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Einer fährt gegen den Strom

Die Gemeinde Vahrn stellt Pendlern Elektrofahrräder zur Verfügung. Einem Gemeinderat gefällt das ganz und gar nicht.
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Die Gemeinde Vahrn will ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten – und setzt dort an, wo es naheliegend ist: bei der Verkehrsvermeidung. “Wenngleich das öffentliche Mobilitätsangebot wie etwa das Citybusnetz gut funktioniert, so fahren dennoch hunderte von Bürgerinnen und Bürgern täglich mit dem Auto in die südlichen Gewerbezonen der Gemeinde und nach Brixen. Wir wollen all denen nun eine Alternative bieten”, heißt es auf der Website der Gemeinde.

Im Sommer beschließt der Gemeinderat, Fahrräder mit Elektroantrieb anzuschaffen, die den Pendlern zur Verfügung gestellt werden. Für 20 Euro im Monat oder 200 Euro im Jahr können alle Bürger, die in der Gemeinde Vahrn ansässig sind und täglich von zu Hause zur Arbeit pendeln, die E-Bikes ausleihen.

Ende Juni kauft die Gemeinde dafür elf E-Bikes an. Aufgrund der großen Nachfrage folgen Mitte September weitere 49. Die Ausgaben dafür belaufen sich auf rund 2.000 Euro pro Stück, also insgesamt 120.000 Euro für 60 E-Bikes.

Ein durchaus lobenswertes Projekt, das voll dem Zeitgeist entspricht, wenn man bedenkt, dass die Gemeinde Eppan erst vor Kurzem für dieselbe Initiative mit dem Südtiroler Mobilitätspreis ausgezeichnet wurde. Dennoch stößt der E-Bike-Verleih in Vahrn auf Kritik. Walter Kofler sitzt für die Liste “Gemeinsam für Vahrn” im Gemeinderat – und stimmte als einziger der 15 Anwesenden gegen den Ankauf der Elektrofahrräder. Nach dem jüngsten Ankauf weiterer E-Bikes spricht Kofler nun in einer Aussendung von einer “totalen Fehlinvestition”. Und zwar aus mehreren Gründen.

Zwar sei es “mehr als verständlich, dass die Vahrner Bürger dieses Angebot stark nutzen – es wäre doch Blödsinn, sich um 2.000 Euro selbst ein E-Bike anzukaufen, wenn man sich für 20 Euro im Monat eins ausleihen kann”, schickt Kofler voraus. Trotzdem könne es “doch nicht Aufgabe der Gemeindeverwaltung sein, die Bürger mit Elektrofahrrädern zu versorgen”. Die Ausgaben von 120.000 Euro seien “Verschwendung von öffentlichen Geldern”, findet Kofler.

Außerdem verweist er darauf, dass E-Bikes aus ökologischer Sicht umstritten sind. Sie werden mit Lithium-Batterien betrieben. Beim Abbau von Lithium entstehen meist große Umweltschäden, weil dafür Grundwasser oder Wasserreserven aus Seen angezapft werden.

Und nicht zuletzt hinke auch “der an sich gute Vorsatz der Verkehrsverminderung”, meint Walter Kofler. Die Citybus-Verbindung von Vahrn nach Brixen im 15 Minutentakt sei bereits “eine ausreichende Alternative zum Autoverzicht”, aufgrund der 60 Elektroräder werde es auch nicht weniger Verkehrsaufkommen geben.

Abschließend findet Kofler scharfe Worte: “Ich prangere die Gemeindeverwaltung an, mit dem Ankauf dieser E-Bikes scheinheilig und respektlos gehandelt zu haben sowie den Raubbau und somit Zerstörung der Natur gefördert zu haben. Nachhaltig und umweltfreundlich, so wie es die Gemeindeverwaltung die Bürger glauben lässt, sind mit Lithium betriebene Fahrräder nie und nimmer.”

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Ritratto di kurt duschek
kurt duschek 8 Ottobre, 2019 - 14:40

....ein gut geschriebener Artikel, diesen Beschluss des Gemeinderates kann man nur voll und ganz teilen. Dass hier nur eine Person dagegen ist, ist nur ein kleiner Ausrutscher, vermutlich hat diese Person zuwenig Hintergrundwissen.

