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Umfrage

Wer will Österreicher werden?

Fast zwei Drittel der Südtiroler halten den Doppelpass für keine allzu gute Idee, die Mehrheit würde ihn auch nicht beantragen. Das belegt eine neue Studie.
Von
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Lisa Maria Gasser23.10.2019
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Kommentare

Bild des Benutzers Karl Egger
Karl Egger 23.10.2019, 18:04

Dann sollten diejenigen die ihn nicht wollen keinen beantragen :)

Bild des Benutzers Ralph Kunze (gesperrt)
Ralph Kunze (gesperrt) 23.10.2019, 21:49

es soll eine richtige volksbefragung gemacht werden, nicht bloß eine umfrage. wie heisst es: gaube keiner umfrage, die du nicht selbst gefälscht hast.
wir südtiroler wollen in großer mehrheit den doppelpass

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kurt duschek 23.10.2019, 23:01

....wir Südtiroler wollen..... woher wollen sie wissen was die Südtiroler wollen?

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Der Guny 26.10.2019, 21:25

Laut Ahnenpass natürlich Ur Südtiroler

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simon tinkhauser 24.10.2019, 07:37

Herr Duschek, ich stimme Ihnen zu, es wäre vielleicht angebracht hier seine eigene Meinung wider zu geben und nicht im Namen der Südtiroler sprechen zu wollen.

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Martin Aufderklamm 23.10.2019, 18:52

Wurden auch Südtiroler, die im restlichen Italien, wo man sich fast täglich für die Eigenheiten Südtirols rechtfertigen muss, befragt?

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Martin Aufderklamm 23.10.2019, 22:55

*edit

Wurden auch Südtiroler, die im restlichen Italien *wohnen, wo man sich fast täglich für die Eigenheiten Südtirols rechtfertigen muss, befragt?

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Karl Egger 24.10.2019, 13:53

Ich weiß nicht auf welche „Eigenheiten“ Sie Bezug nehmen. Ich habe selbst eine Zeit lang im restlichen Italien gewohnt und wurde z.B. des öfteren darauf angesprochen woher ich komme. Mit Provincia di Bolzano konnten die meisten etwas anfangen, jedoch wusste niemand um den historischen Hintergrund, weshalb ich mich ständig dafür rechtfertigen musste, wieso ich als „Italiener“ nicht italienisch auf Muttersprachenniveau spreche, wieso ich einen deutschen Akzent habe, wieso ich nicht wie ein typischer Italiener aussehe, usw. Weitere „Eigenheiten“ welche mir als Südtiroler unterstellt wurden waren das Autonomiestatut, dass wir keine Steuern zahlen würden und überhaupt auf Kosten der restlichen Italiener in Saus und Braus leben und dabei nicht mal Italiener sein wollen (als ob wir jemals gefragt worden wären...).
Die Erklärversuche schlugen meistens fehl und wenn ich meinem Gesprächspartner erklären wollte, dass Südtirol nach dem 1. WK von Österreich annektiert wurde, oder dass man sich als Südtiroler nicht wirklich wie ein waschechter Italiener fühlt, erntete ich großteils verärgerte Reaktionen. Irgendwann hatte ich keine Lust mehr mich ständig rechtfertigen zu müssen und sagte in weiterer Folge, dass ich aus Österreich komme und siehe da: plötzlich hatte ich keine Schwierigkeiten mehr, alles ergab Sinn und ich erhielt sogar zahlreiche Komplimente für mein gutes Italienisch, obwohl dies ja bekanntermaßen nicht mal meine Muttersprache war...
Sehen Sie, genau das ist der Grund warum ich gerne einen Doppelpass hätte (sofern es die Möglichkeit gäbe) und ich traue mich von mir selbst zu behaupten, kein rechter Hetzer zu sein der Italien aus ideologischen Gründen ablehnt.

