2019-08-16_dna-aktion-der-schuetzen.jpg
Südtiroler Schützenbund
Advertisement
Advertisement
Schützen

Südtirols Totengräber

Die Schützen starten ihren ersten Angriff im Zuge der DNA-Kampagne und überkleben deutsche Ortsnamen. Neben freiheitlichem Zuspruch regt sich erwartungsgemäß Widerstand.
Von
Bild des Benutzers Julian Mayr
Julian Mayr16.08.2019
Advertisement
Advertisement
Salto Plus

Liebe/r Leser/in,

dieser Artikel befindet sich im salto.archiv!

Abonniere salto.bz und erhalte den vollen Zugang auf etablierten kritischen Journalismus.

Wir arbeiten hart für eine informierte Gesellschaft und müssen diese Leistung finanziell stemmen. Unsere redaktionellen Inhalte wollen wir noch mehr wertschätzen und führen einen neuen Salto-Standard ein.

Redaktionelle Artikel wandern einen Monat nach Veröffentlichung ins salto.archiv. Seit 1.1.2019 ist das Archiv nur mehr unseren Abonnenten zugänglich.

Wir hoffen auf dein Verständnis
Salto.bz

Abo holen

Bereits abonniert? Einfach einloggen!

Advertisement

Kommentar schreiben

Kommentare

△rtim ୍℘୍stロ 16.08.2019, 17:17

Die Tiroler Schützen haben recht. Leider. Es ist eigentlich ein Unding, dass die Gleichstellung der zweisprachigen Ortsnamensgebung des Gruber-De-Gasperi-Abkommens nach über 70 Jahren noch nicht mal umgesetzt worden ist. Stattdessen gilt immer noch die faschistische Ortsnamensgebung.

Bild des Benutzers Harry Dierstein
Harry Dierstein 16.08.2019, 17:25

Die Berufsstänkerer im Trachtenanzug haben zwei wichtige Aspekte leider immer noch nicht realisiert:

1) Mit ihren albernen Aktionen nerven sie den intelligenten Teil der Bevölkerung, der sich mittlerweile mittels Braindrain an ihnen rächt. Wenn sie also wirklich Patrioten wären, dann würden zu einer Entspannung der ethnischen Situation beitragen, anstatt das Leben in Südtirol immer noch stressiger zu gestalten.

2) Ettore Tolomie war zwar ein übler Widerling, ist aber beileibe nicht der „Totengräber“ Südtirols. (Südtirol lebt ja übrigens noch recht munter.) Die beiden wirklich schlimmen Kriegsherren, die maßgeblich zur Teilung Tirols beigetragen haben, waren der deutsche Kaiser Wilhelm II (*27. Jan 1859) und österreichische Kaiser Franz Joseph I.

Letzterer hätte übermorgen, also am 18. Aug. 1830 Geburtstag und es wäre ein Zeichen der reifenden Weiterentwicklung, wenn die patriotischen Rechtsparteien irgendwann einmal verstehen würden, dass das Unheil am 29. Juli 1914 begonnen hat, als Österreich-Ungarn zusammen mit Deutschland als Aggressor und Angriffskriegernation Belgrad bombardierte.

Es war Unrecht, Serbien zu bombardieren und damit die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts auszulösen. Die Teilung Südtirols ist kein Unrecht, sondern ein Kriegsergebnis.
Wenn man schon Aufkleber irgendwo drapieren möchte, dann würden sich ALLE Straßenschilder und ALLE Denkmäler der beiden Kaiser Wilhelm II. und Franz Joseph I. aufdrängen!
Ist jemals schon einmal einer der Schützen an einem dieser Orte zur Protestaktion gesehen worden? Die Schützen verwechseln leider oft Ursache und Wirkung und gefallen sich wahnsinnig gerne als Opfer, ohne jedoch die größeren Zusammenhänge verstehen und akzeptieren zu wollen.

Der Faschist Tolomei ist eine relative Marginalie, denn die großen Kriegstreiber und Hauptverantwortlichen gilt es anzuprangern!

Wer mehr zum Thema lesen möchte, dem sei dieser Text empfohlen:
https://www.salto.bz/de/article/03112018/wieso-unrecht bzw.
https://hdierstein.wordpress.com/2018/11/04/wieso-unrecht/

Bild des Benutzers Georg Lechner
Georg Lechner 16.08.2019, 19:58

Sehe ich auch so.

