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Facebook: Autonomiekonvent-Convenzione sull'Autonomia

Autonomiekonvent

"Wir wollen im Grunde alle dasselbe"

Der dritte Open Space ist Geschichte. Zwei, die am Samstag daran teilgenommen haben, berichten von ihren Eindrücken. Was war anders in Meran?
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Schon die offizielle Pressemitteilung des Landtags lässt durchblicken: Der dritte Open Space zum Autonomiekonvent, jener in Meran, war anders. Anders als die bisherigen zwei in Bozen und Bruneck. Von diesen bleibt vor allem die starke Präsenz von Vertretern aus dem rechten deutschsprachigen Parteienspektrum sowie aus den patriotischen Kreisen in Erinnerung. So stark, dass sich der ehemalige Chefredakteur des Alto Adige Paolo Campostrini in seinem Leitartikel in der Montagausgabe (8. Februar) die Frage stellt: “Convenzione o adunata degli Schützen?

Anders und doch nicht?

Die Themen, die in Bozen und Bruneck die Diskussion beherrschten – Selbstbestimmung, Voll-, Finanz- und Sportautonomie, Schule, Toponomastik, Europaregion Tirol usw. –, standen am vergangenen Samstag auch in Meran auf dem Plan. Darüber hinaus wurden gleichzeitig ganz neue Vorschläge von den Teilnehmenden eingebracht: bedingungsloses Grundeinkommen, die Bedürfnisse mehrsprachiger Familien, sozialer Wohnbau, Kulturarbeit, Pensionen für Mütter und viele mehr. Und auch das Feld der Teilnehmer selbst war um einiges vielfältiger als auf den beiden Open Spaces davor. “Besonders gefreut hat mich die Anwesenheit vieler junger Erwachsener”, wird Landtags-Vizepräsident Roberto Bizzo in der offiziellen Aussendung zitiert. Einer dieser jungen Erwachsenen, die sich am Samstag Vormittag in der Fachoberschule für Tourismus und Biotechnologie “Marie Curie” einfanden, ist Raphael Palla. Er bestätigt: “Wir waren eine sehr heterogene Gruppe, Frauen und Männer, Junge und Alte, politisch Engagierte und nicht, Deutsch- und Italienischsprachige.” Aufgefallen sei aber vor allem eine Gruppe: Jene, die Roberta Ciola die “Nicht-Menschen” nennt. Auch Ciola war am Samstag dabei. Und berichtet von einer “kleinen Armee”, die aufmarschiert sei – “organisiert und vorbereitet, um politische Ideen bestimmter Gruppierungen, nämlich der extremen deutschen Rechten” vorzubringen.

Die Themen des Open Space in Meran. Foto: Facebook/Autonomiekonvent-Convenzione sull'Autonomia

“Mit diesen Leuten war es unmöglich zu diskutieren”, erinnert sich Ciola. Sie selbst ist einem dieser “Nicht-Menschen” im Workshop ‘Friedliches Zusammenleben’ begegnet. Den hat sie frühzeitig verlassen: “Dialog hat keiner stattgefunden. Und an einem gewissen Punkt wurde von ‘den Italienern’ im Land gefordert, sich geeint gegen die faschistischen Denkmäler auszusprechen. Es war richtig unsympathisch. Als ich gemerkt habe, dass hier jemand die gesamte Diskussion monopolisiert und instrumentalisiert, war es für mich Zeit, auszusteigen.”

Die Richtung: nach vorne

Weniger bedrückend hat Raphael Palla die Anwesenheit einer doch kompakten Gruppe mit eindeutigen politischen Interessen empfunden. Er selbst hat sich bevorzugt anderen Themen, wie nachhaltige ökologische Landwirtschaft und soziale Exklusion, gewidmet. “Denn das sind Themen, um die es in Zukunft wirklich gehen wird”, ist er überzeugt. Auch Roberta Ciola, die wie Palla aus einem zweisprachigen Umfeld kommt, beschäftigt sich lieber mit nach vorne gerichteten Ideen. “Mit dieser Motivation bin ich zum Open Space, der ja ein partizipativer Prozess sein soll, hin gegangen. Die Menschen aus der Zivilgesellschaft waren aufgefordert, frei heraus ihre Ideen, Geschichten und Eindrücke einzubringen.” Mit der geballten Ladung an politisch vorgefertigten Argumenten und Themen habe sie nicht gerechnet.

