Putin, Wladimir
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Russland

In Putins Arsch

Nicht wenige Westeuropäer drängelten hinein, darunter auch eine Schar Südtiroler.
Kolumne von
Bild des Benutzers Wolfgang Mayr
Wolfgang Mayr19.02.2023
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Nicht nur der junge Meraner Eiskunstläufer Grassl zählt dazu. Überraschend ist, wie viele die Nähe des russischen Kriegspräsidenten Putin oder zumindest seines Umfeldes suchten. Doch der Reihe nach.
Seit einem Jahr lässt Putin seine Armee Dörfer und Städte in der östlichen Ukraine in Schutt und Asche bomben. Heimat meist russischsprachiger Ukrainer, die er „befreien“ will. Vom – angeblichen - nazistischen Joch der Ukrainer. Nur so viel, Präsident und Ministerpräsident des überfallenen Landes sind jüdischstämmig und russischsprachig.
Seit einem Jahr vergewaltigen, foltern, morden und vertreiben russische Soldaten – im Bündnis mit den rechtsradikalen Wagner-Söldnern und den Kadyrow-Tschetschenen - im Auftrag des russischen Kriegsministers Shoigu Ukrainerinnen und Ukrainer. Kriegsverbrechen, Völkermord. Und, kein Ende in Sicht. Die Anzahl der Freunde Russlands ist geschrumpft, aber immer noch beträchtlich. Die vielen rechten Parteien in West-Europa zählen dazu, der ungarische rechte Ministerpräsident Orban, ja und auch der ehemalige US-Präsident Donald Trump.
Überraschend ist, wie viele die Nähe des russischen Kriegspräsidenten Putin oder zumindest seines Umfeldes suchten
Es noch gar nicht so lange her. Westeuropäer biederten sich dem russischen Präsidenten an, der sozialdemokratische Bundeskanzler Schröder genauso wie seine christdemokratische Nachfolgerin Merkel. Auch die ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Berlusconi und Giuseppe Conte von den Cinque Stelle biederten sich dem Kreml-Autokraten regelrecht an. Gar nicht zu reden von den vielen westeuropäischen Rechtsradikalen, Le Pen, Salvini und Linksradikalen wie Wagenknecht, die vom Kreml publizistisch gesponsert werden. Weil System-Feinde des kapitalistischen Westens.
Österreich wurde samt und sonders zum russischen Vorgarten der schwerreichen und deshalb kauflustigen Oligarchen. Diese besonders perfide Mischung aus Ex-KGBlern, phantasievollen einstigen Jung-Kommunisten und organisierten Kriminellen kaufte sich massiv im alpinen Donau-Land ein. Nicht von ungefähr forderte die globalisierungskritische NGO Attac eine lückenlose Erhebung des vermuteten milliardenschweren Oligarchen-Reichtums in Österreich. Die oppositionelle SPÖ initiierte eine Petition für die Enteignung von Oligarchenreichtum in Österreich.
 

Südtirol in Putins Netz

 
Bei diesem Polit-Schleimen durfte Südtirol nicht fehlen. Dafür sorgte anstoßend die russische Gemeinde und ihre Stiftung „Borodina“ in Meran. 2007 fand die Jubiläumsfeier zum 110-jährigen Bestehen der Kirche des Heiligen Nikolaus statt. Zu den Teilnehmenden zählten Vertreter der russischen Stiftung des Apostel Andreas und das Zentrum Nationaler Ehre. Zwei russische Organisationen, die es in sich haben. Die Stiftung des Apostels Andreas zeichnete 2017 den russischen Außenminister Lawrow mit dem „Internationalen Preis Glaube und Treue“. Eine Auszeichnung, weil sich Lawrow für RussInnen außerhalb Russlands engagiert
 
Zarenbrunn
Stiftung Borodina in Meran: Ultrakonsverative Kreise dahinter.
 
 
Macher der nach dem Apostel benannte russisch-orthodoxe St. Andreas-Stiftung ist Wladimir Jakunin. Ziel der Stiftung ist der Kampf gegen individuelle Rechte, besonders im Visier dieser radikalen „Gläubigen“ die Homosexuellen. Jakunin war bis in die frühen 1990er Jahre hochrangiger KGB-Agent, in verdeckter Mission bei der UNO in New York, recherchierte Catherine Belton für ihr Buch „Putins Netz – wie sich der KGB Russland zurückholte und dann den Westen ins Auge fasste“. Im KGB war Jakunin für die Bekämpfung von Dissidenten, Andersdenken, Gläubigen und Homosexuellen verantwortlich. Diesem Jakunin rollte Landeshauptmann Luis Durnwalder immer wieder den roten Empfangsteppich aus.
Am 7. Februar 2008, das berichtete die Südtiroler Wirtschaftszeitung, startete am Innsbrucker Flughafen der Privatjet des russischen Millio­närs Andrei Bokarev. Der Besitzer des Bergbauunternehmens Kuzbassrazrezugol hatte gleich mehrere Südtiroler mit an Bord: Landeshauptmann Luis Durnwalder, zwei seiner engsten Mitarbeiter, den Meraner Bürgermeister Günther Januth, Handelskammer- und EOS-Präsidenten Benedikt Gramm sowie 20 Wirtschaftsvertreter.
Am 7. Februar 2008 startete am Innsbrucker Flughafen der Privatjet des russischen Millio­närs Andrei Bokarev. Der Besitzer des Bergbauunternehmens Kuzbassrazrezugol hatte gleich mehrere Südtiroler mit an Bord.
Im Juni 2009 wird in Meran das „Zentrum zur Förderung der Beziehungen zwischen der Autonomen Provinz Bozen und Russland Nadezhda Ivanovna Borodina – Meran“ gegründet. Illuster sind die weiteren Südtiroler Gründungsmitglieder, die Gemeinde Meran, die Handelskammer, die Freie Universität Bozen. Auf russischer Seite neben den Jakunin-Stiftungen auch noch die Stiftung Russkiy Mir (mehr darüber später). Standort Ensemble Zarentum, bestehend aus den historische Villen Borodina, Moskau und Lituania. „So konnte die Landesregierung unter Durnwalder mit dem Zuspruch namhafter diplomatischer Funktionäre davon überzeugt werden, eine großzügige Investition zugunsten von Zarenbrunn seitens der öffentlichen Hand zu tätigen,“ kommentierte die BAZ 2018. Großzügig gewährte das Land dem Russischen Zentrum in der Villa Borodina vertragliches Bleiberecht für die Ausübung ihrer kirchlich-kulturellen Traditionen und Veranstaltungen. Eine Initiative des damaligen Landeshauptmannes Luis Durnwalder und seines russischen Freundes Jakunin.
Jakunin wurde Präsident des neuen Borodina-Vereins. An der Gründungsfeier nahmen gewichtige Russen teil, wie der Sport- und Tourismusminister Vitali Mutko, der Präsident der russischen Handelskammer und Ex-Premier Yevgeny Primakov, der russische Botschafter in Rom, Alexey Meshkov und der Präsident des russischen Skiverbands, Andrey Bokarev. Dieses „Zentrum“ in Meran war nichts anderes als ein Lautsprecher von Putin.
 

Netzwerker Jakunin

 
Für Jakunin, damals schon Chef der staatlichen Eisenbahngesellschaft mit 1,3 Millionen Beschäftigten und mit einem Umsatz, der zwei Prozent des russischen BIPs ausmachte (siehe: C. Belton, „Putins Netz“), wurden in Meran und Bozen bei seinen Besuchen rote Teppiche ausgeholt.
Der Ex-KGBler Jakunin machte nach seiner Rückkehr aus New York nach Moskau in Absprache mit einem KGB-General mit Seltenen Erden das große Geschäft, gründete nach dem großen Inkasso die Bank Rossija. Eine Bank in den Händen der alten KGB-Garde, ein Finanzimperium mit weitreichender Kontrolle der russischen Wirtschaft und auch vieler Joint Ventures im Westen, analysierte die Finanz-Journalistin Belton. Die Rossija-Bank finanziert laut Belton die Politik des Kriegspräsidenten Putin, die Kriegskasse für den nachsowjetischen russischen Imperialismus.
 
Jakunin, Wladimir
Ex-KGB-Funktionär und Minister Wladimir Jakunin (mit dem damaligen Meraner Bürgermeister Günther Januth): Freund von Luis Durnwalder.
 
 
Die Bank des späteren Durnwalder-Freundes Jakunin flutete den Westen mit Petro-Dollars aus der russischen Öl- und Gasförderung. Vom 1,6 Billionen Dollar umfassenden russischen Bruttoinlandsprodukt, analysierte Belton, parkten Putins KGB-Helfer mehr als die Hälfte in den weltweiten Offshore-Bankkonten. Dollars, um russische Wühlarbeit auch in Europa zu finanzieren. Offensichtlich auch in Südtirol.
Für das Putin-Regime, das seit 1999 Nachbarn wie Tschetschenien und Georgien mit Kriegen überzog, den östlichen Landesteil der Republik Moldau besetzte, ab 2015 in Syrien seine ganze Feuerkraft zugunsten des Assad-Regimes einsetzt, engagierte sich in Meran Andrey Pruss von der Borodina. In der Sonntagszeitung „Z“ des Verlagshauses Athesia darf  Pruss 2014 unwidersprochen die Lage der russischsprachigen Bevölkerung in der östlichen Ukraine und auf der Krim mit der Situation  der Südtiroler unter dem Faschismus vergleichen. Peinlich.
2014, kurz nach dem Ende des Olympischen Winterspiele in Sotschi, ließ Putin die ukrainische Halbinsel Krim annektieren und russische Sonderkommandos in der östlichen Ukraine einen schmutzigen Krieg niederer Intensität anheizen. Der „Westen“ schaute desinteressiert zu. 2014 war für Putin wohl der Probelauf für den Überfall auf die Ukraine am 24. Februar 2022. Damals kaschierten die „großrussischen“ Milizen ihr Ziel des Anschlusses an Russland, sie warben für eine Dezentralisierung der Ukraine, für Autonomie.
Ganz nebenbei lässt der „Killer im Kreml“, ein Doppelreiher tragender Staatsmörder und langjähriger Geschäftspartner von ebenfalls Doppelreiher tragenden westlichen Konzernchefs und Politikern, im Juli 2014 einen Boeing abschießen. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder, 298 Menschen, waren damals ums Leben gekommen.
 
Jewgeni Prigoschin:
Putin-Vertrauter Jewgeni Prigoschin: Finanzier der berüchtigten Söldnergruppe Wagner. (Foto: IPG Journal)
 
 
Bei den angeblichen pro-russischen Milizionären im Donbass handelte es sich meist um russische Staatsbürger aus dem staatlichen Sicherheitsapparat. Einer der „Führer“ der angeblichen Volksrepubliken, Igor Strelkow, „Strelok“ oder Igor Girkin, war Sicherheitschef des großrussischen orthodoxen Oligarchen Konstantin Malofejew. Strelkow war im serbischen Eroberungskrieg in Bosnien im Einsatz, genauso im zweiten Tschetschenienkrieg von Putin. Im Auftrag von Malofejews, schreibt Belton, organisierte Strelkow auf der Krim radikale russische Nationalisten für die geplante Annektion.
Malofejew-Rubel gingen auch an die „Wagner-Gruppe“, die als rechtsradikale Killertruppe im Schatten russischer Soldaten in der Ost-Ukraine die Menschen terrorisierte. Gründer dieser Söldner ist ein Putin-Vertrauter, Jewgeni Prigoschin. Der heutige Milliardär wurde 1981 wegen Diebstahl, Betrug und Prostitution Minderjähriger zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Lange dementierte Putin die Beziehungen seines Staates mit diesen Terroristen, inzwischen „kämpfen“ die Wagner-Söldner in der Ukraine.
Lange dementierte Putin die Beziehungen seines Staates mit diesen Terroristen, inzwischen „kämpfen“ die Wagner-Söldner in der Ukraine.
Schlagwort Autonomie für die Ost-Ukraine. Es ging diesen Kriminellen, so der russischschreibende Autor Stanislaw Assjejew aus Donezk, nie um Autonomie. Ähnlich formulierte es der ebenfalls russischschreibende Andrij Kurkow in seinem „Ukrainischen Tagebuch“. Auch Sergej Gerassimow, Schriftsteller aus der russischsprachigen Donbass-Metropole Charkiw, wirft seinen angeblichen Verteidigern vor, nicht um Autonomie zu „kämpfen“, sondern die Ukraine zerstören zu wollen. Das ist das Ziel, nicht die Autonomie, folgert auch Arkadi Babtschenko, russischer Journalist in seinem Tagebuch „Im Rausch“.
 

Autonomie für den Donbass?

 
Tatsächlich gelang es dem Putin-Russland ein Bild zu malen von unterdrückten Russen in der Ukraine, die für Autonomie kämpfen. Ein Bild, das sich in westlichen Köpfen verfing. Da lag es gar nicht fern, einen Südtiroler Politiker in die Ost-Ukraine zu holen. Die "Volksrepublik" Donezk, laut Assjejw ein kriminelles Gebilde, lud 2015 den ehemaligen Landeshauptmann Durnwalder ein. Er sollte die Südtiroler Autonomie vorstellen.
 
Durnwalder Donbass
Luis Durnwalder in der "Volksrepublik" Donezk (2015): Südtiroler Autonomiemodell vorgestellt.
 
 
Organisiert wurde das obskure Treffen von Jean-Luc Schaffhauser, Europaparlamentarier des rechtsradikalen Front National. Durnwalder sollte auf dem Internationalen Forum "Donbass: Gestern, heute morgen" über die Lösung von Minderheiten-Problemen sprechen. Neben Durnwalder waren weitere schräge Gäste mit dabei, Alessandro Bertoldi von Forza Italia, Alessandro Musolino, auch er von Forza Italia, ein ausgewiesener Putin-Propagandist in einem rechten Netzwerk und zwei griechische Parlamentsabgeordnete von Nea Dimokratia und der linksradikalen Syriza.
Durnwalder reiste über Moskau in die "Volksrepublik" Donezk ein, die ukrainische Regierung erklärte den ehemaligen Südtiroler Landeshauptmann zur unerwünschten Person.
Durnwalder reiste über Moskau in die "Volksrepublik" Donezk ein, die ukrainische Regierung erklärte – wen verwundert es - den ehemaligen Südtiroler Landeshauptmann zur unerwünschten Person. Durnwalder ließ sich von einem pro-russischen Netzwerk für ein fragwürdiges Projekt einspannen. Die Stoßrichtung in der Ukraine ist nämlich klar definiert. So tönte der Finanzier der anti-ukrainischen Umtriebe im Donbass und auf der Krim, der bereits erwähnte Malofejew, auf Bloomberg ganz großrussisch-imperialistisch, dass die Ukraine Teil Russlands ist. Sie wurde auf den Ruinen des russischen Imperiums erschaffen. Deshalb wird die Ukraine derzeit zusammengeschossen. Befreiung auf Russisch.
 

Honorarkonsul Kiem

 
Putins Netz wirkte in Südtirol mehrfach, nicht nur über die „Borodina“ in Meran. Das Putin-Russland ließ in Südtirol auch einen Honorarkonsul wirken, Bernhard Kiem. Er drängte auf weitere Partnerschaften zwischen Russland und Südtirol, Vorbild die Zusammenarbeit Südtirols mit Kamtschatka. Dort lässt das Moskauer Regime Land und Leute ausplündern. Die Zusammenarbeit brachte für Südtiroler Unternehmen einige Aufträge aus Russland. Während der damaligen angeblichen "Krim-Krise" – Teil der Ukraine - warb der Honorar-Konsul für eine "objektive Betrachtung" der Annektion.
 
 
 
Das verbindende Element zwischen der Borodina und Kiem war Eisenbahn-Boss Jakunin mit seiner Stiftung Apostel Andreas und dem Zentrum Nationaler Ehre. Zwei reaktionäre ideologische Vorfeldorganisationen für Putins-Außenpolitik, gerichtet gegen die westlichen Demokratien. Schwerreiche Oligarchen in Russland und die nicht weniger finanzstarken Nachkommen ehemaliger russischer Exilanten in West-Europa fördern die „Rus“-Ideologie, die „Russkij Mir“ – russische Welt – Bewegung. Das orthodoxe Christentum als Antwort auf den liberalen Westen. Die Stiftungen als Antwort auf US-finanzierte NGO wie National Endowment for Democracy, Freedom House und George Soro`s Open Society.
Diese neuen russischen Stiftungen finanzieren seit 2005 pro-russische Milizen in der Ost-Ukraine, mit dem Ziel, Unruhe zu stiften, zu destabilisieren, antiukrainischen Hass zu schüren.
Größte Geldgeber dieser Wühlarbeit ist – neben Jakunin - der milliardenschwere Investor, bekennende Monarchist, radikale Slawist und ein Anhänger des russischen Imperiums, Malofejew. Er mischt mit seiner Stiftung „St. Blasius der Große“ kräftig – also nachhaltig - in der russischen Politik mit, finanziert Kontakte und die Vernetzung zwischen christlichen Fundamentalisten in Europa und in Nordamerika, europäischen Rechten und EU-Feinden mit dem größten Mafia-Staat der Welt, Russland. Für den britischen Journalisten John Sweeney vom Jewish Chronicle ist Russland in der Hand einer gewalttätigen Mafia, Ex-KGBlern und radikalen Slawisten. Sweeney kommt wie Belton und der US-amerikanische Journalist Craig Unger zum Schluss, dass Putin verantwortlich ist für Intrigen, Mord und Krieg, „der Killer im Kreml“.
 

„Familienkongress“ 2014

 
Malofejew finanzierte nicht nur terroristische Umtriebe in der Ukraine, sondern sponserte gemeinsam mit Jakunin auch reaktionäre Familienpolitik. So ging es auf der „Familienkonferenz“ 2014 in Moskau vehement gegen die gleichgeschlechtliche Ehe und gegen die Abtreibung. Der Kongress warb für die Aberkennung der Menschenrechte für Schwule und Lesben. Im Hintergrund tobte damals schon der russische Krieg gegen die Ukraine.
 
Bacher, Paula
SVP-Landtagsabgeordnete Paula Bacher: Auf Familienkongress in Moskau.
 
 
Nicht nur die damalige Brixner Stadträtin Paula Bacher war aus Südtirol in Moskau mit dabei. Auch die Latscher Vize-Bürgermeisterin Sonja Platzer und Gudrun Warger, Kabinettsleiterin aus Schlanders. Landesrätin Waltraud Deeg stellte „Südtirols Teilnahme am internationalen Familienkongress“ in Moskau vor. Der Familienkongress ist eine Vorfeld-Struktur des russischen Präsidenten Putin.
Der Alto Adige betitelte die damalige Stadträtin Bacher als Botschafterin an Putins Hof. Sie und acht weitere Personen aus der Region kamen über das russische Zentrum Borodina in Meran nach Moskau. Für die Einladung gesorgt hatte Andrej Pruss, Putins Mann in Meran. Das Forum Mehrkindfamilien wurde von Präsident Putin, vom „Killer im Kreml“, eröffnet.
 

UN, USA und EU führen Krieg gegen die Familie

 
Paula Bacher und die übrigen acht Delegierten fanden sich auf einer äußerst abenteuerlichen Veranstaltung ein, die im Staatspalast im Kreml und in der Christus-Erlöser-Kirche stattfand. Zur Einstimmung. Gabriela Kuby zitierte auf kath.net, den katholischen Nachrichten, aus der Kongress-Resolution: „Die Zerschlagung der Familie, die Massentötung ungeborener Kinder, der globale Krieg für die Deregulierung der sexuellen Normen, wie er von den UN, der EU und den USA betrieben wird, schafft entwurzelte, manipulierbare Massen ohne Zukunftsperspektive.“
Landesrätin Waltraud Deeg stellte „Südtirols Teilnahme am internationalen Familienkongress“ in Moskau vor.
Das Abschlussdokument bezeichnete Kuby als einen Appell an die Weltgemeinschaft, die Weichen in Richtung Familie zu stellen. Zur Einordnung: Kuby ist Autorin des Buches „Die globale sexuelle Revolution. Zerstörung der Freiheit im Namen der Freiheit.“
Ja, Paula Bacher war als SVP-Stadträtin 2014 auf dieser Familienkonferenz, auf dem „Forum Mehrkindfamilien und die Zukunft der Menschheit“. Auf dieser Veranstaltung warnte u.a der damalige FPÖ-Vize Johann Gudenus in der Moskauer Erlöserkirche vor einer „Homo-Lobby“, die Europa bedroht. Zur Erinnerung, Gudenus war der Typ, der mit seinem Parteichef Strache auf Ibiza einer angeblichen russischen Oligarchin Österreich verkaufen wollte.
Hier kreuzen sich verschiedene Fäden, über den Atlantik hinweg. Der reaktionäre World Congress of Families kooperiert mit der nicht weniger reaktionären Kommission des russisch-orthodoxen Patriarchen für den Schutz von Familie, Mutterschaft und Kindheit.
Auf dieser Veranstaltung warnte u.a der damalige FPÖ-Vize Johann Gudenus in der Moskauer Erlöserkirche vor einer „Homo-Lobby“, die Europa bedroht.
Aus allen russischen Provinzen kamen Vertreter zu dieser angeblichen Familienkonferenz. Aus den USA, Kanada, Österreich, Italien, Großbritannien, Polen, Mexiko, Venezuela, Australien, der Ukraine, Georgien, Kasachstan, Serbien, Lettland oder den Philippinen. Aus insgesamt 45 Staaten fanden sich 1.000 Teilnehmer zur Konferenz ein.
Zu den bekannteren Teilnehmern gehörten neben dem Wiener FPÖ-Klubchef Gudenus der Front-National-Europaabgeordneter Aymeric Chauprade, der stellvertretende ungarische Staatssekretär für bilaterale EU-Beziehungen, Gergely Pröhle und das Trio aus Südtirol. Mit dem Segen von Landesrätin Deeg.
 

Gegen Lesben, Schwule und „Andere“

 
Es mag zwar formell um Mehrkindfamilien gegangen sein, Ziel der Konferenz war aber grundsätzlich anderes. So heißt es in der gemeinsamen Abschlusserklärung, dass eine Stärkung der Rechte von Lesben und Schwulen ein Ende der menschlichen Zivilisation bedeutet. Zitat: „Wir drücken unsere ernsthaften Sorgen aus, weil gewisse Staaten hartnäckig eine noch nie dagewesene Propaganda-Kampagne forcieren, die zur ultimativen Zerstörung der natürlichen Familie führt – eine Institution, die in einer zivilisierten Gesellschaft die Basis von Ordnung, staatlichem Wohlergehen und sozialem Frieden ist“.
 
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Internationaler Familienkongress in Moskau: Südtiroler Delegation.
 