Ritratto di gorgias
gorgias 9 Ottobre, 2019 - 12:22

Ich wünsche mir von politischen Repräsentanten, dass sie sich mit Argumenten außeinandersetzten und nicht mit Abstimmungsmehrheiten sich in ihrer Meinung selbst bestätigen.

Ritratto di kurt duschek
kurt duschek 9 Ottobre, 2019 - 13:24

....wenn eine große Mehrheit für einen guten Vorschlag stimmt, so ist dies begrüßenswert und ist Teil der demokratischen Regeln. Wer hier der Meinung ist, dass die Entscheidung eines Gemeinderates ihm nicht gefällt, der kann es ja begründen. Ich begrüße eine m.M.n. vernünftige Entscheidung eines Gemeinderates.

Ritratto di gorgias
gorgias 9 Ottobre, 2019 - 13:27

Für mich sind die Begründungen Walter Koflers nachvollziehbar. Mich würde interessieren, warum diese Sie nicht überzeugen.

Ritratto di kurt duschek
kurt duschek 9 Ottobre, 2019 - 13:45

....für mich ist die Entscheidung der Mehrheit des Gemeinderates nachvollziebar und macht auch Sinn. Mich würde interessieren, was sie an dieser Mehrheitsentscheidung auszusetzen haben.

Ritratto di gorgias
gorgias 9 Ottobre, 2019 - 15:26

Haben Sie den Artikel nicht gelesen? Walter Kofler belegt seine Position sachlich. Die Sachargumente sind diese. Nebenbei sind im Kommentarbereich genug weitere Einwände. Soll ich das alles nochmals wiederholen, damit Sie darauf eingehen?

Von Ihrer Seite hört man nur, dass Sie es gut finden. Aber belegen es in keinster Weise. bzw. Entkräften die Einwände Koflers nicht.

Ritratto di kurt duschek
kurt duschek 9 Ottobre, 2019 - 19:19

....das Problem von Gorgias ist, dass er immer überzeugt ist, alle anderen user verstehen nichts und sollten sich besser informieren.

Ritratto di gorgias
gorgias 9 Ottobre, 2019 - 19:49

Herr Duschek, bauen Sie doch keinen Strohmann auf. Ich habe jediglich danach gefragt, ob Sie Ihre Meinung auch Belegen möchten, bzw. warum Sie die Einwände sowohl Walter Koflers als auch anderer Kommentatoren nicht überzeugen. Über Ihren Verständnis- und Informationsstand habe ich keine Annahmen gemacht und kann mir auch kein Bild machen, weil Sie nicht Ihre Meinung begründen. Ob Sie nicht wollen oder es nicht können, möchte ich an dieser Stelle nicht spekulieren.
Also belassen wir es dabei.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 9 Ottobre, 2019 - 19:50

diese „Strohmannnummer“ ist bald ein perpetuum mobile...

Ritratto di kurt duschek
kurt duschek 9 Ottobre, 2019 - 20:10

....Lieber Gorgias, warum sollte ich mich mit jemanden auseinandersetzen der sowieso alles besser weiß, der anonym kommentiert und immer das letzte Wort haben will. Lassen wir es dabei, es ist sicher besser und sie können jetzt gut schlafen!

Ritratto di gorgias
gorgias 9 Ottobre, 2019 - 20:31

Wenn Sie meinen, dass Sie die bessere Figur machen mir alles mögliche um den Kopf zu werfen, anstatt Ihre Meinung zu begründen, dann nur zu. Ich glaube die Frage war legitim und Ihr Verhalten überzeugt nicht nur mich, wie man jetzt schon sehen kann.

Ritratto di kurt duschek
kurt duschek 9 Ottobre, 2019 - 20:38

....wie bereits gesagt, lassen wir es dabei und schlafen sie gut!

Ritratto di gorgias
gorgias 9 Ottobre, 2019 - 20:51

Wenn Sie es wirklich belassen möchten, brauchen Sie nur nicht weiter zu posten. Inhaltlich haben Sie ja nichts mehr mitzuteilen. Eine Meinung kann man wie einen schönen Hut auf dem Kopf tragen. Die Begründung für diese muss man sich aber erarbeiten und hat man im Kopf. Aus irgendeinem Grund wollen Sie wohl alle im Ungewissen lassen, ob Sie sich über das Ganze Gedanken gemacht haben oder sich nur ein eitles Schmuckwerk zugelegt haben.