Doch ist sie keineswegs enttäuscht aus der Veranstaltung gegangen. “Im Gegenteil, ich bin froh, dass den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit gegeben wird, sich in einem solchen Rahmen auszutauschen und ihre Meinungen zur Neuschreibung des Autonomiestatuts einzubringen.” Raphael Palla sieht das genauso: “Am Samstag sind Menschen zusammen gekommen, die sich ansonsten nie treffen würden. Und wenn die Diskussion so weitergeht, dann werden wir irgendwann draufkommen, dass wir im Grunde dasselbe wollen.” Nämlich? “Kommunikation, Plätze, wo wir uns über uns selbst und unser Südtirol austauschen können. Abseits der politischen und medialen Diskurse.” Er ist der festen Überzeugung, dass sich “von oben” nichts ändern werde. “Daher glaube ich, es ist wichtig, jede Chance zu nutzen, die wir bekommen, um selbst Hand anzulegen”, sagt Palla. Er hat sich bereits für das Forum der 100 registriert, in dessen Arbeit die Ergebnisse der Open Spaces einfließen werden. Auch Roberta Ciola denkt über eine Teilnahme am Forum der 100 nach. Sie befürchtet, dass dort die “Nicht-Menschen” massiv die Überhand über die Diskussion gewinnen könnten. Diese will sie ihnen nicht überlassen. Zuversichtlicher ist da schon ihr jüngerer Mitbürger Palla: “Es ist prinzipiell die Frage, was und ob überhaupt etwas herausschaut. Aber ich glaube fest an die Menschen und die Kommunikation zwischen ihnen.”

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Kommentare

Bild des Benutzers Robert Tam...
Erschreckend, wie diese Roberta Ciola Andersdenkende bezeichnet: als Nicht-Menschen. Wer es also wagt, eine andere Meinung als Frau Ciola zu vertreten, ist in ihren Augen kein Mensch mehr. Solche Gedankengänge sind nicht nur totalitär und menschenverachtend, sondern direkt beängstigend. Frau Ciola geht sogar weiter als die Nazis – die sprachen noch von "Untermenschen". Von einer Akademikerin dürfte man eigentlich mehr Anstand erwarten. Ich finde es schlimm, dass Frau Ciola an der Volkshochschule Urania Meran für einen Fachbereich verantwortlich ist. Wer solch totalitäre Anschauungen wie sie kundtut, sollte nicht mit öffentlichen Geldern finanziert werden. Ebenso finde ich es schlimm, dass Lisa Maria Gasser die "Nicht-Menschen"-Aussage einfach so unkommentiert stehen lässt.
Bild des Benutzers Alfons Zanardi
Ich finde die "Nicht-Menschen"-Aussage ebenfalls nicht zulässig.
Bild des Benutzers Martin B.
"Nicht-Menschen": ein absolut verachtenswerter Wortgebrauch durch Roberta Ciola und wahrlich noch schockierender als "Untermenschen". Die Hemmschwelle zu extremen polarisierendem Wortgebrauch unterhalb der Gürtellinie scheint auf allen Seiten zu fallen. Also leider kein Einzelfall. Was aber noch mehr schockiert ist die unterstützende und wohlgefällige Übernahme und Anwendung durch die Autorin: dreimal im Text gebraucht. Entweder die verachteten Menschen! kommen auch mit einer Stellungnahme zu Wort oder der ganze Artikel hat sich für mich total als einseitig und positionierend diskreditiert. Wenn nicht für alle die gleichen Maßstäbe gelten, dann sind wir verloren! Dixit!
Bild des Benutzers Guntram Bernulf
Nicht-Menschen! Schande über die Dame, welche so einen Wertekosmos ihr Eigen nennt! Und noch größere Schande über die Journalistin, welche diese Aussage unkommentiert übernimmt! Das heißt für mich, sie denkt ebenso!
Bild des Benutzers gorgias
"Das heißt für mich, sie denkt ebenso!" Oder Sie denkt nicht, weil es nicht gegen die eigenen Überzeugungen geht.
