit?! Vielleicht sind Sie frustriert, weil sie keine besseren Argumente hatten. Übrigens: Kompatscher behauptet, die absolut besten Argumente zu haben. Er wird sie uns heute Abend um 20. Uhr im Theater von St. Jakob darlegen.
Ritratto di ferdinand tessadri
ferdinand tessadri 15 Marzo, 2016 - 14:30
Danke. Na dann haben Sie ja heute einen aufregenden Tag. Viel Vergnügen.
Ritratto di Paul Stubenruss
Paul Stubenruss 15 Marzo, 2016 - 13:45
Die Lösung, die Argumente vom Flughafenforum in dieses Forum zu bringen ist ganz einfach. Forum anschreiben und Kopie der Fragen und Antworten in dieses Forum einbringen. Ich mache den Anfang: Meine Frage am 03.02 an Flughafen Forum : Wenn ihr glaubwürdig sein wollt macht doch einfach Kopien aller Leserkommentare die auf Salto, Stol und Tageszeitung in den letzten Monate von Lesern geschrieben wurden. Weil in den Leserkommentaren durchwegs nachvollziehbare Begründungen gegen den Flughafen zu finden sind, könnte es doch zielführend sein, auf jedes einzelne Argument mit Gegenargumente ein zu gehen. Auf Ihrer Seite finde ich zum Beispiele keine Stellungnahme zum Ausbau des Flughafens in Verona. Auf Ihren Seiten finden sich vorwiegend Meinungen von Einzelpersonen. Dank Internet braucht man keine Meinungen vorgekaut. Meinungen hat man selbst und was man dafür braucht sind Fakten und nochmals Fakten und dazu zählen auch Leserkommentare der oben genannten Plattformen die bisher nicht gegenargumentiert wurden. Grüße eines Unternehmers Paul Stubenruss Antwort am gleichen Tag: Hallo Herr Starfort,  danke für Deine Nachricht. Ehrlich gesagt, schaffen wir das nicht, alle Kommentare auf den Online-Portalen hier abzubilden - das würde wahrscheinlich auch nicht viel Sinn machen, weil die Diskussion auf diesen Portalen ja sehr tagesaktuell ist und wir das zeitlich gar nicht schaffen würden. Bitte sag uns aber gern immer wieder, wenn Deiner Meinung ein besonders wichtiges Argument von uns umkommentiert bleibt.  @Flughafen Verona: Der geplante Ausbau des Flughafens Verona zeigt, wie wichtig der Flugverkehr in Europa wird. Das sagt ja auch die EU, die mit einem Wachstum von 50 % bis 2035 rechnet. Die Anfahrt zum Flughafen nach Verona bleibt gleich lang, auch wenn es dort dann mehr Flüge gibt. Ein eigener Flughafen in Bozen ist aber für viele nicht nur näher sondern auch ein unabhängiges Tor zur Welt - in Ergänzung zu den Nachbarflughäfen. Und: für den Tourismus ist es eine wichtiges Angebot für Kurzurlauber, die ja immer mehr werden.  Wie siehst Du das? Liebe Grüße und wie gesagt, ich hoffe, Du verstehst, dass wir hier nicht alle Kommentare auf Foren abbilden können, aber natürlich gern auf Fragen antworten! Herzliche Grüße,  Michaela 
Ritratto di Silvia Rier
Silvia Rier 15 Marzo, 2016 - 08:13
ich würde mich jedenfalls sehr freuen, wenn deine 45:55-Position (die mich so sehr irritiert hat, dass ich deinen text - mit ganz viel von schlechtem gewissen -, nach unten gevotet hatte, aber es kam einfach über mich, denn das ist ein größenverhältnis, das deiner nicht würdig ist) bald zu größerer Klarheit finden wird. Ob hier oder da, ist dann nachrangig (wenn ich auch hoffe, dass du dich auf der "richtigen" seite einpendeln wirst ;-) ) mach's gut, derweil!
Ritratto di Klaus Egger
Klaus Egger 16 Marzo, 2016 - 13:45
Ich finde es ja toll Silvia, dass du meine Würde für so kompetent hältst, aber manchmal habe ich halt auch Zweifel (das du mich deshalb nach unten votest, hmm...). Und ich finde, viel zu wenig Menschen diskutieren mit ihren Zweifeln. Alle scheinen immer zu wissen was besser und was schlechter ist. Ich stehe dazu, dass ich wanke. Stehe dazu, dass ich zweifle. Dass ich die unterschiedlichsten Dinge gegeneinander abwäge und deshalb immer wieder meine Gedanken reflektiere. Ist nun mal meine Art. Am Ende treffe ich schon auch Entscheidungen, keine Sorge. Der aktuelle Stand ist eben 55/45. Aber der Prozess des Meinungsfinden, den nimmt mir niemand. Und den will ich offen und wertschätzend führen, so weit es eben geht.
Ritratto di Klaus Egger
Klaus Egger 15 Marzo, 2016 - 08:01
Noch bessere Idee. Ich schreibe dem Forum UND dem Dachverband für Umwelt. Dann haben wir ausgewogenere Antworten auf unsere Fragen und Zweifel.
Ritratto di ferdinand tessadri
ferdinand tessadri 13 Marzo, 2016 - 10:26
Mit den Ausführungen des Herrn Egger bin ich voll einverstanden. Im übrigen wundert es mich immer wieder dass da Leute kommentieren die offsnsichtlich in einer fremden Welt leben. Da wird posaunt man könne in 3-4 Stunden von anderen Flughäfen abfliegen, und natürlich den potentiellen Dreck denen dort aufhalsen. Der nächste Hub den wir habe ist München. Dort braucht der Zug 4 Stunden. Dann noch fast eine Stunde mitS Bahn zum Flughafen. Check in time etc.Alsosind wir bei fast 6 Stunden. Der erste vernünftige Zug is um 14.30 in München. Also brauche ich einen ganzen Tag um irgendwo hinzukommen. Und sonst muss ich in München übernachten. Vergessen sie Innsbruck und Verona, das sind keine Hubs.Dann gibt es noch Leute die Seitenweise irgendwo abschreiben wie schädlich das Fliegen ist. Ja und? Soll ich nach New York schwimmen ? Oder nach Lissabon mit dem Auto fahren. Oder muss ich als Selbstgestrickter meineFreizeit dort verbringen wo es gewissen Leuten passt ? Sollen die Leute in der Toursimusbranche in den Entwicklungsländern verhungern weilman dort nicht hinfliegen darf ? Oder sollen diese alle zu uns kommen, damit wir hier noch ein paar hundert Hotels bauen können und dafür diese dann als Personal brauchen,damit die Kasse ordentlich klingelt?
Ritratto di Benno Kusstatscher
Benno Kusstatscher 13 Marzo, 2016 - 16:20
Danke, Ferdinand Tessadri. Endlich jemand, der das Problem versteht. Nichtsdestotrotz ist eine etwas kritische Betrachtung der Fliegerei durchaus legitim.
Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 13 Marzo, 2016 - 19:50
SüdtirolBus von Rauch fährt mehrmals täglich zu den Flughäfen, Innsrbuck, München, Verona, Bergamo und Mi/Malpensa. Er holt euch Zu Hause bzw. im nächsten Dorf ab und bringt euch bis zum Flughafen. Was wollt ihr noch mehr? Soviel zur richtigen Information!
Ritratto di Benno Kusstatscher
Benno Kusstatscher 13 Marzo, 2016 - 20:55
Dann ist der gute Rauch plötzlich nicht mehr dem Verkehr, Wetter und Grenzstau ausgesetzt. Hab's probiert, glaube mir. Und ich finde die ganzen Busse auch eine tolle Sache. Preislich unschlagbar! Nur, das letzte Mal, als ich den Abflug von München um 1:00 Mittags abfliegen wollte, empfahl mir wetterbedingt der besorgte Bus-chef persönlich (und zu Recht!), Bozen um ca. 4:00 morgens zu verlassen. Hat super geklappt. Ich war pünktlich dort., aber wieviel Stunden waren das? Mittlerweile fährt auch ein empfehlenswerter Zug, aber bevor Du uns wieder Informationsmangel vorwirfst, erkundige Dich bitte, wann der erste Zug ab Bozen morgens in München ankommt. Und für die S-Bahn, ob jetzt S1 oder S8, eine knappe Dreiviertelstunde plus 10min Taktzeit. Das mit dem 1:00 Flug wird zumindest knapp. Verstehe mich nicht falsch: für einen Flug in den Urlaub ist das alles wunderbar . Für berufliches Reisen ist das einfach nicht machbar. Der Zug könnte die naheliegende Lösung sein, aber für einen brauchbaren Zug nach Norden gibt es bei uns kein Wutbürgertum. Die Leute, die gegen den Flughafen sind, sind auch gegen den BBT und für nächtliches Fahrverbot von Zügen. Für sich ist alles verständlich, die Lösung muss nicht Flughafen heißen, aber eine Lösung muss her.
Ritratto di lois
lois 13 Marzo, 2016 - 21:16
Mit dem BBT bist du ja dann in 1.5h in München... bis dahin musst du noch a bist Zug fahren, oder du fliegst mit der ersten Maschine um 9 von Bozen falls es mal eine gibt. Aber da sitzt du ev nur mit 10 Leuten drin, braucht es dafür einen Ausbau?
Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 13 Marzo, 2016 - 22:29
Oder du fliegst mit Flugtaxi. Ist jetzt schon möglich und soll noch ausgebaut werden!
Ritratto di Benno Kusstatscher
Benno Kusstatscher 13 Marzo, 2016 - 23:00
Weder weiss ich, ob das mit dem BBT so stimmt, noch setze ich mich unreflektiert für den Ausbau des Flughafen aus. Wo ich weniger Zweifel habe, ist, dass ein Großteil der Flughafengegner von dieser Realität wenig Ahnung hat. Wie ich lese, hat Südtirol gerade einen Exportrekord hingelegt. Laut Silvia wurde das alles übers www oder via Telefon-Konferenzen verkauft. Meiner Einschätzung nach haben sich da gar einige vor Ort mächtig ins Zeug gelegt und sind wohl auch nicht durch ein Glasfaser dorthin gebeamt worden. Anstatt einer Anti-Flughafen-Abwehrreaktion fände ich eine Pro-Green-Mobility-Debatte wesentlich konstruktiver, es sei denn, Tourismus ist uns lieber als andere Wirtschaftsleistung.
Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 13 Marzo, 2016 - 23:35
Da fragt man sich, wer ist da mehr weg vom Fenster? Falls du es noch nicht mitgekriegt hast, es gibt bald eine Abstimmung für oder gegen den Ausbau des Flugplatzes mit öffentlichen Mitteln. Ist wohl verständlich, dass es da eine Für- und Wider-Diskussion gibt. Oder ? Eine Pro-Green-Mobility-Debatte steht im Moment einfach nicht an, weil die Fragestellung beim Referendum eine ganz präzise ist. Ok!
Ritratto di Benno Kusstatscher
Benno Kusstatscher 14 Marzo, 2016 - 00:11
Mann! Davon spreche ich doch. Wenn das nur als eine Anti-Debatte geführt wird, dann werden noch viele Unentschlossesne nach innerem Ringen zu einem ähnlichen Schluss kommen wie Klaus. Und ja, ich bin selber nicht ungefährdet. Nicht, weil von einem Flughafen überzeugt, sondern weil Alternativen gar nicht angedacht werden.
Ritratto di Benno Kusstatscher
Benno Kusstatscher 14 Marzo, 2016 - 00:11
Mann! Davon spreche ich doch. Wenn das nur als eine Anti-Debatte geführt wird, dann werden noch viele Unentschlossesne nach innerem Ringen zu einem ähnlichen Schluss kommen wie Klaus. Und ja, ich bin selber nicht ungefährdet. Nicht, weil von einem Flughafen überzeugt, sondern weil Alternativen gar nicht angedacht werden.
Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 13 Marzo, 2016 - 22:26
Du machst es dir auch leicht, lieber Benno: "Die Leute, die gegen den Flughafen sind, sind auch gegen den BBT und für nächtliches Fahrverbot von Zügen." Wer sind die Leute? Wir Flugplatzanrainer haben als solche noch nie gegen den BBD protestiert. Da sieht man wieder, wie die Eigeninteressen die Argumente diktieren! Übrigens mit Behinderungen wegen Schlecht-Wetter zu argumentieren ist sehr billig. Wie viele Fluggäste konnte wegen schlechtem Wetter in Vergangenheit nicht von Bozen abfliegen und haben Anschlüsse verpasst? Wenn du meinen Kompromiss-Lösungsvorschlag kennen willst, dann lies unter http://www.salto.bz/de/article/20012016/abheben-zum-sturzflug den letzten Absatz "Resümee". Dann diskutieren wir weiter! Um beim Argument zu bleiben: Lieber Klaus, wenn der Mosbauer nicht in Moritzing sondern in St. Jakob - sagen wie 100 m südlich des Hilberhofes - wäre und dein Campingplatz - sagen wir mal - dort, wo die Landebahn aufhört. Für welchen Text und welche Argumente würdest du deine Kreativität dann verwenden?
Ritratto di Benno Kusstatscher
Benno Kusstatscher 13 Marzo, 2016 - 23:33
Hätte mich auch gewundert, wenn ihr gegen "BBD" protestiert hättet. (grins) Ich hatte mir erlaubt, Deinen Beitrag bereits damals zu lesen, als Du ihn geschrieben hattest. Da sieht man wieder, wie die Eigeninteressen die Diskussion verdrehen. Lieber Sepp, nur weil ich die Argumentation der Flughafengegner kritisiere, bin ich noch lange kein Befürworter. Auch der Moosbauer Klaus argumentiert recht differenziert. Interpretierst Du da jetzt nicht etwas zuviel Reflex hinein?
Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 14 Marzo, 2016 - 13:39
Benno, ich bin von Anfang an, seit bezüglich dieser bevorstehenden unverbindlichen Volksbefragung diskutiert wird, ein erklärter Gegner des Ausbaus des Flugplatzes von St. Jakob. Inzwischen ist auch die Gemeinde Leifers samt Bürgermeister entschiedene Gegner. Sindaco Bianchi erklärt auch, warum er auch als Unternehmer, der gelegentlich beruflich einen Flug braucht, trotzdem dagegen ist. Und er ist kein ewiger Neinsager und gehört auch zu jenen - wie auch die meisten Anrainer nicht - von denen du glaubst, "dass ein Großteil der Flughafengegner von dieser Realität wenig Ahnung hat." Nun ich glaube nicht, dass es das gleiche ist, ob ein Unternehmer oder Investor Eigeninteressen vertritt und dabei über andere einfach darüber fährt. Oder ob die Opfer, die Leidtragenden, in diesem Falle wir Anrainer im Eigeninteressen uns zu schützen und zu verteidigen versuchen. Einverstanden? Du schreibst "..sondern weil Alternativen gar nicht angedacht werden." und ich habe dich auf meinen "meinen Kompromiss-Lösungsvorschlag" hingewiesen, auf den du gar nicht eingehst!? (Auch nicht sehr konstruktiv!?) Ich zitiere ihn: "Der Flugplatz kann so weiter betrieben werden für Zubringerdienste und Flug-Taxis! Es darf in dieser Frage kein Alles oder Nichts geben, wie es bei der Volksbefragung konzipiert ist. Im Leben, auch in der Politik und in der Wirtschaft braucht es Kompromisse. Und in dieser Frage heißt der Kompromiss: Den Flugplatz so zu belassen: so ist er erträglich und Südtirol ist weiterhin auch über die Luft erreichbar – aber eben in Maßen." Das habe ich geschrieben, als ich noch nicht mit anderen kritischen Anrainern vernetzt war. Jetzt weiß ich, dass der Großteil der Anrainer nur mehr auf die Schließung des Flugplatzes warten!
Ritratto di Benno Kusstatscher
Benno Kusstatscher 14 Marzo, 2016 - 17:51
Sepp, "Zubringerdienste" ist ein interessantes Stichwort. Zwischen einem Taxi und einem regelmäßigen Service sehe ich aber keinen qualitativen Unterschied für Umwelt und Anrainer, sondern nur den fälligen Preis für den Fluggast. Mit Deiner letzten Bemerkung, bringst Du einen weiteren Aspekt mit ins Spiel: Riskiert, wer beim Referendum gegen den Ausbau stimmt, letztlich, dass der Flughafen letztlich ganz eingestellt wird? Wirkt jetzt wie ein kontraproduktives Argument. Das einzig wirklich überzeugende Argument gegen den Ausbau ist die ausgeweitete Freccia Richtung Rom. Die macht Romflüge wirklich verzichtbar. Noch eine Freccia Richtung Norden, dann lass ich mich überzeugen.
Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 14 Marzo, 2016 - 23:07
Der quantitative und qualitative Unterschied für Umwelt und Anrainer entsteht dadurch, dass Propellerflieger leiser sind und um ein Vielfaches weniger schädliche Emissionen verursachen. Außerdem wird es weniger Flüge geben. Und wer fliegen will, weil im ein FH-Shuttle oder der Zug zu umständlich oder zeitaufwendig sind, muss eben mehr bezahlen. Das haben Taxis so mal an sich. Ich fahre auch mit dem Bus nach St. Jakob und nicht mit dem Taxi, obwohl der Bus 1/2 Stunde braucht und häufig überfüllt oder überhitzt ist. Wenn das Referendum (richtiger: die unverbindliche Befragung) verloren geht, dann kann das Land keine öffentlichen Gelder für den Flugplatz ausgeben. Und private Investoren lassen wissen, dass sie ja keine "Caritas" sind.
Ritratto di ferdinand tessadri
ferdinand tessadri 15 Marzo, 2016 - 10:11
Die Frecce. Das neue Allheilmittel. Wenn die an den Häusern vorbeifahren kann man im Garten in Ruhe Buch lesen. Am besten man geht einmal vor Ort, zum Beispiel nach Schreckbichl ,und schaut ins Etschtal hinunter. Da hört man dann wer den Lärm macht, die Flugzeuge oder die Bahn. Nach Norden wird es nie eine Freccia geben, da Trenitalia prinzipiell keine Züge mehr ins Ausland führt. Und Db Öbb haben ja schon ihre superschnellen EC die mit 80 KM durch die Landschaft rasen. Dann warten wir auf das Brennerloch und hoffen dass man sich im Unterland irgendwann einmal einigt ob der Zug im Berg, unter den Obstwiesen, oder auf Stelzen geführt wird. Und wie schön ist es mit dem Bus zu fahren. Kost ja fast nix ! Zahlt ja jemand anderer. Bin doch nicht so blöd mit dem Taxi auf meine Kosten zu fahren. Aber die Reichen, die sollen sich gefälligst das Flugtaxi bezahlen, was geht das mich an, wie die an ihr Ziel kommen.
Ritratto di Klaus Egger
Klaus Egger 15 Marzo, 2016 - 08:24
Lieber Sepp, die Frage ist doch ganz leicht zu beantworten. Wenn mein Campingplatz in St. Jakob liegen würde, wäre ich sicherlich gegen den Flughafen (nehme ich mal ganz stark an). Ich bin auch gegen den Schießstand der in 200m Luftlinie seit Jahrzehnten uns und unseren Gästen die Ohren zuballert. Wobei der bei richtiger Einhausung kein Problem mehr wäre, geht beim Flughafen natürlich nicht. Gleichzeitig bin ich aber auch sicher, dass es vor vielen Jahren ganz viele Gegner der MEBO gab. Heute sind vielleicht nicht alle froh, aber die meisten doch eher. Das mag jetzt extrem hart klingen, aber es gibt bei den meisten Projekten und Reformen Menschen, die auf den ersten Blick Nachteile erleiden. Oftmals kann man aus diesen Nachteilen wieder Vorteile machen, oftmals nicht. Ich suche als Unternehmer immer die Chancen bei Veränderungen und die gibt es öfters als man denkt. Aber siehst du, genau diese ehrliche Diskussion müssen wir führen. Ich wäre sicherlich ein sehr schlechter Politiker geworden, denn ich hätte offen gesagt: "Ja, liebe direkte Anrainer, es wird sich was ändern bei euch. Und so wie es aussieht, auf den ersten Blick nicht zum besseren." So, und wenn das mal ausgesprochen ist, erst dann kann man auch offen und ehrlich miteinandern diskutieren was man für euch tun kann. Nicht Wischi-Waschi Diskussionen, sondern offen, hart und ehrlich. In diesen Schuhen stecke ich zum Glück nicht, aber ich hoffe für euch, dass ihr Antworten bekommt. Alles andere wäre nicht fair. Dazu bräuchte es aber eine richtige Dialog-Kultur und bei der happerts bei uns noch.