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Martin Aufderklamm 26.10.2019, 18:59

Ich hätte es selbst nicht besser formulieren können.
Das einzige das mich immer gerettet hat, war mein Italienisch.
Aber wie Sie sagen, irgendwann ist man es leid, alles allen immer erklären zu müssen.
Die einzige Region wo ich ein gewisses Verständnis (ohne das ständige Hinterfragen) für die Situation in Südtirol bemerkt habe ist Friaul Julisch Venetien.
ps: zu den Weihnachtsmärkten aber kommt ganz Italien gern ;-)

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Waltraud Astner 23.10.2019, 19:15

Umso besser, dann zahlt es sich für Italien nicht aus wegen der wenigen die ihn beantragen werden, zu polemisieren :-)
Zunächst ist einmal grundsätzlich wichtig, dass sich Österreich überhaupt bereit erklärt, Doppelpässe zu vergeben, so wie es nahezu alle anderen EU bereits tun. Dann können diejenigen, die glauben berechtigt zu sein, darum ansuchen oder auch nicht. Diese Angelegenheit ist nicht von Mehrheiten abhängig.
Was das gute Zusammenleben angeht, so sehe ich zur Zeit jene in der Verantwortung die wegen eines Begriffs (Alto Adige) italienweit gegen die Südtiroler polemisieren oder jene die die Berufsausbildung (Ärzte) der eigenen Leute !! gerichtlich anfechten. Nur um zwei Beispiele zu nennen.

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19 amet 23.10.2019, 21:04

Es gibt Leute die behaupten steif und fest Dinge die nicht stimmen. Es besteht eine europäische Konvention zur Vermeidung von Doppelpässen, die auch Österreich unterschrieben hat. Und diese kann nur mit einer Frist von einem Jahr gekündigt werden.Bis jetzt ist davon nicht einmal die Rede, geschweige denn eine Entscheidung gefallen. Dass fast alle Eu Staaten Doppelpässe vergeben ist schon wegen dieser Vereinbarung eine Erfindung. Leider sind die rechten Marschierer bekannt dafür stur Unwahrheiten zu verbreiten. Aus welchem Grund sollen Österreich und Italien wegen dem sinnlosen Hirngespinst einiger ewig Gestriger Zeit und Geld investieren ? Diese Fanatiker sollen sich doch selbst einen oder mehrere Pässe drucken lassen, vielleicht mit "Gefürstete Grafschaft Tirol" oder sonst was in ihrem Hirn herumgeistert. Manche vergnügen sich eben auch mit Kartonheftchen.

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pérvasion 23.10.2019, 23:54

»Dass fast alle Eu[-]Staaten Doppelpässe vergeben[,] ist schon wegen dieser Vereinbarung eine Erfindung.«

Nicht ganz: http://www.brennerbasisdemokratie.eu/?p=39941

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Georg Lechner 24.10.2019, 09:58

Ein Abrücken von dieser Verpflichtung (Doppelstaatsbürgerschaften zu vermeiden) wäre nur bei einer erneuten VP/ FP - Koalition denkbar, die Grünen würden sich einem solchen Ansinnen verweigern.
Eine VP/ FP-Koalition wäre für Kurz aber sehr riskant, da es in der FP ziemlich gärt und Strache (dessen Frau aus der FP ausgeschlossen wurde, weil sie das Mandat angenommen hat) über einen erheblichen Anhang verfügt. Die nächste Zukunft (vor allem die Landtagswahlen in der Steiermark im November und im Burgenland) wird zeigen, ob die FP-Führung unter Hofer den (unvermeidlichen) Schlussstrich mit der Ära Strache durchsteht.

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Waltraud Astner 24.10.2019, 17:34

Dass Doppelstaatsbürgerschaften nur in einer erneuten ÖVP/ FPÖ Koalition möglich sein werden ist nicht gesagt. Im Gegenteil. Kurz persönlich stellte in einem Interview mit dem Jewish Chronicle den in Israel lebenden Nachfahren von Holocaust Opfern die österreichische Staatsbürgerschaft in Aussicht.

https://www.thejc.com/news/world/austria-to-offer-passports-to-holocaust...

Dabei sahen die Interviewten die Koalition mit der FPÖ eher als Hindernis an. Auch in Großbritannien lebende Nachfahren von Österreichern sollen angeblich Zielgruppe sein. Man wird sehen was in einer neuen Regierung aus diesem Angebot wird. Jedenfalls sind die Südtiroler nicht die Hauptzielgruppe dieser Initiative sondern allenfalls Nutznießer des Umstandes dass Österreich ggf. beschließen könnte österr. Staatsbürgerschaften an die Nachfahren ehemaliger Bürger der Republik Österreich, die im Ausland leben, zu vergeben.