Bild des Benutzers Stefan Zelger
Unglaublich mit welcher Terminologie hier gearbeitet wird. Ich bin gerade hin- und hergerissen was mich mehr schockiert: Die Nazi-Begrifflichkeiten die verwendet werden, oder die absolut unreflektierte Übernahme derselben durch Frau Gasser. Was würde wohl passieren, wenn andere Portale wie UT24 so etwas verbreiten würden?! Frau Ciola spiegelt mit ihrer Haltung exemplarisch das Demokratieverständnis vieler Grüner und Linken wieder: Alle die nicht ihrer Meinung sind werden als Untermenschen abgestempelt und Diskussionen werden beleidigt verlassen, wenn sie nicht in die gewünschte Richtung laufen. Salto hat sich mit diesem unterirdischen Artikel keinen Gefallen getan! Journalistische Berufsethik fordert man halt lieber bei den anderen ein (Stichwort Weinbergweg) als vor der eigenen Haustüre zu kehren…
Bild des Benutzers Stefan Zelger
... es sollte natürlich wider, nicht wieder heißen...
Bild des Benutzers John Doe
"Was würde wohl passieren, wenn andere Portale wie UT24 so etwas verbreiten würden?!" Fragen Sie sich? Eine Blick auf diese Seite genügt um das festzustellen. Bei denen passiert nämlich gar nichts, sieht ganz so aus als würde man von denen gar nichts anderes erwarten. Zwei Schlagzeilen: "Ältere Frau sexuell belästigt- Perverser gesucht" "Empörung über "Kinderfickergekritzele"" und hier empfehle ich den Artikel und die Kommentare dazu zulesen, zeigt zum einen wie die Rechten mit Ironie umgehen: Sie verstehen sie einfach nicht, und zum anderen, dass die, die hier am gröbsten über Frau Ciola und Frau Gasser herfallen, vor der eigenen Haustür auch genug zu kehren hätten, oder habt ihr bei dem ganzen Dreck der sich da findet schon resigniert? http://www.unsertirol24.com/2016/02/02/empoerung-ueber-kinderfickergekritzle/
Bild des Benutzers Manuel Kasslatter
schön langsam wird mir diese Lisa Maria Gasser aber unheimlich!
Bild des Benutzers Oliver H.
Die Nationalsozialisten haben die Juden "entmenschlicht". Nun "entmenschlicht" Roberta Ciola Personen, die nicht ihre politische Meinung teilen. Es gibt eben Menschen, da nützt der beste Geschichte und Philosophie Unterricht nichts....
Bild des Benutzers pérvasion
Schauderhaft!
Bild des Benutzers Stephan H.
So, nun sollte aber endlich in einer basisdemokratischen Befragung, oder auch in einer offiziellen Abstimmung herausgefunden werden, wieviele "Nicht-Menschen" es in Südtirol gibt, die sich für die Ausübung des Selbstbestimmungsrechtes (Achtung, nicht Selbstbestimmung mit Unabhängigkeit oder Sezession verwechseln!) aussprechen. Ich denke das wären wohl sehr viele Menschen (MENSCHEN, nicht NICHT-MENSCHEN) die sich dafür aussprechen würden. Viele deutsch-, italienisch- und ladinischsprachige MENSCHEN aus Südtirol denk ich mal.
Bild des Benutzers Mensch Ärgerdichnicht
Also wenn das mit den "Nicht-Menschen" als Antwort oder Anspielung auf die "Gut-Menschen" gedacht war, dann ist der Schuss kräftigt nach hinten losgegangen! Nicht nur zeugt es, dass man im Niveau gleich tief, wenn nicht tiefer, steht als die Leute die das andere Wort benutzen, nein, man zeigt offen und ehrlich wie manche wirklich überzeugt sind durch ihre politische Einstellung etwas besseres als andere zu sein.
Bild des Benutzers Roberta Ciola
Le persone che all'open space di Merano ho vissuto come "Nicht-Menschen" sono persone che da sole hanno scelto di non mostrare la loro umanità e fare i propri giochi di potere: parevano dei soldati che eseguivano degli ordini dall'alto, senza fare una piega e senza rivelare un po' di empatia e tanto meno umanità, senza alcun interesse a spostarsi da quanto stavano dicendo, senza alcuna intenzione di dialogare, senza intenzione di ascoltare e confrontarsi. Parlando senza mai mettersi alla stessa altezza d'occhi di coloro che avevano di fronte.
Bild des Benutzers Mensch Ärgerdichnicht
Se basta essere testardi per essere definiti disumani, siamo messi bene!
Bild des Benutzers Robert Tam...
