durnwalder_luis.jpg
Suedtirolfoto.com / Othmar Seehauser
Advertisement
Advertisement
Koalition

„Es gibt nur eine Lösung“

Luis Durnwalder über die Koalition mit der Lega, seine Vorbehalte gegen die Grünen und die Frage, ob er zu jenen gehört die hoffen, dass Arno Kompatscher scheitert.
Advertisement
Advertisement

Liebe/r Leser/in,

wieviel ist Ihnen unabhängiger Journalismus wert?

Dieser Artikel befindet sich im Salto-Archiv und ist nur für Abonnenten und Spender zugänglich.
Unterstützen Sie salto.bz und erhalten Sie Zugang auf über 5 Jahre kritischen Journalismus!
Sie besitzen noch kein salto.bz-Abo?

Mit (ab) einem Mini-Abo von 12 Euro für ein Jahr erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln auf salto.bz. Wählen Sie jetzt Ihr Abo!

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede weitere finanzielle Unterstützung. Ihre Spendenbereitschaft hilft uns, auch weiterhin unabhängig bleiben zu können und die laufenden Kosten und notwendigen Investitionen zu tragen.

Jetzt ein Abo abschließen!

Sollten Sie bereits ein Abo auf salto.bz abgeschlossen haben, aber über keinen Zugang verfügen, melden Sie sich bitte einfach unter info@salto.bz

Redaktionelle Artikel, die auf salto.bz erschienen und vor 6 Monaten online gegangen sind, sind seit 1.1.2019 kostenpflichtig. Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung!

Sind Sie bereits salto.bz-Abonnent? Melden Sie sich bitte unter info@salto.bz

Advertisement

Kommentar schreiben

Kommentare

Bild des Benutzers Ralph Kunze
Ralph Kunze 30.10.2018, 07:34

Das SVP Boot sitzt im Packeis fest.
Aber bei einem hat Durnwalder zu 100% recht: die Grünen sind ein absolutes no go!

Bild des Benutzers W Karcher
W Karcher 30.10.2018, 07:54

Durnwald: Das ist politischer Klarblick.

Der Autor des Artikels dagegen: Wie kommt dieser auf die absurde Idee, aus den Erfolgen der Grünen in der BRD irgendetwas ableiten zu wollen? Seit wann sind die neuen Bundedeutschen ein politisch irgendwie politisches Volk? Lächerlich. Und genauso unsinnig, wie den „Erfolg“ einer Partei und Regierung an den Wahlergebnissen bemessen zu wollen und nicht an den faktischen Ergebnissen ihrer Politik? Das ist genau die spätmassendemokratische Haltung und ein weiteres erfreuliches Symptom des Untergangs dieses Systems. Genauso sind auch die faktischen Ergebnisse Grüner Politik in der BRD deutliche Untergangssymptome.

Bild des Benutzers W Karcher
W Karcher 30.10.2018, 07:56

corr.: 1. „ein politisch irgendwie kluges Volk“; 2. Das drite Fragezeichen muss weg; 3. Salto.BS braucht eine Kommentarfunktionalität, die dem Stand der Zeit entspricht.

Was salto.bz am dringensten nötig hätte: Dass Sie uns mit ihren superschlauen großdeutschen Kommentaren und ihren Ideen, die dem Stand einer anderen Zeit entsprechen für eine Weile verschonen.
Mir freundlichen Grüßen
Der Autor.

Bild des Benutzers W Karcher
W Karcher 30.10.2018, 09:00

Ah so, der typische Fall des Kranken, der über seine Therapie selbst befinden will.

Ihrem Glauben, der Maßstab zur Beurteilung von Gedanken und Ideen sei der "Stand der Zeit", hält man wohl am Besten ein Zitat eines Denkers entgegen (der nach Ihren Maßstäben freilich veraltet ist): "Wenn man sagt, jemand 'gehöre seiner Zeit' an, sagt man lediglich, dass er mit der Mehrheit der Trottel in einem bestimmten Moment übereinstimmt".