Ritratto di Sigmund Kripp
Sigmund Kripp 15 Marzo, 2016 - 08:35
lieber Klaus, so wie bei vielen Großprojekten ist es auch hier: am besten ist es, sich die Sache woanders anzuschauen! Setz Dich in Kranebitten, in Hall, in Mils, in Tulfes oder in Wattens in einen Garten, nimm ein Buch mit und lies. Dann hörst Du, was ein Flughafen bedeutet! Es ist m.E. zu aufwändig, nur für diesen Erfahrungstest auch hier in Bozen einen größeren Flughafen zu bauen.... (Dasselbe gilt für die Kaufhäuser: auch hier muss man nur in die Nordtiroler Dörfer fahren und versuchen, dort noch ein lokales Geschäft zu finden..) Die Beispiele liegen so nah! Ich verstehe nicht ganz, warum auf sie nicht zurück gegriffen wird.
Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 15 Marzo, 2016 - 11:36
Dazu passend hätte ich ein paar satirische Sätze: "Eine Idee hätte ich auch: LH Kompatscher könnte den Flughafen bei ihm oben im Schlerngebiet machen, z. B. in St. Konstin oder auf Kompatsch. Die An- und Abflugschneise über Völs, dass der Arno Den Flugverkehr genießen kann, wenn er z. B. mit Ebner, Michaeler, Pappalardo und Pinzger gerade im Garten grillt und einige Flaschen St. Antoner Kellerbier trinkt. Man könnte das Schlerngebiet und das Gröden mit dem Prädikat Luftkurorte mit Flugzeugsound bewerben (sicher noch eine Marktlücke). Kompatscher könnte dadurch beweisen, dass die Flugzeugabgase bei Kindern und älteren Menschen keine gesundheitlichen Schäden bewirken!
Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 15 Marzo, 2016 - 11:28
Erstens Klaus war ich nie gegen die Mebo. Zweitens ist sie nicht vergleichbar, denn sie verläuft nirgends durch oder nahe an einem Dorf. Einzelne Bauernhäuser im Grünen haben Schallschutzwände erhalten. Aber gehen wir einmal noch ein paar Jahrzehnte zurück (du kannst das nicht erinnern), da standen beim Planen der Brennerautobahn zwei Varianten zur Auswahl. Eine sah vor, durch das Etschtal, Obermais, den orografisch linken Talhang leicht ansteigend ins Passeier und dann bei Walten mit einem Jaufendurchstich ins Ridnaun/Ratsching und von dort zum Brenner. Damals hofften alle von Moritzig bis nach Walten, man möge sich für diese Variante entscheiden, denn die Autobahn würde viele Arbeitsplätze bringen - und das war damals das grüßere Problem als heute - und sie würde einen großen Aufschwung in diesen Tälern bringen speziell touristisch. Heute sind alle froh, dass es anders gekommen ist. Auf deine Einstellungen "Fortschritt muss auch Kollateralschäden in Kauf nehmen" und "Nach mir die Sintflut" möchte ich gar nicht antworten. Es ist wirklich gut, dass dein Weg in die Politik nicht geklappt hat, wenn ich auch zugeben muss, dass ich voller Hoffnung war.
Ritratto di Benno Kusstatscher
Benno Kusstatscher 13 Marzo, 2016 - 20:55
Dann ist der gute Rauch plötzlich nicht mehr dem Verkehr, Wetter und Grenzstau ausgesetzt. Hab's probiert, glaube mir. Und ich finde die ganzen Busse auch eine tolle Sache. Preislich unschlagbar! Nur, das letzte Mal, als ich den Abflug von München um 1:00 Mittags abfliegen wollte, empfahl mir wetterbedingt der besorgte Bus-chef persönlich (und zu Recht!), Bozen um ca. 4:00 morgens zu verlassen. Hat super geklappt. Ich war pünktlich dort., aber wieviel Stunden waren das? Mittlerweile fährt auch ein empfehlenswerter Zug, aber bevor Du uns wieder Informationsmangel vorwirfst, erkundige Dich bitte, wann der erste Zug ab Bozen morgens in München ankommt. Und für die S-Bahn, ob jetzt S1 oder S8, eine knappe Dreiviertelstunde plus 10min Taktzeit. Das mit dem 1:00 Flug wird zumindest knapp. Verstehe mich nicht falsch: für einen Flug in den Urlaub ist das alles wunderbar . Für berufliches Reisen ist das einfach nicht machbar. Der Zug könnte die naheliegende Lösung sein, aber für einen brauchbaren Zug nach Norden gibt es bei uns kein Wutbürgertum. Die Leute, die gegen den Flughafen sind, sind auch gegen den BBT und für nächtliches Fahrverbot von Zügen. Für sich ist alles verständlich, die Lösung muss nicht Flughafen heißen, aber eine Lösung muss her.
Ritratto di Silvia Rier
Silvia Rier 13 Marzo, 2016 - 21:08
also ich weiß jetzt nicht, aber ich hatte schon vor jahren gelesen, dass gerade die berufsfliegerei schon sehr bald schnee von gestern sein dürfte, z. t. schon ist, und die ganz großen schon angefangen haben, die z. b. firmeninterne fliegerei einzuschränken, und auf webkonferenzen (ich glaube das nannte sich so...) umzustellen. wie gesagt, an details kann ich mich jetzt nicht erinnern, und die entwicklung dieser technologie ist ja womöglich noch nicht ganz abgeschlossen - aber angesichts solcher entwicklungen noch der berufsfliegerei das wort zu reden, scheint mit ein bisschen unpassend.
Ritratto di Mensch Ärgerdichnicht
Mensch Ärgerdichnicht 14 Marzo, 2016 - 12:46
"Der nächste Hub den wir habe ist München." Ja genau und wird es auch immer bleiben! Oder soll Bozen ein internationales Drehkreuz werden? Nein nie im Leben. Wenn dann wird Bozen ein kleine, unrentable, Steuer verschlingende Landebahn mit schicken Namen wie es immer schon war und mehr nicht. Der Rest des Kommentars ist keine Antwort wert.
Ritratto di Markus Gufler
Markus Gufler 14 Marzo, 2016 - 14:45
Das sehe ich etwas anders. Natürlich wird der Flughafen Bozen kein internationales großes Drehkreuz. Die entsprechende Frage dazu ist lächerlich! Das ist aber auch nicht Sinn und Zweck der geplanten Verlängerung. Vielmehr gibt es mit Innsbruck, Verona, usw. eine Reihe von regionalen Flughäfen, die jeweils ein bestimmtes Streckennetz bedienen. Auch wenn es von Bozen aus einmal 3-4 Linienverbindungen geben wird, kann ich mir sehr gut vorstellen, weiterhin nach Verona zu fahren um dann nach Barcelona zu fliegen. Umgekehrt kann natürlich das gleiche gelten. Wie wir wissen ist die Zugverbindung von Verona nach Bozen exzellent und jeder trifft für sich persönlich die Entscheidung welche Reiseroute zu welchem Ort weltweit auch immer die geeignetste ist. Eine zweite Sache ist, wie bzw. ob man überhaupt als Destination wahrgenommen wird, wenn die umliegenden Airports alle 2-3 Stunden entfernt liegen. Da geht es dann nicht nur um Linienflüge, sondern auch um Charter-Angebote. Angebot und Nachfrage ergeben was zu bestimmten Jahreszeiten aus verschiedenen Herkunfstregionen nach Südtirol kommen wird. Vorausgesetzt man ist bzw. wird ein konkretes Angebot. Es gab zum Beispiel zu Recht sehr viele Beschwerden wegen der staatlich vorgegebenen Bargeldgrenze. Viele Urlauber sind (ab)dankend auf Nachbarregionen ausgewichen. Nordtirol, Belluno und Trentino, als direkte Marktbegleiter im alpinen Tourismus, können durch deutlich kürzere Flughafen-Anbindungen wesentlich interessantere Urlaubsgruppen bedienen. Dass wir bisher darauf verzichten ist ein hausgemachtes Problem. Und wer glaubt, dass wir von den Airports der Nachbarregionen gut bedient werden, kann ja einfach mal versuchen auf http://www.aeroportoverona.it/territorio_t2 mehr über die Destination Südtirol zu erfahren. Da happert es schon bei der Verlinkung. Natürlich: Als Südtiroler der gelegentlich mal eine Reise macht und sonst nicht sonderlich viele Gedanken wie Wirtschaftskreisläufe insgesamt funktionieren geht München als Hub ganz prima. Wir können dann direkt zur Diskussion übergehen ob das BIP von München, Innsbruck oder Verona für den weiteren Betrieb des Südtiroler Sozialsystems herhalten soll.
Ritratto di Sigmund Kripp
Sigmund Kripp 14 Marzo, 2016 - 15:14
interessanterweise haben wir fast 30 Mio Nächtigungen, einen riesen Export und ein europaweit gesehen hohes BIP von 35.000 € OHNE Flughafen geschafft! Wie war das nur möglich? Nein, der Flughafen ist ein Luxus-Zuckerl, das sich sehr wenige wünschen, dessen Kosten sie aber nicht sie selbst tragen müssen, sondern die Anrainer und alle SteuerzahlerInnen. Empirisch gesehen war und ist der Flughafen schlichtweg unnotwendig. Nur weil ich etwas WILL ist es noch nicht NOTWENDIG. Diesen Unterschied sollten die sogenannten Wirtschaftskapitäne unter Führung vom LH mal näher betrachten.
Ritratto di Klaus Griesser
Klaus Griesser 14 Marzo, 2016 - 15:51
Sie haben völlig recht, Herr Kripp, danke trotzdem für ihre Berechnungen. Im Grund ist alles Suchen nach positiven Argumenten ein Beharren auf ein schönes Spielzeug vonseiten eines verwöhnten Kindes. Das Kind plärrt verzweifelt, weiß aber nicht wieviel gesunde Atemluft durch das Verbrennen von zig Litern Kerosin verbrannt und in CO2 und andere Chemikalien verwandelt wird.