 
Das Fortbestehen der menschlichen Zivilisation garantiert nur die Ehe zwischen Mann und Frau, kommen die Teilnehmer zum Schluss, „alle anderen sexuellen Beziehungen oder absichtlichen Verbindungen, die die Geburt von Kindern ausschließen, sind nutzlos, weil sie der Definition des Wortes Familie in keiner Weise entsprechen“.
Die Kongressteilnehmer forderten die Regierung auf, die Rechte von Lesben, Schwulen und Transgendern zu beschneiden, um eine „Entmenschlichung der Gesellschaft“ zu verhindern. Die Familienkämpfer machten einen Weg der ideologiegeführten und staatlich unterstützten Einmischung in das Privatleben der BürgerInnen aus. Mit dabei, die damalige Brixner Stadträtin und heutige SVP-Landtagsabgeordnete Bacher.
Das Forum Mehrkindfamilien und die Zukunft der Menschheit wehrte sich „gegen den zynischen Gebrauch von Frauen als Leihmütter im Interesse von gleichgeschlechtlichen Verbindungen. Frauen sollen gefördert werden, als Mutter möglichst vieler Kinder innerhalb der eigenen Familie.“
Die Familienkämpfer machten einen Weg der ideologiegeführten und staatlich unterstützten Einmischung in das Privatleben der BürgerInnen aus. Mit dabei, die damalige Brixner Stadträtin und heutige SVP-Landtagsabgeordnete Bacher.
Für den Kongress war Russland das herausragende Beispiel, weil es „gesetzliche Verbote aller Arten von Propaganda, die homosexuelle Beziehungen im Umfeld von Kindern und Minderjährigen fördert.“
 

Familien und Neu-Russland

 
Die liberal-konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung zeigte sich in ihrer Berichterstattung schockiert über diese Moskauer „Wertediskussion“. Denn es ging neben der angeblichen traditionellen Familie auch um „Neu-Russland“, um die „Volksrepubliken“ im ukrainischen Donbass und um die annektierte Krim. Die katholische Autorin Kuby wies damals die westliche Kritik an der russischen Ukrainepolitik als haltlos und falsch zurück.
 
Donald Trump, Mike Pence
Ehemaliger Trump-Vize Mike Pence: Im Dunstkreis ultrakonservativer Christen großgeworden.
 
Die angesprochenen Fäden verknoten sich. Das in den USA starke Netzwerk ultra-konservativer Christen, die Christian Right-Bewegung, steht in enger Verbindung mit dem russischen Staatsapparat und der Putin-Partei. Dreh- und Angelpunkt im Netzwerk ist wiederum der World Congress of Families von Allan Carlson. Der ehemalige Trump-Vize Mike Pence wurde in diesem rechts-religiösen Sumpf politisch groß.
1995 fand in Moskau der erste Familienkongress statt. Seitdem wurde die Zusammenarbeit zwischen der religiösen US-Rechten und dem Putin-Staat immer enger. Der staatliche Rückhalt machte die russischen Familienkämpfer zum Rückgrat des World Congress of Families, dessen Positionen weit über die gemeinsam angedachte reaktionäre bis faschistoide Familienpolitik reichen.
Der Mitgründer Allan Carlson äußert im Deutschlandfunk Verständnis für die Außenpolitik des Kremls: „Russland hat ein besonderes Interesse an der Ukraine. Das müssen wir anerkennen. Wenn ich den ukrainischen Politikern etwas raten sollte, dann wäre das, den russischen Bären nicht zu reizen.“ Diese Front lehnt die liberale Demokratie und säkulare Regierungen ab, die sie als „liberale Diktatur“ beschimpft, ist gegen Abtreibung, Schwulen- und Lesbenrechte. Frontfrauen und -männer werben für Homeschooling, sprechen dem Staat das Recht ab, Kinder und Jugendliche in Schulen zu „zwingen“.
In den letzten Jahren tagte der Familienkongress in verschiedenen europäischen Ländern, in denen prorussische und rechtspopulistische Kräfte stark sind: in Ungarn, in der Republik Moldau, 2019 in Verona. In Italien wurden mehrere Grußworte von offiziellen Stellen aus Moskau verlesen: eines von der russischen Staatsduma, eines vom Föderationsrat, eines vom Patriarchen der russisch-orthodoxen Kirche, der eng mit dem russischen Präsidenten verbunden ist.
Die ehemalige Brixner Stadträtin Bacher blieb sich ideologisch treu. Nach ihrem Nachrücken in den Landtag gesellte sie sich zu den Freunden im Edelweiß. Das sind auch jene Kräfte in der SVP, die nach den Landtagswahlen 2018 Landeshauptmann Kompatscher in eine Koalition mit der Lega drängten, eigentlich zwangen. Die Lega, ihr Frontmann Salvini, zählen zu den begeisterten Fans des russischen Kriegspräsidenten Putin. Die Leghisti sind Putins Lieblinge in der Landesregierung, erinnerte Simon Constantini von der Brennerbasisdemokratie an die unerträgliche Paktelei zwischen SVP und Lega.
Die geistigen Brüder der Lega, die russischen Schirmherren für eine „traditionelle Familienpolitik“, führen seit einem Jahr einen Eroberungskrieg in der Ukraine, mit Beschießungen von Wohnvierteln samt Kindergärten, Schulen, Theater und Krankenhäusern, Supermärkten und AKWs. Mit der Vertreibung von Familien, mit der Ermordung von Familienvätern, mit der Vergewaltigung von Mädchen und Frauen, mit Zerstörung von Familien, mit der Deporation von UkrainerInnen nach Russland.
 

Dugin nach Bozen?

 
Zu den „Vor-Denkern“ dieser „Politik der Befreiung“ zählt der rechtsradikale Alexander Dugin. Er wirbt für die russische Wiedergeburt, meint damit die Wiederherstellung der Sowjetunion ohne Kommunismus. Groß-Russland, zu dem das Baltikum, Belarus, die Ukraine, Transnistrien in Moldawien und die übrigen ehemaligen zentralasiatischen Sowjetrepubliken gehören. Dugin wird immer wieder als der Ideologe des russischen Kriegspräsidenten zitiert.
Diesen Dugin lud die Freie Universität Bozen 2019 in Zusammenarbeit mit dem Bozner Rosmini-Institut für Europäische Studien nach Bozen ein. Titel der geplanten Veranstaltung: „Die Idee Europas in nicht-vorherrschenden politischen Kulturen: Vorschläge, Projekte, Probleme“. Könnte direkt aus dem Kreml stammen. Der Blog brennerbasisdemokratie brandmarkte die Einladung von Dugin. Die Veranstaltung fand dann nicht statt, die Uni zog sich – offensichtlich spät erkennend wer Dugin ist – von der Tagung zurück. Zum Schämen.
 
Aleksandr Dugin, sovranità
Ideologe Alexander Dugin: Einladung von der Freien Universität Bozen.
 
 
„Nichts gewusst“ gilt nicht. Seit Beginn seiner politischen Karriere 1991 als Vize-Bürgermeister von St. Petersburg recherchieren russischen JournalistInnnen, MenschenrechtlerInnen und Oppositionelle hinter der Blutspur von Putin her. Manche dieser Engagierten – Anna Politowskaja, Natalja Estemirowa, Boris Nemzow – leben nicht mehr, wurden ermordet. Die Liste ist überraschend lang. Der britische Journalist Sweeney wirft westlichen Politikern und Unternehmern vor, bei all den Verbrechen des Putin-Regimes weggeschaut zu haben. Solange der Rubel gewaltig rollte, war den Doppelreiher tragenden Westlern völlig egal, wie kriminell Putin ist, wie mafiös sein Staat.
So lange der Rubel rollt. Noch im Juli 2021 besuchte Dmitry Shtodin, der russische Generalkonsul in Mailand, die Bozner Handelskammer. Es ging, wie kann es auch anders sein, um die Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Südtirol und Russland. Beide Institutionen zählen zu den Gründern der Borodina in Meran.
Noch im Juli 2021 besuchte Dmitry Shtodin, der russische Generalkonsul in Mailand, die Bozner Handelskammer. Es ging, wie kann es auch anders sein, um die Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Südtirol und Russland.
Im November 2021 unterzeichneten die Führungsspitzen der Handelskammern von Moskau und Bozen ein Memorandum über eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Stadt Moskau und Südtirol.
Die Zusammenarbeit zwischen Handelskammer und Borodina ist, war, sehr eng. Der Mitarbeiter der Handelskammer, Lukas Pichler, ist Direktor der Borodina. Genauso die Zusammenarbeit zwischen dem Land, immerhin Mitgründer, und der Borodina. Vize-Präsident ist Landeshauptmann Arno Kompatscher, der nach dem russischen Angriff auf die Ukraine am 24. Februar 2022 die Zusammenarbeit mit den russischen Partnern aussetzte.
 

Schließt die Borodina!

 
Seit 2014, damals besetzte Russland die Krim und zettelte in der östlichen Ukraine einen Krieg mit mehr als 13.000 Toten an, gehört Zarenbrunn dem Land. Ergebnis einer Männer-Kumpanei zwischen dem ehemaligen Landeshauptmann Durnwalder und dem ehemaligen Chef der russischen Bahnen, Jakunin. Inzwischen wegen seiner tragenden Rolle im Regime mit EU-Sanktionen belegt. Eigentlich sollte das Land weitreichende Konsequenzen ziehen, das noble Zarenbrunn ukrainischen Flüchtlingen zur Verfügung stellen, eine Art der Wiedergutmachung und die russischen Partner fristlos feuern.
Eigentlich sollte das Land weitreichende Konsequenzen ziehen, das noble Zarenbrunn ukrainischen Flüchtlingen zur Verfügung stellen, eine Art der Wiedergutmachung und die russischen Partner fristlos feuern.
Verwunderlich ist, wie spendabel das Land Südtirol mit der angeblichen russischen Diaspora in Meran war. Davon kann die kleine jüdische Gemeinde von Nachfahren von Shoah-Überlebenden, von 1943 bis 1945 von Südtiroler Nazis mörderisch verfolgt, nur träumen.
 
Update: Lukas Pichler legt wert auf die Feststellung, dass er seit Frühjahr 2022 NICHT mehr als Direktor der Borodina tätig ist.
Die Redaktion
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Kommentare

Bild des Benutzers Josef Perkmann
Josef Perkmann 19.02.2023, 11:09

Aber echt lieber Wolfgang! Alles Freunde Putins? Merkel, Durnwalder, Waltraud Deeg? Da fehlt nur noch Bischof Muser. Aber es sei dir verziehen, es ist gerade Fasching.

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Florian Hinteregger 19.02.2023, 11:44

Ach nein, schon wieder bekommt der Daniel Grassl von Herrn Mayr eine ab. Kaum drei Barthaare im Gesicht und trotzdem wird er mit politischen Akteuren in einen Topf geworfen. Offensichtlich gelingt es dem Autor nicht zu differenzieren.

Bild des Benutzers Linda Bauer
Linda Bauer 19.02.2023, 12:54

Volle Zustimmung! Schläft die Salto Redaktion eigentlich oder dürfen hier unbescholtene Bürger einfach diffamiert werden. Zudem dürfte hier auch der Straftatbestand der Rufschädigung erfüllt sein.
@ W. Mayr: es wäre umgehend angebracht diese Unterstellung zu entfernen und sich dafür zu entschuldigen!

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Salto Community Management 20.02.2023, 08:17

Sehr geehrte Frau Bauer,

Zu Ihrer Frage: Nein, wir schlafen nicht, wir haben Wolfgang Mayr sogar eingeladen, seine Ansichten hier zu teilen. So, wie wir auch alle im Artikel Genannten dazu einladen, Stellung zu nehmen.

Kolumnen sind Meinungsbeiträge, die kontrovers sein dürfen - sein sollen. Dennoch gilt auch hier die Netiquette. Wir bitten Sie deshalb, sich mit dem Inhalt des Artikels zu beschäftigen - nicht mit dem Autor.

- Salto-Community-Management

Bild des Benutzers Linda Bauer
Linda Bauer 20.02.2023, 09:05

Liebes SCM, ich habe mich mit dem Inhalt des Artikels beschäftigt! Ihre Stellungnahme ist äußerst schwach. Auch veröffentlichte Meinungen unterliegen gewissen Regeln. Bekanntlich ist es nicht erlaubt und ich spreche dabei nicht von der Netiquette, auf welche Sie sich berufen, Personen öffentlich zu verunglimpfen. Oder können sie mir erklären warum Hr. Grassl Putin in den Arsch kriechen sollte? Gibt es einen Zusammenhang zwischen Hrn. Grassl und Putin bzw. seinem Umfeld? Ich persönlich kann solche Äußerungen einfach nicht nachvollziehen und finde sie bedenklich.
Deshalb ersuche ich den Autor selbst dazu Stellung zu nehmen.

Bild des Benutzers Elisabeth Garber
Elisabeth Garber 20.02.2023, 12:50

Warum sollte er? Der Beitrag ist bewusst provokant geschrieben.
Außerdem: Jede/r Schüler/in mit unangemessener Verhaltensweise weiss um deren Wirkung...So auch Wolferl, der das Popscherl von Putin für untersucht.

Bild des Benutzers Felix Frei
Felix Frei 20.02.2023, 13:01

Auch ich finde dass veröffentliche Meinungen bestimmten Regeln unterliegen müssen. Dass Herr Mayr offenbar unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit Leute beschuldigen kann Putin in den Arsch zu kriechen, wenn sie es wagen überhaupt mit Russen irgendwelche Beziehungen zu unterhalten, ist schon krass, dies zusammengefasst der Inhalt des obigen Artikels. (Genauso wie Herr Mayr glaubte in einem anderen Artikel ganze Teile der Bevölkerung zu diskreditieren die es bloß gewagt hatten Verantwortung über den eigenen Körper zu übernehmen). Also meiner MEINUNG nach sollte so etwas nicht vorkommen , zumal man als Kommentator auch gerügt und ermahnt wird, eine angemessene Wortwahl zu gebrauchen und nicht persönlich zu werden.
Zum gesamten Problem Russland-Ukraine und damit zusammenhängenden Themenfeldern ist zu sagen, dass da die verschiedensten Meinungen und Ansichten kursieren, aber letztlich wohl niemand von uns kleinen Leuten sagen kann was wirklich dort abgeht und um welche Hintergründe es letztendlich geht. Das Thema ist sicherlich komplizierter als es vordergründig aussieht. Ich bin aber der MEINUNG dass man von Seiten der Politik und der Medien bewusst ein bestimmtes framing vermitteln bzw. die öffentliche Meinung in eine bestimmte Richtung drehen will, sich für die eine oder andere Partei auszusprechen, was es dann bestimmten Leuten wieder erleichtert ihre Ziele (politische oder ökonomische) leichter zu erreichen. So wie es bei anderen Themen auch war und ist.
Wir kleinen Leute blicken da sicherlich nicht durch obwohl genau das vermittelt werden soll. Deshalb ist es meiner MEINUNG nach angebracht jene Agenden voranzubringen, die dem einfachen Volk nützen und das sind: Keine Stimmungsmache gegen bestimmte Gruppen (z.B. Russen), keine Waffenlieferungen, Verhandlungen und kein Krieg. Denn die Erfahrung hat gezeigt, büßen muss immer der kleine Mann (ökonomisch oder auf dem Schlachtfeld) für die Interessen der oberen Zehntausend. Zum Glück gibt es zunehmend mehr Menschen, die sich in öffentlichen Kundgebungen für den Frieden engagieren.

Bild des Benutzers Brenner Flo
Brenner Flo 20.02.2023, 14:50

Dieser Kommentar wurde entfernt. Sie haben es geschafft, drei Kommentare unter einen Artikel zu setzen, die allesamt gegen die Netiquette verstoßen. Bei weiteren Verstößen dieser Art müssen wir moderierend eingreifen.

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Manfred Klotz 20.02.2023, 18:29

Eine Sache ist nicht wirklich ALLE Facetten der Angelegenheit zu kennen, eine andere - wie Sie es laufend bewusst praktizieren - Unwahrheiten zum Thema zu verbreiten. Mit andern Worten, Sie stellen Aspekte, die man sehr wohl kennt, verdreht dar.

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Georg Lechner 23.03.2023, 20:21

Die Rede von den "kleinen Leuten" ist zumindest in Österreich typisch für die Partei am rechten Rand, die damit von ihrer Verhaberung mit dem Establishment ablenken will, gegen das sie angeblich kämpft

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Salto Community Management 20.02.2023, 14:29

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Elisabeth Garber 19.02.2023, 13:57

Das will er gar nicht, differenzieren. Das gelingt O. Lafontaine in "Ami, ist's time to go home." (trotz Abscheu gegen den Kapitalismus, in dem er selber gut und gerne mit der 3. Frau lebt) nicht schlecht.

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Günther Alois Raffeiner 20.02.2023, 07:35

Ich finde diese Seitenhiebe von Hr. Mayr gegenüber Herrn Daniel Grassl eine Frechheit.Herr Grassl hat in Moskau weltbestes Training und ist nicht dort um Putin in den A.... ...zu kriechen.Ist wohl ein himmelweiter Unterschied.

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Manfred Gasser 21.02.2023, 16:26

Genau! Und wenn das Training in Nordkorea das Beste wird, fahren wir nach Nordkorea zum trainieren, und zwar ganz ohne diesem dicken Psycho da in den A.... zu kriechen.
Was interessieren uns schon solche Kleinigkeiten wie Menschenrechte und so.

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Ludwig Thoma 21.02.2023, 18:24

Bei der Ausrichtung der Fußball WM waren die Menschenrechte auch kein Kriterium. Warum also beim Training eines Eiskunstläufers?

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Manfred Gasser 21.02.2023, 19:23

Für mich schon, und für viele andere auch. Und wenn es nach mir ginge, würde sowas auch nicht mehr passieren.

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Felix Frei 21.02.2023, 23:00

Bei dieser moralischen Empörtheit ist es wohl ein Wunder dass überhaupt noch sportliche Wettkämpfe stattfinden wie z. B. olympische Spiele in China. Ja finden würden wir fast überall etwas ( Todesstrafe USA usw.). Aber da kann man gut sehen wie viele Leute auf die mediale Propaganda einsteigen bzw. wie diese wirkt. Alle Welt spricht von Putin und der Ukraine und dämonisiert die Beteiligten. Aber die Kriege und Menschenrechtsverletzungen anderswo werden totgeschwiegen. Z. B. dass Kinder täglich im Jemen wegen des Krieges ums Leben kommen interessiert niemanden, nein wir liefern Waffen nach Saudi-Arabien. Oder dass Aserbaidschan Armenien überfallen hat ist egal, wie beziehen Energie von Aserbaidschan. Diese Heuchelei schreit zum Himmel zeigt aber überdeutlich wie man Menschen manipulieren kann bestimmte Gruppen (Russen) zu diabolisieren und andere ungeschoren zu lassen. Aber das hat man auch schon in den letzten zwei Jahren gesehen, dasselbe Muster durch mediale Propaganda.
Dazu passt dass keiner fragt wie es den Menschen (Russen) in der Ostukraine eigentlich geht. Wie erleben diese den russischen Einmarsch im Vergleich zu vorher als sie von Kiew beschossen wurden. Wieso gibt es da keine Berichte in den Medien? Wie die LEUTE vor Ort die Dinge einschätzen wäre einmal darzulegen, ist es eine Katastrophe oder eine Befreiung? Das würde mich interessieren. Wo ist da die kritische Presse?
Als einer der sich von frühester Jugend an für kritisches Denken und für Gerechtigkeit eingesetzt hat, gibt es da zu viele offene Fragen zu wenig Ausgewogenheit bezüglich anderer Krisenherde und zu viel offensichtliche Propaganda. Der kritische Geist fragt sich einmal mehr: Cui bono? Denn das ist um einmal mehr der springende Punkt. Die Menschen merken nicht dass sie nur benutzt werden, sie empören sich fleißig mit ( (schweigen zu anderen Tätern) und werden so willige Helfer einer bestimmten Agenda, denn sorry so offensichtliches bashing NUR eines Konfliktes von vielen, da steckt ein massives Interesse dahinter.

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Peter Gasser 22.02.2023, 09:26

Ich arbeite die Argumentation in der Sache (?) heraus:
- Die Sichtweise von Felix Frei ist deshalb richtig, da er einer ist „der sich von frühester Jugend an für kritisches Denken und für Gerechtigkeit eingesetzt hat“;
- Die Sichtweise, welche seiner nicht zustimmt, ist falsch, da diese „Menschen merken nicht dass sie nur benutzt werden... und werden so willige Helfer einer bestimmten Agenda“.
.
Die Argumentation zur Sache wird vollständig ersetzt durch die Argumentation ad hominem:
- weil ich bin, wie ich bin, ist meine Sichtweise richtig,
- weil die anderen sind, wie ich sage, ist deren Sichtweise a priori und qua definitionem falsch.
.
Damit ist jede Diskussion in der Sache a priori beendet.

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Elias Gamper 06.03.2023, 19:16

Dann sollten sie aber auch alle was aus der USA kommt meiden.

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Peter Gasser 19.02.2023, 12:36

Zitat: „Diesen Dugin lud die Freie Universität Bozen 2019 in Zusammenarbeit mit dem Bozner Rosmini-Institut für Europäische Studien nach Bozen ein. Titel der geplanten Veranstaltung: „Die Idee Europas in nicht-vorherrschenden politischen Kulturen: Vorschläge, Projekte, Probleme“:
Wie man jemals auf die Idee gekommen ist, sich mit Dugin auch nur in Verbindung zu setzen, mutet geradezu - im negativen Sinne - galaktisch, skurril, ihn gar einzuladen aber doch richtig pervers an, so meine Meinung dazu.

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Tschoerner Hagen 19.02.2023, 13:54

Interesannt wie sich Journalisten in der Rente radikalisieren....

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Lollo Rosso 19.02.2023, 14:17

Jetzt lassen sie doch den Grassl in Ruhe, das ist ja peinlich!

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Brenner Flo 20.02.2023, 14:33

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Sepp Bacher 19.02.2023, 15:07

Im Nachhinein ist man immer gscheider!
M.E. kann man nicht Personen, die vor dem Überfall Putins in der Ukraine, mit dem Putinregime in irgendeiner Weise Kontakte hatten bzw. zu einem Familienkongress nach Moskau gefahren sind, mit den heutigen Putin-Verstehern und -Verteidigerinnen gleich setzen.