Bild des Benutzers Pseudo Nym
Pseudo Nym 17.08.2019, 00:23

Dieser Geschichtsrevisionismus ist gruselig. Solche Verdrehungen erwartet man eher von Vertretern der Lega und deren Bücklingen - nicht hier.

Die Forderung der Schützen die deutschsprachigen Ortsnamen offiziell anzuerkennen ist richtig und legitim.
Über die Art und Weise und mögliche Hintergedanken kann man diskutieren.

Bild des Benutzers elisabeth garber
elisabeth garber 17.08.2019, 10:53

@P N Die Art und Weise ist scheuklappenmäßig und Hintergedanken sind keine erkennbar, das ist auch nicht im Sinne der Schützen, die meist direkt u. im Klartext reden und weniger auf umwegige Diplomatie setzen.
Ich finde die Aktion-DNA peinlich - andere hingegen werden sie zufrieden beklatschen. C' est la vie. Was gibt es da zu diskutieren? Wir schreiben das Jahr 2019, leben in einem Wohlstandsland sondergleichen und es gibt nichts dringlicheres als einem Sorgenkind einen neuen Namen (DNA) zu verpassen u. damit Ortsschilder zu plakatieren?
Gute Unterhaltung bei dieser wichtigen und existentiellen Diskussion!

Bild des Benutzers Pseudo Nym
Pseudo Nym 17.08.2019, 13:12

Frau Garber, wie gorgias schon sagte: Was spricht dagegen die deutschen Ortsnamen anzuerkennen? Das Problem der tolomeischen Wortschöpfungen kann man vertagen und trotzdem wäre ein faschistisches Unrecht aus der Welt geschafft.
Inhaltlich wäre eine Umsetzung der Forderung der Schützen objektiv betrachtet also ein Schritt in die richtige Richtung.

Sie sagen es gäbe wichtigere und existenziellere Themen. Das mag stimmen, doch gerade da liegt auch die Sprengkraft begraben. Warum gibt es vom italienischen Staat so großen Widerstand bei dieser eigentlich doch selbstverständlichen Lappalie? Hier kommt zum Vorschein, wie tief faschistisches Denken nach wie vor in den staatlichen Strukturen verankert ist.

Bild des Benutzers elisabeth garber
elisabeth garber 18.08.2019, 14:13

Frau/Herr PSEUDO NYM, wie schön für sie, dass sie sich mit anderen Schreibern so intensiv in das DNA-Thema reinsteigern können und wollen.

Bild des Benutzers Karl Egger
Karl Egger 18.08.2019, 08:05

Es gibt auch Leute die meinen es gäbe dringlichere Themen als Feminismus oder den Klimahype beispielsweise... Aber ich nehme an, die Entscheidung was dringlich und wichtig ist liegt wohl im Auge des Betrachters. Dann gibt es aber auch Menschen, die glauben die Deutungshoheit zu besitzen darüber zu entscheiden was dringlich ist und was nicht...

Bild des Benutzers Sepp Bacher
Sepp Bacher 18.08.2019, 08:16

Wo finden Sie im Kommentar von Frau Garber etwas Feministisches oder bezüglich "den Klimahype"? Da haben Sie wohl Thema verfehlt!
Man versteht Herr Egger, die Deutungshoheit beanspruchen Sie!?

Bild des Benutzers Karl Egger
Karl Egger 18.08.2019, 08:35

Nein, Herr Bacher, ganz gewiss nicht... Man versteht Herr Bacher, Sie haben meinen Kommentar nicht verstanden.

Bild des Benutzers elisabeth garber
elisabeth garber 18.08.2019, 10:42

@Bacher Sepp Nein, er (Egger Karl) hat sich mein Profilbild angeschaut u. einige Kommentare durchgelesen - daraus schließt er, dass in meinem Kommentar Anspruch auf "Deutungshoheit" (Feminismus und Klimaschutz) verpackt ist.