Ritratto di kurt duschek
kurt duschek 9 Ottobre, 2019 - 21:13

....nochmals wie bereits gesagt, bitte weiter in ihrem namenslosen Schlaf des Gerechten!

Ritratto di gorgias
gorgias 9 Ottobre, 2019 - 21:28

Wenn Sie es wirklich belassen möchten, brauchen Sie nur nicht weiter zu posten. Aber anstatt hier Energie zu verschwenden mit inhaltlosen Posts hätten Sie doch Ihre Position belegen können. Das haben Sie unterlassen.

Ritratto di kurt duschek
kurt duschek 9 Ottobre, 2019 - 21:40

....gute Nacht Gorgias oder wie sie auch heisen oder genannt werden möchten.

Ritratto di gorgias
gorgias 9 Ottobre, 2019 - 21:50

Also lieber inhaltsleere Kommentare schreiben?

Ritratto di kurt duschek
kurt duschek 9 Ottobre, 2019 - 22:21

....gute Nacht!

Ritratto di gorgias
gorgias 9 Ottobre, 2019 - 23:21

Haben Sie wirklich nichts zu sagen und hätten gerne trotzdem das letzte Wort? Dann müssen Sie mindestens noch so was posten.

Ritratto di kurt duschek
kurt duschek 9 Ottobre, 2019 - 23:28

.... :-)

Ritratto di gorgias
gorgias 9 Ottobre, 2019 - 23:52

nochmal!

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 9 Ottobre, 2019 - 21:04

Belassen Sie es. Dies ist die alte Provokations-Tour in der dieser Schreiber selbst ver- und gefangen ist. Er kann nicht anders, das wissen Sie ja.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 9 Ottobre, 2019 - 21:51

sehen Sie?

Ritratto di gorgias
gorgias 9 Ottobre, 2019 - 21:58

Herr Gasser, ist das für Sie wirklich so eindeutig wer hier wen provozieren will?

Ritratto di Salto Community Management
Salto Community Management 10 Ottobre, 2019 - 08:42

@Duschek, Gorgias, Gasser, wir bitten alle drei, noch einmal die Netiquette durchzulesen. Weder gibt es eine Pflicht, persönliche Meinung zu "belegen", noch ist Salto ein Portal, um sich "gute Nacht" zu wünschen, und schon gar nicht interessiert unsere Leser, wenn persönliche Fehden aus anderen Debatten hier herübergetragen werden. Das könnte man durchaus als systematisches Nachstellen bezeichnen. Wir danken für die engagierte und einsichtige Mitarbeit.

Ritratto di Hans Hanser
Hans Hanser 9 Ottobre, 2019 - 16:37

Duschek, manchmal ist das Eingestehen der eigener Unkenntnis über ein fachspezifisches Thema ein Zeichen von Größe.
Stöbern Sie mal ein wenig über die Problematik der Cobalt- und Lithiumgewinnung, das Austrocknen der Böden, die Verarmung in der DR Kongo usw., da werden Ihnen die Augen aufgehen.

Ritratto di V M
V M 8 Ottobre, 2019 - 20:55

La bici elettrica al contrario della bici tradizionale ha un forte impatto ambientale. Le batterie sono un concentrato di sostanze altamente tossiche per estrarre le quali è necessario consumare elevatissime quantità di energia (litio, cobalto, metalli pesanti, grafite). A mio parere è veramente incredibile che si spaccino le bici elettriche per ecologiche, considerando che sono tutte informazioni note. Bravo Walter Kofler ad andare contro corrente, in tutti i sensi!

Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 8 Ottobre, 2019 - 21:43

Dem kann ich nur zustimmen!
Man muss die nachhaltigen Angebote der Industrie immer genau hinterfragen. Ich habe von Städten gehört/gesehen, die solche Elektro-Fahrrad-Angebote wieder abbauen! Und noch mehr gegen die Elektroroller etwas unternehmen!

Ritratto di Hans Hanser
Hans Hanser 9 Ottobre, 2019 - 11:50

...oder womöglich Sie selbst...