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Gianguido Piani 19.02.2023, 16:27

Im Aufsatz fehlen viele repräsentative Personen aus Südtirol, die sehr aktiv den Kontakt mit Russland gepflegt haben. Was nicht bedeutet, dass sie automatisch den Krieg befürworten. Dagegen war der Familienkongress eine Nebenerscheinung, für nicht-Insider so gut wie unbekannt. Die echten Geschäfte, auch aus Südtirol, liefen woanders. Darüber hätte ich gerne mehr gelesen.
Unter Jakunin hat sich die Russische Eisenbahn enorm verbessert. Ich würde auch in Italien/EU für mehr Korruption stehen, wenn das Ergebnis eine modernere, besser funktionierende und bezahlbare Infrastruktur ist. Das wichtigste Referenzland für Jakunin im Westen ist Großbritannien, wo sein Sohn lebt. Ich glaube, der Sohn ist Britischer Staatsbürger. Bisher haben die dortigen Behörden nichts gegen ihn bzw seinen Vater gefunden. Auch hier wären mehr Fakten und weniger Hörsagen angebracht.
Über die westliche Doppelmoral gibt dieser gerade erschienene Artikel Bescheid
https://www.themoscowtimes.com/2023/02/19/to-stay-or-to-leave-how-9-majo...

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Brenner Flo 20.02.2023, 14:36

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Manfred Klotz 21.02.2023, 07:23

"Ha fatto anche cose buone" auf Russisch?

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Gianguido Piani 21.02.2023, 08:47

"он сделал тоже хорошего"
Wen meinen Sie, eigentlich?

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Manfred Klotz 22.02.2023, 07:32

Darauf wäre ich selbst auch gekommen...
"Ha fatto anche cose buone" ist so etwas wie die Generalabsolution für Mussolini seitens der italienischen Rechten. Scheint so als ob das hier auf Jakunin umgelegt worden wäre.

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Peter Gasser 22.02.2023, 08:00

... auch Hitler hat für Arbeit gesorgt und tolle Autobahnen gebaut - aber:
es gibt kein gutes Leben im schlechten Leben.

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veronika dapra 22.02.2023, 08:29

Es reichte, sich gestern das Publikum anzusehen, das bei Putins Rede dasaß; teils fassungslos, teils vernebelt; die Situation wurde vollends klar, als man die Verbeugungen beim Abgang des Despoten sah. Kann es hier nicht posten, aber man findet es leicht im Netz. Sklave & Herr, da kommen sie nicht mehr heraus, diese Bagage hat ihr Land auf Generationen von der Zivilisation abgeschnitten.
Es lebe die Ukraine, Ehre den Verteidigern.

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Gianguido Piani 22.02.2023, 09:13

Um Unklarheiten zu vermeiden. Wir sind alle gegen den Krieg und würden gerne eine Lösung sehen. Welche, wissen wir nicht.
Zu Jakunin.
(1) Seit Jahrzehnten wird er vom Westen stark kritisiert, weil er nahe Putin steht (oder stand?)
(2) Die britische Staatsanwaltschaft hat jahrelang Belastbares gegen Jakunin gesucht, ohne es zu finden. Übrigens, das UK hat jahrzehntelang russisches Kapital gerne entgegengenommen, ohne sich um dessen legalen oder illegalen Ursprung zu kümmern. Britische Gesetze wurden nicht von Putin geschrieben. Solange es mit dem Geld gut lief, war auch den Briten die Menschenrechtslage in Russland ziemlich egal. Es gelten längst die Begriffe "Londongrad" und "Moscow-on-the-Thames".
(3) Jeder, der mit der russischen Eisenbahn zwischen 2005-2015 gefahren ist hat eine deutliche Verbesserung beobachtet. Dass Bahnhöfe umgebaut, neues rollendes Material eingesetzt, die Fahrzeiten verkürzt wurden usw ist keine persönliche Meinung sondern objektive Tatsache. Haben die Chinesen dafür bezahlt? Mag sein, aber die Eisenbahn ist trotzdem besser geworden.
Aus diesen Gründen sollte man ohne Beweise nichts Jakunin unterstellen. Ist er Freund von Dürnwalder? Na und? In ST sind es sehr viele.
Zu Mussolini, "che ha fatto tante cose buone". Wenn Italien 1940 neutral geblieben wäre, oder sich den Alliierten angeschlossen hätte, hätten weder das UK noch die USA etwas gegen den Faschismus gehabt.

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Elisabeth Garber 22.02.2023, 09:52

Da bin ich jetzt aber gespannt, was man Herrn Piani antworten wird.

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Peter Gasser 22.02.2023, 10:35

Zitat: „Wir sind alle gegen den Krieg und würden gerne eine Lösung sehen. Welche, wissen wir nicht“:
doch doch, wir „wissen“ das schon: Beginn der Lösung ist, dass der Angreifer mit den täglichen militärischen Angriffen und dem Morden im zivilen Hinterland mittels Marschflugkörpern aus strategischen Bombern und U-Booten aufhört, und das fremde Haus Ukraine verlässt.
Dann ist Frieden, da kein Europäer, kein Ukrainer und auch sonst niemand, Russland angreifen will.
Alle respektieren die russischen Grenzen und das russische Volk, dosehr Putin hierbei sein eigenes Volk belügt.
.
Alle, wirklich alle wollen ein Ende des Angriffskrieges, nur leider der Angreifer nicht: darin liegt das Problem.

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Stefan S 22.02.2023, 13:04

"Aus diesen Gründen sollte man ohne Beweise nichts Jakunin unterstellen."
Ich unterstelle im Nichts was ich nicht belegen könnte sondern stelle fest das jeder anderere Funktionär dies auch erreicht hätte.
Federführend und treibende Kraft ist die Wirtschaft der EU und China mit Ihren Staatsvertretern in Form von Wirtschaftsministern und Staatssekretären gewesen. Ohne technisches, organisatorisches und finanzielles Know How aus dem Westen wäre Russland nicht fähig gewesen diese Infrastruktur bereitzustellen. Das sind die Fakten. Die Transsib bzw. Seidenstraße war bereits 6-8 Wochen nach dem russischen Angriff auf die Ukraine wieder voll in Betrieb. Auch ein Fakt

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Gianguido Piani 22.02.2023, 13:27

Über den Einsatz von China will ich nichts sagen, da ich mich im Detail nicht auskenne. Ich habe jedoch an Konferenzen über die Seidenstrasse teilgenommen, wo der beste Eindruck von den Chinesen kam (pragmatisch, kompetent, zielgerichtet, perfektes Englisch). Dagegen habe ich einen italienischen Redner in Erinnerung, der von der Sache - und der Englischen Sprache - absolut Null Ahnung hatte. Er war aber Vizeminister oder Vizegubernator irgendwo... Ich bezweifle daher nicht, dass die Seidenstrasse in Russland von China maßgeblich unterstützt wurde.
Dagegen kann ich nicht einsehen, was China mit der Russischen Eisenbahn im Allgemein zu tun gehabt hat. Haben Sie konkrete Daten? Unter Jakunin hat die RZhD (Rossijskaza Zhelesnaja Doroga) ein massives Modernisierungsprogramm gestartet. Was hat China mit dem Umbau des Ladoga-Passagierbahnhofs in St.Peterburg zu tun, zum Beispiel? Oder mit dem Einsatz von Pendolino-Zügen auf der Strecke Helsinki-St.Petersburg? Die finnische Eisenbahn hat eher ihren Finger mit im Spiel;) Jakunin hat Partnerschaften mit mehreren Ländern abgeschlossen, insbesondere mit Deutschland und der Bahn. Unter den vielen Projekten war auch die Direktverbindung Moskau-Nizza, mit Aufenthalt in Bozen. Haben die Chinesen auch hier damit zu tun? Das wäre mir wirklich neu.

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Stefan S 22.02.2023, 14:55

"insbesondere mit Deutschland und der Bahn."
Sie haben es ja schon selber genannt, ich sprach auch von der EU + China. Bis in die 2000 war es teilweise ein Himmelsfahrtkommando mit Konsumgütern aber auch Industriegütern über den Landweg nach Russland zu kommen. Ohne bewaffnete Sicherheitsdienste war dies kaum möglich und kostete viel Geld für Sicherheitsgarantien. Transportversicherungen waren kaum zu bekommen. Aus diesem Grund, und parallel zur den Pipelines Nordstream 1+2, wurde auch der Gütertransport über St. Petersburg (Bronka als neuer Hafen ca. 30 km vor St. P.) ausgebaut. Hierzu musste auch die Eisenbahnlinie St. Peterburg - Moskau massiv ausgebaut werden. Wie so oft bei bilateralen Verträgen werden auch damit gleich andere naheliegende Infrastrukturen dabei ertüchtigt. Und da St. Peterburg Putin besonders am Herz liegt ergibt sich der Rest von selbst. Polen, Weissrussland und die Ukraine wurden durch die Verlagerung der Verkehrsströme geschwächt.
Mit ein Grund warum Polen auf D nicht gut zusprechen ist. Jetzt mussten wir alle lernen das Wandel durch Handel mit Russland nicht möglich ist und unsere sehr kooperative Wirtschaftspolitik am Ende noch Putin als Druckmittel gedient hat. Shit happens
Ich war über 20 Jahre bei der staatlichen und später auch Privatbahn in D tätig und durfte die ganze Entwicklung zwischen 1990 bis 2010 mit verfolgen. Da gäbe es noch sehr viel mehr aus dem so gen. Nähkästchen zu berichten wenn man dürfte....

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Gianguido Piani 22.02.2023, 17:15

Danke für die sehr interessante Information!
Es wäre wertvoll, nicht hier aber woanders, auch über die Privatisierungspläne der Bahn unter Hartmut Mehdorn zu sprechen. Die Russen sollten 25% der Aktien für weniger als 2 Mlrd bekommen. Gut, das die Aktion wegen der Krise 2008-2009 aufgehalten wurde. Mehdorn hatte den Wert der Bahn auf etwa 6-8 Mlrd gesetzt, um das Unternehmen zur Börse zu bringen. Die Grünen hatten damals dagegen einen Gesamtwert von etwa 185 Mlrd gerechnet. Verkorkste Privatisierungen finden nicht nur in Russland statt.
"Handel gegen Wandel". In Moskau, St.Petersburg und anderen Städten hatte es funktioniert. Woanders - weniger bis nicht. Keiner hatte mit den Strukturen gerechnet, die Putin parallel aufgebaut hat, um die Kontrolle zu behalten.

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Stefan S 23.02.2023, 20:59

"Hartmut Mehdorn"
Wurde von der Politik blockiert, sie müssen einfach mal schauen wer da im Verwaltungsrat und dann Aufsichtsrat die Karten in der Hand hat. Gespickt mit politischen Provinzfürsten.
Ganz nebenbei war/ist der Vorstand in D schon immer ein Trostamt gewesen. Zuletzt für gescheiterte Industriemanager wie Mehdorn und Grube.
Spannen wir nochmal den Bogen zu Russland. Global gesehen befinden sich 80-90% der Eisenbahngesellschaften in staatlicher Hand und dienen bei bilateralen Verhandlungen als Türöffner bzw. auch Bonbon wenn man gutes Know How und Technik anbieten kann. China hat das erkannt und geht mit deutscher Eisenbahntechnik auf globale Weltreise.
Und Russland wurde vor dem Ural von D bedient weil mit der Wiedervereinigung auch DB und DR vereinigt wurden und über die gewonnene ostdeutsche Bahnkonnektion zu Russland dieser Markt bedient wurde.
Und noch so ein Fakt worüber die wenigsten Kenntnis haben. Vor dem Mauerfall haben ostdeutsche Ingenieure die Infrastruktur für Russland entwickelt und geplant nach 1990 ging das mit D weiter.
Auch so ein Grund warum die Seidenstraße über Polen, Belarus, Russland, China seit Monaten ungehindert funktioniert.

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Gianguido Piani 23.02.2023, 21:16

"Und noch so ein Fakt worüber die wenigsten Kenntnis haben. Vor dem Mauerfall haben ostdeutsche Ingenieure die Infrastruktur für Russland entwickelt und geplant nach 1990 ging das mit D weiter."
Danke für die sehr interessante und lehrreiche Information! Die Geschichte der russischen Eisenbahn, von den Russen erzählt, klingt natürlich anders. Kooperationsvorhaben mit anderen Ländern werden in Russland ungerne zitiert, oder nur dann, wenn es aus irgendwelchen Gründen passt. Bis vor Kurzem galt die Bezeichnung "Gemeinsames Vorhaben" (d.h., mit einem ausländischen Unternehmen) als Qualitätssiegel. Heute werden national-autarchische Lösungen als Beispiel genommen.

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Martin Mayr 22.02.2023, 19:55

Sehr interessanter Kommentar Herr Stefan. Wäre wirklich toll wenn Sie aus dem Nähkästchen berichten dürften aber durchaus verständlich wenn Sie es nicht tun. Nichtsdestotrotz sehr aufschlussreich und glaubwürdig Ihre obige Darlegung der Verkehrspolitik Russlands.

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Manfred Klotz 22.02.2023, 16:01

1) Er ist Putin-Vertrauter, er steht ihm nicht nur nahe. Das sind zwei Paar Schuhe
2) Hat mit der Diskussion hier nichts zu tun, nur soviel: the absence of evidence is not the evidence of absence
3) Bestreitet keiner. Bestritten wird nur, dass dieser Umstand keine Absolution darstellen soll (daher der Verweis auf Mussolini)
Ob er mit Durnwalder befreundet ist oder nicht steht hier auch nicht zur Debatte.
Bezüglich Neutralität Italiens im II. WK: Das ist eine sehr schwache Ansicht und auf jeden Fall nur eine Annahme. Tatsache ist, dass die Realität eine andere war. Das hat aber auch nichts mit dem fortwährenden Versuch der italienischen Rechten zu tun, Mussolini reinzuwaschen (siehe 3).

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Gianguido Piani 22.02.2023, 17:03

1) Im ersten Teil des Artikels von Wolfgang Mayr wird die Nähe von Jakunin zu Putin und die Freundschaft mit Durnwalder angeprangert. Wenn Jakunin gegen kein Gesetz verstoßen hat, wo ist das Problem? Der ganze erste Teil des Aufsatzes ist eine Art "guilt by association". Da nichts passiert ist, worüber eine Staatsanwaltschaft ermitteln sollte, wovon sprechen wir dann? Ihre Meinung zu Jakunin mag negativ sein, meine Meinung ist positiv, solange ich nichts Belastbares über ihn erfahre, dann brauchen wir auch nicht weiter zu reden.
2) "the absence of evidence is not the evidence of absence" mag logisch stimmen, juristisch kann es allzu einfach missbraucht werden. Unter Stalin lief es fast nur so. Dann können wir den Rechtsstaat gleich vergessen.
3) Es ist keine Absolution. Aber solange keine Schuld bewiesen wird, bleibt mein persönlicher Eindruck von Jakunin positiv. Darf ich? Sobald ich erfahre, dass Jakunin gegen das Gesetz verstoßen hat, oder deutlich Stellung für den Krieg genommen hat, oder dass er die russische Grenze nach Polen oder Paris verschieben möchte - dann wird sich meine Meinung über ihn ändern.

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Stefan S 21.02.2023, 09:40

"Unter Jakunin hat sich die Russische Eisenbahn enorm verbessert."
Das hat aber nichts mit Jakunin zu tun sondern ist einzig und allein der Tatsache geschuldet das China die Transsib für seinen Warenverkehr mit Europa braucht, dadurch verkürzen sich die Transportzeiten gegenüber dem Seeverkehr um mehrere Wochen.
Sichpunkt Seidenstrasse. Wieder ein typischen Beispiel von Verklärung, das schmückt sich jemand mit fremden Blumen.
"Über die westliche Doppelmoral"
Diese gibt es nicht sondern es ist die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit welche hier gerne als Doppelmoral verklärt wird.

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Gianguido Piani 21.02.2023, 10:07

@Stefan S "Das hat aber nichts mit Jakunin zu tun sondern ist einzig und allein der Tatsache geschuldet das China die Transsib für seinen Warenverkehr mit Europa braucht"
Nicht so ganz. Für die Seidenstrasse bedarf es keiner S-Bahnen in Moskau, St.Petersburg und anderen Städten. Die Schnellgeschwindigkeitszüge wurden für die WM2018 ausgebaut. Finland konnte eine Schnellverbindung nach St.Petersburg ausbauen bei der - für Russland unerhört! - Grenzkontrollen während der Fahrt stattfanden, um Zeit zu gewinnen. Regionalzüge wurden modernisiert. Das Ticketingsystem ist auch moderner geworden. In den Jahren 2005-2015 habe ich als Passagier der Russischen Eisenbahn eine deutliche Verbesserung beobachtet, auch in Kleindetails. Bei Trenitalia, dagegen, ist erst in den letzten Jahren eine Modernisierung, u.a. mit der Einführung neuer Züge, zu spüren. Es bleiben jedoch subjektive Meinungen.
Um jegliche Zweifel auszuräumen - als Eisenbahnunternehmen mag ich am liebsten die ÖBB (verständliche Preise, Einfachheit des Radtransports, Rabattkarten, Stundentakt, Ruhezonen, Bordrestaurants, Flexibilität bei Nutzung der Tickets und vieles mehr). Soweit es mit bekannt ist, hat die russische Eisenbahn unter Jakunin die Deutsche Bahn als Modell genommen.

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Stefan S 21.02.2023, 11:14

Das war alles nur möglich weil China und die EU den wirtschaftlichen Landtransit aus oben gen. Gründen finanziert haben.

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Gianguido Piani 21.02.2023, 14:45

Angenommen, dass es so war (ich habe keine Daten, um das zu widerlegen) wurde zumindest Teil der Erlöse gut gebraucht. Mehr allgemein, die Lage in Russland zwischen 2000-2018 hat sich für einen sehr großen Teil der Bevölkerung enorm verbessert. Darin liegt der Erfolg Putins. Auch nach ST kamen zum Urlaub nicht nur Oligarchen, sondern ganz normale Familien, junge Leute. Es konnten nicht immer alle bei den Diensten aktiv gewesen sein.
Ich möchte zwei Bücher empfehlen, die meiner Meinung nach die Lage in Russland zwischen 2005-2020 gut beschreiben, wie sie tatsächlich erlebt war. Von zwei Italienern, die aus unterschiedlichen Gründen nach Russland kamen. Diese Bücher sind keine Propaganda, sie wurden nicht unter Diktat von Lavrov geschrieben, sie erzählen einfach wie das Land erlebt wurde. Es ist nicht ohne Gründe dass so viele Leute aus dem Westen sich für Russland interessierten.
https://www.peoplepub.it/pagina-prodotto/modello-putin
https://www.ivvi.it/product/l-anima-russa-ai-tempi-di-internet/
Und als kritische Auseinandersetzung mit dem politischen System
https://www.aliberticompagniaeditoriale.it/libro/9788893235112

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Peter Gasser 21.02.2023, 14:55

Zitat: „die Lage in Russland zwischen 2000-2018 hat sich für einen sehr großen Teil der Bevölkerung enorm verbessert. Darin liegt der Erfolg Putins“: das stimmt so wohl nicht:
Russlands BIP liegt heute auf dem Wert von 2008.

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Peter Gasser 21.02.2023, 15:17

... und geht nun wohl Vollgas zurück ins Jahr 2000, und noch weiter...

Bild des Benutzers Gianguido Piani
Gianguido Piani 21.02.2023, 15:21

Manches lässt sich nicht mit dem offiziellen BIP messen. In jeder größeren Stadt gibt es neue Wohnbauviertel höherer Qualität, als die früheren Häuser. Der erhöhte Autoverkehr mag noch ein Zeichen sein. Kulturevents, Konzerte, ständig neue Bücher... IKEA hatte lange gekämpft, um in Russland überhaupt verkaufen zu dürfen. Dann in nur wenigen Jahren wurde sie die erste Möbelkette des Landes mi 14 Megastores, vier davon in Moskau allein. Die Wende ist um 2018-2020 gekommen. IKEA hat Anfang 2022 alles zugemacht.
Russen weisen gerne darauf hin, dass Leute aus dem Westen ihr Land mit dem eigenen: USA, Frankreich, Schweiz usw. vergleichen. Da mag Russland nicht so gut stehen. Aber die Russen vergleichen Russland mit dem, wie es vor 20 Jahren war. Dann sieht das Land viel besser aus. Hoffentlich fangen jetzt Russen an, das Land von heute mit dem von 2015 zu vergleichen und sich ein Paar Fragen stellen.

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Ceterum Censeo 22.02.2023, 20:28

das Geld eingesteckt haben die KGB-Freunde um Putin, der Bevölkerung kam wenig zugute.

Bild des Benutzers Stefan S
Stefan S 21.02.2023, 11:37

"am liebsten die ÖBB"
Wer Eisenbahn mag schaut nach Japan und die Schweizer sind auch bestens aufgestellt. Deutsche Bahn und auch die italienische ist eine totale Katastrophe.

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Elisabeth Garber 21.02.2023, 09:45

Interessanter Link Herr Piani...schon ein bisschen kleinkariert die Südtiroler Popo-Arie von G. Mayr.

Bild des Benutzers Elisabeth Garber
Elisabeth Garber 21.02.2023, 19:38

Südtirol ist nicht der Weltnabel. Putin nicht der einzige Verbrecher, bei dem sich Politiker_innen einschleimen.

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Ludwig Thoma 21.02.2023, 20:11

Aserbaidschan ist ja jetzt unser "vertrauenswürdiger Energielieferant" (© Ursula von der Leyen). Da echauffiert sich kein Mensch.

Bild des Benutzers Ceterum Censeo
Ceterum Censeo 21.02.2023, 21:29

der einzige nicht, aber ganz sicher der größte.

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 19.02.2023, 18:38

(1) Putin hört Sie nicht.
(2) Würde Putin Sie hören, würde er nicht verstehen, was Sie meinen.
.
(3) Putin führt täglich seinen Angriffskrieg.

Bild des Benutzers Dietmar Nußbaumer
Dietmar Nußbaumer 19.02.2023, 19:16

Ich bin nicht besonders informiert, aber Putin führte doch schon lange Kriege irgendwo. Weit weg und deshalb für uns unbedeutend. Jetzt sind wir geschockt, ist wohl auch etwas scheinheilig. Wo waren die moralischen Zeigefinger früher?

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 19.02.2023, 19:32

Putin führt Krieg, seit er Macht hat.
Putin ist ein Serienkiller.
Selbst war ich in Großny, in Aleppo, Krim gleichermaßen „empört“.

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 19.02.2023, 19:33

errata korrige:
„geschockt“, (nicht empört).

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Ludwig Thoma 19.02.2023, 20:15

Dieser Kommentar wurde entfernt, bitte äußern Sie sich zum Thema des Artikels. Corona und Ihre Ansichten dazu sind hier nicht Thema!

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Gerold FIEDLER 20.02.2023, 06:46

Dieser Kommentar wurde entfernt, weil auf gelöschten Kommentar geantwortet wurde.

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Peter Gasser 20.02.2023, 07:17

Dieser Kommentar wurde entfernt, weil auf gelöschten Kommentar geantwortet wurde.