Ritratto di Markus Gufler
Markus Gufler 14 Marzo, 2016 - 15:53
Exakt der selbe Text könnte durch Ersetzen des Wörtchens Flughafen in gar einigen Bereichen des Südtiroler Alltags genau gleich gelten. Die Frage ist ob man hier mit zweierlei Maß an die Sache geht. Wären unsere Nächtigungen und der Export genau so gut verlaufen wenn wir keine MeBo und keine A22 hätten? Ich wette mit allem was ich habe dass dem ganz sicher nicht so gewesen wäre. Der Dummfug mit dem "sollen sich's gefälligst selber zahlen" ist schon mal ein deutlicher Hinweis, dass zweierlei Maß für manche selbstverständlich sind. Er kann in einem ersten Moment logisch erscheinen, sofern man sich voll und ganz darauf versteift dass irgendwelche wenige Reiche damit hin- und herfliegen werden - just aus Spaß und Tollerei sozusagen. Die Möglichkeiten an neu geschaffenen Arbeitsplätzen muss man da dann aber schon mutwillig übersehen haben (immerhin ca. 10% der derzeitigen Arbeitslosenrate Südtirols und mehr als zuletzt bei Hoppe, Memc und LeitnerSolar verloren gegangen sind) Alleine die durchschnittlichen Sozialabgaben der ungefähr 300 geschaffenen Arbeitsplätze lassen 2,4 Mio Euro pro Jahr in das Sozialsystem fließen. Gleichzeitig hat man aus 300 Sozialhilfeempfängern aufrichtige und stolz das eigene Geld konsumierende Bürger geschaffen. Nicht viele mit einem warmen Stuhl unterm Allerwertesten scheinen den Weitblick zu haben das auch anderen zu gönnen. Warum dieser Rückfluss an Steuergeld so wichtig beim "sollen sichs selber zahlen" Argument ist? Ein Unternehmer kann zwar sein eigenes Geld investieren und er kann durch diese Kosten auch Steuern sparen, die somit nicht in den Landeshaushalt fließen werden. Er kann aber auf absolut gar keinen Fall jene Steuern kassieren, welche durch die wirtschaftlichen Folgeeffekte seiner Flughafen-Investition entstehen. Bestenfalls wird er von den Neidhammeln - die jetzt "sollens selber zahlen" schreien - genau dann wieder angefeindet, wenn ihm seine Risikoinvestition aufgeht und er wirklich einen wirtschaftlichen Volltreffer landet. Neid und Südtiroler sind zwei Begriffe die zusammengehören wir Pech und Schwefel.
Ritratto di Mensch Ärgerdichnicht
Mensch Ärgerdichnicht 14 Marzo, 2016 - 15:38
Wenn Innsbruck Verona und Bozen zusammenarbeiten sollten, stellt sich die Frage welches Interesse Verona und Innsbruck haben sollten interessante Flugverbindungen den Boznern abzutreten wobei keiner wirklich von Innsbruck nach Bozen reisen wird wenn München um die Ecke ist, von Verona aus sind frisch Bergamo Mailand und Venedig zu erreichen. Ich bin mit Charterflügen von Bergamo nach "Barcelona" gereist, dort erwartet einen auch noch eine gute Stunde Bus zur Stadt, von Verona nach Bozen durchaus vergleichbar. Und das ist bei den meisten Rayanairlininen so. Wer dann meint man müsste wegen 1% Steigerung der Nächtigungen in Südtirol den Tourismus in den Einflugschneisen opfern hat seine ganz eigene wirtschaftliche Sichtweise.
Ritratto di Markus Gufler
Markus Gufler 14 Marzo, 2016 - 16:04
Es stimmt, von Verona nach Bozen (City) sind es 1,5 Stunden. Von Bozen in die meisten peripheren Gemeinden noch einmal 1-1,5 Stunden. Das wird gerne übersehen. Noch einmal weil ich nach wie vor davon überzeugt bin, dass es zum großen Ganzen auch dazu gehört: Man hätte einen Technologiepark auch verteilt auf mehrere Kompetenzzentren und explizit NICHT in einem Stadtgebiet konzeptionieren können. Das hätte in der Peripherie für Arbeitsplätze und Perspektiven gesorgt. Denn nur vom schönen Panorama kann die Bevölkerung dort auch nicht dauerhaft leben. Aber nichts: der Grundstein für's NOI wurde zentral in Bozen gelegt, direkt neben dem Flughafen. Beides passt gut zusammen. Das eine unbedingt bei sich haben wollen (PD) das andere aber nicht und statt dessen davon ausgehen, dass Fluglärm und Abgase andernorts weniger schlimm sind weil sie einen selbst nicht betreffen sagt doch sehr viel aus, denke ich.
Ritratto di Mensch Ärgerdichnicht
Mensch Ärgerdichnicht 14 Marzo, 2016 - 17:11
Der Technologiepark hat mit den Flugplatz nichts zu tun. Den Bevölkerungen von Überetsch und Unterland eins auswischen zu wollen, nur weil das Land in Bozen etwas gebaut hat was man anderswo hätte bauen können, ist kindisch und lächerlich. Ich behaupte nicht es soll (gar) keine Flughäfen und Flugzeuge geben, ich finde es bescheuert wenn es alle 100 Km einen öffentlich finanzierten (micro) Flugplatz geben muss um jedes Kaff, Loch, Tal, Skipiste, Hotel von überall auf der Welt binnen 24 Stunden erreichen zu können.
Ritratto di Markus Gufler
Markus Gufler 14 Marzo, 2016 - 17:36
Sorry Du hast mich missverstanden: Es geht wirklich und ehrlich und sicherlich nicht darum jemanden eines auszuwischen. Das wäre grundlegend falsch und fatal, weil es bestimmt nicht ohne Reaktion bliebe. Ich denke nur dass beide Infrastrukturen mit all ihren Vor- und Nachteilen sehr gut zusammenpassen. Beide ergänzen sich und haben SEHR wohl etwas miteinander zu tun. Wäre dem nicht so wären beides Kathedralen in der Wüste. Zusammen können sie aber eine Oase im Hinblick auf eine Arbeitswelt sein, welche sich auch und vor allem in den nächsten Jahren deutlich wandeln wird. Das haben wir auch in keiner Volksbefragung zu entscheiden. Ein Auffangbecken für einige inzwischen nicht mehr rentable Betriebe und Arbeitsplätze zu schaffen ist meiner Meinung nach eine sehr gute Investition. Vor allem wenn es früh genug passiert. Noch etwas zu den Vor- wie auch Nachteilen: Frag mal den Inhaber einer Geschäftsimmobilie im Großraum Bozen was aus seiner Investition geworden ist, nachdem klar war welche Unmengen an neuer Kubatur im NOI geschaffen wird. Und das dann auch noch mit langfristigen bereits vorgesehenen Erweiterungs-Plänen je nach Bedarf. Das garantiert nicht nur sehr viele interessante, zukunftssichere und vor allem für die Bozner, Leiferer und Überetscher extrem nahe liegende Arbeitsplätze, sondern vor allem auch, dass es rings herum wohl über Jahrzehnte deutlich weniger von eben dem Bedarf geben wird der im NOI ganz hip in verschiedenen Ausbaustufen gestillt wird: Business-Kubatur. Lass mich deine Antwort raten: Diesen reichen Schnöseln mit ihren Büro- und Lagerhäusern geschieht's mal ganz recht wenn sie drauf zahlen. Nicht?
Ritratto di Mensch Ärgerdichnicht
Mensch Ärgerdichnicht 14 Marzo, 2016 - 18:22
Firmen die nicht Südtirol selbst versorgen oder dort ihren primären Absatzmarkt haben, wandern schon seit Jahrzehnten in den Osten oder Norden aus pipi einfachen Steuergründen ab. Da hilft weder ein Flugplatz noch ein Technologiezentrum. "Frag mal den Inhaber einer Geschäftsimmobilie im Großraum Bozen was aus seiner Investition geworden ist, nachdem klar war welche Unmengen an neuer Kubatur im NOI geschaffen wird" Gerne, wer hat den sowas gemacht?
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Markus Gufler 14 Marzo, 2016 - 18:32
Du brauchst einfach nur durch Bozen Süd zu fahren oder in irgend ein beliebiges "Office-Center" zu gehen. Da gibt es haufenweise Büro's und Hallen von 20 m² aufwärts, deren frühere Geschäftstätigkeit durch Umbruch und mehrjährige Wirtschaftskrise nicht mehr existent ist. Ein großer Teil steht zum Verkauf, zur Vermietung oder kann für unter 50% des Kaufpreises ersteigert werden. Frag nicht die Leute, welche dort ihre Arbeitsplätze verloren haben. Sie reden da nur sehr ungerne drüber, hab ich erfahren. Sie sind sich keiner Schuld bewusst und haben m.E. auch keine. Genauso wenig wie eine zu ihnen passende Arbeit - wenn überhaupt. Die Frage ist jetzt wie wir diese Arbeitsplätze wieder in Gang bringen und dann vor allem auch halten. Mit allen möglichen Verhinderungstaktiken sehe ich da ausgesprochen wenig Potential.
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Mensch Ärgerdichnicht 14 Marzo, 2016 - 22:59
"durch Umbruch und mehrjährige Wirtschaftskrise nicht mehr existent ist. Ein großer Teil steht zum Verkauf, zur Vermietung oder kann für unter 50% des Kaufpreises ersteigert werden." Häää? war nicht der Technologiepark schuld? und du glaubst die Büros füllen sich wieder, geschweige denn verdienen an Wert, wenn Flugzeuge drüber landen?
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Markus Gufler 14 Marzo, 2016 - 18:45
schau mal worüber sich die http://standort-tirol.at/ Agentur zuletzt im Januar so sehr gefreut hat: http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160114_OTS0190/black-diamond-siedelt-europaeisches-headquarter-in-innsbruck-an-bild Und Mensch! ...ärgere Dich jetzt blos nicht darüber. Es sind nicht die anderen so viel besser, sondern wir nur unglaublich behindert.
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Mensch Ärgerdichnicht 14 Marzo, 2016 - 22:56
Ich freu mich für Black Diamond überhaupt wenn vom Flugplatz nie die Rede ist!
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Paul Stubenruss 15 Marzo, 2016 - 06:30
Bitte um richtige Wortwahl. Tremonti hat es angezettelt. Es waren nicht Investitionen sondern Spekulation. Ich selbst habe auch spekulier und war schneller als andere und da steht nichts leer. Die letzen beißen die Hunde.
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Markus Gufler 15 Marzo, 2016 - 07:49
Stimmt, Tremonti war damals ein wichtiger Startschuss und erhebliche Kubatur wurde geschaffen, und das nicht nur in Bozen. Eben diese Kubatur hätte man landesweit verteilt für verschiedenste Komptenzzentren nutzen können. Statt dessen wollte man etwas ganz neues, extrem großes in Bozen Süd. Dort war man nicht "schneller" sondern über Jahre hinweg unnachgiebig gegen alle Stimmen dass es den NOI in dieser Form in Bozen nicht braucht. Jetzt ist sein Grundstein gesetzt - ich wiederhole auf massivstes Betreiben des PD - und es gilt es aus dem zentralistischen Ansatz etwas zu machen. Der Peripherie ist damit nicht mehr zu helfen, so lange sie nicht nach Bozen zieht. Volevi la bici, allora pedala!