@Karl Egger Sie haben von *meinem* Kommentar nix verstanden. Aber nochmal, extra für Sie: ich persönlich finde die Aktion der Schützen total daneben, aber z.B. Personen wie Sie, finden die Aktion eben angemessen und diskutierenswert - im * Gegensatz zu mir*. So ist das Leben! (C'est la vie)
[Es ist sicherlich so, dass ich andere Prioritäten setze als Sie und Ihresgleichen.]

Bild des Benutzers Karl Egger
Karl Egger 18.08.2019, 11:22

Offenbar haben auch Sie meinen Kommentar missverstanden Frau Garber und ich habe auch niemals behauptet, dass ich die Aktion der Schützen angemessen oder finde.

Sie hingegen schrieben:
„Wir schreiben das Jahr 2019, leben in einem Wohlstandsland sondergleichen und es gibt nichts dringlicheres als einem Sorgenkind einen neuen Namen (DNA) zu verpassen u. damit Ortsschilder zu plakatieren?“

Nehmen wir an ich würde denselben Kommentar bzgl. einem anderen Thema wie Klimaschutz oder Feminismus verfassen, wie würden Sie reagieren? (ohne damit implizieren zu wollen dass ich etwas gegen jene Themen hätte, es geht rein darum ein Beispiel zu machen) ... was wichtig ist und was nicht entscheidet jeder selbst, was für die Gesellschaft wichtig ist und was nicht, entscheiden aber weder Sie noch ich! Wer sich aber anmaßt zu entscheiden dies ist wichtig/diskutierenswert und jenes nicht, glaubt die Deutungshoheit zu besitzen und genau DAS wollte ich mit meinem Kommentar ausdrücken.

Ps. Anscheinend finden Sie das Thema sehr wohl diskutierenswert, sonst hätten Sie wohl kaum einen Kommentar zum Thema verfasst?

Bild des Benutzers Karl Egger
Karl Egger 18.08.2019, 11:40

Edit: Genau genommen verstößt Ihr Kommentar sogar gegen die Netiquette (§ P2 + 3), nebenbei erwähnt...

Bild des Benutzers elisabeth garber
elisabeth garber 18.08.2019, 13:40

Ja Herr Egger, dann müssen Sie den Netiquetten-Verstoß dem Salto-Management unbedingt melden!

Bild des Benutzers gorgias
gorgias 17.08.2019, 10:14

Zu 1.) Dass Südtirol einen braindrain hat ist wohl vor allem an die eingeschränkten Karrieremöglichkeiten und Gehaltsperspektiven für Akademiker zurückzuführen. Dieser Punkt ist doch nur Polemik.

Die historischen Argumentationen können aber noch lange nicht plausibel machen, warum die deutschen Ortsnamen nicht amtlich werden sollten.

Bild des Benutzers Benno Kusstatscher
Benno Kusstatscher 17.08.2019, 11:19

@Harry: Ich verliere mich ja auch manchmal genervt in rundumschlagender Provokation. Aber wenn wir den Elefanten vorm Porzellanladen belassen, würde es mit überlegterer Wortwahl zu weniger Missverständnissen bei diesem bekanntlich empfindlichen Thema kommen. Zuerst müsste man mir die "Teilung Südtirols" erklären, dann könnte man überlegen, ob "Bombardierung" einer Stadt aus heutiger Sicht treffende Bezeichnung für Artilleriebefeuerung auf seine Verteidigungsanlagen ist ( https://de.wikipedia.org/wiki/Serbienfeldzug_1914), dann könnte man sich fragen, was denn die alten Kaiser in der Toponomastikdiskussion zu suchen haben. Ja, dann ließe es sich befreiter stänkern, dass es sich bei der Südtiroler Geschichte womöglich um kein Unrecht handeln könnte.

Bild des Benutzers Harry Dierstein
Harry Dierstein 18.08.2019, 17:38

Geschätzter Benno, die Elefanten-Metapher ist angekommen, aber ich persönlich halte wenig davon, selber nur die Triangel zu streicheln, wenn diesseits die große Trommel gehauen wird.

Wenn ein österreichisches Kriegsschiff mehrere 12 cm Geschosse in dein Hotel oder in dein Bankgebäude oder in dein Gymnasium ballern würde, dann wäre es völlig opportun, wenn du mir hierzu berichtet würdest: „Stell' dir vor Harry, die haben uns BOMBARDIERT!“
(Ich würde die Formulierung: „Sie haben uns artelleriebefeuert wahrscheinlich gar nicht verstehen und eher als albern empfinden.)