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Manfred Klotz 20.02.2023, 07:31

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Brenner Flo 20.02.2023, 14:40

"Jetzt sind wir geschockt, ist wohl auch etwas scheinheilig." - blödsinn. es stimmt, dass "wir" schon 2008 (georgien) und jedenfalls 2014 (ua) entschlossener reagieren hätten sollen. aber es ist nicht "scheinheilig" jetzt - viel zu spät aber doch - die richtigen entscheidungen zu treffen.

"Wo waren die moralischen Zeigefinger früher?" - die waren immer da, aber die bringen eben nichts.

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Daniel Hofer 19.02.2023, 20:59

Salto sollte sich besser überlegen, welchen "Journalisten" eine Plattform geboten wird. Der Ex-LH, welcher zufälligerweise im Artikel vorkommt und der Schreiber desselben haben etwas gemeinsam. Beide sind sie ein lebendiges Beispiel dafür, wie man die eigene Reputation nach der beruflichen Laufbahn selbst in die Tonne treten kann.

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Salto Community Management 20.02.2023, 08:31

Sehr geehrter Herr Hofer,

bitte beschäftigen Sie sich mit dem Inhalt des Artikels und nicht mit dem Autor.

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Ceterum Censeo 21.02.2023, 21:30

warum "Journalisten" unter Anführungszeichen?

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Elisabeth Garber 21.02.2023, 22:28

Weil der Schreiber solch subjektiven Journalismus nicht ernst nimmt.

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Günther Alois Raffeiner 20.02.2023, 07:44

So so: Bacher,Deeg und Co.wussten damals schon,dass es auch um Diskriminierung von Homosexuellen,Lesben,Gendern usw. bei diesem Besuch in Russland ging.Also wurde diese DISKRIMINIERUNG" stillschweigend" mitgetragen. PFUI,wie respektlos! Höchste Zeit,abzutreten und raus aus der Svp.

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Hartmuth Staffler 20.02.2023, 13:57

Die Kolumne von Wolfgang Mayr ist sehr informativ und ausgezeichnet recherchiert. Da den Südtirolern, die entweder aus privaten wirtschaftlichen Interessen oder aus Dummheit sich in den Mastdarm des Herrn Putin drängen, Argumente gegen die vielen Fakten von Mayrs Kolumne fehlen, verlegen sie sich auf persönliche Angriffe gegen den Autor. Wie ich schon mehrmals geschrieben habe, hat Putin noch in seiner DDR-Zeit die KGB-Aktivitäten in Südtirol koordiniert und hier Agenten angeworben, die jetzt für ihn wertvoll sind.

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veronika dapra 20.02.2023, 15:17

Danke Herr Staffler, danke Herr Flo und natürlich danke Peter Gasser. Der Artikel Mayrs ist lang überfällig, es ist unglaublich was manche Leute hier von sich geben, allen voran Felix Frei; menschenverachtend, verdrehen Tatsachen wie es ihnen passt; viele sind einfach ignorant, kennen die Geschichte dieses Landes nicht, kümmern sich nicht, andere hetzen und lügen. Es lebe die Ukraine, Ehre den Verteidigern.

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Monika Vikoler 20.02.2023, 14:24

Im Grunde mag ich kritischen Geist und es ist immer wichtig, jede Seite einer Medaille anzuschauen. Im Artikel von Wolfgang Mayr vermisse ich aber die journalistische Umsicht in einem hochkomplexen Thema.
Russland = Putin = böse, diese Gleichung finde ich engstirnig und losgelöst von Fakten, emotional aufgeladen und journalistisch deutlich angestrichen in der Farbe "Jetzt blas ich mal ins Horn des Guten, ich hab's ja in der Hand".
Und geradezu frech finde ich es, dass ein Sportler jetzt nicht mehr in Russland traninieren dürfen soll ... Wenn für alle Länder, die in Kriege, Tod und Aggression verwickelt sind, dasselbe Maß gelten würde, könnten/müssten wir die globalisierte Welt abschaffen. Vielleicht lohnt es sich, darüber mal zu schreiben.

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Brenner Flo 20.02.2023, 14:44

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Peter Gasser 20.02.2023, 15:46

Sie schreiben (um beim Tenor und der bewusst provokanten Intention des Artikels hier zu bleiben), Zitat: „ Russland = Putin = böse, diese Gleichung finde ich engstirnig und losgelöst von Fakten“, und meinen, das stimme so nicht.
Namhafte Experten mit jahrelangen Beziehungen und Kenntnissen zu Kiew, Moskau, Washington sehen dies letzthin doch ziemlich genau so (oder doch so ähnlich), zum Beispiel David Remink:

https://www.salto.bz/de/comment/119173#comment-119173

„Ich bin früh im Prozess auf diese Gleichung gekommen, die lautet: Ukrainische Tapferkeit plus russische Gräueltaten sind gleich westliche Einheit und Entschlossenheit“.
Auch Timothy Snyder durchleuchtet die Sachlage ähnlich.
Es muss erlaubt bleiben, militärische Aggression, Angriffskrieg, Vergewaltigung, Folter, Mord, Raub, tausendfachen Kindesraub, das Vergewaltigen von Töchtern vor deren Müttern, von Müttern vor deren Kindern und Ehemännern, das Vernichten von Krankenhäusern, Schulen, Wohnhäusern, Kulturhäusern mit ferngesteuerten Marschflugkörpern, als Verbrechen, ja auch als „böse“ zu bezeichnen.
Irgendwo hatte ich gelesen, dass das große Drama für Russlands Bevölkerung noch bevorsteht: nämlich dann, wenn sie wie die Deutschen 1945 erkennen werden müssen, was da in ihrem Namen alles verbrochen worden ist, beginnend mit einem verbrecherischen imperialen Angriffskrieg zur Eroberung von Land, Menschen, Bodenschätzen, Gütern. Das Abschießen von zivilen Radfahrern mit Panzern ist da nur ein, aber durchaus grausames, „böses“ Beispiel.
Also nicht „losgelöst von Fakten“, sondern belegt durch Fakten. Tausendfach.
Böse.
.
(Und das alles seit langer Hand geplant und vielfach billigend und verführt geduldet, um beim Artikel zu bleiben).

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veronika dapra 20.02.2023, 16:25

Gestern im ARD Länderspiegel, ein längerer Bericht mit Interviews zu den SYSTEMATISCHEN Massenvergewaltigungen durch die russische Soldateska. Auch seit drei Jahren in den annektieren Gebieten, unglaublich grausame Dinge, die ich hier nicht wiederholen möchte. Man kriegt den Bericht noch in der Mediathek. Die tausendfachen kindesentziehungen, sie wurden irgendwo nach Russland gebracht, Namen geändert, adoptiert. Die Folterungen, Frauen, Kinder, alte Männer wurden/ werden in den eroberten Gebieten hingerichtet wie Vieh. Wenn man nicht Zeit und Muse für Geschichtsbücher hat (Karl Schlögel, Timothy Snyder, Serhi Plokhi, orlando Figes, …), Es gibt unzählige Berichte, Telegram, Facebook, Twitter, tolle Gespräche auf YouTube; wenn man nicht englisch oder Russisch liest, gibt es perfekte Übersetzung; ich spreche kein ukrainisch, wird ausgezeichnet automatisch übersetzt. Jetzt kann man natürlich hergehen und sagen: Lug, Trug, alles falsch, aber irgendwann hört sich das auf. Irgendwann glaubten auch die Deutschen vor 78 Jahren, dass nicht alles über die Lager gelogen war. Putin ist ein ganz ganz mieser Verbrecher, ein Menschenverächter, der sein eigenes Volk in den Fleischwolf wirft. Und, es gibt hier kein ABER….

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Peter Gasser 20.02.2023, 16:43

... leider ist für manche, ja viele Wegsehen noch immer leichter als Hinsehen.

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Stefan S 20.02.2023, 16:58

"der sein eigenes Volk in den Fleischwolf wirft."
Gruselig aber bei objektiver Betrachtung ein Fakt ohne wenn und aber und mich schüttelt es vor den ganzen Möchtegernrealitivierer wie Lafontaine, Wagenknecht, Schwarzer und Co. welche von Realität soweit entfernt sind wie die Venus von der Erde.

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Manfred Klotz 20.02.2023, 18:23

Die Genannten sind keine "Möchtegernrelativierer" sondern relativieren bzw. leugnen tatsächlich. Die Frage ist, ob sie tatsächlich glauben was sie verbreiten, oder ob sie nur den Zuspruch der ganzen anderen Relativierer aus der extrem rechten und extrem linken Ecke suchen, um ihre eigene Agenda durchzuziehen.

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Stefan S 21.02.2023, 09:57

"eigene Agenda" genau hier liegt der Widerspruch, diese Agenda passt nicht zur Realität weil es zum Beispiel im Kreml derzeit niemanden gibt mit dem man Verhandlungen ernsthaft und Ergebnis bezogen führen könnte, wie bei Lafontaine damals mit der Wiedervereinigung. Da gab es auch Niemanden der eine Wiedervereinigung light und auf viele Jahre gezogen verhandeln wollte, selbst eine Magred Thatcher musste vor dieser Realität einknicken.

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Manfred Klotz 22.02.2023, 07:26

Mit eigener Agenda meinte ich jene von Wagenknecht und Co., d.h. Aufmerksamkeit zum eigenen Vorteil. Bei Wagenknecht besteht der Vorteil darin, weiter an den Fleischtöpfen der Politik zu sitzen, bei Schwarzer eher wieder aus der Anonymität hervorzutreten.

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Stefan S 22.02.2023, 10:13

"eigener Agenda" wahrscheinlich hat es auch mit der politischen Nähe einer deutschen Linkspartei zur russischen Förderation zu tun, denkbar ist auch das dort Spendengelder über verdeckte Kanäle fließen, das gehört im Moment aber ins Reich der Spekulationen.
Viel bedenklicher ist diese Tatsache
"Wer sich dem Diktum Verhandlungen versus Krieg unterwirft, kann nichts weiter sehen. Wer solche Manifeste unterschreibt, ist im besseren Falle denkschwach, im schlechteren von anderen Motiven getrieben. Es scheint jedenfalls ein Konfliktmuster zu sein, das sich bereits in der Pandemie gezeigt hat: Die Entweder-oder-Haltung begrenzt Optionen, sie eröffnet keine."
und außerdem wird auch diese Tatsache ignoriert
"Putins historisch imprägnierter Imperialismus gegen alles, was rechtsstaatliche, pluralistische, demokratische und offene Lebensformen ausmacht" ist keine Bemerkung wert
https://www.zeit.de/kultur/2023-02/ukraine-krieg-waffenlieferungen-verha...

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Peter Gasser 22.02.2023, 10:37

habe diesen Artikel auch vor einer Stunde gelesen: etwas vom Besten, was es zur Sachlage gibt.
Entlarvend.

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Manfred Klotz 22.02.2023, 13:36

Vielen Dank für den Link, die darin enthaltenen Aussagen beschreiben die Diskussion und den Zwiespalt rund um dieses Thema äußerst treffend. Persönlich fühle ich meine Einstellung durch diesen Artikel voll bestätigt.

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Felix Frei 22.02.2023, 14:59

Man mag von dem Artikel halten was man will, aber es geht gar nicht um Verhandeln (früher oder als Endpunkt) GEGEN Waffenlieferungen, sondern es geht vorerst um KEINE Waffenlieferungen in Kriegsgebiete ( Kernforderung der Grünen). Und zwar in keine Kriegsgebiete weltweit wenn auch medial und aus einem bestimmten Grund der Ukraine- Krieg völlig unlogisch und heuchlerisch die Debatten bestimmt.
Niemand weiß nämlich wie sich diese Waffen auswirken ob sie den Krieg maßgeblich beeinflussen oder nicht usw. Was wir aber wissen ist, dass Waffenlieferungen zum Tod von vielen Menschen beitragen und zwar von einfachen Soldaten und nicht von maßgebenden Eliten. Und wir als ebenso einfache Leute die auch nur wissen was wir wissen sollen und das völlig einseitig, sollten da die Lösung mittragen die eben nicht Tod und Leid der einfachen Leute bedeutet. Denn, man kann es drehen und wenden wie man will, den gerechten Krieg gibt es nicht und jetzt halt Waffen für ein späteres höheres Ziel zu liefern, das spielt sich auch nicht. Denn draufzahlen tun immer die kleinen Leute und das Befürworten dieser Strategie spielt nur denen in die Hände die davon profitieren. Und da schließt sich der Kreis zu Corona, was der Autor des Artikels erwähnt. Es sind eben doch die einfachen Lösungen, die bestimmend sind, logisches Denken, Erkennen von Propaganda zum Nutzen einiger weniger, und Empathie mit den Schwachen und kleinen Leuten. Im Unterschied zum Ukraine-Konflikt, wo dies noch aussteht, hat sich das bei Corona bestätigt.!

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veronika dapra 22.02.2023, 15:32

Ach hören Sie mit dem Geschwafel auf! Es gibt das Recht sich zu verteidigen; ihre „kleinen Leute „ werden seit einem Jahr ermordet, gefoltert, vergewaltigt; ihre Städte werden in Fetzen zerbombt, die Infrastruktur wird systematisch zerstört, Kulturstätten und Kunstwerke werden bewusst zerstört oder gestohlen; Kinder werden zu tausenden entführt und zwangsadoptiert. Bushaltestellen, Theater, Bahnhöfe werden bombardiert, ganze Gebiete dem Erdboden gleichgemacht. Verbrecher werden/ wurden mit Aussicht auf Freiheit in den Krieg geschickt und 80% sollen bereits gefallen sein. Es ist ein Elend ohne Ende und Sie kommen mit den ewig gleichen Unterstellungen & Behauptungen. Russland hat sich auf Generationen aus der zivilisierten Welt gebombt. Die kommen da nicht mehr heraus, sie sind jetzt Parias wie die Führungsbande von Nordkorea. Was da vor sich geht ist unerhört, ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Und sie kommen mit den ewig gleichen Sätzen, anonym natürlich, denn Mut gehört nicht zu ihrem Repertoire.

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Peter Gasser 22.02.2023, 18:20

Sascha Lobo formuliert dies so:
„Ein Jahr nach Beginn des russischen Überfalls steht die deutsche Querfront gegen die Ukraine fester als je zuvor. Ob als Vulgärpazifisten, Rechts- oder Linksnationalisten, Putin-Fans, Russland-Romantiker, Illiberale, Propagandaopfer, Verschwörungstheoretiker oder schlicht Realitätsaverse.
.
Man muss differenzieren: Es geht bei dieser Zuordnung ausdrücklich nicht darum, dass alle Menschen mit großer Begeisterung Waffenlieferungen begrüßen müssen oder dass es nicht viele sinnvolle Argumente und Debatten für unterschiedliche Haltungen gäbe. Die gibt es, und die dazugehörigen Diskussionen können und sollen geführt werden.
.
Es geht aber ausdrücklich darum, dass ein nicht geringer Teil dieser antiukrainischen Querfront die Ukraine und ihre Bevölkerung opfern will. Indem sie ihnen sowohl das Recht auf Selbstverteidigung abspricht, wie auch faktisch verlangt, sich mit Putins Militärmob, seinen Massenmördern, Folterern und Vergewaltigern gefälligst zu arrangieren. Um selbst möglichst unbehelligt vom Krieg und seinen nervigen Folgen zu bleiben“.

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Peter Gasser 22.02.2023, 16:16

Zitat: „KEINE Waffenlieferungen in Kriegsgebiete“:
das sage ich ja:
- Putin muss aufhören, Tag um Tag und zur Zeit grad Zug um Zug mit hunderten Waggons voll Munition und Waffen in die Ukraine zu bringen, zur Zeit aus ganz Sibirien hunderte von Panzern...
- Putin muss aufhören, von strategischen Bombern, von U-Booten und Kriegsschiffen Marschflugkörper und Bomben in die Ukraine zu bringen, auch weit nach hinten außerhalb des Kampfgebietes in den zivilen Bereich...
- Putin muss aufhören, tausende verurteilter Diebe, Vergewaltiger und Mörder zum rauben, vergewaltigen und morden in die Ukraine zu schicken.
.
Da bin ich ganz bei Ihnen: Das meinten Sie doch, mit „ KEINE Waffenlieferungen in Kriegsgebiete“, richtig?
(Dann braucht es nämlich auch keine Waffen für die Verteidigung).
.
Oder meinten Sie, Putin und seine Unterstützer des barbarischen Angriffskrieges dürfen dies natürlich.
Die Verteidiger aber müssten die Waffen strecken, sich erobern, vergewaltigen, ausbeuten, assimilieren lassen.
(fast fürchte ich, dies ist Ihr Anliegen, dass man die Barbaren gefälligst wüten lassen und Hilfeleistung verweigern solle).
.
Zitat: „Niemand weiß nämlich wie sich diese Waffen auswirken ob sie den Krieg maßgeblich beeinflussen“: so unwissend sind aber auch nur Sie... die Flugabwehrwaffen zum Beispiel holen zur Zeit zwischen 80 und 90% der in die zivilen Gebiete hinein gefeuerten Marschflugkörper und Raketen ab: Sie wollen, dass diese alle die Zivilbevölkerung treffen und morden?
Wirklich?

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Elias Gamper 06.03.2023, 19:22

Waffen halten einen Krieg am Leben.
Von wem wurden die Verhandlungen im März 2022 abgelehnt?
Wie wollen sie Putin dazu bringen, keinen Waffen mehr in den Donbas zu bringen? In den der Westen noch mehr Waffen der Ukraine zur Verfügung stellt.
Tötet die Ukraine keine menschen mit den Waffen?

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Peter Gasser 06.03.2023, 19:50

3 Prinzipien werden in Ihrem Kommentar deutlich sichtbar:
1. Die klassische (unethische) Täter-Opfer-Umkehr.
2. Zudem: Macht vor Recht, der Stärkere darf sich nehmen, der Schwächere hat sich unterzuordnen.
3. Klassische (unethische) Gleichsetzung von Täter und Opfer, Angreifer und Verteidiger.
.
Wird ein Spaziergänger von einem Mörder und Dieb mit einem Messer angegriffen, verweigern Sie dem Angegriffenen die Hilfe, weil er ja eventuell bei der Verteidigung seines Lebens den Mörder töten könnte. Dasselbe würden Sie auch verweigern, würde der Mörder ihr Kind angreifen.

Ich möchte nicht ihr Kind sein.
Ich möchte nicht in Ihrer Welt leben.
.
März 22: Russland. Butscha.

.

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Felix Frei 06.03.2023, 23:19

Ach Herr Gasser, Ihre Vergleiche in allen Ehren aber die Realität ist eben eine andere. Es steht nämlich die Frage im Raum was die Waffenlieferungen bewirken sollen. Der schwammige Begriff dass die Ukraine sich damit verteidigen kann, hilft da nicht weiter. Das Kind ist nämlich schon in den Brunnen gefallen und zwar schon im VORFELD des Krieges als die Verhandlungen auf Augenhöhe um eine friedliche Gesamtlösung über die gesamte Region gescheitert sind, was nicht bloß Russland sondern vor allem dem Westen anzulasten ist.
Kriegerische Handlungen im Vorfeld zu verhindern ist das Ziel jeglicher Diplomatie weltweit. Ab diesem Zeitpunkt als der Krieg schon begonnen hatte, war da für die Ukraine schon nichts mehr zu holen. Russland wird seine "Spezialoperation" beenden und zwar weil es am längeren Hebel sitzt. Der Westen wird es nicht wagen Waffen (Mittel-und Langstreckenraketen) in dem Ausmaß zu liefern dass die eroberten Gebiete zurückgeholt werden können, wie jetzt völlig realitätsfern behauptet wird, weil sonst, vor allem wenn es um die Krim geht, Russland zurückschlagen und dann eine Eskalationsspirale nicht geahnten Ausmaßes in Gang gesetzt würde. Daran hat niemand v.a. auch die USA kein Interesse. Die paar Panzer werden also gar nichts bewirken höchstens allenfalls noch mehr Tote erzeugen um am Ende der "Spezialoperation" wenn die Verhandlungen beginnen werden, doch wieder am selben Punkt zu stehen.
Als der Einmarsch begonnen hat, hatte die Ukraine militärisch deshalb schon verloren weil die Lösung zu keiner Zeit eine militärische sondern eine diplomatische war und ist, die versäumt wurde und woran der Westen einen großen Teil der Schuld trägt. Davon jetzt mit ein paar Panzern ablenken zu wollen ist Augenwischerei.

Aber lassen wir doch Fachleute zu Wort kommen, die besser mit der Problematik vertraut sind:

https://www.emma.de/artikel/russland-will-verhandeln-340083

https://www.emma.de/artikel/verpflichtung-zum-frieden-340191

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Manfred Klotz 22.02.2023, 16:19

Wie gewohnt, Freis Rösselsprünge. Man weiß sehr wohl wie sich das Einstellen der Waffenlieferungen auswirken würde. Weshalb glauben Sie dass Russland darauf pocht? Dieser ewige Bockmist von wegen, dass die Waffenlieferungen Tote zur Folge hätten - da beten Sie wieder 1:1 die russische Propaganda nach - wird langsam aber sicher ekelig. Es reicht wenn Russland den Krieg beendet. Kein land hat irgendein Interesse daran, danach in Russland einzufallen.
Was Sie von Russlands Friedensbestrebungen halten dürfen bringt Medwedew wohl am Besten zur Geltung:
https://www.fr.de/politik/russland-ukraine-krieg-usa-biden-putin-medwede...
Ihr Exkurs zu Pandemie ist der negative krönende Abschluss Ihres argumentativen Super-Gaus.

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Felix Frei 22.02.2023, 18:47

An meine Vorredner: Man kann natürlich der Meinung sein dass Waffen in Kriegsgebiete zu schicken der Ukraine bzw. der von russischen Ethnien bewohnten Menschen in der Ostukraine „helfen „werden bzw. dass deren Einsatz in irgendeiner Art „kriegsentscheidend“ sein wird. Ein solcher würde Putin aber nur noch mehr ermuntern eine Entscheidung auf dem Schlachtfeld zu suchen was wiederum viele Tote zur Folge haben wird. An dieser Eskalationsspirale zu drehen daran sollten wir uns nicht beteiligen. Dem das Wort reden können eh nur solche die selbst nicht aufs Schlachtfeld müssen. Da würde nämlich vieles anders ausschauen. Vom gemütlichen Wohnzimmer aus ist leicht dem Krieg das Wort reden. Übrigens wo bleibt eure moralische Empörung über die Zustände im Jemen und die Verteufelung Saudi Arabiens. Nichts? Ich halte mich an das Motto der Grünen: Frieden schaffen ohne Waffen. Überall! Alles andere nützt dem Krieg und in Wirklichkeit jenen die davon profitierten. Dies wird ihnen umso leichter gemacht je mehr Leute der Meinungsmacher auf den Leim gehen.!So wie bei.......(Replik auf eine Aussage besagten verlinkten Artikels wo der Autor darauf Bezug nimmt). Aber auch hier werden wir sehen wie der Wind sich dreht.