Ritratto di Georg Lechner
Georg Lechner 9 Ottobre, 2019 - 18:02

Das Gewinnen von Lithium ist eine ziemlich problematische Angelegenheit (energieaufwändig, umweltbelastend). Aber dann kann der Akku lange genutzt werden und das Wiederaufladen kann via Strom aus Wasserkraft oder sonstigen CO2-neutralen Quellen erfolgen und somit das Verbrennen fossiler Energieträger verringert werden. Auf längere Sicht ist es meines Erachtens eine gute Sache.
Und überhaupt, warum sollen Steuergelder nicht für etwas eingesetzt werden, was den Bürgern zugutekommt statt dem Rüstungswahn (PESCO)?

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 9 Ottobre, 2019 - 18:09

das Gewinnen von Lithium gräbt den dortigen Bewohnern das Grundwasser ab und lässt ihre Brunnen versiegen, Landwirte vor Ort verlieren ihre Existenzgrundlage... unser Nutzen auf Kosten des Schadens anderer?
... um vom Kobalt im Kongo gar nicht erst zu sprechen.
Wir sollten ZUERST dies klären, nicht wahr?

Ritratto di Georg Lechner
Georg Lechner 9 Ottobre, 2019 - 20:04

"unser Nutzen"? partiell ja, aber vor allem jener der beteiligten Unternehmen (diejenigen im Kongo hatten/ haben auch keine Skrupel, mit Warlords Geschäfte zu machen)
Ähnlich ist es ja auch mit dem Export der Hendlhaxen nach Afrika (zum Ruin der dortigen Bauern), mit dem Kungeln von Konzernen mit der indischen Regierung zulasten der dortigen Bevölkerung, ....

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 9 Ottobre, 2019 - 20:44

Sie können die 100te Millionen Handy-Nutzer nicht freisprechen von deren Verantwortung.

Ritratto di gorgias
gorgias 9 Ottobre, 2019 - 19:17

@Georg Lechner
Lieber von den Amis abhängig sein, als eine gemeinsame europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik aufzubauen? Oder soll Putin unser neuer Freund werden?

Ritratto di Georg Lechner
Georg Lechner 10 Ottobre, 2019 - 07:58

PESCO kommt ja gerade aus der US-Forderung, dass die europäischen Staaten mehr zur Verteidigung der Kapitalinteressen tun sollten. Wir brauchen keine Finanzierung der Parteien über Schmiergelder aus Rüstungsgeschäften, sondern stattdessen Ausgaben für Bildung, Gesundheit und Soziales. Das stärkt die Identifikation der Bevölkerung mit ihren gewählten Vertretern und macht Europa zukunftstauglich.

Ritratto di Hans Hanser
Hans Hanser 9 Ottobre, 2019 - 19:30

Herr Lechner, bitte belegen Sie anhand des Beispiels der Gemeinde Vahrn, dass der Strom aus Wasserkraft oder sonstigen CO2-neutralen Quellen stammt. Danke

Ritratto di elisabeth garber
elisabeth garber 9 Ottobre, 2019 - 22:22

@ HANS HANSER Belegen sie uns bitte, dass sie von den Toten auferstanden sind.

Ritratto di Hans Hanser
Hans Hanser 11 Ottobre, 2019 - 10:01

Da das SCM eifrig gelbe Karten austeilt, stellt sich mir die Frage, ob der Kommentar von Frau G. der Netiquette bzw. dem allgemeinen Qualitätsanspruch von Salto entspricht? Er hat mit dem Thema der Problematik von Elektrofahrrädern und deren erhöhten Ankaufskosten bzw. deren Auswirkungen auf die Umwelt abseits von Europa nichts zu tun, er zeigt vielmehr, dass Frau G. offensichtlich ein Problem mit meiner Person zu haben scheint.
Dies stellt jedoch einzig und allein ihr Problem dar, da sie augenscheinlich gegen einzelne Community-Schreiberlinge einen Kleinkrieg zu führen scheint. Auch hier sollte Salto begutachten, ob dies hierfür die richtige Plattform ist, mir fällt Frau G. vermehrt durch off-topic-Kommentare auf.
@ Herr Lechner, wir warten immer noch auf den Beleg, dass der nach Vahrn gelieferte Strom ausschließlich aus regenerativen oder sonstigen CO2-neutralen Quellen stammt. Hier vertrete ich eine andere Meinung als das SCM, denn es handelt sich dabei nicht um eine Meinung des Herrn L., sondern um eine handfeste Behauptung, deren Beweis er bis heute schuldig geblieben ist.