Der Verweis auf die Kaiser ist deshalb wichtig und stimmig, weil man hier aufgrund zweier terminlich so eng getakteter Geburtstage ganz wunderbar auf folgendes Paradoxon aufmerksam machen kann:

Die Schützen nehmen den Geburtstag (!) Tolomeis (16.08.) zum Anlass dafür, eine Klebeaktion zu starten, was ihr gutes Recht, auch wenn das DNA-Marketing einen intellektuellen Totalschaden offenbart.

Zwei Tage später, also heute (18.08.), hätte einer der Hauptverantwortlichen für die Teilung Tirols, nämlich Kaiser Franz Joseph I. Geburtstag (!), wozu es aber KEINE Klebeaktion der Schützen gibt. Zumindest habe ich keine wahrgenommen und ich spendiere jedem Südtiroler eine Maß Bier, der mir eine vergleichbare politische Aktion gegen den Kriegskaiser mittels Aufkleber etc. nachweisen kann.

(=> Gorgias: Wenn keiner schießt, dann gibt's auch niemals Krieg! Und der, der zuerst schießt, trägt in der Regel die Hauptverantwortung für eine Eskalation. So einfach ist das.)

Bild des Benutzers gorgias
gorgias 19.08.2019, 04:36

Wenn keiner schießt, dann gibt's auch niemals Krieg! Und der, der zuerst schießt, trägt in der Regel die Hauptverantwortung für eine Eskalation. So einfach ist das.

Sie machen es sich aber sehr einfach. Was sich hinter den Kulissen abspielt haben Sie sich anscheinend keine Gedanken gemacht.

Bild des Benutzers Benno Kusstatscher
Benno Kusstatscher 19.08.2019, 08:52

Harry, vorausgesetzt: ich mag es, wenn an Mythen ab und zu gekratzt wird. Zu den Kaisern: gewiss keine Unschuldslämmer. Ob sie in der Hölle schmoren oder doch auf einer Wolke schweben, ist bestimmt nicht mein Thema. Aber das mit den Schüssen ist sehr verkürzt dargestellt. Es gibt immer eine Gewaltspirale vor dem ersten Schuss. Der erste Schuss traf den Kronzprinzen, der zweite seine Gattin, hört man so, und -- wer weiß -- wahrscheinlich hatte auch der Schütze seine "guten" Gründe.
Ich hatte damals zum 100jährigen versucht, ganz unwissenschaftlich mein Schulwissen aufzufrischen. Es werfe den ersten Stein, wer in dieser Vorgeschichte keinen ersten Schuss abgegeben hatte, und wer wann Geburtstag hatte, habe ich aus meinem Kalender dankend gelöscht.

https://www.salto.bz/de/article/25072014/happy-birthday-great-war

Bild des Benutzers Sepp Bacher
Sepp Bacher 16.08.2019, 17:57

Die deutschen Ortsnamen amtlich zu machen, liegt in der Macht der Landesregierung, welche die Ortsnamens-Regelung dauernd hinauszögert. Würden die deutschen Ortsnamen amtlich, wie die italienischen, dann wären es eben jene Tolomeis. Aber nicht nur, es wären die Ortsnamen der italienischen Bevölkerung, die keine anderen kennt und von Tolomei kaum etwas weiß und auch auf ihn pfeift.

Bild des Benutzers gorgias
gorgias 17.08.2019, 10:15

Man könnte die deutschen Ortsnamen zwischenzeitlich amtlich machen ohne die Frage zu klären, wieviele tolomeischen Kreationen bestehen bleiben sollen oder nicht.

Bild des Benutzers Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 16.08.2019, 21:39

Ich habe den leisen Verdacht, dass Sie den Ersten mit dem Zeiten Weltkrieg verwechseln (Bombardierung von Belgrad). Das wäre zwar nicht weiter schlimm, wenn Sie diese Verwechslung nicht dazu benützen würden, um Kaiser Wilhelm II. und Kaiser Franz Josef schlechter zu machen, als sie (vor allem Wilhelm) tatsächlich waren. Seltsam ist Ihre Einstellung, dass Kriegsergebnisse kein Unrecht sein können. Es ist in Ihren Augen also Recht, einen imperialistischen Angriffskrieg zu beginnen. Wenn man ihn verliert, war man im Unrecht, wenn man ihn gewinnt, ist man im Recht.
Das ist reiner Faschismus.