Bild des Benutzers Georg Lechner
Georg Lechner 24.10.2019, 20:40

Dass Holocaust-Opfer die FPÖ eher als Hindernis ansehen, darf wirklich nicht verwundern. Für den Fall des öst. Passes für Holocaust-Opfer würde man wohl auch über die Verpflichtung der Republik hinwegsehen, Doppelstaatsbürgerschaften zu vermeiden.

Bild des Benutzers Karl Trojer
Karl Trojer 24.10.2019, 09:43

Der Doppelpass ist Ausdruck nationalen Denkens, er eint nicht, er trennt und würde in Südtirol Gräben aufbrechen. Und was brächte er ? Keinen Zuwachs an Freiheit, wohl aber Missverständnisse selbst quer durch Familien. Beim Doppelpass geht es nicht darum, ob man ihn annehmen kann oder nicht, sondern um einen Rückschritt in Zeiten nationalistischen Denkens. Er würde nicht mehr, sondern weniger EUROPA verursachen. Der Begegnung zwischen Menschen mit österreichischem oder italienischem Pass sind derzeit keine Grenzen gesetzt, nur wird diese Freiheit (wohl auch von Befürwortern des Doppelpasses) zu wenig genutzt.

Bild des Benutzers Benno Kusstatscher
Benno Kusstatscher 24.10.2019, 10:22

Karl, leider ist auch jeder Einzelpass Ausdruck nationalen Denkens. Ähnlich wie die Sprachgruppenzugehörigkeit zwingt ein Einzelpass jeden* einzelnen, sich zu entscheiden, egal ob man sich emotional, steuerrechtlich oder sonst wie zwischen den Stühlen befindet. Ich stimme gerne zu, dass die Akteure* des Doppelpasses sehr ausgeprägt national argumentieren, stelle aber kopfschüttelnd fest, dass das auch die Gegner* tun.

Die ganze Debatte samt Für und Wider ist gefangen in der Tatsache, das wir nach wie vor national bestimmt werden, was schon lange nicht mehr unseren Lebensrealitäten entspricht.

Selbst ein Europapass wäre übrigens nicht gefeit von nationalem Denken, würde das aber natürlich auf eine höhere, abstraktere und somit leichter verträgliche Ebene heben.

Bild des Benutzers Harald Knoflach
Harald Knoflach 24.10.2019, 20:23

genau benno. wenn man's aus einer nationalistischen perspektive betrachtet, sind die träger mehrerer staatsbürgerschaften ausdruck von antinationalismus.

Bild des Benutzers Karl Egger
Karl Egger 24.10.2019, 14:27

Das finde ich nicht, ganz im Gegenteil. Meiner Meinung nach wäre der Doppelpass sogar ein effizientes Mittel, um sich vor italienischen Nationalismus zu schützen.

Bild des Benutzers 19 amet
19 amet 24.10.2019, 18:47

Würden Sie bitte kurz erklären wieso der österr. Pass gegen "italienischen Nationalismus"schützen soll, und wie das in einem konkreten Fall von Nationalismus funktionieren sollte. Danke.

Bild des Benutzers Karl Egger
Karl Egger 24.10.2019, 22:07

Um es kurz zu formulieren: es würde zumindest ein Gegenargument zum gängigen „siamo in Italia“ bieten und die Tatsache unterstreichen, dass man Teil einer deutschsprachigen Minderheit ist, was von mancher Stelle ja versucht wird zu verwässern und ggf. internationales Verständnis schaffen.

Bild des Benutzers Andreas Berger
Andreas Berger 25.10.2019, 07:51

Ich bin ein Befürworter des Doppelpasses und war eigentlich überrascht, dass die Zustimmung laut dieser Umfrage so hoch war.

Bild des Benutzers Franz Hilpold
Franz Hilpold 25.10.2019, 18:04

Ich nehme nicht zum Doppelpass Stellung, es berührt mich nicht so sehr. Dass sich aber die Italiener und Italien darüber aufregen, wenn den Österrreich vergibt, ist pure Heuchelei und unverhohlener Nationalismus. Italien ist eines der Länder, das am häufigsten Doppelpässe und Staatsbürgerschaften vergibt: halb Südamerika besitzt einen italienischen Pass, es reicht, einen italienischen Vorfahren bis ins 16. Jahrhundert zurück angeben zu können und schon ist man vollgültiger Italiener. Ähnliches gilt für Istrien und Dalmatien. Italien und die Italiener täten gut daran, sich in dieser Frage zurückzuhalten und zu schweigen!