"...senza rivelare un po' di empatia e tanto meno umanità..." Das trifft am Besten auf Sie zu, Frau Ciola. Sie sprechen Konventsteilnehmern, die nicht Ihre Ansichten teilen das Elementarste ab: das Menschsein. Schämen Sie sich! Mal kurz bildlich dargestellt: Ein Lebewesen, das kein Mensch ist, kann man zertreten, erschießen, totschlagen, abstechen - schlimmstenfalls macht sich der Täter der Wilderei oder Tierquälerei schuldig. Es wäre aber kein Mord. Ich finde Ihre Aussagen WIDERLICH, Frau Ciola!
Bild des Benutzers Harald Knoflach
sie machen es nur noch schlimmer, frau ciola. der einzige weg ist zurückzurudern und die aussage mit einer entschuldigung zurückzunehmen. nazi-diktion hat in unserer demokratischen gesellschaft nichts verloren. Art. 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ egal, was jemand gemacht hat. er/sie bleibt immer ein mensch, denn seine würde ist unantastbar. selbst die eines mörders, kinderschänders usw. mit dem begriff "nicht-menschen" sprechen sie den bezeichneten personen die menschenwürde aufgrund einer bagatelle ab. der grund ist aber ohnehin irrelevant, da es keinen grund gibt, der die bezeichnung "nicht-menschen" rechtfertigen könnte. außer halt im nationalsozialismus.
Bild des Benutzers veronika dapra
Ihre Vorwürfe treffen auf Sie zu! Wer nicht Ihrer Meinung ist, führt als Soldat die Befehle aus, wer nicht Ihrer Meinung ist, zeigt keine Empathie, ist uneinsichtig usw. Leider haben Sie sich mehr entlarvt als ihnen wahrscheinlich bewusst ist, aber bitte, Ihre Meinung sei Ihnen gelassen. Andersdenkende jedoch als Nichtmenschen zu bezeichnen, ist skandalös und nicht zu entschuldigen.
Bild des Benutzers gorgias
@Ciola Una curiosità: Quale parola che ha usato nella intervista fatta in italiano che poi è stata tradotta come "Nicht-Menschen"?
Bild des Benutzers Sepp Bacher
Diese Frage wundert mich, wird doch im Artikel gesagt, dass "Auch Roberta Ciola, die wie Palla aus einem zweisprachigen Umfeld kommt, ...", also ist Sie als Akademikerin, die angeblich in einer deutschen Bildungseinrichtung "Urania Meran" arbeitet, sicher beider Sprachen in gleichem Maße mächtig.
Bild des Benutzers Harald Knoflach
eigentlich erübrigt sich jeder kommentar. aber irgendwie kann man sowohl die aussagen ciolas als auch die wertende diktion der autorin nicht unwidersprochen stehen lassen. so wie ich mich verpflichtet fühle, gegen rassistische, sexistische oder xenophobe haltungen stellung zu beziehen, so muss ich das auch in diesem falle tun. nazi-diktion darf in unserer gesellschaft niemals geduldet werden. andere als "nicht-menschen" zu bezeichnen bewegt sich weit außerhalb unseres demokratischen grundkonsenses und ist per definition extremistisch. (frau ciola weiß offenbar auch nicht was "extremistisch" im politikwissenschaftlichen sinne heißt. "extremisten" sind jene, die die demokratische grundordnung in frage stellen bzw. außer kraft setzen wollen, was nach meinem dafürhalten angesichts der themenvorschläge außer ihr selbst durch ihren "nicht-menschen"-sager niemand anderer in meran getan hat). dass frau gasser dann auch noch sekundiert, indem sie ciolas haltung indirekt unterstützt und andere meinungen als ihre per se als rückwärtsgewandt einstuft (Auch Roberta Ciola, die wie Palla aus einem zweisprachigen Umfeld kommt, beschäftigt sich lieber mit nach vorne gerichteten Ideen.), ist schlichtweg schockierend. gibt's bei salto eigentlich keine qualitätskontrolle bzw. ein vier-augen-prinzip? ein derart extremer artikel dürfte nach meinem dafürhalten in einem demokratischen land in dieser form (unkommentiert, ja sogar billigend) nicht publiziert werden. eine klarstellung wäre meines erachtens das mindeste.
