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Bozen

Ein Ort, den es nicht brauchen dürfte

Die Bozner Zivilgesellschaft springt erneut ein: Hellmuth Frasnelli öffnet die Türen seines Zeilerhofs in Gries für Obdachsuchende. Doch die Wut auf die Politik wächst.
Di
Ritratto di Lisa Maria Gasser
Lisa Maria Gasser21.01.2020
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Ritratto di Christian Mair
Christian Mair 22 Gennaio, 2020 - 09:54

Sollte (;)) die Überschrift nicht lauten:
Einen Ort, den es nicht brauchen darf?

Ritratto di Max Benedikter
Max Benedikter 22 Gennaio, 2020 - 10:07

Das spielt in diesem Fall keine Rolle. Es gibt zig Immobilienbesitzer, die aus verschiedenen Gründen etliche Wohnungen nicht nutzen. Aber keiner gibt sie in der Winterzeit für Obdachlosen her.

Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 22 Gennaio, 2020 - 16:25

" Doch zugleich dürfte es sie auch wieder nicht brauchen, Gebäude, die von Privatpersonen zur Verfügung gestellt werden, um Obdachlosen, Migranten und Geflüchteten ein Dach über dem Kopf zu bieten. “Das ist Aufgabe der Politik und der öffentlichen Verwaltung und nicht der Zivilgesellschaft.” Einerseits stimmt das schon; es ist aber keine Südtiroler Besonderheit!
Andererseits funktionieren die von der aggressiven freien Marktwirtschaft dominierten Demokratien so. In den USA liegt die soziale Hilfe ausschließlich bei den konfessionellen und privaten Organisationen. In Deutschland z. B. betreiben die Kirchen und deren Organisationen - trotz Sozialstaat - viele Krankenhäuser, Hospize, und andere Strukturen für Bedürftige. Man nennt das Subsidiarität, denn der Staat stützt dies Organisationen finanziell oder übergibt ihnen Aufträge. In Südtirol ist das ähnlich. In diesem Falle haben die kirchlichen und sozialen Organisationen eben "Stich ausgelassen". Genannte Organisationen finanzieren sich außerdem mit Spenden. Reiche und prominente Personen haben oft auch ihre Stiftungen für diese Zwecke - und organisieren karitative Veranstaltungen, wobei Sie sich dann beweihräuchern lassen. Es liegt aber auch in der Tradition der christlichen, aber auch muslimischen, Gesellschaften, dass die Reichen auch einen Teil den Armen geben, was einige auch regelmäßig tun, wenn es in ihrer Familientradition steht. Auch in Südtirol und auch in diesem Falle. Bei den vielen Emporkömmlingen und Neu-Reichen ist das noch nicht angekommen!
Politiker treffen nicht gerne unpopuläre Entscheidungen. Dabei hat die Gemeinde Bozen und das Land Angst, bei zu guter Betreuung von Immigranten und osteuropäischen Land- und Stadtstreichern noch weitere an zu locken. Ihre Taktik bisher war eher das Vergraulen - wie die Räumungen von Schlafplätzen unter den Autobahn-Viadukten und Brücken, wie letzthin, die verächtlichen Ausmaße angenommen haben. Man hatte ja vor Jahren schon einmal die ungebetenen Bären erfolgreich vergrault:

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