Bild des Benutzers Georg Lechner
Georg Lechner 26.10.2019, 12:23

Die andere "Doppelmoral beim Doppelpass" (so mein Artikel dazu hier auf salto.bz) liegt darin, dass sich die (damalige) öst. Regierung über die Doppelpassvergabe der Türkei an öst. Staatsbürger türkischer Abstammung aufgeregt hat und selbst entgegen der Verpflichtung gegenüber dem Europarat diese Praxis in Südtirol anleiern wollte.

Bild des Benutzers Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 25.10.2019, 19:22

Man muss immer wieder darauf hinweisen, dass Papst Franziskus drei Staatsbürgerschaften besitzt. Das ist für mich ein Ausdruck des übernationalen Bemühens des Papstes, dem man ganz gewisse keinen Nationalismus oder irgendwelche Spaltungstendenzen vorwerfen kann. Auch die bereits rund 15.000 in Südtirol lebenden Besitzer von zwei oder mehr Pässen haben noch nie einen Grund zu Beanstandung gegeben. Warum sollte es anders werden, wenn aus 15.000 anonymen Doppelpassbesitzern plötzlich 50.000 werden? Der Hass der Doppelpassgegner ist mir ein großes Rätsel.

Bild des Benutzers Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 25.10.2019, 20:47

Hartmuth Staffler, Sven Knoll & Co. wollen den Doppelpass aber nicht als Ausdruck Ihrer übernationalen Bemühungen.

Bild des Benutzers Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 27.10.2019, 00:42

Herr Ludwig Thoma, sie wollen wahrscheinlich in Anspielung auf ihren Namensgeber ironisch sein, aber das ist nicht gelungen. Woher wollen sie wissen, aus welchem Grund bzw. als Ausdruck welcher Bemühungen ich den Doppelpass will? Nachdem die in Italien lebende slowenische Minderheit seit längerem zwei Pässe hat, habe ich mich bei diversen Gesprächen mit österreichischen Politikern dafür eingesetzt, dass auch die Angehörigen der in Kärnten lebenden slowenischen Minderheit zwei Pässe haben können. Ob wohl die vielen Foristen, die hier mit einer Stimmungslage, die von Hass bis Ironie geht, sich gegen den Pass für die Südtiroler aussprechen, auch gegen den Doppelpass für die Slowenen sind? Bei den Grünen in Österreich habe ich wesentlich mehr Verständnis für dieses Thema gefunden als hier in diesem Forum; insbesondere Alexander Van der Bellen hat sich bei einem längeren Gespräch mit mir sehr aufgeschlossen gezeigt. Die Grünen haben ja auch sowohl in Österreich als auch in Südtirol in ihren Reihen den höchsten Prozentsatz an Doppelstaatsbürgern.

Bild des Benutzers Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 27.10.2019, 08:32

Nein ich wollte nicht ironisch sein. Aber wenn Sie glauben, dass Sven Knoll & co. den Doppelpass aus Ausdruck ihrer übernationalen Bemühungen haben möchten, dann ist das Ihr Ding.

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19 amet 27.10.2019, 17:48

Ich wundere mich immer wieder wo manche Leute die Beweise für ihre Thesen hervorkramen. Die Südtiroler Grünen hätten den höchsten Prozentsatz an Doppelstaatsbürger. Wer hätte das gedacht. Das diese Gesellen nicht ganz kosher sind, hatte ich fast vermutet, aber glaubte der Besitz eines solchen Büchls mit dem böse dreinblickenden Adler sei Privatsache. Nein, manche Zeitgenossen wissen anscheinend genau wer diese ganzen grünen "austriacanti" sind.

Bild des Benutzers Johann Gruber
Johann Gruber 05.11.2019, 15:30

Mir hingegen ist ein großes Rätsel, wie ein notorischer (Katholische-)Kirche-Hasser wie Hartmuth Staffler unseren Papst (zur Erinnerung: Das Oberhaupt der Katholischen Kirche) für sich vereinnahmen will.
Wenn Herr Staffler "Zeugen" für seine nationalistischen Thesen sucht, dann möge er in seinem, farblich wohl bekannten Umfeld fischen, und das Christentum - besonders die Katholische Kirche - gefälligst aus dem Spiel lassen!