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Argante Brancalion 13 Marzo, 2016 - 11:31
Grazie Klaus questa discussione si dimostra interssante e viva. Però c'è bisogno di alcune precisazioni e qualche riflessione ancora. La compensazione delle emissioni coi certificati verdi è una delle porcheria che l'economia ha pensato per continuare ad inquinare con la coscienza pulita. Infatti non ha migliorato le condizioni del pianeta. Quando gli aerei partono lasciano dietro di sé uno spray di kerosene che piove sulle case e la gente che vive li vicino. Questo inquinamento come quello da rumore non è compensabile. Per chi abita a San. Giacomo è una condanna a una lenta camera a gas. Le case di chi abita attorno all'aeroporto non valgono più nulla, sono vendibili, condannando gli abitanti a restarci fino alla morte. Lo screening ambientale è fatto con le bende agli occhi di chi deve farlo passare assolutamente. La zona, chiusa tra i monti è già super inquinata e invece di migliorarne le condizioni si aggiungono altre fonti inquinanti. Questa non è politica ambientale sostenibile, questo è cinismo nei confronti delle 180.000 persone che ci abitano. Un altra precisazione: non è vero che in questo referendum non c'è quorum. Il quorum è al 40%. E se non si raggiunge la provincia può ancora decidere come gli pare (http://www.provincia.bz.it/aeroporto/domande-e-risposte.asp?somefaq_page=2). Il resto sono promesse da politici che valgono poco o nulla. Sono 20 anni che provano a far funzionare questo aeroporto senza riuscirci ma insistono a farlo sempre più grande. E hanno ragione, la pista è troppo corta (ma hanno già studiato l'imbroglio), 60 aerei al giorno sono troppo pochi e 170.000 viaggiatori sono anche troppo pochi per renderlo economicamente indipendente dai finanziamenti pubblici. Il business plan fa acqua da ogni parte. Questo aeroporto non è sostenibile economicamente. O meglio lo è solo perché lo pagano tutti con le tasse e coi tagli alla spesa pubblica specialmente a sanità e sociale. Io mi chiedo se è questo che vogliamo, meno ospedali, meno salute, meno welfare pur di andare in Iran o in Egitto per il nostro piacere o solo perché semplicemente si può fare spendendo poco. La terra è una sola, è malata, mi sembra ora che c'è ne prendiamo cura e rimettiamo, è proprio il caso dirlo, i piedi per terra, chiedendoci "a me serve davvero"?
Ritratto di Klaus Egger
Klaus Egger 15 Marzo, 2016 - 08:32
La compensazione non é una porcheria, ma un metodo per bilanciare almeno un pó le cose. Alla fine, cosa facciamo tutti noi ogni giorno. Emmitiamo CO2. Nel privato. Quando riscaldiamo, quando siamo in viaggio (anche la bici é stata prodotta con CO2), quando mangiamo, quando accendiamo la luce, quando compriamo dei vestiti e cosi via. Anche noi potremmo compensare il nostro stile di vita. Se tutti noi lo faccessimo sarebbe un gran solievo per il pianeta. L'economia non é "il male" come un pó lo sento dalle tue frasi. Fa parte di noi. E certo, ci sono quelli cattivi e quello buoni come dappertutto. Per una cosa ti sono molto grato: quella frase del quorum. Ho guardato sul tuo link ed ero un pó perplesso. O ho capito io qualcosa mallissimo o non so. Ne sará da discutere... Grazie, ciao
Ritratto di Manfred Heiss
Manfred Heiss 13 Marzo, 2016 - 11:40
Der Schreiberling Klaus Egger, spricht von Respekt vor der Meinung anderer Menschen. Herr Egger, wie wäre es zuallererst den Respekt gegenüber denen, die die Belastung des Bozner Flugplatz zu tragen haben, einzufordern? Dieser Respekt fehlt mir bei ihnen in ihrem Schreiben vollkommen!
Ritratto di Klaus Egger
Klaus Egger 15 Marzo, 2016 - 08:35
Sehr geehrter Herr Heiss, sie haben eine klare Meinung und dafür beneide ich sie. Auch haben Sie Recht, ein Absatz in meinem Text hätte ich ruhig den Menschen widmen können die den direkten Belastungen ausgesetzt sind. Den Fehler nehme ich auf meine Kappe.
Ritratto di Paul Stubenruss
Paul Stubenruss 13 Marzo, 2016 - 17:45
Wenn Bozen sich für eine Verdoppelung des Flugverkehres stark macht, dann steht der Ausbau von Flughäfen weltweit auch anderen Städten zu, Istanbul macht es vor. Viele Flugplätze müssen in Zweit- und Drittländern erst noch gebaut werden um sie dann später zu verdoppeln oder verdreifachen. Die Frage ist, was hält die Welt an Wachstum noch aus. Es gibt keinen Weltnutzungs- und Entwicklungsplan, die entsprechenden Domains mit .org sind zwar registriert, aber ohne Inhalt. Allerdings, ob nun Bozen die Flugkapazität verdoppelt ist global gesehen irrelevant. Ob die Hoffnung das mehr Gäste kommen nicht auf Grund des demographischen Wandels platzt ist eine ernst zu nehmende Frage. So könnte es sein, dass Gäste von jungen frischen Läuten bedient werden wollen und nicht von Scheintoten die mit zittrigen Händen die Suppe servieren. Oder nicht von Skilehrern unterrichtet werden wollen denen die Knie zittern. Ob bei fehlenden frischen Köpfe die Industrie und das Handwerk international noch mithalten kann, ist eine weitere Frage, und da bedarf es einer dringenden Antwort von Herrn Pan und Herrn Lanz Darauf braucht Südtirol und ganz Europa eine Antwort und weniger ob Flugplatz ja oder nein.
Ritratto di Klaus Griesser
Klaus Griesser 13 Marzo, 2016 - 18:18
3l/km kann nicht stimmen, @Zanardi Zahlenangaben kann ich nicht überprüfen, beziehen sich aber auf 1 Passagier, mit einem Passagier fliegt keiner. Bei 33 Passagieren also 90l/ km. Wennschon. Das ist aber nicht die Hauptsache: einen Flughafen als Gästezubringer für Hotels und Bergmuseen wollen wir als Normalverbraucher uns nicht mehr leisten, es ist schon zuviel Geld verbrannt worden.
Ritratto di Sigmund Kripp
Sigmund Kripp 13 Marzo, 2016 - 20:46
Die 3 l/ 100 km+Person sind der Verbrauch neuester Flugzeuge mit 150 - 300 Sitzen wenn sie GANZ AUSGEBUCHT sind. D.h. eine 200-Sitze-Maschine verbraucht 600 l Sprit auf 100 km. Sitzen nur 150 Leute drin, sind es bereits 4 liter pro 100 km+Person, weil der absolute Verbrauch der Maschine +/- gleich bleibt. Allerdings sind die Flugzeuge nicht alle neu, ganz im Gegenteil! Sie sind im Durchschnitt sogar SEHR alt! In Europa sind fast 90 % der 20 - 30 jährigen Maschinen noch im Einsatz. Die verbrauchen aber 6, 7, oder mehr liter pro 100km+Person
Ritratto di Sigmund Kripp
Sigmund Kripp 13 Marzo, 2016 - 20:48
p.s. das Durchschnittsalter in Europa liegt bei 11 Jahren!
Ritratto di Alfonse Zanardi
Alfonse Zanardi 14 Marzo, 2016 - 16:58
Mit den Verbrauchsangaben will ich erreichen dass man das Abgas-Argument in Proportion setzt zum Strassenverkehr wie zB A22 mit 37.000 Auto und LKW täglich. Ad Kosten: 2,5 Mio jährlich ist bei einem Landeshaushalt von über 5 Mrd. eine überschaubare Summe von nicht mal 0,5 Promille. Es geht dabei auch um demokratische Toleranz. Ich finanziere mit meinen Steuern auch gern Feuerwahr, Trachtenverein und von mir aus die Schützen, auch wenn ich wenig bis gar nichts damit anfange.
Ritratto di Sigmund Kripp
Sigmund Kripp 14 Marzo, 2016 - 17:22
Es geht hier weniger um demokratische Toleranz, sondern um eine Entscheidung per Volksabstimmung. Die Toleranz kommt nachher. So oder anders. Wir werden zunächst alle darüber entscheiden, ob es den Flughafen in Zukunft noch gibt oder nicht. Wenn es ihn nicht gibt, müssen die Befürworter das tolerieren. Wenn es ihn gibt, werden die Gegner ihn tolerieren müssen. Hier im Forum wird ja nur Meinung gebildet und noch kein Gesetz mit finanziellen Folgen beschlossen....
Ritratto di Alfonse Zanardi
Alfonse Zanardi 14 Marzo, 2016 - 17:33
Da spricht die aufgeplusterte Arroganz eines "Standes" der jahrhundertelang "das Volk" ausgenommen und unterjocht hat - von wegen Toleranz. Sie sollten sich da etwas zurücknehmen und besser auf die Argumente eingehen - wenn sie denn könnten.
Ritratto di Sigmund Kripp
Sigmund Kripp 14 Marzo, 2016 - 17:39
Verstehe ich jetzt nicht! Sie sagen sie zahlen mit Ihren Steuern gerne die Trachtenvereine etc.. Aber Sie können gar nicht anders! Oder wollen Sie die Steuern verweigern? Es gibt ja schon ein Gesetz dazu. Hier im Forum sind wir aber erst in der Vorstufe zu einem Gesetz bzw. dessen Durchführung. Da muss ich nicht tolerant sein. Ich kann den Flughafenbefürworter tolerieren. Beim Flughafenprojekt muss ich das nicht tun.
Ritratto di Markus Gufler
Markus Gufler 14 Marzo, 2016 - 17:43
Halten sie es für angebracht nur Dinge zu tolerieren für die es absolute Mehrheiten gibt? Gerade in einem Land wie dem unseren? Oder wird da für die Wirtschaft etwa doch mit zweierlei Maß gemessen?
Ritratto di Alfonse Zanardi
Alfonse Zanardi 14 Marzo, 2016 - 17:55
Das kann ich mir schon denken dass bei ihnen der Absolutismus noch hoch im Kurse steht, ist halt seit 250 Jahren nicht mehr relevant ...
Ritratto di Klaus Griesser
Klaus Griesser 14 Marzo, 2016 - 18:26
Wenn Sie treffende Argumente mit persönlich-historischen Allgemeinplätzen für die der sachlich Argumentierende nichts dafür kann, abwerten wollen, haben Sie verloren! Bitte bei der Sache bleiben! Es geht bei einer Abstimmung um das Gemeinwohl, nicht um Rechthaberei. Ein Flughafenbetrieb in Südtirol ist wennschon im Interesse mancher Wirtschaftskreise, aber schlicht und einfach nicht im Gemeinwohl. Statt beim Gesundheitswesen zu sparen wäre es besser bei Luxusprojekten anzusetzen.