Bild des Benutzers Der Guny
Der Guny 16.08.2019, 23:11

Um noch ein Jahrhundert vorzugehen. Sprechen wir von Mantua, welches die Truppen Napoleons acht Monate belagerte. Die eingeschlossenen Einwohner und der Rest der k und k Truppen waren am verhungern weil Pferde, Hunde und Ratten aufgegessen waren nur weil der Kaiser in Wien es so wollte. In diesem Licht sehe ich auch die Erschiessung Hofers in einem anderen Licht. Es waren die Franzosen die den Ander umlegten und nicht die Mantovani die einen Grund dafür gehabt hätten.

Bild des Benutzers Harry Dierstein
Harry Dierstein 17.08.2019, 09:37

Kriege sind grundsätzlich immer Unrecht, drehen Sie mir bitte nicht die Worte im Mund herum!

Hier wird im Übrigen auch gar nichts verwechselt, sind denn diese Informationen für Sie als "Historiker" wirklich so neu?

Österreichische Kanonenboote haben am 29. Juli 1914 Belgrad bombardiert, nachdem Österreich-Ungarn einen Tag zuvor Serbien den Krieg erklärt hat. Als lächerlicher Vorwand hat man das Attentat von Sarajewo missbraucht.

Denn die Reaktion von Kaiser Franz Joseph I. auf die Ermordung des Thronfolgers Franz Ferdinand samt Gattin ist mit seinen Worten belegt: „Es ist für mich eine große Sorge weniger“ und „Der Allmächtige lässt sich nicht herausfordern. Eine höhere Gewalt hat wieder jene Ordnung hergestellt, die ich leider nicht zu erhalten vermochte“.

Woraus sich zweifelsfrei schließen lässt, dass sich seine Trauer über den Tod des Ehepaars sehr in Grenzen gehalten haben muss und er letztlich aber endlich den angeblichen Casus Belli gefunden hatte, um (völlig ohne Not) einen Angriffskrieg zu beginnen.

Bild des Benutzers gorgias
gorgias 17.08.2019, 10:10

"Kriege sind grundsätzlich immer Unrecht"

Was heisst das? Immer und beide Seiten?
Ich bin jedenfalls froh, dass die Amis das Nazi-Regime gestürzt haben. Ich sehe es ganau so:

I don't oppose all wars. What I am opposed to is a dumb war. What I am opposed to is a rash war.

Barack Obama

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 18.08.2019, 08:42

Natürlich sind Kriege stets ein Unrecht.
Sie werden nicht von jenen bezahlt, die sie beginnen, und jene bleiben auch nicht tot auf dem Schlachtfeld zurück.
Die, welche die Kriege bezahlen müssen, sterben meist auch darin und tragen das ganze Leid, die ganze Zerstörung, den Tod.
Und den Hass, der auf Kriege folgt.

Bild des Benutzers gorgias
gorgias 19.08.2019, 04:32

Den Luxus dieser Einstellung kann jemand haben, der in einer stabilen und funktionierenden Gesellschaft lebt.

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 24.08.2019, 16:56

das Gegenteil ist der Fall:
eine positive Einstellung zum Krieg „kann (nur) jemand haben, der in einer stabilen und funktionierenden Gesellschaft lebt“.

Bild des Benutzers Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 17.08.2019, 09:01

Lustig ist, dass sich die Schützen an der Schweiz orientieren möchten, und nicht z.B. am Vaterland Österreich und der in Kärnten praktizierten Minderheitenpolitik.

Bild des Benutzers Benno Kusstatscher
Benno Kusstatscher 17.08.2019, 11:28

Weil wir bei "deutsch" sind: Einen Gedankenstrich auf den Aufklebern könnte ich lesen, aber der Bindestrich in der "DNA-seit" Wortkonstruktion dünkt mir mächtig undeutsch. Brain drain ?

Advertisement
Advertisement
Advertisement