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Quo Vadis Südtirol 26.10.2019, 18:09

Eine Hypothese: wenn mittlerweile gefühlt 90% der deutschsprachigen Südtiroler, 95% der ladinischen Südtiroler und 99,99% unserer Sportler italianisiert sind, wieso haben wir dann noch Recht auf eine Autonomie? Abgesehen davon, dass sich Tolomei & Co. ins Fäustchen lachen, was unterscheidet uns dann noch von allen anderen italienischen Provinzen? Eine Minderheit ist keine Minderheit mehr, wenn sie sich mit der Mehrheit identifiziert. Da reicht ein bisschen andere Sprache sprechen nicht aus! Ich meine dies jetzt ganz objektiv, ohne zu werten. Schade.. und, wir selbst schaufeln unser Grab, nicht die Italiener! Traurig, aber wahr.

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 26.10.2019, 18:43

... wie kommen Sie auf die absurde Behauptung, 90% der deutschsprachigen Südtiroler seien italianisiert?
Informieren Sie uns mal darüber, wo Sie leben. In Südtirol sicher nicht.

Bild des Benutzers Quo Vadis Südtirol
Quo Vadis Südtirol 26.10.2019, 19:28

Ich glaube Sie haben nicht verstanden was ich geschrieben haben. Ich habe eine Hypothese formuliert und zudem geschrieben, *wenn* es 90% es sind... aber auch wenn es 60% wären, wären dies zu viele... ich weiß es nicht wie hoch die Quote ist, ich befürchte aber sie ist sehr, sehr hoch.... bei den Sportlern wage ich aber mal zu behaupten sind es über 90%.. beste Beispiele sind da die Wierer und der Seppi. Es genügt von dem ein paar YouTube Videos anzusehen.. kaum ein Italiener könnte stolzer auf Italien sein... gibt das nicht zu Denken?

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 26.10.2019, 19:34

Sie hatten geschrieben:
„Wenn MITTLERWEILE gefühlt 90% der deutschsprachigen Südtiroler...“, dies Ihr Ausgangspunkt; die Hypothese war: „Haben wir dann noch Recht auf eine Autonomie?“
Ich hatte sehr gut verstanden.

Bild des Benutzers Quo Vadis Südtirol
Quo Vadis Südtirol 26.10.2019, 19:50

MITTLERWEILE streichen und *wenn* mit *falls* ersetzen. Das ändert aber nichts an meiner Grundaussage/Befürchtung, dass die Südtiroler selbst durch ihr Verhalten die Autonomie untergraben.

Bild des Benutzers 19 amet
19 amet 27.10.2019, 11:59

Quo vadis Wäre es nicht besser sich vorher zu überlegen was man schreibt anstatt so absurde Thesen über die Gefühle der Südtiroler zu posaunen.

Bild des Benutzers Quo Vadis Südtirol
Quo Vadis Südtirol 27.10.2019, 17:28

Beim besten Willen, weiß nicht was Sie damit meinen... aber glauben Sie mir, habe lange überlegt was ich hier poste.. es geht bei mir um eine These, und die kann geteilt werden oder auch nicht. Auf jeden Fall vermisse ich bei dem absoluten Großteil der mir (!) bekannten Südtiroler ein ähnliches Engagement wie zB in Katalonien, Schottland, etc... ich bewundere zB unglaublich den FC Barcelona jetzt im Hinblick der Urteile zu den katalanischen Politikern. So viel auch zu Georg Lechner unten.

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 27.10.2019, 17:32

.... hm die Katalanen kämpfen um Autonomie.
Wir würden viele Errungenschaften unserer Autonomie und Selbstverwaltung an die Zentralregierung in Wien verlieren.
Für uns wäre dies ein großer Rückschritt...

Bild des Benutzers Quo Vadis Südtirol
Quo Vadis Südtirol 27.10.2019, 17:56

Es geht um Engagement... sie kämpfen und wir nicht, auch wenn um unterschiedliche Ziele... darum geht's... ums Engagement

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 27.10.2019, 18:02

Sie wünschen sich ein Engagement um des Engagements willen, und nur ja nicht das Ziele erreichen, denn dieses würde eine Verschlechterung bedeuten?
... irre, oder?