Ritratto di Markus Gufler
Markus Gufler 14 Marzo, 2016 - 18:38
Mit Verlaub, aber wie Kurzsichtig ist dass denn? Der Großkonzern Sabes setzt mit seinen ca. 10.000 Mitarbeitern pro Tag mit 3,3 Millionen Euro mehr Geld um als der Flughafen in einem Jahr an Steuergeld kosten wird. Er versucht damit bestmöglich der Gesundheit zu dienen. Woher aber glauben sie, dass die 1,2 Milliarden Euro Jahresbudget kommen um das alles zu finanzieren, wenn nicht von einer funktionierenden anstatt blockierten privaten Wirtschaft mit all ihren produktiven Mitarbeitern?
Ritratto di Alfonse Zanardi
Alfonse Zanardi 14 Marzo, 2016 - 21:08
Sie können ja gerne zu meinen quantitativen Argumenten zu Kosten und Umweltbelastung Stellung nehmen, ich würde es begrüssen.
Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 14 Marzo, 2016 - 22:48
Ja leider müssen wir direkten Anrainer hinnehmen, dass Andere landesweit über unser Wohlergehen, unsere Gesundheit und auch über unsere materielle Sicherheit und Zukunft entscheiden können. Das sollen sich so manche bewusst machen!
Ritratto di lois
lois 13 Marzo, 2016 - 20:33
Sehr geehrter Herr Egger, sehr schön ihre Zeilen. Das liest sich gut. Bestimmt haben sie ihr Ziel erreicht Menschen mit ihrer Mail und ihrem Bericht zum denken zu bringen. Eines ist aber sicher, Verantwortung kann man weder kaufen, noch mit Geld das Gewissen rein waschen. Da sie ja als Klimaschützer bekannt sind und sogar dafür werben, finde ich ihre Zeilen sehr widersprüchlich. Außerdem kann ich euch Touristiker leider nicht ganz verstehen, ihr werbt für ein schönes Land mit Ruhe, saubere Luft, (das Land wo Milch und Honig fließt) und gleichzeitig wollt ihr in einer Stadt wo die Luft eh schon zum schneiden ist, bis zu 70 Flugbewegungen am Tage an Lande ziehen. Übrigens gibt es im Unterland und im Überetsch oder am Montigglersee auch jede Menge Urlauber die sich über 6 Flugbewegungen die Stunde freuen würden. Eigentlich müsstet ihr die ersten sein die sich dagegen aussprechen, um unser Land, die Natur und die Luft zu schützen. Aber die Nachhaltigkeit passt eben nicht ganz ins Korsett der Ökonomie. Auch ich habe Respekt vor ihrer Meinung, wobei ich bezweifle ob es wirklich ihre eigene ist. Grüße zurück ins Flughafen Cafe ...aber Innsbruck und Verona ist auch mit dem Zug erreichbar.
Ritratto di Markus Gufler
Markus Gufler 14 Marzo, 2016 - 08:51
Wieder jemand, der sich vor 70 Flugbewegungen am Tag oder 5 pro Stunde fürchtet, und es im eigenen Gedanken wohl gleich wie bei der Formulierung auf Düsenjets bezieht. Doch genau da liegt ein Denkfehler, bzw. inzwischen wohl ein gezielt genutztes Drohszenario: Fakt ist dass der Flughafen Bozen in den letzten Monaten und Jahren einen "Grundumsatz" an Flugbewegungen hatte, und auch unabhängig vom Referendum haben wird, der ungefähr 12.000 Flugbewegungen/jahr entspricht. Das sind auf 365 Tage gleichmäßig verteilt 32 Flüge der Kategorie General- und Business-Aviation. Also normalerweise kleine ein- und zweimotorige Sportflieger, oder Cesna's für das etwas betuchtere Klientel. Diesen Grundumsatz alleine könnte man ganz in der Art einiger Schreiber locker auf ein "bis zu 50 pro Tag und 5 pro Stunde" dramaturgisch wirksam darstellen, ohne dass es falsch wäre. Falsch ist nur, wenn es ohne Präzisierung erfolgt, dass es dabei noch nicht um Düsenjets für Linien- und Charterflüge geht, mit Ticketpreisen die auch für Normalbürger erschwinglich sind. Davon auszugehen es handelt sich um 50-70 Düsenjets ist auch reichlich unrealistisch: Das von vielen Skeptikern als unerreichbar abgestempelte Ziel von 170.000 Passagieren würde man bei täglich 50 Flugbewegungen bereits mit 9,3 Passagieren pro Flug erreichen. Oder anders herum könnte man die durchschnittlichen Passagierzahlen pro Flug von Innsbruck oder Verona hernehmen - das sind 90 bis 110 - und mit den kolpotierten 50 bis 70 Bewegungen pro Tag hochrechnen. Da ist man direkt bei 1,8 bis 2,5 Millionen Passagieren. Also mehr als dem 10fachen von dem was im Konzept steht und meiner Meinung nach für Südtirol weder notwendig noch verträglich und realistisch ist. Da muss man schon auch mal die Frage stellen dürfen wie viel Panikmache hier gespielt wird. Die Innsbrucker müssten demnach ja schon längst alle Tod sein. Statt dessen haben sie deutlich mehr internationale Gäste eine Uniklinik und tolle internationale Unternehmen, die dort ihren Europasitz ansiedeln (aktuell https://blackdiamondequipment.com/de_US/europe-careers.html) Ich kann die Ängste und Sorgen der Anwohner vor etwas Neuem verstehen, obwohl auch gesagt werden muss, dass es den Flughafen seit 90 Jahren gibt und eine Auflassung als nördlichste Landebahn Italiens nie und nimmer denkbar gewesen wäre. Schon gar nicht in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts als jene Wohnstrukturen im Umfeld erst entstanden sind. Ökononisch im Sinne von gut bezahlten Arbeitsplätzen wird sich z.b. ein für die Bozner und Leiferer zentral in Bozen konzipierter Technologiepark viel eher aufgehen, wenn ihm ein Flughafen mit all seinen vernetzenden Möglichkeiten zur Seite steht. Die Alternative wären landesweit verteilte Kompetenzzentren gewesen, die auch zum Auffangen der in der Peripherie verloren gegangenen Arbeitsplätze gedient hätten. Davon wollte man in Bozen&Umgebung aber partout nichts wissen. Bzgl. Umweltverschmutzung sei zu aller erst auf eine korrekte und ehrliche Interpretation der anvisierten Düsenjets verwiesen. Wir sprechen dann von 6-14 Bewegungen pro Tag, wobei jeweils die Hälfte einem Start und die andere Hälfte einer Landung entspricht. Gleichzeitig überfliegen Tag für Tag durchschnittlich 860 Flugzeuge das Gebiet von Südtirol (Messung 4. bis 11.März 2016) Gut die Hälfte davon sind genau jener Flugzeugtyp der eventuell in Bozen landen könnte (A319, A320, B737, ...) Der Rest verteilt sich auf 140 Flugzeugmodelle von kleinen Cesna's bis zu Boeing's Dreamliner oder der russischen Antonov.
Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 14 Marzo, 2016 - 09:34
Mein lieber Markus, du operierst mit Zahlen, die nicht zulässig sind: "Fakt ist dass der Flughafen Bozen in den letzten Monaten und Jahren einen "Grundumsatz" an Flugbewegungen hatte, und auch unabhängig vom Referendum haben wird, der ungefähr 12.000 Flugbewegungen/jahr entspricht." Im letzten Jahr gab es keine Linienflüge mehr, entsprechend sind die Zahlen und ist das Verhältnis der verschiedenen Flugkörper. Der verantwortliche Ingenieur Pascuali sprach von 44 Airbus an Spitzentagen. In der FF wurde noch höhere Zahlen von Düsenjets/Tag genannt. Was du bezüglich Gesundheitsgefährdung schreibst ist zynisch und mehrere Tausend betroffene Menschen ignorierend! "Die Innsbrucker müssten demnach ja schon längst alle Tod sein." Hast du schon mal etwas von den schleichenden chronischen Krankheiten und Krebserkrankungen gehört? Von den Ursachen, welche schädliche Wirkungen Flugzeugabgase haben, davon habe ich schon an anderer Stelle geschrieben! Die erhöhte Sterberate in der Folge von... werden erst nachträglich festgestellt. Es gibt in Innsbruck ebenso Bürgerinitiativen, wie bei hast allen Flughäfen, nur können die ihren Flughafen nicht mehr ungeschehen machen. Wir können ihn noch verhindern! Das ist der Unterschied! "Statt dessen haben sie deutlich mehr internationale Gäste eine Uniklinik und tolle internationale Unternehmen, die dort ihren Europasitz ansiedeln." Mag stimmen, aber es gibt auch Unikliniken und tolle Internationale Unternehmen in Städten und Landschaften ohne nahen Flugplatz! "Ich kann die Ängste und Sorgen der Anwohner vor etwas Neuem verstehen, obwohl auch gesagt werden muss, dass es den Flughafen seit 90 Jahren gibt und eine Auflassung als nördlichste Landebahn Italiens nie und nimmer denkbar gewesen wäre. Schon gar nicht in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts als jene Wohnstrukturen im Umfeld erst entstanden sind." Die Wohnanlagen ist entstanden, weil die Leute an die Versprechen der Politiker , das Ergebnis der Volksabstimmung, dem Ergebnis der Flughafen-Mediation geglaubt haben. Sie fühlen betrogen, belogen, verschachert und glauben Politikern und Befürwortern kein Wort mehr! http://www.salto.bz/de/article/03032016/die-luegen-maerchen-erzaehler
Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 14 Marzo, 2016 - 12:00
Übrigens sind die Wohnanlagen nicht " in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts" entstanden, sondern die besten und schönsten in den letzten 20 Jahren oder sind noch im Bau. Auf dem Foto oben sieht man Luftlinie vom Terminal hinter der Eisenbahn die Wohnanlage "Giardino" mit vielen begrünten Terassen: ist etwa 10-12 Jahre alt. Gleich anschließend Richtung Süden ein sehr schönes bananenförmiges Mehrfamilienhaus der gehobenen Klasse (weniger als 10 Jahre). Dem vorgelagert siehst du eine sehr große Dachfläche eines ehemaligen Betriebs- und Magazin-Gebäudes. Daraus soll ein Dorfplatz, Gemeinschaftsräume und mehrere Wohnblocks entstehen. Was passiert, wenn der Flugplatz ausgebaut wird, wissen die Götter. Welcher Investor will hier in Wohnanlagen investieren? Abgesehen davon werden alle Immobilien und Grundstücke enorm entwertet!