Bild des Benutzers Mensch Ärgerdichnicht
Ich glaube auch, dass mindestens der Journalistin diese Wortwahl auffallen müsste. Ich will sogar beiden (der Interviewten und der Journalistin) glauben, dass das alles nicht so gemeint war. Bleibt nur zu hoffen, dass dieser Fall als Anstoß genutzt wird um (überhaupt als Journalistin) über den Einfluss der eigenen politischen Überzeugung auf die die eigene Wahrnehmung nachzudenken. Vorurteile, Kategorisierung der Menschen und Feindbilder nisten sich in unserer Denkweise viel schneller und heimlicher ein als wir es wahr haben wollen. Der Pathos spielt uns eben oft einen Streich in dem er sich als Ethos verkleidet!
Bild des Benutzers Sepp Bacher
Was die Haltung von Frau Ciola und ihren Sager anbelangt, bin ich mit den meisten Kommentaren solidarisch. Ich möchte auf einen anderen Aspekt und eine andere Aussage von Roberta Ciola eingehen und zwar: “organisiert und vorbereitet, um politische Ideen bestimmter Gruppierungen, nämlich der extremen deutschen Rechten”. Menschen, welche die Anwendung des Selbstbestimmungsrechts - ein Menschenrecht - fordern, als extrem rechts zu bezeichnen finde ich extrem. Nicht etwa extrem links, nein sicher nicht, auch nicht extrem grün, einfach nur extrem unsozial und extrem dumm. Die Südtiroler Freiheit mag auch Exponenten haben, die tendenziell rechts sind, aber niemals extrem. Extrem rechts sind z. B. Menschen, die vor Gewalttaten und z. B. Brandlegungen nicht zurückschrecken. Die Einforderung des Selbstbestimmungsrechts ist andernorts eher ein linkes Thema und wird von eher linken Kräften und Parteien gefordert (Corsica, Katalonien, Baskenland, usw.). Aber extreme Menschen sehen immer in den anderen das Extreme. Eine Projektion? Es gibt im Sprachgebrauch von Journalisten und militanten Kämpfern keine Abstufungen mehr, z. B. tendenziell links, rechts, usw., nein es gibt nur noch die Bezeichnung extrem rechts für alles was differenziert dargestellt wird oder auch konservativ oder tendenziell rechts klingt. Alles dies in die rechte Ecke zu verdammen zwingt die Angesprochenen tendenziell nach rechts. Und dann irgendeinmal trifft die "Sich-selbst-erfüllende-Prophezeiung" auch zu!
Bild des Benutzers Harald Knoflach
zustimmung. diesbezüglich hab ich auch schon mal was geschrieben: http://www.brennerbasisdemokratie.eu/?p=23671
Bild des Benutzers Gabriele Di Luca
Appunti da traduttore: può essere che il termine "Nicht-Menschen" sia la versione tedesca di "Inumani" o "Disumani"? La cosa potrebbe avere una rilevenza, giacché in italiano queste due espressione significano persone che non hanno un comportamento "umano" nel senso di "empatico". Del resto, correntemente anche chi fa uso del termine "Gut-Menschen" (tradotto poi con "buonisti) intende antifrasticamente persone incapaci di comprendere, al limite dei veri e propri imbecilli (e questo è il motivo secondo il quale, a mio avviso, si tratta di un'espressione violenta, anche se camuffata da quasi il contrario).
Bild des Benutzers Harald Knoflach
es gibt das wort unmensch, das aber eine völlig andere konnotation hat und meist individuell und gezielt aufgrund einer tat verwendet wird. selten pauschal. und wie gesagt - es impliziert nicht die aberkennung der menschenwürde, sondern bezeichnet einfach jemanden, der bösartig oder grausam agiert hat. nicht-menschen hingegen spricht das menschsein ab.
Bild des Benutzers Toni Ladurner
Sachliche Diskussion Ich habe an dem Autonomiekonvent in Meran teilgenommen. Meine Wahrnehmung: ein sehr vielfältiges Publikum in Bezug auf Alter und politischer Ausrichtung, leider waren die Italiener zahlenmäßig schwach vertreten. In den Gruppen, an denen ich teilgenommen habe, gab es eine mitunter kontroverse, aber stets sachliche Diskussion. Dass bei einer Veranstaltung, bei der es um die Zukunft des Landes geht, auch sehr unterschiedliche politische Positionen zum Ausdruck kommen, scheint mir nicht besonders abwegig zu sein. Im Gegenteil, ich finde es sogar gut, dass unterschiedliche Meinungen und Positionen offen ausgetauscht werden.