Bild des Benutzers 19 amet
19 amet 27.10.2019, 18:28

So ist es Herr Gasser. Aber dagibt es hier plötzlich auftauchende Unbekannte mit schönem Markennamen, die uns tatsächlich einreden wollen was wir zu fühlen und zu machen hätten. Wie sollten wie die Katalanen Chaos produzieren und Strassenschlachten liefern. Diese abstrusen Ideen werden vebrämt, und dann auch korrigiert ,wenn andere draufkommen wie wenig nachgedacht wurde. Alles ohne Kenntnis der Lage und der Fakten, die die Bürger dieses Landes bei jeder Wahl bedenken und daher den rechten Fanatikern letzthin saftige Ohrfeigen verpasst haben. Wie brauchen keine Ratschläge der Blut und Boden Fraktion die uns schon einmal ins Verderben geführt hat.

Bild des Benutzers Georg Lechner
Georg Lechner 26.10.2019, 20:17

Warum sollte ein italienischer Staatsbürger nicht stolz auf Italien sein? Es braucht aus meiner Sicht immer beides - eine Identifizierung und einen kritischen Blick auf das, was schiefläuft (oder gar schöngelogen wird).
Aus meiner österreichischen Sicht gesprochen: Je mehr Minderheiten sich mit dem Staat identifizieren, in dem sie leben, desto unverkrampfter das Verhältnis mit der Mehrheitsgesellschaft. Gilt auch kehrtum: Je weniger machtbesetzt der Umgang der Mehrheitsgesellschaft mit der Minderheit, desto besser die Identifikation. Das ist sowohl beim unterschiedlichen Umgang mit den Minderheiten in Ö. als auch im Verhältnis der Südtiroler zu Italien vor und nach der Autonomieregelung zu sehen.

Bild des Benutzers Mart Pix
Mart Pix 26.10.2019, 21:56

Nun, ich und mein gesamtes enges Umfeld von ca. 40 Personen wurde nicht gefragt. Die sind allesamt deutliche Befürworter, also bezweifel ich etwas das Ergebnis.

Bild des Benutzers 19 amet
19 amet 27.10.2019, 10:15

Wie konnte sowas passieren ? Eine Frechheit. Selbstvertändich hätten Sie und ihre 40 rechten Kameraden gefragt werden sollen. Und was ist mit mir und meinen vielen vielen Freunden ? Kein Schwein hat mich angerufen und keine Sau sich für mich interesssiert. Unglaubliche Zustände.

Netiquette §R1 - Be Respectful

Bild des Benutzers Quo Vadis Südtirol
Quo Vadis Südtirol 27.10.2019, 13:46

Ich würde nicht so weit gegen und behaupten die Umfrage wäre unseriös gewesen. Ich glaube eher dass fast unbewusst der Auftraggeber die Ergenisse einer Umfrage beeinflusst... wie sonst sind bei Umfragen des WIFO immer die Unternehmer mit ihren Interessen gut dran und bei jenen des AFI immer die Arbeitnehmer? Und wenn man die Auftraggeber dieser Umfrage ansieht musste ja fast so was rauskommen..

Bild des Benutzers Sepp Bacher
Sepp Bacher 27.10.2019, 19:00

Das ist leider so! Inzwischen kann man, wenn man weiß wo suchen, zu fast jeder Meinung oder Behauptung eine Studie finden, welche den eigenen Standpunkt untermauert.

Bild des Benutzers 19 amet
19 amet 27.10.2019, 17:23

Sollte es der Redaktion unbekannt sein: Es gibt ein sehr bekanntes Lied von keinem Geringeren als Max Raabe mit dem Titel : Kein Schwein ruft mich an, keine Sau interessiert sich für mich. Leuten die glauben eine Umfrage sei unseriös weil sie und ihre Freunde daran nicht teilnehmen konnten, kann man nur mit Ironie antworten.

Bild des Benutzers Salto Community Management
Salto Community Management 27.10.2019, 18:17

Ironie ist wichtig, und in dem Beitrag unverkennbar - gerne weiter damit.

Verzichten Sie aber bitte, jemandem ohne Not "rechte Kameraden" zu unterstellen.

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