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veronika dapra 22.02.2023, 19:03

Whataboutism whataboutism whataboutism, andere Argumente haben Sie nicht.
Der Terrorstaat Russland verwendet bewiesenermaßen Fleshet Munition, das sind rasiermesserscharfe Metall Splitter & sie bombardieren mit Phosphor, beides ist geächtet.

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Ceterum Censeo 22.02.2023, 19:13

Ihr Freibrief für einen Kriegs- und Menschenrechtsverbrecher bedeutet Komplizenschaft mit diesem Massenmörder.
Von Sofa aus ist es bequem, den Ukrainern das Recht auf Selbstverteidigung abzusprechen.
Einfach 1 zu 1 die faschistische Lügenpropaganda Putins übernehmen ist eine ethische und intellektuelle Fehlleistung.

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Peter Gasser 22.02.2023, 20:56

Dieser Beitrag ist meiner Ansicht nach voller logischer Fehler und in sich so widersprüchlich, dass es schwer fällt, da irgendwo inhaltlich anzusetzen. Auch fällt der Autor in die eigenen Fallen, die er unbewusst aufbaut.
.
Der grundsätzliche Fehler: der Autor denkt, er hätte Einfluss auf das, was Putin tut, er glaubt, mit Akteur zu sein, indem er zum Beispiel sagt: „Frieden schaffen ohne Waffen“ —> wunderschön, aber die Wirklichkeit ist eben eine andere: Putin marschiert täglich MIT WAFFEN in die Ukraine ein.
Wie also „Frieden schaffen ohne Waffen“, wenn der eine, Putin, da nicht mit macht?
.
(Wahrscheinlich meint er, Angriffswaffen des Angreifers dürfen sein, und das „ohne Waffen“ gilt nur für den Verteidiger: dann geschieht aber nicht „Frieden“, sondern Eroberung und Unterwerfung.
Im Klartext meint er also offensichtlich und genauer: „Frieden schaffen mit Angriffswaffen und mit Verteidigungsverbot des Angegriffenen“: dann muss man allerdings bemerken, dass es dafür eine eigene Definition von „Putin-Frieden“, oder „Felix-Frei-Frieden“ benötigt, da solches in der geläufigen Definition von Frieden nicht unterzubringen ist:
dazu die Definition von Frieden, um aufzuzeigen, wie anmaßend hier das Wort „Frieden“ gebraucht wird:
„Friede ist im heutigen Sprachgebrauch der allgemeine Zustand zwischen Menschen, sozialen Gruppen oder Staaten, in dem bestehende Konflikte *in rechtlich festgelegten Normen ohne Gewalt* ausgetragen werden. Der Begriff bezeichnet einen Zustand in der Beziehung zwischen Völkern und Staaten, der *den Krieg zur Durchsetzung von Politik ausschließt*.“)

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Felix Frei 22.02.2023, 22:26

Ich glaube halt nicht dass man Putin mit Waffenlieferungen an die Ukraine aufhalten kann, sondern dass diese das Übel des sinnlosen Sterbens nur verlängern. Da braucht es eben clevere Lösungen und zwar solche die nachhaltig sind und die Probleme an der Wurzel packen( NATO-Osterweiterung, Atomsprengköpfe gegen Russland in der Ukraine und die Stellung der ethnischen Russen in der Ostukraine). Solange darüber nicht verhandelt wird, wird der Krieg weitergehen, denn das sind die Gründe des ganzen Dilemmas, dass es da im Vorfeld zu keiner Verhandlungslösung gekommen ist, wobei der Westen sich dabei keineswegs die Hände in Unschuld waschen kann, weil man glaubte man müsse keine Zugeständnisse machen. Und da wird es jetzt halt doch Zugeständnisse an Russland brauchen, denn Russland sitzt am längeren Hebel, soviel Waffen können gar nicht geliefert werden.
Außerdem wird der Einmarsch Russlands in der Ukraine immer nur unter dem völkerrechtlich-territorialen Aspekt betrachtet, was die Menschen dort wollen ist offenbar zweitrangig. Aber das war es bei Gebietsverschiebungen schon immer. Der Wille der Bevölkerung wurde nie berücksichtigt, auch das sollten wir endlich friedlich ändern. Was nützt das Völkerrecht auf dem Papier und darauf zu pochen wenn es am Willen der Menschen vorbeigeht.

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Ceterum Censeo 22.02.2023, 23:20

was Sie glauben, ist egal.
Fakt ist, dass die Russen aufgehalten wurden, als sie Kiew erobern wollten,
dass es ihnen Dank der Waffenhilfe nicht gelungen ist, die Ukraine zu besetzen und einen Satelittenstaat zu machen wie die Sowjetunion damals.
Das Problem an der Wurzel ist nicht die NATO und ihre Erweiterung, sondern der Kriegs- und Menschenrechtsverbrecher Putin.
Was die Menschen in der Ukraine wollen ist zweitranging? Selbst die Russen im Osten wollen Putins Terroregime nicht.
Sie kopieren Tag für Tag russische Lügen.

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Peter Gasser 22.02.2023, 23:31

Auf ZDF-Info wird gerade eine Dokumentation über Butscha gesendet... Sie schauen wohl nicht, bzw. weg...

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Felix Frei 23.02.2023, 08:20

Genau solche Gräueltaten werden durch Waffenlieferungen nicht verhindert, im Gegenteil. Im Krieg bleibt übrigens keine Seite sauber. Aufarbeitung und seriöse Beweisführung kann wegen der Wirren immer erst nachher erfolgen, auch deshalb : Stoppt sofort das Anheizen durch westliche Waffen. Im Übrigen siehe oben: Russland kann auf dem Schlachtfeld nicht besiegt werden. Es endet erst durch Zugeständnisse, ein Problem muss an der Wurzel gepackt und gelöst werden (NATO -Osterweiterung, Raketen auf Russland, Stellung der ethnischen Russen im Donbass). Wird das nicht angegangen wird der Konflikt weiterschwelen wie eine nur oberflächlich behandelte Krankheit. Und da wird es noch viele „Butschas „geben, auf allen Seiten.

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Peter Gasser 23.02.2023, 08:52

Es wird immer irrationaler, und es ist mir ein Bedürfnis und eine Verpflichtung, inhaltlich dagegenzuhalten, dazu darf man nicht Schweigen, ohne sich mitschuldig zu machen.
.
Zitat (1): „Genau solche Gräueltaten werden durch Waffenlieferungen nicht verhindert“: FALSCH: genau solche Gräueltaten sind durch die Hilfe des Angegriffenen im weiteren verhindert worden: dort, wo sie nicht mehr sind, können Sie keine Gräueltaten mehr voll ringen, dort, wo sie noch sind, tun sie es.
.
Zitat 2: „Stoppt sofort das Anheizen durch westliche Waffen“: FALSCH: entlarvend, dass nur die Lieferung westlicher Waffen zur Verteidigung gestoppt werden sollen, nicht aber die Lieferung östlicher Waffen für den Angriff, für Eroberung, Ausbeutung, Folter, Deportation, Kindesraub, Assimilierung, Mord.
Aus gutem Grund wird die Konsequenz des Stopps der Hilfe an die Ukraine nicht genannt: es dem barbarischen Diktator Putin zu ermöglichen, die ganze Ukraine zu erobern und brutal zu russifizieren.
Ich bin für „Frieden ohne Waffen“: alle Waffen und Soldaten umgehend zurück in ihre Heimatkasernen, Sicherung und Schutz des Grenzgebietes durch Blauhelme, Frieden. Der Kommentator hier ist dafür, die Ukraine fallen und ihrem Schicksal als imperialistisch unterdrückte und ausgebeutete Provinz zu überlassen.
.
Zitat 3: „Russland kann auf dem Schlachtfeld nicht besiegt werden“: FALSCH: siehe z.B. Russland in Afghanistan (z.B. USA in Vietnam). Wurde schon mehrfach thematisiert, wird aber ignoriert. Mit diesem Argument könnte die USA morgen in Mexiko einmarschieren, und Felix Frei müsste dies unterstützen.
.
Zitat 3: „Problem muss an der Wurzel gepackt und gelöst werden (NATO -Osterweiterung, Raketen auf Russland...“: FALSCH: Die Wurzel des Problems ist der Eroberungswille Putins, Landraub, Menschenraub, Raub von Bodenschätzen, und seine Absicht, hegemonial über Europa zu herrschen - das hört man seit Monaten aus dem Kreml, diese Kriegsziele werden gar nicht erst verschleiert. Es geht um das Verschieben von Grenzen, um das Besetzen von Staaten mit Vasallen-Regierungen, Polen und das Baltikum sind längst und unverhohlen im Visir, Rumänien und Bulgarien auch. General Kadyrow droht mit der Besetzung Ostdeutschlands.
.
Zitat: „da wird es noch viele „Butschas“ geben, auf allen Seiten“: FALSCH und klassische Geschichtsfälschung: Gräuel und bestialische Morde an Zivilisten wie in Butscha gibt es nur auf einer Seite: der russischen.
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Leugnen, Wegsehen, Unwahrheiten verbreiten - „im Dienste“ des Diktators Putin, mitten unter uns.
Es ist ein Bedürfnis und Verpflichtung, inhaltlich dagegenzuhalten, dazu darf man nicht Schweigen, ohne sich mitschuldig zu machen.

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veronika dapra 23.02.2023, 09:34

Dieser Kommentar wurde auf Wunsch der Verfasserin entfernt.

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Ceterum Censeo 23.02.2023, 11:38

warum so fanatisch den Faschisten Putin verteidigen?

Wo die russischen Truppen sind, gibt es Massaker: wo die Truppen nicht wieder gehen müssen, werden die Massaker nur nicht bekannt.
Waffenlieferung haben Massaker verhindert, da die Russen nicht die gesamte Ukraine besetzen konnten. Sonst wäre die gesamte Ukarine eine Vielzahl von Butscha. Und niemand würde davon erfahren.

"siehe oben: Russland kann auf dem Schlachtfeld nicht besiegt werden"
Sich selbst zitieren ist doch ein schwaches Argument. Die russische Armee ist nicht unbesiegbar, sie war vor den Toren Kiews und wurde zurückgedrängt. Dank westlicher Hilfe.

Ihre Postings sind immer eine Litanei mit Propagandalügen, die von RT kopiert sind.

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Felix Frei 23.02.2023, 12:01

Niemand verteidigt Putin, nur die Lage ist halt so dass man Putin wird entgegenkommen müssen um die Lage zu verändern. Letztendlich wird es auf das hinauslaufen (Grundübel beseitigen), also besser früher als später. Das hat nichts mit einer moralischen Einschätzung bzw. dem Charakter Putins zu tun sondern ist eine nüchterne Einschätzung beileibe nicht nur von mir. Aber wir können ja beruhigt ( weil wir im Gegensatz zu anderen nicht unmittelbar beteiligt sind) abwarten wie sich dir Dinge entwickeln. Die Friedensbewegung und Verhandlerfraktion (Zugeständnisse) wächst und man tut gut daran diese nicht zu unterschätzen. Also schauen wir mal welche Position sich durchsetzt.

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Peter Gasser 23.02.2023, 12:17

Gegenmeinung:
die sogenannte „Friedensbewegung“ ist nicht die „Verhandlerfraktion“, diese sogenannte Friedensbewegung verhindert, dass möglichst bald Verhandlungen beginnen. Nur wenn Putin militärisch in Bedrängnis kommt, wird er zu Verhandlungen bereit sein, das sagen alle wirklichen Experten mit besten Beziehungen bis weit in den Kreml hinein:

https://www.spiegel.de/geschichte/russland-expertin-catherine-belton-ueb...

.
Frieden kommt, wenn Putin mit den Angriffen aufhört und Russland die Ukraine als souveränen Staat anerkennt.
Außer Putin will niemand diesen Krieg.

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Felix Frei 23.02.2023, 12:53

Es geht nicht um Putin selbst sondern um die Sicherheitsinteressen der russischen Föderation, die sind unabhängig von den momentan regierenden Personen. Bevor diese nicht gewahrt bzw. gewährt sind, ist das Grundübel nicht beseitigt. Werden diese Sicherheitsinteressen nicht durch Verhandlungen durchgesetzt ( wie man es schon im Vorfeld um jeden Preis hätte tun müssen) werden sie durch Krieg erkämpft. Denn sie sind fundamental für JEDE Großmacht die dasselbe tut und getan hat. Und da wird eine ggf. (aber unwahrscheinlich) bessere Verhandlungsposition durch das Blut junger Leute erkämpft, propagiert. Zynischer gehts wohl nicht mehr.
Aber wie gesagt wir brauchen nur zuzuschauen( vom sicheren Wohnzimmer aus) wie sich die Dinge entwickeln. Dann werden wir sehen welche Position sich durchsetzt.

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Peter Gasser 23.02.2023, 13:34

Wir leben in völlig unterschiedlichen Welten, unser Koordinatensystem ist nicht dasselbe.
.
Zitat: „Es geht nicht um Putin selbst sondern um die Sicherheitsinteressen der russischen Föderation, die sind unabhängig von den momentan regierenden Personen“:
- nichts auf dieser Welt geschieht nichts (!!) „unabhängig von Personen“: es sind immer einzelne Personen, welchen für Krieg, Untaten, Vergewaltigung, Mord, Folter, Kindesraub verantwortlich sind, und sich verantworten müssen: insofern geht es vorrangig um Personen, vorrangig um den Verbrecher und Massenmörder Putin.
- es geht auch um die Sicherheitsinteressen der Ukraine, Polens, des Baltikums, Europas. Woher nimmt man den Diktus, russische Sicherheitsinteressen wären denen der anderen übergeordnet?
- in diesem seit 15 Jahren vorbereiteten Eroberungskrieg allerdings geht es offensichtlich um Landraub, Menschenraub, Sachraub, um imperialistische Eroberung und Unterwerfung, um die Wiederschaffung eines zaristischen Großreiches, um Hegemonie, so zeigt es sich deutlich. Je mehr Sie dies leugnen, umso klarer tritt es zu Tage.
.
Zitat: „Aber wie gesagt wir brauchen nur zuzuschauen( vom sicheren Wohnzimmer aus) wie sich die Dinge entwickeln. Dann werden wir sehen welche Position sich durchsetzt“:
ich darf zitieren: „Zynischer gehts wohl nicht mehr“!

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Felix Frei 23.02.2023, 14:36

.... so wie wir uns um den Jemen und um Armenien um die Kurden usw. halt auch vom Wohnzimmer aus kümmern.
Im Bewusstsein nichts tun zu können als nur für den Frieden und gegen das Töten und für sofortige Verhandlungen einzustehen habe ich das Manifest Wagenknechts für denFrieden unterschrieben so wie viele andere auch und ich hoffe es beteiligen sich auch viele an den Friedensdemonstrationen. Dann sehen wir weiter.

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Peter Gasser 23.02.2023, 14:53

Die Konsequenz Ihres Vorschlages ist, dass Putin die Ukraine erobert und ganz im imperialistischen und kolonialen Stil zum unterjochten Vasallenstaat macht, und sich dann den nächsten Staat vornimmt: sagen Putin und seine Schergen jeden Tag.
Daher ist Ihr Reden vom „Frieden“ nur vorgeschoben und nicht ehrlich, so beurteile ich das.
Frieden in der Ukraine entsteht nicht, wenn Putin die Ukraine und alle Menschen darin erobert, und wir dabei zusehen.

Frieden in der Ukraine entsteht, wenn der Angriffskrieg aufhört, und nicht wenn man die Eroberung durch Entzug der Nachbarschafts- und Verteidigungshilfe unterstützt.
Sie sind mit Ihrem Vorschlag nicht für Frieden für die Ukrainer, Sie sind für imperialistische Eroberung und Unterwerfung.
Ich höre immer nur, der Westen darf keine Waffen in die Ukraine liefern und die Ukrainer dürfen sich nicht verteidigen; dass der Angreifer und die privaten Wagner-Mörder keine Waffen in die Ukraine bringen dürfen, und mit Angreifen, Töten und Morden aufhören sollen, haben Sie noch nicht ein einziges Mal gesagt.

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Ceterum Censeo 23.02.2023, 13:59

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Manfred Klotz 23.02.2023, 15:07

Niemand verteidigt Putin? Doch, Sie tun das laufend und nur das. In keinem einzigen Ihrer Kommentare haben Sie auch nur einmal den Blick aus dem Blickwinkel eines überfallenen Landes gewagt. Die Verhandlerfraktion, deren Duktus Sie nachbeten, wächst überhaupt nicht, im Gegenteil. In Italien hat es bei der Rechten einen totalen Wandel gegeben beispielsweise. Nur extrem Linke und extrem Rechte halten an ihrem Narrativ fest, wenn auch aus anderen Gründen. Wir wissen aber alle, dass extrem Linke und extrem Rechte nicht die westliche Gesellschaft darstellen.

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Felix Frei 23.02.2023, 16:28

Es geht nicht um Putin und der Frieden ist nicht rechts oder links sondern wird nur von rechts oder links vereinnamt.

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Peter Gasser 23.02.2023, 16:56

Widerspruch:
es geht genau um Putin.
Putin hat den Frieden gebrochen.
Putin hat den Krieg begonnen.
Putin kann den Krieg heute noch beenden, indem er mit den verbrecherischen und mörderischen Angriffen aufhört.
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(Er wird es nicht tun, so alle profunden Putin- und Russlandkenner;
erst, wenn Putin keine Chance mehr auf einen militärischen Sieg sieht, wird s aufhören, darin sind sich die meisten Kenner der Verhältnisse einig).

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Felix Frei 23.02.2023, 18:07

Wir drehen uns im Kreis. Russland, nicht Putin sieht die Sicherheit Russlands bedroht durch die NATO Osterweiterung durch atomare Sprengköpfe in der Ukraine bei NATO Beitritt (wobei dadurch Erfahrungen v.a. bei den USA da nicht ermutigend sind) sowie die Bedrohung der russischen Ethnien in der Ostukraine. Durch Verhandlungen die im Vorfeld bei mehreren Gelegenheiten stattgefunden haben konnten diese Bedenken nicht ausgeräumt bzw. Russland keine Zugeständnisse diesbezüglich gemacht werden welche aber für JEDE Großmacht unerlässlich und selbstverständlich zur eigenen Sicherheit sind. Um diese durchzusetzen sah Russland anscheinend nur mehr den bewaffneten Angriff was eine Schande und ein Versagen der Diplomatie ist. Und genau da ist der Ansatz , es braucht Zugeständnisse bei oben genannten Punkten zur Beendigung des Krieges.
Sie hingegen sehen Putin als schlimmen Charakter der aus bloßer Lust und Großmannssucht am liebsten ganz Europa unterjochen würde. Es geht aber um Geostrategie nicht um Putins Charakter. Sorry aber alles andere ist unrealistische Stimmungsmache um in der öffentlichen Meinung ein moralisches Bösewichtschema zu kreieren das es bestimmten Leuten erleichtert ihre politischen und ökonomischen Ziele zu erreichen, (am Krieg verdienen und davon profitieren) erkennbar daran dass andere Konflikte die ebenso schlimm sind ( über ein Butscha im Jemen gibt es keinen Bericht im Fernsehen) einfach totgeschwiegen werden.
Also die zugrundeliegenden Ursachen diplomatisch ergründen und die diplomatischen Waffen(Zugeständnisse, Kompromisse) sprechen lassen.

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Manfred Klotz 24.02.2023, 07:50

Russische Propaganda. 1:1. Mir ist immer noch nicht klar, ob Sie das nicht verstehen, oder ob sie diese aus voller Überzeugung nachbeten. Die Bedrohung ist ein Vorwand, den schließlich hat Russland kein Problem damit atomare Sprengköpfe an den Grenzen zu NATO-Ländern zu platzieren, sogar mitten drin (Kaliningrad).
"Zugeständnisse zur Beendigung eines Krieges" ist nur dann eine Verhandlungsbasis, wenn es nicht wie hier einen klaren und einzigen Urheber gibt. In diesem Fall sind Zugeständnisse eine Form von Kapitulation.

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Felix Frei 24.02.2023, 15:03

@Manfred Klotz
Da geht es nicht ums Verstehen, sondern ums Einschätzen der Lage. Und da gibt es genügend Politiker, Militärs und andere Fachleute, sowie die Ableitungen aus der Geschichte, die die Sachlage genauso sehen wie ich sie dargestellt habe, bzw. die für mich die am rationalsten nachvollziehbare ist. Ich habe das nicht selbst erfunden. Wie schon gesagt, die Tatsache dass Russland immer auf eine neutrale Ukraine bestanden hat und dass die NATO-Osterweiterung von vielen Experten, Diplomaten usw. als unnötige Provokation und als Erweiterung der Einflusssphäre bis an die Grenzen Russlands bedeutet und das schon seit vielen Jahren, ist hinlänglich bekannt. Tatsache ist auch dass es (schon vor dem Krieg) mehrere Verhandlungsversuche gegeben hat dieses Problem gütlich zu lösen, aber es keine Verhandlungslösung gegeben hat, bzw. man Russland in dieser Frage nicht entgegengekommen ist. Und dass die NATO- Raketen ggf. aufgestellt in der Ukraine so nahe sind, dass Russland nicht die Zeit hat, die Abwehr zu aktivieren, ist auch klar. Wie gesagt, Einschätzungen von Experten, die ich nachvollziehbar finde. Die Erfahrungen die die Welt da v.a. mit den Einsätzen der USA gemacht hat, lassen Russlands Vorbehalte als realistisch erscheinen. Dazu kommt noch die Behandlung der ethnischen Russen in der Ostukraine, die sich stetig verschlimmert hat, die Nichterfüllung des Minsker Vertrages usw. Alles ein grobes Versagen der Diplomatie.
Sie hingegen sehen es halt anders, Sie glauben die Vorgeschichte ist nicht relevant, Putin als Person sei ohne Ursache böswillig in die Ukraine einmarschiert. Dieser Meinung kann man sein. Auch ich halte den Einmarsch für falsch, man hätte auf weitere diplomatische Bemühungen in dieser Sache setzen müssen. Russland sah da offenbar keine Möglichkeit mehr. Das ist aber noch lange kein Grund persönliche Angriffe und alle möglichen Zuschreibungen auf jene zu starten, die sich auf andere Experten berufen als Sie.
Genauso ist es bei den Möglichkeiten wie es weitergehen soll. Die einen setzen auf Waffenlieferungen im Glauben mit der Schwächung Russlands eine bessere Verhandlungsposition oder gar einen Sieg der Ukraine, wenn nicht einen Regimechange in Russland zu erreichen. Die anderen, so wie ich, sehen diese Positionen wiederum an Anlehnung an bestimmte Expertenmeinungen als unrealistisch und nur als eine unnütze Verlängerung des Tötens an, verbunden mit der Gefahr einer Ausweitung des Krieges. Zugeständnisse bei schon jahrelang vorhandenen Problemen verbundenen mit Kompromissen sehe ich nicht als Kapitulation, sondern als den einzigen Weg einen jahrelangen Zermürbungskrieg zu vermeiden, denn viele Experten sehen Russland zweifellos dazu in der Lage, das durchzuziehen, was ich nachvollziehbar finde.
Wir werden sehen welche der versch. Positionen sich letztendlich durchsetzt. Es ist wie bei ........Sie wissen schon. Es gab diese und jene Experten, ich glaubte halt jenen, die für mich die besseren Argumente hatten, obwohl alles versucht wurde diese abzuwürgen und jene die denen geglaubt haben, gleich mit (Demokratieverständnis?) Also wie es ausschaut haben wohl eher jene als diese Recht behalten. Kriterien sind hier wie da gesunder Menschenverstand, logisches Denken, Grundrechte (was gegen diese ist, kann nicht gut sein), ethisches Verhalten v.a. gegenüber jenen die am schwächsten sind (wenn das aussetzt, weiß man eh woran man ist) und nicht zuletzt die Frage: Cui bono? Wahrscheinlich die entscheidendste!

