Mahlzeit, SVP
Pixabay/salto.bz
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Europawahl 2019

Das Endergebnis

Die SVP verliert im Vergleich zu 2014 nicht viel. Die Lega wird zweitstärkste Kraft. Holzeisen und +Europa schneiden gut ab, verpassen aber den Einzug.
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Die SVP ist mit einem blauen Auge davongekommen. Die Südtiroler Regierungspartei fährt Südtirolweit zwar Verluste ein, in manchen Gemeinden auch zweistellig, aber am Ende konnte sie ihr Wählerpotential mehr oder weniger halten. 
Die SVP schafft bei den Europawahlen 2019 113.359 Stimmen, das sind 46,54 Prozent. Im Vergleich zu den EU-Wahlen 2014 hat man demnach nur 1,46 Prozentpunkte verloren.
Auf den zweiten Platz landete mit 17,47 Prozent die Lega Salvini Premier. Damit konnte die Lega in fünf Jahren ihre Stimmen in Südtirol fast verdreifachen: Der Kolalitionspartner der SVP schaffte im Vergleich zu 2014 ein Plus von 11,47 Prozentpunkten.
 
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Als dritte Kraft ging mit 11,18 Prozent der Stimmen Emma Boninos +europa hervor. Dieses Ergebnis ist für das Team Köllensperger eine klare Bestätigung der Landtagswahlergebnisse und der Tatsache, dass die neue Liste die stärkste Südtiroler Oppositionspartei ist. Renate Holzeisen schnitt zwar ausgezeichnet ab, weil die Liste +Europa Italienweit die 4-Prozent-Hürde aber nicht schafft, wird Herbert Dorfmann der einzige Südtiroler EU-Parlamentarier bleiben.
Auch die Südtiroler Grünen haben mit 8,68 Prozent einen Achtungserfolg eingefahren. Auch sie haben im Vergleich mit den EU-Wahlen vor fünf Jahren aber verloren (- 1,22 Prozentpunkte). Das Südtiroler PD konnten von der nationalen Entwicklung nicht profitieren. Er stürzte in Südtirol um 9,23 Prozentpunkte ab und schaffte nur mehr 6,47 Prozent. Auch die Südtiroler 5-Sterne-Bewegung brach bei dieser Wahl ein. Mit eine Minus von von über 5 Prozentpunkten kam man nur mehr auf 3, 77 Prozent.
Trotz Silvio Berlusconis Charmeoffensive in den Athesia-Medien zwei Tage vor den Wahlen verlor auch Forza Italia ordentlich. Forza Italia kommt 2019 auf magere 1,73 Prozent. 2019 waren es noch 4,7 Prozent gewesen.
 
 
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△rtim ୍℘୍stロ 27 Maggio, 2019 - 08:04

Über die zugeschlagenen Stimmen der gescheiterten Listen, die von Köllensperger unterstützte + Europa... Europa verde, dürfen sich nun anteilig wohl vor allem Lega, FDI, FI... freuen:
http://www.brennerbasisdemokratie.eu/?p=48782

Ritratto di Martin Daniel
Martin Daniel 27 Maggio, 2019 - 08:54

Das ist umso tragischer, als das Nicht-Erreichen der Sperrklausel von 4% für die 3 hauptsächlich betroffenen Listen (+E, EV, Sinistra) von allen veröffentlichten Umfragen vorhergesehen worden war. Kurios: Während in Dtl. für den Bundestag eine mit 5% weit höhere Knock-Out-Schwelle gilt als in Italien, ist es bei der EU-Wahl genau umgekehrt. Daher hat die Spaßpartei Sonneborns mit 2% 3 Sitze in Strasburg, Italiens Grüne mit 2.3% keinen.

Ritratto di Krautwurst Jürgen
Krautwurst Jürgen 27 Maggio, 2019 - 09:34

"Die SVP schafft bei den Europawahlen 2019 113.359 Stimmen, das sind 46,54 Prozent. Im Vergleich zu den EU-Wahlen 2014 hat man demnach nur 1,46 Prozentpunkte verloren."
...und gleichzeitig 21.623 Stimmen dazu gewonnen, das sollte auch erwähnt werden.
Angesichts der Tatsache, dass es im Vergleich zu 2014 eine neue Konkurrenzpartei gibt, ist dies, so finde ich, ein durchaus respektables Ergebnis.
Dorfmann, Achammer und Kompatscher können zufrieden sein.

elisabeth garber 27 Maggio, 2019 - 09:38

Das stimmt, hätte mir nicht gedacht, dass die SVP so gut abschneidet.

Ritratto di Michael Mutschlechner
Michael Mutschlechner 27 Maggio, 2019 - 13:12

Man sollte absolute Zahlen nicht unbedingt vergleichen. Heuer war die Wahlbeteiligung höher, entsprechend wurden - im Vergleich zu 2014 - Stimmen dazugewonnen. In relativen Zahlen (Prozent) hat die SVP aber Stimmen verloren!

Ritratto di Richter Peter
Richter Peter 27 Maggio, 2019 - 10:58

Das allerwichtigste ist aber, dass sich der Partito Democratico weiter erholt. In Gesamtitalien bereits wieder zweitstärkste Kraft. Auch in Südtirol muss er sich wider erholen.

Ritratto di Hans Hanser
Hans Hanser 27 Maggio, 2019 - 17:48

Hoffentlich nicht. Der Postenschacher aus den letzten Jahrzehnten wirft noch lange Schatten.

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