Ritratto di Klaus Egger
Klaus Egger 15 Marzo, 2016 - 10:06
Sehr geehrter Herr Lois, "Verantwortung kann man weder kaufen, noch mit Geld das Gewissen rein waschen." Ein starker, aber auch abstrakter Satz. Wie gehen Sie denn mit ihren Emissionen um die sie täglich privat verursachen? Durch Strom, Heizung, Handy, Computer, Kleidung, Essen, Mobilität, usw. - wir alle produzieren täglich CO2. Wenn wir uns das mal ausrechnen ließen, wären wir bereit dafür zu bezahlen? Wäre das dann "Gewissen rein waschen"? Seien Sie mir nicht böse, aber diese Kompensation-Ablass Handel Diskussion wird mir immer zu pauschal geführt. Die grundsätzliche Frage ist doch: Was brauche ich und was nicht? Mir ist klar, dass sie das Fliegen nicht brauchen und somit auch eine Kompensation der Fliegerei nur etwas Übles sein kann. Das Argument mit dem Touristiker ist bei mir auch etwas schwierig. Ich habe vom Flughafen null und gar nix. Bis jetzt kommen die Wohnwägen und Wohnmobile zumindest noch nicht mit dem Flieger:-) Somit sind meine Gedanken da nicht nur als Touristiker zu verstehen. Danke für den Respekt für meine Meinung die ich auch ihnen gegenüber äußern möchte. Nur habe ich den Nebensatz nicht ganz verstanden: "wobei ich bezweifle ob es wirklich ihre eigene ist."
Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 15 Marzo, 2016 - 11:38
Und das Klaus schreibst wirklich im Ernst? Und glaubst es auch noch?!
Ritratto di Klaus Egger
Klaus Egger 16 Marzo, 2016 - 13:54
Ich habe immer mehr das Gefühl, dass diese Art der Kommunikation nicht viel bringt. Mit deiner Aussage kann ich jetzt leider nicht wirklich viel anfangen Sepp. Ich denke, in vielen Punkten wären wir einer Meinung, in anderen eben nicht. Aber dieses Hin- und Hergeschreibe scheint nicht wirklich Freude aufkommen zu lassen. Eher werden die Töne bissiger. Verzeih wenn ich da nicht mehr mitmache. Ich stelle gerade mit dem Forum Flughafen und mit dem Dachverband für Umwelt gemeinsam die wichtigsten Fragen aus meinem Artikel und den Kommentaren zusammen. Dann können beide "Seiten" sie beantworten und du und ihr sie auch weiter in einem anderen Artikel kommentieren. Ich für mich ziehe mich aus dieser Diskussion nun zurück.
Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 16 Marzo, 2016 - 14:42
Lieber Klaus, wenn du folgenden Satz von dir noch einmal liest: "Bis zum 12 Juni sollten wir uns hüten, mit Einzelargumenten die Gesellschaft zu spalten. Wir sitzen doch alle schon wieder in unseren Schützengräben und feuern mit vermeintlich besseren Argumenten auf die andere Frontlinie. „Es ist mit unseren Urteilen wie mit unseren Uhren. Keine geht mit der anderen vollkommen gleich, und jeder glaubt doch der seinigen“ (Christian Füchtegott Gellert). Ein richtiger Dialog, der auch Spielregeln hat, findet in Südtirol nicht statt, wobei interessanterweise jede Seite das Recht für sich behauptet für einen Dialog offen zu sein." Findest du diesen Absatz, speziell den letzten Satz nicht auch anmaßend? Ich glaube eine dialektischen Auseinandersetzung, das Aufzeigen des Für und Wider ist doch das Wesen der Vorbereitung auf eine Abstimmung, wo du mit ja oder nein antworten musst. Ich finde die Diskussion gut und ausgewogen. Insgesamt sind aber die Machtverhältnisse und die dafür zur Verfügung stehenden Mittel nicht ausgewogen. Ich habe mich immer um sachliche Argumente bemüht. Ich habe bei meinem ausführlichen Beitrag zur Flugplatz-Frage "http://www.salto.bz/de/article/20012016/abheben-zum-sturzflug" - als nachträglich bei den technischen Daten Unsicherheiten aufgetaucht sind - mich an Sachverständige gewandt und die Korrekturen und Präzisierungen als Kommentare angehängt. Wenn du anderer Meinung bist, dann widerlege es mir. Du musst auch Verständnis haben, dass Ärger aufkommt, wen hu oder gestern der LH in St Jakob sagt, ich verstehe euch schon und will euch auch nicht überzeugen , denn eure Position ist berechtigt. Du oder er aber keine Konsequenz daraus zieht. Ich glaube auf dieses Verständnis oder sogar Mitleid können wir verzichten!
Ritratto di ferdinand tessadri
ferdinand tessadri 14 Marzo, 2016 - 15:42
Die Diskussion nimmt immer skurrilere Formen an. Ich habe den Eindruck dass da Leute sich aufspielen die von der Wirklichkeit des Flugverkehrs keine blasse Ahnung haben. Da gibt es die, die fleissig Statistiken und Expertisen abschreiben, ohne zu denken welchen Wahrheitsgehalt diese haben. Dann gibt es solche die die in Europa herumfliegenden Maschinen als uralte Dreckschleudern bezeichnen, um dann sofort das Gegenteil zu behaupten, wenn sie nachlesen dass die Wirklichkeit nicht ihren Erwartungen enspricht. Dann gibt es die Weltretter und Staatsplaner, die alles regeln wollen.Wohin einer auf Urlaub gehen soll, bis zu den Strafsteuern. Der Vegetariertag der Grünen lässt grüssen. Und die die sogar überzeugt sind dass die ganze Welt die MWSt erhebt. Heilige Einfalt. Dann gibt es Träumer die anderen raten mit dem Flugtaxi zu fliegen. Und sicher bei Anblick des Preises in Ohnmacht fallen würden. Aber es sind auch noch BBT Fans die glauben machen wollen dass man in 1,5 Stunden am Flughafen in München ist. Es gibt auch tatsächlich Leute die wissen genau dass die Berufsfliegerei demnächst abgeschafft wird. Ja so ist das wenn man das ganze Jahr mit kleinkarierte Weste herumläuft, Südtirol für den Mittelpunkt der Welt hält, und jeden Tag sein "Mir sein mir " betet. Und ausserdem sich hinter dem heimatlichen Kachelofen verkriecht, anstatt sich in der weiten schönen Welt umzuschauen. Als ehemaliger Vielflieger sage ich dass es schwierig sein wird BZO auf Touren zu bringen, nachdem viele Jahre vergeudet wurden, weil Politiker einfach keine Konzepte hatten, und sich unterm Tisch versteckten. Aber gerade deswegen sollte das Projekt eine Chance bekommen.
Ritratto di Sigmund Kripp
Sigmund Kripp 14 Marzo, 2016 - 15:52
Ihrem Text entnehme ich, dass Sie für sich selbst in Anspruch nehmen, all die Dinge, die die von Ihnen oben Aufgezählten nicht wissen oder nur nachplappern, besser zu wissen und natürlich aus dem ff die Weltlösung parat zu haben. Mich wundert nun doch, dass ich Ihren werten Namen noch nicht unter jenen der großen Weltenführer entdeckt habe, oder ist mir hier etwas entgangen? Oder hat die Welt Ihr universales Genie etwa noch nicht entdeckt?
Ritratto di ferdinand tessadri
ferdinand tessadri 14 Marzo, 2016 - 16:09
Da scheint die Wut wohl die Augen etwas vernebelt zu haben. Sie haben doch die Weltlèòsung Oder Sie verwechseln ihre Shreiberei Denn wor Sie Weltlòsungen sie . bzu etwas
Ritratto di Sigmund Kripp
Sigmund Kripp 14 Marzo, 2016 - 16:55
Ihr Kommentar wirkt etwas wirr!
Ritratto di Silvia Rier
Silvia Rier 14 Marzo, 2016 - 16:00
(auch Benno) Ich finde das jetzt ein bisschen unschön, dass mein Kommentar zu Webkonferenzen (bewusst?) falsch dargestellt und jedenfalls so getan wird, als hätte ich mir da was zusammen geträumt. Ich wollte das eigtl auf sich beruhen lassen, aber jetzt möchte ich doch noch nachreichen, der Vollständig- und der Rechthaberei halber (es ist nicht der Text, den ich gelesen hatte, den finde ich jetzt in der Eile nicht wieder, aber auch dieser sagt, worum's geht und dass ich jedenfalls nicht geträumt hatte. Außer natürlich, die Herren, die's ganz genau und jedenfalls besser wissen, sagen mir, die Sache mit den Webkonferenzen hat sich inzwischen zerschlagen. Das wäre aber schade, weil's eine gescheite Sache wäre, in meinen Nicht-Vielflieger-Augen mit der kleinkarierten Weste von hinter dem heimischen Ofen aus): "Das sind denn auch die beiden Faktoren, die besonders für den Einsatz von Webkonferenz-Diensten sprechen: Kostenersparnis und Umweltbewusstsein. Denn wer auf persönliche Treffen verzichten kann und stattdessen auf Online-Meetings setzt, spart viel Geld: Zum einen fallen die Reisekosten weg, zum anderen dauert ein anderthalbstündiges Meeting auch wirklich nur anderthalb Stunden. An- und Abreise gibt es nicht. Was ebenfalls wegfällt, ist der CO2-Ausstoß: Wer nicht fliegt und das Auto stehen lässt, tut etwas für die Umwelt. Das Argument lässt sich heutzutage sogar Image fördernd einsetzen." http://www.chip.de/artikel/Dienste-fuer-Online-Meetings-2_52103912.html
Ritratto di Benno Kusstatscher
Benno Kusstatscher 14 Marzo, 2016 - 16:25
Liebe Silvia, ich habe mir für Dich den Spass gemacht, zusammenzuzählen, wie viele Stunden ich letzte Woche in "Webkonferenzen" verbracht habe: 21 Stunden. Normale Telefonate und Emails natürlich nicht mitgezählt. Bin ich jetzt "umweltbewusst" in Deinem Sinne? Trotzdem danke für die Belehrung.