Ritratto di Salto Community Management
Salto Community Management 11 Ottobre, 2019 - 11:03

Der Kommentar von Frau Garber ist tatsächlich unglücklich formuliert, wenn man ihn wörtlich liest. Wir interpretieren ihn aber als vorhaltenden Spiegel, wie paradox es ist, von anderen Usern Beweise einzufordern.

Ritratto di Hans Hanser
Hans Hanser 11 Ottobre, 2019 - 12:55

Nach allgemeinem Dafürhalten darf ein Kommentar wie "...von den Toten auferstanden...", welcher im Übrigen mit dem Thema rein gar nichts zu tun, als unzulängliche Bemerkung abgetan werden.
Wie oft ich auf Salto einen Kommentar abgebe, dürfte wohl meine Sache sein und wenn Frau G., die wie gesagt, des Öfteren durch persönliche Angriffe off-topic auffällt, Ihren Maßregeln entspricht, spricht das nicht unbedingt für Salto.
Wie auch immer, ersetzen Sie meinen Begriff "Beleg" mit "Argument", dann wird Ihnen meine Sichtweise deutlicher.

Ritratto di elisabeth garber
elisabeth garber 11 Ottobre, 2019 - 20:40

@HANS HANSER Es reicht H. HANSER! So einen Blödsinn von wegen Kleinkrieg führen...ihre Mutmaßungen sind Kopfgeburten, selten so einen 'Krampf' gelesen...Es ist allerdings wahr, dass mir gewisse Anonyme mit ihrer Art auf den Zentralnerv gehen.

Ritratto di elisabeth garber
elisabeth garber 11 Ottobre, 2019 - 19:59

@Salto SCM Ja, so war es gemeint!

Ritratto di Georg Lechner
Georg Lechner 11 Ottobre, 2019 - 12:20

@Herr Hanser, Südtirol hat zumindest das Potential hierfür, weil es auch andere Landesteile Italiens mit Strom aus Wasserkraft beliefert. Im übrigen habe ich geschrieben:
"Aber dann kann der Akku lange genutzt werden und das Wiederaufladen kann via Strom aus Wasserkraft oder sonstigen CO2-neutralen Quellen erfolgen und somit das Verbrennen fossiler Energieträger verringert werden." Soviel zu Ihrer Formulierung "handfeste Behauptung", die somit auf Sie selbst zurückfällt.

Ritratto di Hans Hanser
Hans Hanser 11 Ottobre, 2019 - 13:35

@ Herr L., mir geht es um eine sachliche Auseinandersetzung des Themas, die Sie an sonstigen Stellen durchaus vorbringen.
Zum besseren Verständnis, ich bin selbst Mitbesitzer eines kleinen Wasserkraftwerks im Alpenraum, das unseren Betrieb zu rund 40% im Jahr mit regenerativer Energie versorgt, v.a. in den Sommermonaten. Ich versuche seit Jahren beim Verbund eine Bestätigung zu erlangen, dass auch die restlichen 60% aus regenerativen Quellen stammen, leider ohne Erfolg. Die Antworten reichen von "unbeantwortet" bis zu "nicht möglich".
Gerade aus diesem Grund erachte ich das Handeln des Herrn Kofler aus Vahrn als sehr weitsichtig, denn der reine Gebrauch von Elektrofahrräder bedeutet nicht automatisch, dass "etwas für die Umwelt getan wird". Denn ohne jedwede Gegenprobe stammt der Strom (im Winter) auch von Kohlekraftwerken - auch im Alpenraum. Was sehr für Herrn Kofler spricht, ist dessen Weitsicht in punkto Umwelt, denn der ganze imperialistische Abbau von Cobalt und Lithium in bereits gebeutelten Gebieten Afrikas muss und darf angesichts kritisch betrachteter Migrationsströme auch unter diesen Gesichtspunkten betrachtet werden.
Dass diesen Denkfehler Herr Duschek zugeben würde, fällt wohl ins Reich der Träume, aber zeigt wie viel es hier noch an Aufklärung bedarf.

Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 11 Ottobre, 2019 - 14:45

Herr Lechner, Sie vertreten eine gängige und auch von der Südtiroler Politik verwende Behauptung. Ich dachte mir auch schon öfter, dass hier ein Denkfehler zu Grunde liegt.
Auch ich bin der Meinung, dass wenn jemand vom Stromlieferanten Ökostrom bezieht, so ist das nur ein Beruhigung für sein Gewissen. Grenzüberschreitend gesehen, verändert sich da nichts in der Summe (Verhältnis zwischen konventionellem und erneuerbare Strom). Wenn jemand Grünstrom ver(sch)wendet, erhält der andere eben den konventionellen. Die einzige Lösung ist, weniger Strom zu verbrauchen. Mit den E-Biks passiert das Gegenteil - und dann noch Öko?!?

Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 11 Ottobre, 2019 - 15:37

Übrigens Herr Lechner: auch der Klimasachverständige der Eurac Bozen ist der Meinung, dass man überall wo möglich reduzieren muss "Die Maßnahmen werden technische, innovative Lösungen (z.B. Solarzellen) genauso umfassen müssen wie eine Reduktion des Konsums ......)"
https://www.salto.bz/de/article/09102019/gegen-klimaerwaermung-konkret-s...

Ritratto di Georg Lechner
Georg Lechner 11 Ottobre, 2019 - 20:06

Es stimmt schon, dass es in Summe auf weniger Energieverbrauch hinauslaufen muss (etwa auch durch bessere Wärmedämmung der Gebäude). Aber vor allem ist eine Verringerung des CO2-Ausstoßes anzustreben - und wenn die Pendler mit dem E-Bike statt mit dem Auto oder dem Moped fahren (irgendwie müssen sie ja in annehmbarer Zeit in die Arbeit und wieder nachhause kommen), ist das auch ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Der Wirkungsgrad eines Elektromotors ist ja auch wesentlich höher als der eines Verbrennungsmotors.

Ritratto di Georg Lechner
Georg Lechner 10 Ottobre, 2019 - 07:49

Gerade in Südtirol gibt es nennenswerte Nutzung von Wasserkraft, was auch nicht immer ohne Probleme (siehe Schnalstal, wo sie zum Stoff eines Krimis von Elisabeth Florin verarbeitet wurden) über die Bühne ging.

Ritratto di Klemens Riegler
Klemens Riegler 13 Ottobre, 2019 - 12:16

Auch wenn Lithium-Akkus ein gewisses Problem darstellen, ist laut derzeitigem Stand der Wissenschaft wohl klar, dass E-Mobilität zumindest einwenig besser für unsere Welt ist als der Verbrennungsmotor. Dass eine Fahrt von Vahrn nach Brixen-Süd mit einem E-Bike weniger umweltschädlich ist als mit dem herkömmlichen Auto sollte wohl ebenso klar sein. Der Energieaufwand ist auf jedem Fall kleiner, weil nicht 1 Tonne "Auto" bewegt werden muss.
Die Aktion der Gemeinde Vahrn ist Beispiel-Gebend ... als Ansporn zu betrachten ... denke ich.
Und noch ein Tipp: BIO-BIKEN wäre noch besser ... klingt gut und kommt mit reiner Muskelenergie aus.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 13 Ottobre, 2019 - 13:04

Ich darf nicht für mich einen Vorteil erreichen, wenn dies auf Kosten und zum Schaden eines Dritten geht, und diesem Freiheit oder Existenzgrundlage nimmt.

Ritratto di Georg Lechner
Georg Lechner 13 Ottobre, 2019 - 14:14

Dann dürfte es auch keine Futttermittelimporte aus Lateinamerika geben, bei denen die Macht der Großgrundbesitzer zulasten der dortigen Bevölkerung gestärkt wird, um in Europa Nahrungsmittelüberschüsse zu produzieren, die steuergeldgestützt nach Afrika gehen und dort der Landbevölkerung die Existenzgrundlage rauben.
Westliche Konzerne stützen in Indien ein hindunationalistisches Regime (Modi ist für das Massaker von Gujarat zumindest mitverantwortlich) und dürfen dafür der einheimischen Bevölkerung das Wasser abgraben

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 13 Ottobre, 2019 - 14:24

stimmt.

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