Bild des Benutzers Michael Bockhorni
ich war auch am Samstag beim Konvent, ich war in verschiedenen Arbeitsgruppen und habe immer eine sachliche und offene Gesprächsatmosphäre erlebt. Einige waren sehr von ihren Positionen überzeugt und lediglich auf den Suche nach Zustimmung (solche Personen finde ich allerdings in allen Lagern). Ein wenig Sorge habe ich, wenn solche Personen Protokolle vom Verlauf der Arbeitsgruppe samt der Vielfalt von Meinungen dokumentieren sollen.
Bild des Benutzers John Doe
Endlich mal ein Neologismus der den Kern eines Teils unserer Gesellschaft beschreibt. "Nicht-Menschen": Menschen die Menschlichkeit vermissen lassen. Ganz einfach. In Zeiten, in denen schon "Linke", oder Leute die sich für solche halten, Begriffe wie "Gutmenschen" gebrauchen um seriöser zu wirken, oder dem Zeitgeist zu ensprechen, kommt mir der Ausdruck "Nicht-Menschen" wirklich sehr gelegen. Im Gegensatz zu "Gutmensch", mit dem versucht wird jene bloßzustellen, die sich noch etwas Menschlichkeit bewahrt haben, wird dieses Wort Eingang in meinen Wortschatz finden. Danke Frau Ciola. Zu den Kommentaren: Ein Sprichwort unserer weisen Tiroler Väter sagt: "getroffene Hunde bellen" :)
Bild des Benutzers Klemens Kössler
Herr Doe Gutmenschen wird nicht für Menschen benutzt welche Menschlichkeit zeigen, Gutmensch wird für Heuchler benutzt welche in der Öffentlichkeit eine saubere Weste prahlend vorzeigen aber in Wirklichkeit niemandem das Wasser in der Suppe gönnen und auch gern im stillen Taten aus üben welche sie in der Öffentlichkeit lauthals verurteilen, also Heuchler und nicht Menschen mit Nächstenliebe. Das von Ihnen zitierte Sprichwort ist hier ganz und gar daneben gegriffen. "Die Würde des Menschen ist unantastbar" Mit der Bezeichnung "Nichtmensch" spricht man einem Menschen die Würde ab und macht ihn zur Sache. Politisch andersdenkende unwürdig zu bezeichnen war immer Usus der Diktatoren Hitler, Stalin, Mussolini, usw. damit begann immer die Rechtfertigung zur Auslöschung dieses "Unkrauts". Nicht nur getroffene Hunde bellen sondern auch gequälte Hunde.
Bild des Benutzers John Doe
Sie machen es sich zu einfach, Herr Kössler, oder glauben sie wirklich, Sie hätten die Deutungshoheit über die besagten Begriffe?
Bild des Benutzers Klemens Kössler
Deutungshoheit mute ich mir nicht zu, sehr wohl aber eine erweiterte Definition.
Bild des Benutzers Markus Lobis
Eine interessengetriebene und von Primitivität strotzende Definition.
Bild des Benutzers Markus Lobis
Eine interessengetriebene und von Primitivität strotzende Definition.
Bild des Benutzers John Doe
oder glauben Sie wirklich , dass alle, denen das Wort "Gutmensch" an den Kopf geworfen wird, Heuchler sind, welche, Zitat:" in der Öffentlichkeit eine saubere Weste prahlend vorzeigen aber in Wirklichkeit niemandem das Wasser in der Suppe gönnen"
Bild des Benutzers Klemens Kössler
Zutreffend
Bild des Benutzers Cristian Kollmann
Sehr geehrte Frau Ciola. Bei dem „Nicht-Menschen“, den Sie namentlich nicht nennen, handelt es sich um meine Person. Meine Teilnahme am Workshop „Friedliches Zusammenleben“ hat mir in erschreckender und bezeichnender Weise einmal mehr Folgendes bestätigt: In Südtirol grassiert schon seit geraumer Zeit eine neue Ideologie, nämlich des Pazifaschismus. Diese Ideologie scheint auch vor dem so genannten Autonomiekonvent nicht Halt zu machen und besagt Folgendes: Der italienische Faschismus, der, in der Form von staatstragender beleidigender Architektur und von historisch nicht fundierten, konstruierten und pseudoitalienischen Ortsnamen in die Gegenwart hereinstrahlt, wird, angefangen bei „Alto Adige“, als entfaschistisiertes Kulturgut und als friedenserhaltende Maßnahme reinterpretiert. All jene, die an dieser neuen, unrechtsrelativierenden Ideologie nicht mitbauen und sie nicht zu einer Art altoatesinischen Leitideologie und -kultur hochstilisieren wollen, sind Deutschtümler, Italienerfeinde und, nach ihren Worten, „extreme deutsche Rechte“ und „Nicht-Menschen“. Die Masche ist ganz einfach zu durchschauen: Wenn Sie und Ihre Gesinnungsgenossen, besonders -genossINNEN, in Argumentationsnot geraten, spielen Sie die Beleidigten und ernennen sich selbst zur obersten moralischen Instanz, indem Sie Andersdenkende moralisch niedermachen wollen. Glauben Sie wirklich, dass auf der Basis von Argumentationsverboten und mangelndem Demokratieverständnis ein ehrliches, friedliches und faschistisch unbelastetes Miteinander funktionieren kann?