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Peter Gasser 24.02.2023, 15:34

Zitat: „... da gibt es genügend Politiker, Militärs und andere Fachleute, sowie die Ableitungen aus der Geschichte, die die Sachlage genauso sehen wie ich sie dargestellt habe“: das stimmt so nicht, das ist die Sicht einiger ganz weniger, welche ideologisch argumentieren bzw. das früher vorgeschobene russische Narrativ übernommen haben, von dem sich der Kreml selbst schon längst verabschiedet hat:
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https://www.n-tv.de/politik/Russland-folgt-einer-voelkischen-Ideologie-a...
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https://www.n-tv.de/politik/Russland-folgt-einer-voelkischen-Ideologie-a...
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Der Politologe Münkler sagt: „Bemerkenswert ist zunächst, dass es sich in vielerlei Hinsicht um einen klassischen Eroberungskrieg handelt – aber ohne Kriegserklärung. Denn Russland verweigert der Ukraine ja auch in dieser Hinsicht die Anerkennung, insofern es dem Land keine Kriegserklärung zukommen lässt, sondern von einer "militärischen Spezialoperation" spricht. Zudem besitzt der Krieg gewisse asymmetrische Elemente: Er findet auf dem Territorium der Ukraine statt – und nur da. Denn die Ukraine wird von ihren westlichen Unterstützern daran gehindert, ihrerseits den Krieg auf russisches Gebiet zu bringen, sei es in Form von Raketenangriffen oder anderen Vorstößen... Putins oberstes Interesse scheint zunächst darin zu bestehen, an der Macht zu bleiben. Und vor diesem Hintergrund ist die Vorstellung einer leidlich prosperierenden und leidlich demokratisch funktionierenden Ukraine für ihn ein Riesenproblem. Sollte es den Menschen in der Ukraine erkennbar besser gehen als in Russland, könnte die Ukraine zum Vorbild der russischen Zivilbevölkerung werden. Die Angst vor einem Maidan auf dem Roten Platz in Moskau scheint sich bei Putin nach den Protesten gegen die Wahlfälschungen in Belarus 2020 offenbar noch verstärkt zu haben. Entgegen der verbreiteten Meinung fürchtet der Kreml in Bezug auf die Ukraine deshalb auch weniger die Nato, sondern eher die EU ... Putins Interesse besteht also darin, ein solches ukrainisches Gegen- oder Alternativ-Russland zu verhindern. Zweiter Punkt: Putin möchte gerne mit der Wiederherstellung eines geopolitischen Großraumes in die Geschichte eingehen. Nach dem Motto: In den Geschichtsbüchern soll nach Peter dem Großen und Katharina der Großen gleich Wladimir der Große kommen. Und drittens lässt sich bei ihm auch das beobachten, was man das Gesetz der progredierenden Verdummung von Autokraten nennt.
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Russland wird auch nicht "besiegt", sondern ihm wird die Landnahme in der Ukraine verwehrt.
Alle Maßnahmen, auch die Unterstützung der westlichen Staaten, sind ja immer damit verbunden, dass dieser Krieg nicht nach Russland getragen wird.
Russland führt einen Eeroberungs-Krieg, ohne selbst betroffen zu sein.
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Hubertus Volmer sagt:
„Ich kann gut verstehen, dass Menschen in Frieden leben wollen und dass man sich Frieden wünscht, wenn Krieg herrscht. Aber man sollte sich doch mit dem Thema beschäftigen, bevor man ein solches Manifest unterschreibt. Ein Ende der Waffenlieferungen käme einem Ende der Ukraine gleich. Daher: Nein, dafür habe ich kein Verständnis, denn es ist letztlich eine Parteinahme für den Aggressor Russland“.
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China, ein Freund Putin-Russlands, sagt: „Die Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität aller Länder muss wirksam aufrechterhalten werden“, heißt es im ersten Punkt des Papiers. und weiter: "Die Konfliktparteien müssen sich strikt an die internationalen Menschenrechte halten und Angriffe auf Zivilisten oder zivile Gebäude vermeiden."

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Felix Frei 24.02.2023, 17:48

China, ein Freund Putin-Russlands, sagt: „Die Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität aller Länder muss wirksam aufrechterhalten werden“

Die territoriale Integrität ist gut und recht, nur sollte sie nicht Selbstzweck sondern dem Wohle und dem Willen der dort lebenden Menschen dienen, bzw. sollten diese nicht darunter massiv leiden. Und genau dies ist bei den Gebieten in der Ostukraine schon sehr anzuzweifeln wenn nicht gar das Gegenteil der Fall.
Aber dies nur nebenbei. Hören wir was Sarah Wagenknecht die Initiatorin des Friedensappells und der morgen stattfindenden Kundgebung in Berlin zu dem Ganzen sagt. Man kann ihr zustimmen oder nicht. Ich stimme ihr zu denn die Argumente sind für mich jedenfalls stichhaltig.

https://www.youtube.com/watch?v=16QS-8YnSZg

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Peter Gasser 24.02.2023, 18:40

(1) Zitat: „Die Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität aller Länder muss wirksam aufrechterhalten werden“
Die territoriale Integrität ist gut und recht, nur sollte sie nicht Selbstzweck sondern dem Wohle und dem Willen der dort lebenden Menschen dienen...“:
Sorry, aber das Völkerrecht ist klar, und Verträge sind Verträge. Dass Sie mit Putin Gewalt vor Recht und Krieg statt Diplomatie zu Problemlösung richtig finden, und Souveränität nach Belieben definieren und Ein- und Ausschalten wollen, zeigt sich ja.
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(2) Sarah Wagenknecht ist leider keine Expertin in der Sache, sondern ideologische Politikern auf Wählerfang, zudem latent westenfeindlich und putinfreundlich: da ist keine sachliche Betrachtung zu erwarten, wie diese sehr wohl von Wissenschaftlern , Zeithistorikern, Politologen, Militärexperten und profunden Kennern der Zeitgeschichte erfolgt (ich habe Ihnen viele dieser objektiven Experten verlinkt, es kommt halt nichts an bei Ihnen).
Ich habe Frau Wagenknecht jetzt in mehreren Diskussionsrunden zugehört, wobei die logischen Brüche deutlich hervortraten:
(a) Warum antwortet Frau Wagenknecht (und auch Sie) nie auf die Frage, warum sie den Verzicht von Waffenlieferungen nur für den Westen verlangen, und Sie nie auch den Verzicht der Waffenlieferungen von Osten aus Russland verlangt?
(b) Warum antwortet Frau Wagenknecht (und auch Sie) nie auf die Frage, was denn die direkte und unmittelbare Folge des Aussetzens von Waffenlieferungen zur Verteidigung an die Ukraine ist? (Antwort: die völlige Unterwerfung der Ukraine, die Eroberung Moldawiens, und dann die Drohung Richtung Bulgarien, Richtung Baltikum und Richtung Polen).
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Wenn Putin mit dem Angriff aufhört, ist der Krieg fertig und Geschichte.
Wenn die Ukraine mit der Verteidigung aufhört, ist die Ukraine fertig und Geschichte.
So einfach ist dies.

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Gianguido Piani 24.02.2023, 19:43

"Wenn Putin mit dem Angriff aufhört, ist der Krieg fertig und Geschichte.
Wenn die Ukraine mit der Verteidigung aufhört, ist die Ukraine fertig und Geschichte."
Sehr treffend und griffig formuliert.

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Manfred Gasser 24.02.2023, 19:45

Musste leider nach 6 min aufgeben, für mich zu anstrengend dieser Populismus. Da wird mir schnell schlecht. Aber eines muss man der Frau lassen, genial wie sie ihre Klientel bedient, nicht wahr Herr Frei?

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Felix Frei 24.02.2023, 20:07

Naja dann halt anstatt Friedensverhandlungen anstreben (zumindest es ernsthaft versuchen) weiter an der Eskalationsspirale drehen. Aber es läuft alles auf einen jahrelangen Abnützungskrieg hinaus. Und da zögert Putin nicht immer neue Soldaten ins Kriegsgebiet zu schicken, denn mit Verlaub der zynische Eindruck, das sind dann sicherlich anzahlmäßig mehr als die Ukraine, (je länger der Krieg dauert desto schlimmer), aufbringen kann). Und da wird halt der Westen nicht liefern können sofern es bei einem konventionellen Krieg bleibt. Wenn nicht dann haben wir halt andere Dimensionen, die alle schlimmen Szenarien miteinschließen. Außerdem spekuliert Russland natürlich damit, dass die NATO zögert zu viel in den Krieg involviert zu werden um dann selbst Kriegspartei zu werden, weil es da bei den Menschen keine Zustimmung gibt. Auch deshalb wird Russland es auf einen Abnützungskrieg hinauslaufen zu lassen.
Deshalb sollte man den Obermoralisten ins Stammbuch schreiben: Wie rechtfertigt man die erneuten Toten auf beiden Seiten, womöglich jahrelang, wenn man eine Friedensinitiative nicht einmal VERSUCHT und auslotet wo es Übereinstimmung geben könnte. Scheitern kann eine solche ja immer noch, das ist klar, nur versuchen muss man es. Denn ein Abnützungskrieg ist das Letzte das wir wollen können. Ich glaube auch dass das die Menschen zunehmend verstehen und sich schon deshalb den Friedensinitiativen anschließen.

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Manfred Gasser 24.02.2023, 20:23

Natürlich ist das Streben nach Frieden ein hehres Ziel, und man sollte nichts unversucht lassen, dieses Ziel zu erreichen. Aber, und ich glaube, da sind Sie meiner Meinung, nicht um jeden Preis. Und wenn der Preis für den Frieden, wie es aus Russland tönt, die Souveränität der Ukraine, die Freiheit der Ukrainer ist, ist der Preis eindeutig zu hoch.

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Peter Gasser 24.02.2023, 20:24

Zitat: „Naja dann halt anstatt Friedensverhandlungen anstreben (zumindest es ernsthaft versuchen) weiter an der Eskalationsspirale drehen“:
schon im 1. Satz offensichtlich 2 gravierende Fehler:
1. Der Angreifer, der mit immer neuen Truppen und Material angreift, ist es, der eskaliert, nicht der Verteidiger);
2. ständig sind alle (außer Putin, Russland) um Friedensverhandlungen bemüht, letzthin die UN - der UN-Friedensplan steht.
.
Frieden bedeutet nicht Unterwerfung.
.
Nochmal:
Wenn Putin mit dem Angriff aufhört, ist der Krieg fertig und Geschichte.
Wenn die Ukraine mit der Verteidigung aufhört, ist die Ukraine fertig und Geschichte.
So einfach ist dies.
.
Aja: meine Fragen?

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Felix Frei 24.02.2023, 22:58

"Nochmal:
Wenn Putin mit dem Angriff aufhört, ist der Krieg fertig und Geschichte."

1.Genau deshalb die Initiative Europas (als Nicht-Kriegspartei) mitzuwirken und sich als VERMITTLER anzubieten um dieses Ziel zu erreichen. Bloß warme Worten (wenn Putin mit dem Krieg aufhört...... ) werden nichts bewirken. Auf bloßen Zuruf wird Putin nicht aufhören.
2. Alternative: Mit Waffenlieferungen als de facto Kriegspartei angesehen zu werden und in einem womöglich jahrelangen Zermürbungskrieg ohne eindeutigen Sieger (darauf läuft es hinaus) Tausende zusätzliche Tote mitzuverantworten, womöglich an einer Eskalation mitzuwirken, die uns als Außenstehende in den Konflikt HINEINZIEHT.
3. Handeln wie wir es bei ANDEREN Konflikten auch schon machen oder noch machen sollten (zwischen den Parteien vermitteln, sich diplomatisch einmischen).

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Peter Gasser 24.02.2023, 23:44

Ihre Ausführungen sind rein theoretischer Natur und völlig nutzlos, solange Sie die Kernfrage nicht beantworten (Sie weichen der Beantwortung bewusst aus, das ist mir klar), die ich hier https://www.salto.bz/de/comment/119521#comment-119521 gestellt hatte:
Wenn wir die Waffenhilfe für die Ukraine zur Verteidigung einstellen, was geschieht dann:
a) Putin Prighoschin Kadyrow werden ihre Armeen Söldner Verbrecher Mordbuben stoppen und in die Kasernen zurückführen und die von Ihnen zugesagten Verhandlungen beginnen, oder
b) Putin Prighoschin Kadyrow werden ihre Armeen Söldner Verbrecher Mordbuben bis Kiew und weiter bis zur polnischen Grenze marschieren lassen, Odessa und Moldawien gleich mit besetzen, und so die ganze Ukraine unterjochen, entnazifizieren und entmilitarisieren: alle Kriegsziele erreicht, und dann Diktat, da es nichts mehr zu verhandeln gibt?
.
Also, wird a) oder wird b) eintreten?
.
(persönlich bin ich überzeugt, dass es mit Ihrem Vorschlag keine Verhandlungen mehr geben wird - ich bin überzeugt, Sie verfolgen mit Ihrer Argumentation den Sieg Russlands über die Ukraine, da genau dies die unmittelbare Wirkung der von Ihnen vorgeschlagenen Maßnahme ist, Sie sagen es nur nicht).
.
((Wenn nicht Landraub und Menschenraub das Ziel ist: warum dann 16.000 Kinder nach Russland deportieren und russifizieren? Haben diese Kinder auch die Sicherheit Russlands gefährdet?))

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Felix Frei 25.02.2023, 01:05

Die Antwort wurde schon gegeben. Wir sind nicht selbst Kriegspartei und können deshalb nur zwischen den Parteien VERMITTELN. Die (halbherzigen, weil nicht riskiert werden kann, Kriegspartei zu werden) Waffenlieferungen werden einen Abnützungskrieg nicht stoppen, bewirken also gar nichts (außer Tausenden Toten). Wir können nichts VERHINDERN nur als Ausgleich dienen und unsere Vermittlung ANBIETEN. Mehr ist nicht möglich, OHNE dass wir direkt involviert werden und das wäre gefährlich.

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Peter Gasser 25.02.2023, 01:20

Wiederholen Sie mir bitte die Antwort, ich finde sie nicht. Danke.
.
Zitat 1: „Wir sind nicht selbst Kriegspartei und können deshalb nur zwischen den Parteien VERMITTELN“: Unrichtig. Wir können der angegriffenen Ukraine in der Verteidigung helfen, was wir auch tun.
.
Zitat 2: „Mehr ist nicht möglich, OHNE dass wir direkt involviert werden“: auch unrichtig. Bis auf eigene Soldaten können wir ALLES tun, OHNE Kriegspartei zu werden.

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Felix Frei 25.02.2023, 13:10

Ich weiß nicht was Sie als Antwort erwarten. Ich sagte schon Europa ist nicht Kriegspartei also nicht direkt involviert und das muss so bleiben. Die Ukraine wird sich mit Russland in irgendeiner Form einigen müssen, wenn sie nicht in jahrelangem Zermürbungskrieg die eigenen Soldaten opfern will (was bei Russland keine Rolle spielt). Wir können bloß VERMITTELN aber nicht direkt eingreifen, denn das würde unabsehbare Folgen haben, die niemand will. Das weiß die NATO und das weiß der Westen und ab wann wir Kriegspartei werden entscheiden beileibe nicht wir, sondern Russland (wann für sie die rote Linie überschritten ist). Und da hat es genug Drohungen gegeben. Hören Sie Putin, Medwedjew oder Peskow nicht zu zu? Wobei wir laut der unbedarften Baerbock ja eh schon im Krieg sind!? Ich gehe jede Wette ein dass NATO und Westen im Grunde überhaupt kein Interesse haben sich da mir Russland im größeren Umfang anzulegen. Vielleicht kommt ihnen die Friedensbewegung gerade recht und sie können sich auf diese berufen. Statt sich auf gefährliche Waffenlieferungen einzulassen setzten sie auf lieber Sanktionen, wobei man auch da sehen muss wie lange diese von der Bevölkerung mitgetragen werden.
Also Sie sehen es bleibt nur die eine Möglichkeit eine diplomatische Rolle einzunehmen und sich als Vermittler anzubieten.
Denn ob es einigen passt oder nicht, größere Waffenlieferungen wird es nicht geben (laut heutiger NZZ hat Biden die Lieferung von Kampfjets ausgeschlossen). In anderen Konflikten handeln wir ebenso, es fällt uns (normalerweise) nicht ein eine Partei in irgendeinem oft jahrelang vorhandenem Konfliktgebiet mit Waffen zu versorgen mit dem Risiko selbst in Gefahr zu geraten. Also wie gesagt, die Ukraine wird sich mit Russland einigen müssen. Wie können vermittlerisch aber nicht als direkt involvierte Partei mithelfen.

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Peter Gasser 25.02.2023, 16:47

Es ist verständlich, dass Sie unbedingt wollen, dass Putin mit Kriegsverbrechen Erfolg hat und siegt, dass der Schwache unterliegt und sich hingeben muss, dass Macht und Gewalt vor Recht gehen; Sie wollen ja auch unbedingt Recht (eigentlich „Unrecht“) haben und mit Putin mit-siegen - Das ergibt sich wohl schlüssig aus Ihren Kommentaren, darum geht es bei Ihnen offensichtlich.
Dazu dienen dann Sätze wie „... die eigenen Soldaten opfern will (was bei Russland *keine Rolle spielt*...“: also das Opfern von Soldaten spielt keine Rolle, wenn man dafür Gewalt und sein Unrecht durchsetzen kann, man hat ja genug:
Zynismus pur.
Empathie unterirdisch.

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Felix Frei 25.02.2023, 19:04

Also ich weiß nicht ob Sie Äußerungen nicht verstehen oder bewusst nicht verstehen wollen. Wieso sollte ich wollen dass Putin mit Kriegsverbrechen Erfolg hat. Ich habe nur die Lage realistisch eingeschätzt und sehe wie viele andere nur den einen Weg, dass die Ukraine Verhandlungen mit Putin suchen muss um sich selbst größeres Leid zu ersparen und wir dabei diplomatisch vermitteln. Denn niemand wird ernsthaft riskieren in den Krieg verwickelt zu werden, wie das bei ausgedehnten Waffenlieferungen der Fall wäre. Und wenn diese ausbleiben, was schon wegen der Kriegsgefahr für den Westens sehr wahrscheinlich ist, dann hat die Ukraine in einem womöglich jahrelangen Abnützungskrieg die schlechteren Karten, vor allem was Soldaten anbelangt. Ich weiß nicht was bei meinen Ausführungen unklar ist, wenn ich sage dass es Russland wahrscheinlich egal ist seine Soldaten zu opfern, weil aufgrund der Größe des Landes genügend Nachschub da ist. Gerade deswegen habe ich öfters betont, dass die Leidtragenden immer die kleinen Leute, hier die Soldaten sind, die geopfert werden weil die Mächtigen nicht imstande sind, oder nicht wollen dass Frieden auf dem Verhandlungsweg geschaffen wird und auf ihren geopolitischen Zielen beharren. Wo Sie da Zynismus sehen, ist mir schleierhaft. Zynismus ist eher auf Waffenlieferungen (die wegen des Eskalationsgefahr eh nur halbherzig erfolgen) zu setzen, sich damit am Tod von noch mehr Soldaten mitschuldig zu machen, anstatt unseren Beitrag durch eine Vermittlerrolle zu suchen..
Denn was ich wirklich will ist, dass Europa nicht in einen Krieg hineingezogen wird, durch Dinge wie Waffenlieferungen welche schnell eine Eigendynamik entwickeln können und die dann nicht mehr kontrolliert und beendet werden können, wie man schon oft gesehen hat.
Also nochmal Europa als Vermittler, mehr kann man nicht verlangen ohne womöglich in Teufels Küche zu kommen. Ich unterschätze Putin nämlich nicht, im Gegenteil.

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Ceterum Censeo 24.02.2023, 20:34

wer sich gegen einen brutalen Überfall wehrt, dreht nicht an der Eskalationsspirale.
Das ist genau Putins Narrativ.

Wenn man Sie zuhause überfällt, ausraubt, ihre Familie massakriert - da werden Sie also nich "an der Eskalationsspirale drehen"?

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Manfred Klotz 25.02.2023, 13:54

Wieder vollkommen falsch. Es gibt wesentlich mehr Experten, Diplomaten usw. die das diametral entgegengesetzt sehen. Das müsste Ihnen die letzte UNO-REsolution eigentlich deutlich machen. Außer Sie blenden sie wieder aus. Das mit der NATO-Erweiterung ist doch nur eine Ausrede. Putin bastelt schon seit zig Jahren an der Wiederherstellung des großrussischen Reichs. Um diesem Ziel näherzukommen ist jeder Vorwand recht. Schließlich - aber darauf gehen Sie WIEDER nicht ein - hat Russland schon seit 20 Jahren Raketen an der Grenze zu NATO-Ländern positioniert (sogar mitten drin) aber das ist natürlich ok und für Sie auch offenbar. Merken Sie den logischen Kurzschluss? Tatsache ist, dass es zu Verhandlugen nur kommen wird, wenn Russland keinen Ausweg mehr hat. Und das wird nur passieren, wenn Russland die Ukraine nicht einnimmt und zum Vasallenstaat macht. Sollte mittlerweile eigentlich jedem klar sein, der nicht Sara Wagenknecht heißt.
Weil Sie wieder auf die Pandemie abgleiten, da weiß man schon lange, welche Position die falsche war, auch wenn Sie hier WIEDER versuchen, den Spieß umzudrehen.