Bild des Benutzers Robert Tam...
Robert Tam... 30.10.2018, 09:01

Was Salto dringend nötig hätte: weniger rabiate Rundumschläge des Chefredakteurs Franceschini auf Kommentare, die ihm nicht in den Kram passen, dafür aber mehr fundierten, investigativem Journalismus - ein Handwerk, das Franceschini eigentlich perfekt beherrscht, wenn er sich nicht wieder in persönliche Attacken versteigt.

Kein Wunder, dass die Zugriffszahlen auf Salto weiterhin schwach bleiben - trotz üppiger direkter und indirekter Förderungen durch die öffentliche Hand (es ist wirklich erstaunlich, wie viel Werbung durch öffentliche Institutionen Salto bekommt - gerade in Anbetracht der kleinen Leserschaft).
Und bitte, lieber Christoph Franceschini, verschone uns mit Deiner Mär von "Unabhängigkeit kostet"
https://www.salto.bz/de/article/20102018/unabhaengigkeit-kostet
Diese Märtyrerpose zieht einfach nicht. Es ist nunmal wirklich kein Wunder, dass Parteien ihr Werbegeld dort investieren, wo man die Leute auch erreicht. Die können nicht so verschwenderisch damit umgehen, wie es die öffentliche Hand beispielsweise bei Salto macht.

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 30.10.2018, 17:33

Der Experte von eigenen Gnaden hat gesprochen.

Bild des Benutzers kurt duschek
kurt duschek 30.10.2018, 18:20

..."drite" ist falsch, richtig ist "dritte"!!! ha.ha.ha....

Bild des Benutzers Alfonse Zanardi
Alfonse Zanardi 30.10.2018, 08:55

Was schreiben's daher junger Mann? Lernen's Geschichte - und Rechtschreibung.
oder
Salto braucht dem Stand der Zeit entsprechende Benutzer die den Blödsinn den sie verzapfen vor dem Absenden zumindest nochmal gegenlesen.

Bild des Benutzers W Karcher
W Karcher 30.10.2018, 09:05

"Salto braucht dem Stand der Zeit entsprechende Benutzer"
Das habe ich nun auch verstanden.

Aber es bleibt gleichwohl verblüffend: Mit dieser Denkungsart seit ihr Linken doch schon so oft gescheitert – wann seht ihr endlich ein, dass nicht die Regierung sich das Volk aussucht, sondern andersherum?

Bild des Benutzers Marcus A.
Marcus A. 30.10.2018, 08:26

Interessantes Interview.
Die Grünen in Südtirol sind unter der Führung von Frau Foppa keine Option.
Viel zu wenig Realpolitik und viel zu viel ideologische Hirngespinste.
Zum Erfolg der Lega gebe ich Durnwalder recht. Früher oder später wird diese Welle abflauen. Das Problem ist nur, dass es auch viel später sein kann.....
Für die SVP ist jede Option so oder so nicht ideal und wird wieder einige Prozente Stimmen bei den nächsten Wahlen kosten. Ein Dilemma

Genau dieser Foppa-Fundi-Kurs ist aber der Hauptgrund für die grüne Stammwählerschaft weiterhin treu ihr Kreuz zu machen. Die Alternative gab es heuer beim TK und promt sind viele der Realos abgesprungen.

Bild des Benutzers Martin Daniel
Martin Daniel 31.10.2018, 10:57

Gar nicht so viele - 3.500 sind ein ganz normaler Wählerstrom, gleich goß wie jener zur SVP.

Man erkennt sofort, weshalb Durnwalder so lange und so erfolgreich als Landeshauptmann arbeitete.
Seine Analyse ist zutreffend und frei von Hysterie, wie sie von den Grünen und ihren Jüngern zu vernehmen ist.
Durnwalders Aussagen sind konstruktiv und bodenständig, realpolitisch und frei von Ideologie. Das ist eine wohltuende Abwechslung.