Bild des Benutzers John Doe
Und Sie Herr Kollmann werfen allen, die ihre fanatischen Ansichten nicht teilen, vor "Pazi-Faschisten" zu sein? Wie soll man mit Leuten wie Ihnen jemals auf einen grünen Zweig kommen?
Bild des Benutzers Cristian Kollmann
Warum bitte schön soll die Forderung an Ihre Gesinnungsgenossen, auf landauf landab vorzufindendes staatstragendes faschistisches Namen- und Gedankengut zu verzichten und es nicht als entfaschistisiertes Kulturgut und friedenserhaltende Maßnahme zu reinterpretieren, fanatisch sein? Ist für Sie im Umkehrschluss die Forderung nach der Umbenennung einer Josef-Wenter-Schule oder einer Eduard-Ploner-Straße ebenso fanatisch oder nur deshalb legitim, weil die Bezeichnungen nicht faschistisch, sondern nationalsozialistisch belastet sind? Der Begriff "Pazifaschisten" ist im Übrigen selbstredend: Menschen, die den Faschismus als friedenserhaltende Maßnahme reinterpretieren (siehe oben). Selbstredend ist auch der Begriff "Nicht-Menschen". Nur spricht "Pazifaschisten", im Unterschied zu "Nicht-Menschen", niemandem das Menschsein ab, sondern stellt bei den als "Pazifaschisten" bezeichneten Menschen mangelndes Demokratieverständnis und Gerechtigkeitsempfinden fest.
Bild des Benutzers John Doe
1) Sie kennen meine Gesinnung nicht, also wen meinen Sie denn mit "ihre Gesinnungsgenossen"? 2) Es kommt drauf an, wer diese Forderung vorbringt und wie diese Person an mich herantritt. Wenn ich mich von italienischen Rechten, z.B. Urzì oder Seppi (ihr Gegenüber auf italienischer Seite) in die Enge getrieben sehe, dann sehe ich darin in erster Linie eine Forderung von Leuten mit fanatischen Ansichten, die ich nicht unterstützen will. Auf die ich schon als Trotzreaktion nicht eingehen werde, da es auch gemäßigte Stimmen gibt, deren Anliegen ich gerne unterstütze. 3) Kein Begriff ist selbstredend, das sollten sie als Sprachwissenschftler eigentlich wissen.
Bild des Benutzers John Doe
Außerdem, was fällt Ihnen überhaupt ein, das Wort "Alto Adige" ständig mit dem Faschismus in Verbindung zu bringen, wenn Sie genau wissen, dass die meisten die es benutzen mit dem Faschismus und mit faschistischem Gedankengut nichts zu tun haben? Was ist denn mit den aus der NS- Zeit belasteten Begriffen, wie z.B. Volk, Heimat usw. Mit denen haben Sie erstaunlicherweise überhaupt keine Probleme, oder irre ich mich? Ich finde es unerhört, dass jemand wie Sie, von dem die Partei und der dazugehörige Dunstkreis bei jeder Gelegenheit betont, dass Sie ein "renomierter Sprachwissenschaftler" sind, so einen Schwachsinn verbreitet! Entweder Sie haben von Semantik keine Ahnung, wenn dem so ist, dann kann ich Ihnen gerne mal Nachhilfe geben, oder Sie haben einfach Spaß daran Leute an der Nase herumzuführen.
Bild des Benutzers Manuel Kasslatter
das war mir allerdings neu, dass die nazis die begriffe "heimat" und "volk" erfunden hatten... alto adige wurde allerdings serwohl von den Faschisten erfunden! sogar A. Langer hat im italienischen den begriff "sudtirolo" verwendet...