Ritratto di ferdinand tessadri
ferdinand tessadri 14 Marzo, 2016 - 16:21
Na, na, touché oder wie ? Ja , so ist es eben, wenn man die Aufzählung der seltsamen Behauptungen nicht goutiert , dann reagieren sich manche Leute eben mit Beleidigungen ab. Bedauerlich aber bezeichnend.
Ritratto di Paul Stubenruss
Paul Stubenruss 14 Marzo, 2016 - 18:11
Die Frage ist und bleibt: Was wissen wir von der Zukunft? Wie lange kann es mit dem Wachstum der Fliegerei noch weiter gehen, mit dem Wachstum der Industrie und dem Verbrauch der Rohstoffe. Ist alles unbegrenzt? Was freut den Touristen an der südtiroler Bevölkerung wenn sie allmählich mehr dem Ötzi gleicht? Können wir wirklich diese Themen verdrängen und uns an Diskussionen zum Kerosinverbrauch der Flugzeuge festnageln. Eine Bewertung zum Verbrauch hat nur Gültigkeit wenn dies im Verhältnis zu sehen sind. Verkraftet die Erde noch tausendfache Steigerung, dann sind die genannten Zahlen irrelevant. Ist hingegen die Obergrenze für die Erde erreicht, dann ist jeder Liter Kerosin zuviel.
Ritratto di ferdinand tessadri
ferdinand tessadri 14 Marzo, 2016 - 18:22
Keine Angst dass bald nur mehr Tattergreise uns die Suppe servieren. Dafür haben wir jetzt schon genug aus dem Osten, die uns mit "Was Du trinken ?" begrüssen. Und unsere neuen "zuagroasten" mit dunkler Hautfarbe würden sich sicher gerne vom HGV als Tellerträger (denn Kellner ist etwas anderes) beschäftigen lassen, wenn es nur ginge.
Ritratto di Klaus Griesser
Klaus Griesser 14 Marzo, 2016 - 19:26
@Tessadri haben Sie was gegen alte Männer, gegen Menschen aus dem Osten, gegen Dunkelhäutige? Welche Lasten tragen Ihre Teller?
Ritratto di Paul Stubenruss
Paul Stubenruss 14 Marzo, 2016 - 19:59
Ziehen wir zu uns wie mit einem Staubsauger Fachkräfte aus den Zweit- und Drittländern dann ist das moderner Raubkolonialismus und in diesen Ländern fehlen dann die Leute die ausgebildet wurden um diese Länder in Schwung zu bringen. Holen wir uns Leute ohne Bildung dann haben wir ein Problem, Köln lässt grüßen. Warum sind im Bozner Gefängnis 80 % Nichteubürger? War nur eine Frage. Warum nimmt man nicht diese Leute um in Gasthöfen die Suppen zu servieren. Dann könnte das 4 oder 5 Sternegefängnis kleiner ausfallen und der Flughafen wäre locker finanziert.
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ferdinand tessadri 14 Marzo, 2016 - 21:47
Was gibt es doch für griesgrämige Zeitgenossen. Ironie ist denen ein Fremdwort und überall vermuten Sie Feinde, die ihrem Weltbild nicht entsprechen. Jedesmal wenn ich den Gurgiser sehe, dann wundert es mich dass man Jahrzehnte lang mit einer so sauren Miene durch das Land ziehen kann. Seine Ideen in Ehren, aber früher oder später muss doch jeder draufkommen dass man sich dabei nur ein Magengeschwür holt. Griesser: Sie haben es erraten, ich bin der Chef vom Südtiroler Ableger des Ku Klux Klan. Hoffentlich können Sie trotzdem schlafen.
Ritratto di rotaderga
rotaderga 16 Marzo, 2016 - 18:16
Ich glaube das folgende Seite eine Menge an Info und Überlegungen gibt welche eine Entscheidungsfindung zum anstehenden Referendum erleichtern. http://elib.dlr.de/cgi/search/simple?screen=Public%3A%3AEPrintSearch&q_merge=ALL&q=&p_merge=ALL&p=&subjects=fw&subjects_merge=ALL&date=&satisfyall=ALL&order=-date%2Fcreators_name%2Ftitle&_action_search=Suchen Meine persönliche Meinung: Nach über 120 Mio in den letzten 20 Jahren an versenkten öffentlichen Geldern sollten zuerst die Verantwortlichen der Vergangenheit an den Pranger und zur Rechenschaft gezwungen werden. Die bisherigen "Minimalinvestoren" und jetzigen Hinterbank-Flughafenbefürworter namentlich aufgelistet werden. Solange dies nicht passiert sehe ich die Angelegenheit als permanenten Diebstahl von Steuergeldern mit der Komplizenschaft der Politmarionetten.
Ritratto di Paul Stubenruss
Paul Stubenruss 17 Marzo, 2016 - 18:30
Ich glaube, das das Verlangen einiger Unternehmer nach einem Flugplatz eher ein Hilfeschrei ist, einfach weil sie beim Einstieg in das 21. Jahrhundert im Rückstand sind und Internet nicht voll auskosten können. Traditionsherstellungsbetriebe haben sich im Laufe der Zeit ein Händlernetz aufgebaut und auch wenn Internet die Möglichkeit bietet weltweit rund um die Uhr den Endverbraucher zu erreichen, können sie den Schritt, den Handel zu umgehen, nicht wage, um nicht auf Anhieb ins Leere zu fallen. All zu sehr lebt der gesamte Handel in Symbiose mit den Herstellern. Neulich auf Ebay gesehen: Ein Hersteller von 3 D Druckern geht direkt zum Enderbraucher und verzichtet auf den Handel. Ein junges Unternehmen das mit der traditionellen Vermarktung schon gar nicht anfängt. Amazon ist ein Handelsbetrieb. Jedoch könnte Amazon reihenweise die Hersteller aufkaufen und so als Hersteller direkt den Endverbraucher bedienen. Noch nicht notwendig weil auch so stark genug, aber es kann kommen. Amazon macht keine Messen, braucht auch keine Messen besuchen, Amazon hat keine Prospekte, Amazon hat keine Reisevertreter. Amazon muss nicht,um neue Produkte zu finden, Messen besuchen, Es sind Hersteller die sich an Amazon wenden und das dann über Internet, ein Besuch im Hause Amazon ist nicht notwendig und sicherlich auch nicht zulässig.. Amazon hat auch keine, um Flagge zu zeigen, teure Verkaufsgeschäfte in Stadtzentren. Amazon dürfte auch keinen Grund haben um in Bozen zu landen. Auch mit Flugplatz werden südtiroler Handelshäuser Amazon und anderen Internetvermarktern nicht die Stirn bieten können. Und wer sich als südtiroler Hersteller an den Internethandel wenden will, immer weil er die Direktvermarktung meiden will, hat die Kontaktmöglichkeit vorwiegend, wenn nicht ausschließlich, über Internet und braucht dann auch keinen Flugplatz Ich sehe die Zeit reif das Hersteller den Handel links liegen lassen, oder die Händler produzieren selbst. Pauschal kann man sagen, das die traditionelle Vermarktung, als Beispiel nenne ich Gartenmotorgeräte, 50 % des Verkaufspreises und mehr verschlingt. Großhandel, Einzelhandel, Glanzprospekte, Messeauftritte, Reisevertreter, Geschäftsreisen, alles zusammen ist ein enormer, heute überflüssiger finanzieller Aderlass. Wer dem nicht Rechnung trägt befindet sich noch im 20. Jahrhundert.
Ritratto di ferdinand tessadri
ferdinand tessadri 17 Marzo, 2016 - 22:48
Ein sehr einfach gestrickte Ansammlung von Allgemeinplätzen. Amazon geht sicher gut um Massenkram zu verkaufen aber ist für viele Branchen vollkommen ungeeignet. Und die ganzen Markenleader, die auf derWelt ihre Stores unterhalten, sind wohl alles Dummköpfe ? Da noch daraus folgern ein Flugplatz wäre unnötig ist wohl reichlich weltfremd. Glaubt da wirklich jemand die Flughäfen der Welt wären von Idioten bevölkert,die zum Spass mit viel Geld um die Welt fliegen, wo sich doch ihre Produkte viel einfacher und preiswerter im Internet verkaufen liessen?
Ritratto di Paul Stubenruss
Paul Stubenruss 18 Marzo, 2016 - 06:36
Wer bei Amazon einkauft bekommt Qualität und wer es versteht, den dauernden Preiswechsel zu nutzen, kauft viel preiswerter als beim Einzelhandel ein und bekommt alles frei Haus geliefert. Wenn es gilt, durch Flugplatz Zeit zu sparen, dann gilt das auch für die Zeit, die verloren geht, um in der Stadt was zu kaufen. Und jede Fahrt in die Stadt ist nicht nur Zeitverlust, sondern auch Benzinverbrauch und so weiter. Stores verkaufen vorwiegend Markenfummel. Die Hersteller schützt die Händler weil sie den Webverkauf verbieten und ein Kartell bilden. Das macht auch Stihl mit seinen Motorsägen.Irgendwann bricht das Eis. Hochdruckreiniger, Holzspalter, Autoersatzteile, Küchengeräte, Freizeitgeräte und so weiter, eine weitere Auflistung würde jeden Rahmen sprengen, kann man bequem im Netz kaufen und man hat ein vorteilhaftes Rückgaberecht. Warum geht es dem Einzelhandel immer schlechter? Dazu gab es genug Berichte in den Medien. Internet hilft, das man weniger das eigene Fahrzeug benützt. Das gilt auch für Unternehmer, und nicht nur auf Flugzeuge bezogen, sondern auch auf Auto und Zug.
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ferdinand tessadri 19 Marzo, 2016 - 22:38
Ach wie schön ! Bei Amazon bekommt man alles billiger und sogar noch frei Haus geliefert. Da erspart man sich in die Stadt zu fahren um einzukaufen, und , wie schrecklich, die Luft zu verpesten. Dafür kommt dann jeden Tag der Lieferwagen von SDA vorbei der die bestellten Sachen zu Hause abliefert. Der fährt ja anscheinend mit Sonnenenergie. Und wie schön ist das ganze Jahr zu Hause beim Computer zu sitzen um bei Amazon die ganzen preiswerten Sachen zu bestellen. Die Geschäfte im Dorf und in der Stadt und ihre Angestellten sollen verhungern, was kümmert mich das, solange es Amazon gibt.Wichtig ist dass die Leute zu Hause sitzen, nicht um die Welt fliegen, und bei Amazon bestellen. Was für eine triste Welt, vor dem Computerschirm, ohne Menschen, ohne Gespräche, ohne Einkaufserlebnis mit anderen Mitmenschen. So eine Zukunft ist grauenhaft.
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