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Manfred Klotz 24.02.2023, 07:44

Doch es geht schon um Putin, eher geht es nicht um Russland, denn Ich traue mich zu wetten, dass die Mehrzahl der Russen, wären sie korrekt in formiert, diesen Krig nicht wollen. Und bezüglich links und rechts habe ich eigentlich genau das geschrieben. Sie haben es nur wieder nicht verstanden.

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Ceterum Censeo 24.02.2023, 09:45

Die Rechtsextremen und die Linksextremen sind sich verdächtig einig, Neonazis und Stalinisten ziehen an einem Strang bei der Verteidigung des Faschisten und Menschenrechtsverbrechers Putin.

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Manfred Klotz 23.02.2023, 15:01

Verfassen Sie eine fundierten Artikel über die Situation im Jemen, dann wird man über den Jemen diskutieren. Was Sie verlangen ist, die Diskussion über den Angriffskrieg Russlands zu beenden, weil man über den Jemen-Konflikt nicht spricht. So wirklich intelligent ist dieser Ansatz nicht, das verstehen Sie schon selbst , oder? Sie sind gleich wie der rechte italienische Mob, wenn er bei jeder Diskussion auf Bibbiano und die beiden Marinesoldaten Latorre und Girone ausweicht.

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Felix Frei 23.02.2023, 18:10

Es geht um Heuchelei. Ihre Vergleiche hingegen sind unangemessen, aber naja.....,,was soll‘s.

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 23.02.2023, 18:48

Die größte „Heuchelei“ ist, von „Frieden ohne Waffen“ zu sprechen, und den Angriffskrieg MIT Waffen, mit 5.000 Raketenangriffen, mit Deportation von 10.000 Kinder (welche wohl auch die Sicherheit Russlands gefährden), mit Vergewaltigung, Folter, Mord hundertfach gutzureden.
DAS ist die größte Heuchelei:
FÜR tägliche Waffenlieferung in die Ukraine zum Angriff zu sein, und beim Verteidiger plötzlich GEGEN Waffenlieferungen in das selbe Gebiet zu sein. DAS ist Heuchelei.
.
((Da Sie in meinen Augen aber die gelebte Wirklichkeit und tiefgreifende Expertisen mit längst widerlegten falschen Standard-Narrativen ersetzen, gleitet der Dialog in Wertlosigkeit ab. Es bringt wenig bis nichts.
Daher soll es mal gut sein - Fakten kommen bei Ihnen nicht an, auch nicht, wenn diese von Putin, Lawrow, Medwedew oder Peschkov selbst kommen)).

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Manfred Klotz 24.02.2023, 07:40

Nein es geht um Sachbezogenheit. Dass Sie Ihren Versuch die Diskussion zu verwässern verteidigen, ist jedenfalls bezeichnend für Ihre kritisch zu hinterfragende Einstellung. Wenn Sie den Hinweis auf den Whataboutismus nicht verstehen, mit dem sich rechte Dumpfbacken ihr Weltbild schönzureden versuchen, sollten Sie endlich an sich arbeiten.

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Stefan S 26.02.2023, 09:27

"Es geht um Heuchelei."
Ach ja Heuchelei, hier mal ausnahmsweise eine sehr treffende Analyse der Tagesschau welche offenbart in welcher gesellschaftlichen Kloake man sich mittlerweile mit diesem Manifest begibt.
https://www.tagesschau.de/inland/wagenknecht-friedensdemo-querfront-101....

"Und dann bedient Wagenknecht selbst die Hysterie: Das hier sei nur der Auftakt. Medien und Politik hätten "Angst vor uns", ruft sie. Die Menge jubelt. Um die Ukraine oder Putin geht es da nicht mehr."
Linke und Rechtsextreme vereint, welch ungenießbare Suppe.

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veronika dapra 20.02.2023, 17:25

Habe ganz die Zeitungen vergessen! Natürlich, lesen Sie Zeitungen.

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Salto Community Management 20.02.2023, 14:26

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Josef Fulterer 21.02.2023, 07:10

Die Südtiroler-Polit-Experten haben in ihrer Gier nach Geld und Einfluss wohl nicht so genau hingesehen, mit wem sie sich da einlassen.

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a richter 21.02.2023, 07:20

Wollte dem Autor danken
Im letzten Absatz kommt die Frage der Wiedergutmachung auf, längst überfällig aber ein wichtiger Baustein im Selbstverständnis der Südtiroler, Opfer und Täter gewesen zu sein . Wichtig in Bezug auf was wir unseren kommenden Generationen überlassen und ein Memento und gegen Hass und Gewalt
Sämtliche Landeshauptleute habe sich davor gescheut. Hoffen wir das es so weit kommt.

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Hartmuth Staffler 21.02.2023, 18:00

"Verwunderlich ist, wie spendabel das Land Südtirol mit der angeblichen russischen Diaspora in Meran war. Davon kann die kleine jüdische Gemeinde von Nachfahren von Shoah-Überlebenden, von 1943 bis 1945 von Südtiroler Nazis mörderisch verfolgt, nur träumen". Dem kann man zur zustimmen. Allerdings darf man in diesem Zusammenhang nicht verschweigen, dass die Diskriminierung unserer jüdischen Mitbürger keineswegs eine Erfindung der Nazis war (die allerdings aus Diskriminierung Mord gemacht haben) und daher auf die Zeit von von 1943 bis 1845 beschränkt werden kann, so als wäre es nur eine kurze Episode gewesen. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg haben die Christlichsozialen, vor allem durch den Piusverein, der in Südtirol zahlreiche Mitglieder hatte, einen militanten Antisemitismus im Volk verbreitet. 1938 waren es dann die italienischen Faschisten, die auch in Südtirol auf der Basis ihrer Rassengesetzte Juden enteignet und verfolgt haben. Meine Bemühungen, für die von den Faschisten enteignete jüdische Mitbürgerin Lea Pincherle zumindest eine kleine Erinnerung zu erhalten, sind von den Mehrheitsparteien im Brixner Gemeinderat abgeschmettert worden. Das soll keine Relativierung der folgenden Verbrechen sein, aber ein Hinweis darauf, dass Antisemitismus leider allgegenwärtig war (und teilweise noch ist) und nicht auf einen kurzen Zeitraum begrenzt werden kann.

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Georg Lechner 22.02.2023, 21:00

Die Rossija wird auch gleich im zweiten Kapitel des Enthüllungsbuchs "Panama Papers" der Autoren Bastian Obermayer/ Frederik Obermaier erwähnt, samt Sergej Roldugin (Taufpate von Putins Tochter) als Putins Strohmann für das Verschieben erheblicher Vermögenswerte in Offshore- Briefkastenfirmen.

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Gianguido Piani 24.02.2023, 20:42

Ich möchte zur Debatte mit einem ganz anderen Standpunkt beitragen. Ich wiedergebe hier die Art von Argumentation, die ein Russe im Gespräch mit jemandem aus dem Westen entgegensetzen würde. Am Ende ist nicht alles so eindeutig, wie es uns erscheint.
Eine Ikone des UdSSR waren Geheimmikrofone in Hotelzimmern. Man wurde manchmal vom KGB abgehört. Natürlich würde jeder Westler das kritisieren, jeder hat Recht auf seine Privatsphäre, was hat der KGB bei mir zu suchen usw usw.
Ein Russe würde als Antwort auf diese Information hinweisen
https://acquisti.corriere.it/tecnologia/alexa-maggiordomo-virtuale/
Wo ist der Unterschied? Abgehört wird man so wie so. Von einer staatlichen Stelle oder von einem Privatunternehmen. Formsache, aber die Substanz bleibt. Die russische Variante kostet nichts, während die westliche auf einige Hunderte Euro kommt. Rein wirtschaftlich betrachtet, ist die erste Lösung besser. SO würde ein Russe argumentieren.
Die wichtigste Kritik von Russland gegen den Westen ist die Heuchelei. Leider, hat Russland hier in mehreren Hinsichten Recht. Parallel zur Unterstützung für die Ukraine sollten wir deswegen auch unsere eigene Position überdenken. Wasser predigen, aber dann auch Wasser trinken. Oder ernsthaft Wein predigen, bevor man ihn auch trinkt.

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Georg Lechner 24.02.2023, 20:57

Daher wäre es wichtig, wenn US-Vizepräsidentin Harris ihren richtigen Worten "Können nicht in einer Welt leben, in der sich die Länder nicht an Regeln und Normen halten" auch Taten folgen ließe und Bush, Cheney, Bolton, Wolfowitz (Rumsfeld ist für die irdische Gerichtsbarkeit nicht mehr greifbar, detto Kohl), die damaligen Bosse von Bechtel und Halliburton vor das internationale Kriegsverbrechertribunal brächte, detto die Europäer ihre Verantwortlichen für den Völkerrechtsbruch 1999 und die Mitwirkung im Irak 2003: Blair, Cook, Naumann, Rühe, Schröder, Fischer, Scharping, ...
Das wäre auch eine Abschreckung für weitere Nachahmungstäter nach Putin

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Hartmuth Staffler 24.02.2023, 20:57

Abgehört wird im Osten wie im Westen, das wissen wir. Ich hatte lange Zeit als "Dolomiten"-Redakteur in Brixen das Problem, dass es bei der Datenübertragung von Brixen nach Bozen Probleme gab, weil sich die italienische Abhöreinrichtung einschaltete und den Computer durcheinanderbrachte, wie mit ein SIP-Techniker erklärte. Das war aber ein rein technisches Problem, das inzwischen längst behoben wurde. Jetzt funktioniert das Abhören einwandfrei. Grundsätzlich gilt aber, dass staatliche Abhöraktionen den Steuerzahler viel Geld kosten. In der DDR war man schon so weit, dass man einreisenden Westlern sämtliche Musikkassetten abnahm, weil man sie zur Speicherung der abgehörten Telefongespräche brauchte. Da wurden dann z.B. die Kastelruther Spatzen mit Liebesgeflüster aus abgehörten Telefonen überspielt, was ja rein vom musikalisch-kulturellen Standpunkt nicht negativ war.

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Hartmuth Staffler 24.02.2023, 21:10

Zur Ergänzung: Abhören kann auf für den Abgehörten sehr nützlich sein, wenn er es zu nutzen weiß. Ich war vor Jahren wegen "Vilipendio alla Nazione" angeklagt und hätte mich vor dem Schwurgericht in Trient verantworten sollen. Nachdem ich mich in einem Telefongespräch über die absurde Anklage lustig gemacht und mitgeteilt hatte, dass ein befreundeter ZDF-Redakteur über diese auf einem Gesetz aus der faschistischer Zeit beruhende Absurdität berichten wolle, wurde das Schwurgerichtsverfahren ohne Angabe von Gründen eingestellt. Das Abhören hat also auch seine Vorteile, wenn man damit umzugehen weiß.

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Stefan S 24.02.2023, 22:15

"Man wurde manchmal vom KGB abgehört."
"Wo ist der Unterschied?"
Sehr gewagtes Thema was Sie hier anschneiden und dieses mit dem Bogen zur Heuchelei zu verbinden?
Ich empfehle Ihnen dringend einen Besuch in der ehemaligen Gauck Behörde bzw Stasi Archiv, vielleicht oder hoffentlich wird Ihnen dann der Unterschied bewusst. Wenn nicht erzähle ich Ihnen gerne noch von den Erfahrungen meiner ostdeutschen Verwandten.
Schon wieder dieses schäbige russische Probaganda...

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Gianguido Piani 24.02.2023, 22:49

Ich war schon bei der Gauck-Behörde zum Besuch. War auch unter anderem im KGB-Museum in Riga. Und habe vor kurzem von einem deutschen Bekannten erfahren, dass auch ich vor 1989 beobachtet wurde. Stasi.
Am Anfang meines Beitrages hatte ich geschrieben, dass es ein Beispiel von einem fiktiven Gespräch mit einem Russen gewesen wäre. Solche Gespräche habe ich zig Mal geführt. Ich weiß, wie es läuft. Da hat der Gesprächspartner oft Quer-Gegenargumente. Das sieht man zum Beispiel beim Ukraine-Konflikt. Was hat einen höheren Wert? Die Territoriale Integrität oder der Schutz der ethnischen Bevölkerung? Wenn das nicht zuerst geklärt wird, wird auch jede Diskussion, und jede Lösung, unmöglich.
Heuchelei ist ein Problem im Verhältnis vom Westen zu anderen Ländern. Wir haben zum Beispiel keine richtige Perspektive für Länder in Lateinamerika und Afrika. Russland und vor allem China haben das eigene Narrativ angeboten, der Westen hat sich dagegen zurückgezogen. Die westlichen Länder sollten jetzt die eigenen Standpunkte überdenken und an einem neuen Verhältnis zur s.g. dritten Welt arbeiten. Es bedarf einer neuen Vision, die wir noch nicht entwickelt haben.

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Stefan S 26.02.2023, 08:53

"von einem fiktiven Gespräch"
Welches ebenfalls das russische Narrativ wiedergibt.
Mir ist wohl bewußt das die USA mit dem Idioten Bush und Guantanamo die Büchse der Pandora geöffnet hat und für mich ist die politische USA damit gestorben aber das ändert nichts an der Tatsache das Autokratien wie Russland und China immer noch um ein vielfaches menschenverachtender sind und dort ein Menschenleben nichts wert ist. Dort verschwinden Sie von heute auf morgen von der Bildfläche inkl. Ihrer Familie wenn es der politischen Kaste gerade so einfällt.
"Heuchelei ist ein Problem im Verhältnis vom Westen zu anderen Ländern."
Nein ist es nicht sondern Heuchelei ist eine negative Eigenschaft von uns Menschen. Lügen, Betrügen, Verbrechen am eigenen Volk und der damit verbunden Heuchelei wird in Autokratien als normal hingenommen.
Was Sie mit Heuchelei meinen ist die immer noch nicht erfolgte Aufarbeitung der Kolonialzeit.

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Gianguido Piani 26.02.2023, 09:30

"Welches ebenfalls das russische Narrativ wiedergibt."
Von Russen, ist dies auch zu erwarten. Jene Russen, die das Narrativ nicht teilen und die Möglichkeit zum Ausreisen hatten, sind bereits im Ausland.
Übrigens - Italien hatte einen wunderbaren Schriftsteller, Tiziano Terzani, der ein Leben lang sich in die asiatische Mentalität versetzt und diese auch sehr gut beschreiben hat. Und noch Fosco Maraini. Tiziani beschreibt China und die chinesische Denkweise, es heißt jedoch noch lange nicht, dass er einen Angriff gegen Taiwan befürworten würde. Ganz im Gegenteil.
"Was Sie mit Heuchelei meinen ist die immer noch nicht erfolgte Aufarbeitung der Kolonialzeit."
Nicht nur, sondern auch eine gewisse Dosis Arroganz. Das habe ich bei mehreren Kooperationsprojekten EU-Russland beobachtet. Die EU, und noch mehr die USA, wussten in den 1990er alles, was Russland braucht: Liberalisierung, Privatisierungen, Verkauf von staatlichen Unternehmen deutlich unter deren Wert... Bei einem EU-Projekt habe ich einen Fehler gemacht. Ich habe die Russen zuerst gefragt, was sie brauchten, und dann das Projekt dementsprechend gestaltet. Die EU hat mich schnell de-facto entlassen. Gut, dass ich kurz danach eine Arbeit bei einem Privatunternehmen gefunden habe. Viel konstruktiver.
Die russischen Angreifer in der Ukraine bringen natürlich auch viel Arroganz mit.

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Gianguido Piani 24.02.2023, 22:52

Betr der russischen Propaganda kann ich Ihnen versichern, dass ich auf keinen Fall unter Diktat schreibe.

Bild des Benutzers Gianguido Piani
Gianguido Piani 25.02.2023, 19:29

Meine Ausführungen gegen die westliche Heuchelei werden hier diplomatischer ausgedrückt. Der Sinn ist derselbe.
https://www.zeit.de/politik/ausland/2023-02/olaf-scholz-indien-reise-zus...

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Elisabeth Garber 25.02.2023, 16:23

Ich finde die Ausführungen von Philosoph und Blogger, Georg Dekas, treffend.
WAS DER WESTEN WILL https://www.nuis.it/cpt_politik/was-der-westen-will/

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 25.02.2023, 17:10

„Philosoph“???... echt jetzt?
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In meinen Augen ist dies ein wertloses, ideologisch stark gefärbtes Stammtischgerede ohne jeden Tiefgang und ohne jede Substanz, ohne Kenntnis von Geschichte, Zeitgeschichte, Politik und Kriegsgeschehen.
Man bleibt sprachlos ob solch rechtslastigem und täterverherrlichendem & verschwörungstheoretischem „Geschwurbl“.
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Täter-Opfer-Umkehr in Reinkultur.

Bild des Benutzers Elisabeth Garber
Elisabeth Garber 25.02.2023, 19:21

Ja, Philosoph - und obwohl ich bei Weitem nicht alle seine Vorlieben verstehe oder gar teile, wage ich zu behaupten, dass es ein sehr gebildeter Mensch ist, der sich nicht festlegen lässt - am Stammtisch am allerwenigsten.
Mir hat diese Abhandlung über Putins Hinterteil ja nie gefallen, deshalb lass' ichs mal gut sein.

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Ceterum Censeo 25.02.2023, 20:46

der "Philosoph" gibt doch genau die extremen Positionen des Wochenblicks wieder. Europas Rechte bewundert den Autokraten.

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Felix Frei 26.02.2023, 11:13

Dieser Beitrag von Herrn Dekas ist gerade ein Beitrag MIT Tiefgang, Substanz, Kenntnis von Geschichte, Zeitgeschichte, Politik und Kriegsgeschehen.
Das ganze Geschehen um den Ukraine-Krieg hat eben tiefere Ursachen, die Herr Dekas ausführlich beschreibt und die schon öfters genannt wurden. Von diesen tieferen Ursachen wird meisterlich abgelenkt durch alle Mittel der Propaganda (wie zum Beispiel die Fixierung auf einen einzelnen "Bösewicht" als einzige Ursache) um das eigentliche Ziel zu verschleiern. Das gelingt leider zu gut, die Propaganda verfängt. Denjenigen die das alles durchschauen schlagen anstatt Gegenargumenten Keulen wie Rechtslastigkeit und Täterverherrlichung, Verschwörungstheorie, Schwurbelei entgegen. Ja irgendwie kommt mir das das schon bekannt vor. War da nicht schon mal was ähnliches .........
Zunehmend mehr Leute (über politische und Parteigrenzen hinweg) durchschauen aber trotzdem das Ganze und stellen sich der für Europa äußerst gefährlichen und mit unabsehbaren Folgen behafteten Kriegstreiberei entgegen, wie die Friedenskundgebung gestern in Berlin gezeigt hat, die hoffentlich viele Nachahmer findet.
Jedenfalls ist schon bezeichnend dass aus der ganzen Welt Vorschläge für einen Waffenstillstand und Friedensabkommen eingehen, aus Europa aber bloß Waffenlieferungen kommen (auf Geheiß von wem wohl.....).
Jedenfalls herzlichen Dank für den Link zum Blog. Kannte ihn bisher nicht, werde aber öfters vorbeischauen.

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Peter Gasser 26.02.2023, 11:49

Nachfragen:
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(Zitat 1): „ ...um das eigentliche Ziel zu verschleiern“: was meinen Sie mit „eigentlichem Ziel“?
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(Zitat 2): „ ... Denjenigen die das alles durchschauen ... durchschauen aber trotzdem das Ganze“: was meinen Sie mit „das alles“, „das Ganze“?
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(Zitat 3): „ ... mit unabsehbaren Folgen behafteten Kriegstreiberei...“: Sie meinen damit schon denjenigen, der den Angriffskrieg begonnen hat, täglich Unmengen an Waffen in die Ukraine bringt und täglich angreift, und jede Verhandlung zur Rückführung des Militärs in die Heimatkasernen ablehnt?
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(Zitat 4): „ ... wie die Friedenskundgebung gestern in Berlin gezeigt hat ...“: ich habe jetzt alles dazu gehört unf gelesen, was verfügbar ist: wieso wird dort mit keinem einzigen Wort die Forderung an den Angreifer gestellt, den Angriff zu beenden und keine Waffen mehr in die Ukraine zu liefern?
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Ich gehe davon aus, dass keine dieser Fragen mit einem klaren Wort beantwortet wird.

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Felix Frei 26.02.2023, 13:46

Die Fragen zum eigentlichen Ziel usw. hat Herr Dekas in dem von Frau Garber verlinkten Artikel eigentlich schon beantwortet. Nochmals lesen!
Mit unabsehbaren Folgen meine ich logischerweise den Bellizismus des Westens der anstatt Vermittlung zwischen den Kriegsparteien durch Waffenlieferungen selbst in den Krieg eintreten will, mit eben unabsehbaren Folgen für UNS ALLE. Diese Gefahr wird zum Glück von immer mehr Leuten erkannt.
Wenn Sie von der gestrigen Friedenskundgebung nichts mitnehmen konnten, so hören Sie vielleicht Frau Schwarzer nochmals zu:

https://www.youtube.com/watch?v=wSZEeFpdlxo&t=747s

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Peter Gasser 26.02.2023, 15:33

Wie gesagt: man scheut die klare Antwort, da diese Konsequenzen aufzeigt.
Ein Einstellen der Waffenlieferung für den Verteidiger bei gleichzeitigem Vermehren der Angriffswaffen durch den Angreifer bedeutet - folgerichtig - was?
Ich weiß, darauf wird keine Antwort kommen, da dies die Eroberung und Unterwerfung der Ukraine als Gewinn von Angriffskrieg, Vergewaltigung, Folter, Deportation und Mord bedeutet, und das Ende einer auf Rechtsordnung gegründeten Sicherheitsarchitektur zugunsten der barbarischen Macht des Stärkeren.
Statt Argumentieren nur populistisches Phrasen dreschen. Muss man zur Kenntnis nehmen.
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Erstaunlich, dass, wer den Angriffskrieg und da Bringen von Waffen durch den Angreifer in die Ukraine befürwortet, den Verteidiger des „Bellizismus“ bezichtigt: ist doch irgendwie pervers.

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Felix Frei 26.02.2023, 18:54

"Ein Einstellen der Waffenlieferung für den Verteidiger bei gleichzeitigem Vermehren der Angriffswaffen durch den Angreifer bedeutet - folgerichtig - was?
Ich weiß, darauf wird keine Antwort kommen, da dies die Eroberung und Unterwerfung der Ukraine.........."