Bild des Benutzers John Doe
Das Wort "Alto Adige" stammt aus der Zeit des Napoleonischen Königreichs und wurde erst später von den Faschisten wiederverwendet. Zu behaupten der italienische Faschismus, "strahle" durch den Gebrauch dieses Wortes in die Gegenwart hinein, so wie es Herr Kollman getan hat, ist allso völliger Unsinn. Übrigens benutze ich auch Sudtirolo, aber ich würde mich davor hüten "Alto Adige" als faschistisch umzudeuten.
Bild des Benutzers Mensch Ärgerdichnicht
Achtung: der Begriff "Alto Adige" stammt aus Napoleons Zeiten und wurde von den Fascisten übernommen.
Bild des Benutzers Manuel Kasslatter
ok, aber haut adge hat ein vollkommen anderes gebiet umfasst!
Bild des Benutzers Martin Daniel
Es ist schade, dass hier auf jemanden eingedroschen wird, ohne die Dynamik des Ganzen zu kennen. Wenn ich das richtig mitgekriegt habe (ich war anwesend, wenn auch nicht im Raum), hat die von euch allen an Kreuz geschlagene völlig aufgelöst den Raum verlassen, weil sie sich zutiefst in ihren, im Rahmen der Diskussion offengelegten Emotionen verletzt gefühlt hat. "Andersdenkende moralisch niedermachen wollen" ist absolut nicht ihre Sache, vielmehr hat sie sich als Opfer genau eines solchen Angriffs gefühlt. Ich sage Euch nur: Ihr tut ihr zu 100% unrecht und macht aus einem Opfer eine Täterin. Das gilt besonders für den Fall, dass ihre Wortwahl in einem Zustand tiefster emotionaler Zerrüttung entstanden sein sollte.
Bild des Benutzers gorgias
Tut mir leid, aber für mich ist es immer noch nicht nachvollziehbar, wie man so völlig aufgelöst den Raum verlassen kann und daraus solche Bezeichnungen rechtfertigen kann. Wenn es Herr Kollmann war, so müsste doch die Position und der Jargon doch bekannt sein (ich habe diese von verschiedenen Personen die letzten 10 Jahre schon oft genug gehört), und wenn nicht, dann muss man das auch noch aushalten können. Wer hier den Raum verlässt, völlig aufgelöst, und dann anfängt andere als "Nicht-Menschen" zu bezeichnen und es nicht aushält, dass sowohl die Ortsnamen als auch die faschistischen Bauten (zumindest in ihrer nicht historisiersten Form) als Beleidigung angesehen werden von einem großen Teil der deutschsprachigen Südtiroler und dass man als Italiener sich zumindest von ihnen als authentische historische Quellen und in ihrer politischen Aussage distanzieren sollte. Ich frage mich wirklich, in wie weit die meisten Menschen in Südtirol die zur italienischen Sprachgruppe gehören sich mit dem Faschismus auseinandergesetzt haben. Wenn ich denke was man so alles in italienschen Schulen noch sehen kann, dann wundert es mich wirklich nicht dass man sich nicht versteht. Herr Kollmann mag zwar unsympatisch und hart gewesen sein wie er seine Position vorgelegt hat (ich kann es nicht beurteilen weil ich nicht anwesend war), aber eine reife Auseinandersetzung sieht trotz allem anders aus, zumindest wenn es mit dem Zusammenleben besser klappen soll.
Bild des Benutzers pérvasion
Die Betroffene hat ihre Wortwahl auch hier und heute noch einmal bestätigt, sie scheint also wohlüberlegt zu sein. Selbst wenn man (ich nicht) darüber hinweg sehen wollte, kann man für die Autorin des Artikels, Frau Gasser, keine mildernden Umstände gelten lassen.
Bild des Benutzers John Doe
Steht Frau Ciola etwa vor Gericht, oder wo sollte man mildernde Umstände nicht gelten lassen? Weil sie einen Begriff benutzt hat, dem von bekannter Seite willkürlich Bedeutungen zugeordnet werden, die von anderen hier unreflektiert übernommen werden?
Bild des Benutzers John Doe
Wenns ums Thema Selbstbestimmungs geht, dann scheint einigen jeder Anlass recht zu sein, um auf die Gegner draufzuhauen. Es scheint sie auch nicht im geringsten zu stören, dass sie den Rechten "Schützenhilfe" leisten. Da wird einfach alles von denen 1:1 übernommen. Nicht schlecht Jungs.....
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