Ja ich weiß nicht, jetzt habe ich Ihnen eigens das video verlinkt in dem die Frau Schwarzer genau darauf eine mögliche Antwort gegeben hat. Es gibt Lösungsmöglichkeiten genug, wenn man über den begrenzten Horizont es gäbe nur das eine nämlich Waffen, Waffen Waffen für die Ukraine, endlich einmal hinausblicken kann bzw. will. Ja glauben Sie alle jene die eine Verhandlungs-bzw. Vermittlungslösung anbieten haben nicht mehrere andere Ideen zur Befriedung im Gepäck? Man muss sie sich halt einmal ansehen und ausloten, anstatt von vorneherein nur auf Waffenlieferungen zu bestehen. Also DAS ist die Antwort und nicht "wird keine kommen".
Aber von Ihrer Seite kommt auch keine Antwort, wieso Europa das ungemein gefährliche und in seinen Auswirkungen womöglich verheerende Eintreten in einen Krieg (mit leichten Waffen wird nichts ausgerichtet und schwere bedeuten Kriegseintritt) in Kauf nehmen sollte? Was macht Sie so sicher dass Russland und vor allem Putin, der Unzuverlässige und Unberechenbare nicht Europa als Kriegspartei erklärt und verdeckt oder offen Kriegshandlungen gegen uns anzettelt?
Ich wiederhole es zum letzten Mal: Die Vermittlerrolle muss genügen denn die Sicherheit Europas und unserer Nachkommen setzt man nicht unnötig aufs Spiel. Wieso sollten wir? DARAUF kommt von Ihnen keine Antwort und wenn Sie das als "populistisches Phrasen dreschen" (nicht gerade bester Diskussionsstil) bezeichnen muss man das tatsächlich "zur Kenntnis nehmen".

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Peter Gasser 26.02.2023, 19:08

Keine Antwort auf die einfachen Fragen, alles klar!
Ausweichen, Leugnen, Drum-Herum-Reden.
Die Folge des Unterlassens der militärischen Hilfe an die Ukraine bedeutet die Eroberung, Unterjochung und Vernichtung der Ukraine. Da Sie das wissen, verweigern Sie die Antwort auf 3 einfache Fragen.

.
Der Friedensplan der UN steht.
Die Verhandlungsangebote an Putin sind von allen Seiten aufrecht.

Aber Putin will erobern - er hört mit dem Angriffs-Krieg und mit dem Deportieren, Foltern und Morden nicht auf, und verhandelt nicht. Putins Ziel ist es, die Ukraine als Staat zu vernichten und die Ukrainer als Volk auszulöschen, das pfeifen doch inzwischen die Spatzen vom Dach.

.
https://www.welt.de/politik/ausland/plus243985503/Ukraine-Krieg-Was-ein-...

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Peter Gasser 26.02.2023, 19:22

Nachtrag: hier noch ein aktueller Bericht, der 2 dieser Fragen thematisiert:

https://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Wagenknecht-und-Schwarzer...

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Felix Frei 26.02.2023, 20:52

Ja wenn Sie die Antworten nicht als Antworten erkennen dann kann ich Ihnen auch nicht helfen. Kurz gesagt: Die Verantwortung Europas was mit der Ukraine geschieht, besteht darin in einem benachbarten Konflikt zwischen den KONFLIKTPARTEIEN (wo wir NICHT beteiligt sind) zu VERMITTELN , so wie wir es AUCH BEI ANDEREN Konflikten tun bzw. versuchen.

Aber wo bleibt jetzt Ihre Antwort auf das was ich angefragt hatte:
"Aber von Ihrer Seite kommt auch keine Antwort, wieso Europa das ungemein gefährliche und in seinen Auswirkungen womöglich verheerende Eintreten in einen Krieg (mit leichten Waffen wird nichts ausgerichtet und schwere bedeuten Kriegseintritt) in Kauf nehmen sollte? Was macht Sie so sicher dass Russland und vor allem Putin, der Unzuverlässige und Unberechenbare nicht Europa als Kriegspartei erklärt und verdeckt oder offen Kriegshandlungen gegen uns anzettelt?
Ich wiederhole es zum letzten Mal: Die Vermittlerrolle muss genügen denn die Sicherheit Europas und unserer Nachkommen setzt man nicht unnötig aufs Spiel. Wieso sollten wir? DARAUF kommt von Ihnen keine Antwort und wenn Sie das als "populistisches Phrasen dreschen" (nicht gerade bester Diskussionsstil) bezeichnen muss."

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Georg Lechner 26.02.2023, 21:07

Sorry, aber da gibt es nichts zu vermitteln. Putin setzt durch, wofür er von seiner Rüstungsindustrie das Schmiergeld bekommt, das er über den Taufpaten seiner Tochter (Sergej Roldugin) als Strohmann in Briefkastenfirmen versteckt. Es geht ganz nackt und brutal um Macht - wie zuvor vice versa 1999 in Serbien und 2003 im Irak.

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Peter Gasser 26.02.2023, 21:45

Das ist so ein Problem mit diesen billigen Dialogtricksereien:
Sie antworten nicht auf die einfachen Fragen, was man ja nachlesen kann - und behaupten einfach, das Gegenüber würde die Antworten nicht „erkennen“: in welchen Diskussionsrunden kommt man solch einer Verdummung des Gegenüber durch?
.
Zitat 1: „Aber von Ihrer Seite kommt auch keine Antwort, wieso Europa das ungemein gefährliche und in seinen Auswirkungen womöglich verheerende Eintreten in einen Krieg (mit leichten Waffen wird nichts ausgerichtet und schwere bedeuten Kriegseintritt) in Kauf nehmen sollte?“
Sehen Sie, wie Sie Unwahrheiten verbreiten?
- dies ist ein Angriffskrieg (kein „Krieg“);
- schwere Waffen bedeuten NICHT Kriegseintritt, das regelt das Völkerrecht klar;
- Niemand tritt in Putins Krieg ein, solange er unser Verteidigungsbündnis nicht angreift.
3 objektive Unwahrheiten in einem Satz.
.
Zitat 2: „Was macht Sie so sicher dass Russland und vor allem Putin, der Unzuverlässige und Unberechenbare nicht Europa als Kriegspartei erklärt ...?“ Ja, was tun wir, wenn Putin auch uns angreift, deportieren, vergewaltigen, foltern, morden will? Nichts, Putin hat ja Atomwaffen, wir erdulden das dann, denn wir wollen „Frieden“!!!
.
Zitat 3: „Ich wiederhole es zum letzten Mal“: na hoffentlich lügen Sie jetzt nicht wie Putin (wir greifen die Ukraine nicht an), und wiederholen dies trotzdem wieder. Ich verlasse mich auf Sie!
.
Putin setzt „die Sicherheit Europas und unserer Nachkommen ... aufs Spiel“: wir sollten da wegsehen und ihn gewähren lassen? Das mag Ihre und einer ganz kleinen Minderheit Lösung sein, die meine und die der Mehrheit ist es nicht.

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Felix Frei 26.02.2023, 22:48

Ich hatte Ihnen die Antwort ja gegeben nämlich: Die Verantwortung Europas als (bisher) NICHT in Kampfhandlungen INVOLVIERTE Partei besteht in der Vermittlung. Das ist die Antwort. Man kann nicht von uns verlangen uns selbst in Gefahr zu bringen.
Sie können sich für die Ukraine verantwortlich fühlen und aufopfern solange sie wollen, sie können sogar selbst in den Krieg ziehen (soweit reicht es dann halt doch wieder nicht, man lässt andere kämpfen) ,die Ukraine fällt nicht in den Bündnisfall der NATO sodass man mit Waffen unterstützen müsste, sonst müsste man es überall anderswo auch tun.
Und dass man bei Waffenlieferungen keine Kriegspartei sei (und da geht es um schwere Waffen, denn leichte bewirken nichts) da kann das Völkerrecht vorsehen was es will, wenn der Betroffenen es anders sieht. Da möchte ich sehen wenn es um Kampfjets und U-Boote usw. geht ob Russland da abwinkt und sagt, ach egal fällt nicht ins Völkerrecht. Wobei es in diesem Fall um jemanden geht der sich eh nicht an das Völkerrecht hält, wie Sie selbst sagen.
Mit Waffen ist immer eine Gefahr verbunden, ein vielleicht unbeabsichtigter Vorfall kann schon zur Eskalation führen. Wer Waffen liefert beteiligt sich de facto am kämpferischen Geschehen und kann leicht "zwischen die Fronten" geraten. Das können wir nicht riskieren. Sollen doch die USA wenn sie schon von Übersee aus in der Ukraine Einfluss nehmen wollen das selbst übernehmen wenn sie schon eine bewaffnete Lösung bevorzugen. Dass die sich da besonders vordrängen habe ich aber nicht bemerkt. Europa aber soll liefern und das volle Risiko übernehmen. Viele von uns sagen: Nein danke!
Wir wollen andere Lösungen und zwar jene mit Gesprächen und Verhandlungen zwischen den Nationen wie es in einer zivilisierten Welt üblich ist. Dies kontinuierlich und rechtzeitig und auf Augenhöhe, wo man Gefahren rechtzeitig erkennt und ggf. durch Kompromisse entschärft. Denn genau das Fehlen dieser Strategie hat zu den Verhältnissen in der Ukraine geführt. Oder was glauben Sie warum es nicht mehr Konflikte in der Welt gibt? Bestimmt nicht am Mangel an "Bösewichten" die anderen Übles wollen. Davon gibt es reichlich. Nein, weil die sorgfältige Diplomatie dies verhindert und Konflikte im Zaum hält. Zu dieser Strategie sollten wir zurückkehren, es ist der einzige Weg.

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Peter Gasser 26.02.2023, 23:16

(1)
Ich erinnere Sie an Ihr Wort: „Ich wiederhole es zum letzten Mal“: ich hatte mich jetzt auf Ihr Wort verlassen: vergebens!
Auch auf diese Antwort warte ich vergebens (https://www.salto.bz/de/comment/119556#comment-119556):
„Wenn wir die Waffenhilfe für die Ukraine zur Verteidigung einstellen, was geschieht dann:
a) Putin Prighoschin Kadyrow werden ihre Armeen Söldner Verbrecher Mordbuben stoppen und in die Kasernen zurückführen und die von Ihnen zugesagten Verhandlungen beginnen, oder
b) Putin Prighoschin Kadyrow werden ihre Armeen Söldner Verbrecher Mordbuben bis Kiew und weiter bis zur polnischen Grenze marschieren lassen, Odessa und Moldawien gleich mit besetzen, und so die ganze Ukraine unterjochen, entnazifizieren und entmilitarisieren: alle Kriegsziele erreicht, und dann Diktat, da es nichts mehr zu verhandeln gibt?
Also, wird a) oder wird b) eintreten?“
.

(2)
Zitat: „die Ukraine fällt nicht in den Bündnisfall der NATO sodass man mit Waffen unterstützen müsste, sonst müsste man es überall anderswo auch tun“:
Sie verstehen es nicht, oder betrachten es einfach nur oberflächlich:
Im Bündnisfall muss ich mit TRUPPEN zu Hilfe kommen;
Mit WAFFEN unterstützen ist Nachbarschaftshilfe in der Not (hier durchaus im Eigeninteresse, da Putin ja eigentlich Europa und unsere Friedensordnung angreift).

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Felix Frei 27.02.2023, 00:02

Sie verstehen die Antwort offenbar nicht: Wie werden keine derart schweren Waffen liefern können um Russland zu stoppen. Nochmals wir werden keine schweren Waffen liefern können. Russland kann nicht mit den Waffen gestoppt werden, die wir liefern können, außer mit einem NATO Schlag. Da aber ein NATO-Schlag nicht in Frage kommt, kann Putin nicht mit den (leichten) Waffen die wir zu liefern bereit sind, gestoppt werden. Außerdem beinhaltet jede Waffenlieferung eine Eskalationsgefahr die für uns gefährlich werden kann und das kann niemand von uns verlangen, das ist KEINE Nachbarschaftshilfe, sondern grobe Fahrlässigkeit.
Wenn also Putin nicht durch die Waffen die wir bereit sind zu liefern gestoppt werden kann, dann müssen wir uns ein anderes Instrument ausdenken und das sind Vermittlung und Verhandlung, das im Großen und Ganzen das politische Weltgefüge im Lot gehalten hat und dem sich auch die schlimmsten Bösewichter nicht auf längere Zeit verschließen konnten und können.

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Peter Gasser 27.02.2023, 00:08

Ich verstehe, Gewalt vor Recht.
.
Putin verhandelt aber trotz Angeboten verschiedenster Akteure bis zur UN und China nicht.
Was jetzt?
.
(Sie belegen keine Ihrer Aussagen, Sie verlieren sich in eigenen Behauptungen, was ziemlich uninteressant in der Diskussion ist).

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 27.02.2023, 00:09

aja... Sie haben wieder nicht geantwortet:
a) oder b)?

Bild des Benutzers Felix Frei
Felix Frei 27.02.2023, 08:52

Ja ohne dass die direkt beteiligten Ukraine-Russland zu Verhandlungen bereit sind, wird es halt nicht gehen, wie man hört hat die Ukraine auch noch keine Bereitschaft gezeigt. Aber wir können nur immer wieder darauf drängen dass verhandelt wird, und dass da von heute auf morgen Ergebnisse kommen ist auch nicht zu erwarten, das wird eine langwierige Angelegenheit.
Ich wiederhole: Unsere Rolle ist die von Außenstehenden, die Waffen die wir zu liefern bereit sind, werden Russland nicht aufhalten können, zumal die Taktik des Abnutzungskrieges darauf zielt die ukrainische Armee zu treffen, wo es halt so schnell keinen Nachschub aus dem Westen gibt.
Also was uns bleibt ist die direkt Betroffenen immer und immer wieder zu drängen sich an den Verhandlungstisch zu setzen und wir uns als Vermittler anbieten. Das muss reichen, denn zunehmend mehr Menschen erkennen die Gefahr in die wir uns begeben wenn wir uns militärisch einmischen zumal wie gesagt die Waffen die wir zu liefern bereit sind, eh nichts Entscheidendes bewirken können.
Also entweder die Vermittlerrolle bringt Früchte und die direkt Beteiligten setzen sich an einen Tisch (und bei der Verhandlungsbereitschaft kommt es immer auf das Angebot an) ansonsten können wir auch nicht helfen bzw. wir sollten uns heraushalten. Ach übrigens, da gibt es ja noch etwas was wir tun können und auch tun, immer wieder neue Sanktionspakete schnüren. Soll ja mächtig helfen!

Bild des Benutzers Ceterum Censeo
Ceterum Censeo 27.02.2023, 09:44

wie man hört hat die Ukraine auch noch keine Bereitschaft gezeigt.

wo hört man das? bei RT, Sputnik?

Bild des Benutzers Ceterum Censeo
Ceterum Censeo 27.02.2023, 09:55

zumal wie gesagt die Waffen die wir zu liefern bereit sind, eh nichts Entscheidendes bewirken können.

wie gesagt ... sie stellen wirre Behauptungen als Fakten hin, indem Sie ihre Behauptungen wiederholen.

Fakt ist: die Waffen, die der Westen geliefert hat, hat die Russen zum Rückzug von Kiew gezwungen.
Sonst wäre jetzt die Ukraine eine Dikatur.
Eliteeinheiten des Kreml wurden aufgerieben, der "Koch" mit seinen Nazi-Banden jammert über viele Tote in seiner Verbrechertruppe.
Unsere Waffen bewirken viel, Putin schäumt, das hat seinen Grund.
Die alten Waffen und die Truppen des Kreml taugen für Massaker, für mehr nicht.

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 27.02.2023, 07:47

Entweder ist es Ihnen entgangen, dass Europa schon seit Beginn des Krieges versucht mit Putin zu verhandeln, der aber zu Verhandlungen nur bereit ist, wenn seine Bedingungen erfüllt werden. Wenn Sie das als akzeptable Verhandlungsbasis erachten, dann gute Nacht.

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 27.02.2023, 07:48

Es fehlt das "oder"...
... oder es ist Ihnen nicht entgangen und Sie versuchen diesen Umstand einfachc auszuklammern, weil er Ihre These ad absurdum führen würde.

Bild des Benutzers Ceterum Censeo
Ceterum Censeo 26.02.2023, 20:03

Frau "Schwarzer" gibt keine Antworten, sie labert rum, sie schafft es nicht einmal, diesen Angriffskrieg samt systematischen Vergewaltigungen zu verurteilen.

Bild des Benutzers Gerold FIEDLER
Gerold FIEDLER 26.02.2023, 22:07

https://youtu.be/Q06ZzYDSA1Q An alle "Kriegskenner, Waffenfachleute und weltpolitischen Strategen" hier im Forum: wer allen ernstes glaubt, dass Russland militaerisch zu bezwingen ist, will entweder die Realitaet nicht nicht erkennen oder hat, verzeihen sie mir den Ausdruck, den Verstand verloren.

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 26.02.2023, 22:17

Die Afghanen haben alle den Verstand verloren!
.
.
(aja, auch vor Kiew sind die Russen bezwungen worden... - nun versucht das gesamte russische Heer seit 5 Monaten einen Vorort von Bachmut einzunehmen - bisher ohne Erfolg).

Bild des Benutzers Ceterum Censeo
Ceterum Censeo 26.02.2023, 22:26

Wochen für ein paar Dörfer, mit Hunderten von Toten, Massakern, zerstörten Wohnhäusern.
Was für Helden, fürwahr.

Bild des Benutzers Ceterum Censeo
Ceterum Censeo 26.02.2023, 22:19

die marode brutale Truppe kann und muss besiegt werden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_um_Kiew_(2022)#cite_note-:65-21

https://www.n-tv.de/politik/London-Russische-Elite-Einheit-erleidet-hohe...

Dieser Siegesmythos um die Russen hat auch etwas Faschistisches.

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 26.02.2023, 22:26

In Ihrem Link sagt Jeffrey Sachs unter anderem: „Frieden wird kommen, ... wenn Russland seine Streitkräfte aus der Ukraine abzieht und die einseitige Annexion ukrainischen Territoriums rückgängig macht“.
Haben Sie wahrscheinlich nicht gelesen...

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Manfred Klotz 06.03.2023, 07:45

Kein Mensch ist so bescheuert zu glauben, Russland würde militärisch von der Ukraine bezwungen. Sie sind wohl der einzige, der glaubt, dies sei das Ziel, das glaubt nicht mal die russische Führung. Ziel ist zu verhindern, dass Russland die Ukraine militärisch besiegt. Wer also den Verstand verloren hat, ist damit klar.

Bild des Benutzers Manfred Gasser
Manfred Gasser 25.02.2023, 20:09

Hab da mal durchgelesen, und bin wirklich erstaunt. Wenn Herr Dekas wirklich glaubt, in Russland eines Putin gibt es einen Mittelweg zwischen Kapitalismus und Sozialismus, ist das ein Beweis, dass Bildung und Wissen nicht vor Dummheit schützt.

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veronika dapra 25.02.2023, 17:44

„Ungezügelte Bosheit“ Prof. Karl Schlögel und dann auch ein Podcast von Dr Monika Hauser über sexuelle Gewalt im Krieg.

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Gianguido Piani 25.02.2023, 19:23

Aus einem anderen Thread " Ich hoffe, dass wir uns am 26.2 beim Protest gegen russischen Überfall sehen. Zeitpunkt & Ort noch nicht bekannt. Ich werde es hier bekanntgeben"
Zeitpunkt & Ort?

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veronika dapra 25.02.2023, 19:29

Leider hab ich nichts mehr gehört; ich werde mich jedoch weiter umhören und im Falle hier posten

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Elisabeth Garber 25.02.2023, 19:06

Danke, den Prof. Schlögl kenn' ich in und auswendig - habe meine Haltung seit Monaten geändert und diese Freiheit müssen Sie mir schon lassen.

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Iryna Panchenko 27.02.2023, 15:12

Tolle Arbeit, Herr Mayr. Ich kann nicht aufhören, mich zu fragen, wie mehr Südtirol nachweislich von russischem Einfluss bedroht sein muss. Ein paar Tage zuvor habe ich in der AZB Sprachschule eine Ankündigung des "Kurses der russischen Sprache" gefunden. Im zweiten Kriegsjahr brauchen wir es wieder! Mir scheint, wir sind gezwungen, uns erneut auf die Kapitulation vorzubereiten. Als ob nicht klar wäre, welche Art von "Kultur" sie in die Welt tragen: totalitäre Sklaverei, GULAG, Propaganda und Kriminalität.

der herr Mayr.. ist tatsächlich genau so arm dran.. wie ich als kleiner pazifist.. arschkriechen tu ich halt nicht..

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Peter Gasser 06.03.2023, 08:14

Definition:
„ METZLER LEXIKON PHILOSOPHIE: Pazifismus:
Im weiten Sinn bedeutet P. die Zusammenfassung aller Kräfte, die auf internationale Versöhnung hinarbeiten; im engen Sinn drückt P. eine weltanschauliche Haltung – Überzeugungen und Verhaltensweisen – derjenigen aus, die aus ihrem Gewissen heraus den Krieg als ein Mittel zur Konfliktlösung absolut verwerfen“:
Damit haben Sie sich - erstmals - klar gegen Putin als denjenigen, der hierbei als einziger „den Krieg als ein Mittel zur Konfliktlösung“ gewählt und begonnen hat, positioniert.
Das finde ich gut.

Dieser Kommentar wurde entfernt. Das muss nicht sein.

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Peter Gasser 06.03.2023, 09:46

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Peter Gasser 06.03.2023, 09:54

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Peter Gasser 06.03.2023, 11:52

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Peter Gasser 06.03.2023, 12:46

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Ceterum Censeo 06.03.2023, 10:57

unflätig.
bei anderen ist das SCM ja schnell zur Stelle.

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Salto Community Management 06.03.2023, 14:09

Wenn Ihnen ein Kommentar unangemessen erscheint, können Sie diesen melden. Danke für Ihre Mithilfe.

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genau heute..
denkt mal nach..
" jedermann hat das recht, die eigenen Gedanken durch Wort, Schtift und jedes andere Mittel der Verbreitung frei zu äußern.
Die Presse darf weder einer behördlichen Ermächtigung noch einer Tensur unterworfen werden.“
ihr seit also keinen funken besser als die dolomiten..

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Salto Community Management 06.03.2023, 12:58

Sie können Ihre Gedanken, Meinungen und Ansichten sehr gerne hier teilen, allerdings ist die Art und Weise dabei entscheidend. Diese war im vorherigen Kommentar nicht angemessen.

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Elias Gamper 23.03.2023, 19:58

Wolfgang liegt wie bereits bei Corona total falsch. https://www.3sat.de/kultur/kulturzeit/kampf-gegen-corona-was-lief-falsch... Schade, dass Zitate aus seinem Artikel "https://www.salto.bz/de/article/01122021/fuer-die-triage" nicht auch in diesem Bericht gezeigten Buch »Möge die gesamte Republik mit dem Finger auf sie zeigen.« für die Geschichte festgehalten wurden.

Putin, Wladimir
upi
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