Bild des Benutzers Manfred Gasser
Manfred Gasser 30.10.2018, 10:35

Mit lang hast du sicher recht, mit erfolgreich eine bestimmte Zeit auch. Aber ich glaube, es gibt viele Südtiroler, mich eingeschlossen, die froh sind, dass ein Wechsel stattgefunden hat.
Aber zum Thema, ich finde die Analyse unseres Ex-Landeshauptmannes vor allem pragmatisch, irgendwie so managermässig, einfach Landes-Luis halt..
Das wichtigste in den Schlussfolgerungen scheint mir der Machterhalt der SVP zu sein, und weniger eine programmatische Auseinandersetzung mit den aktuellen Themen.
Und wenn ich Durnwalders Einschätzungen der Lega lese, naja, entweder er ist sehr gut informiert, oder es ist viel Wunschdenken dabei.
Ich bin gespannt was rauskommt.

Bild des Benutzers Armin Kobler
Armin Kobler 30.10.2018, 10:21

Ganz unaufgeregte Frage an die Redaktion:
Ist es wirklich so schwierig, die Funktion zu implementieren, dass Kommentatoren mittels Email mitgeteilt wird, wenn weitere Kommentare zum Thema einlangen? Das würde die Diskussion wesentlich erleichtern und indirekt Salto zudem attraktiver machen.

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 30.10.2018, 12:31

Hallo Armin,
oben auf die Glocke klicken: „Kommentare für diesen Artikel abonnieren“
lg P

Bild des Benutzers Armin Kobler
Armin Kobler 30.10.2018, 15:35

Ups! Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. :-)
Danke für den Hinweis!
LG Armin

Bild des Benutzers gorgias
gorgias 30.10.2018, 13:47

Was aber noch fehlt ist ein link der einem direkt zum Kommentar führt und nicht nur zum Artikel.
In der Anfangszeit von salto war das möglich. Jetzt nicht mehr.

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 30.10.2018, 16:26

da steht doch jeweils ein rotes NEU, also kommt, bei den maximal paar Dutzend Kommentaren ist das wirklich kein Aufwand....

Bild des Benutzers Marcus A.
Marcus A. 30.10.2018, 11:05

Zu einer Koalition mit Liste Köllensperger wir es nie kommen.
LK ist die bessere SVP für die zu kurz Gekommene Mitte der Bevölkerung: Arbeitnehmer, kleine Selbständige, Zimmervermieter usw.; alles Bürger und Wirtschaftstreibende, die nicht über einen mächtigen Verband vertreten sind und dementsprechend wenig vom üppigen Fressnapf der Förderungen fressen können und nur sehr selten in den Genuss von vorteilhaften Gesetzen kommen.
.
Mit einer Koalition mit LK würde sich die SVP selber kannibalisieren. PK dürfte aufgrund seiner rhetorischen Begabung, unbestrittenem Hausverstand und nüchternen bodenständigen Art früher oder später sogar einem LH gefährlich werden (vorausgesetzt er schafft es, die LK zusammenzuhalten was bei einigen Personen auf dieser Liste nicht einfach sein dürfte).
Für die gemeine Bevölkerung und mittelfristige Entwicklung des Landes wäre eine Koalition mit LK zwar sinnvoll und wünschenswert, für die SVP als Instrument der Machterhaltung aber komplett ausgeschlossen.

Grüne kommen mit Fundis an der Spitze und einem zornigen Staffler als Gefolgschaft sowieso nicht in Frage.
Wie bitte will man einem Bauernbund, LVH und HGV eine Frau Foppa und einen Herrn dello Sbarba (den ich persönlich in der Opposition durchaus als sehr wichtigen Faktor schätze) eine Koalition mit den Grünen schmackhaft machen??? Unmöglich und nur in grün gefärbten Träumen vorstellbar.

Also bleibt nur die Lega. Nach wochenlangen, theatralisch harten Verhandlungen wird man "mit Bauchweh und Vorbehalt und Treueschwüren von Salvini" diese Koalition der Bevölkerung verkaufen und die Vorbehalte x mal betonen.

Für die SVP als Partei richtig und alternativlos, für die Bevölkerung als Ganzes keine gute Lösung.
Aber nachdem es in der Politik mit Berufspolitikern (meistens) nur zweitrangig um die gemeine Bevölkerung geht, wird es halt so kommen.

Es ist schon geradezu peinlich, wie sich unseren sogenannten Grün*innen in Bozen, die sich als Kampfgrüne stets gegen Autonomie und Minderheitenrechte der angestammten deutschen und ladinischen Bevölkerung positionieren, mit aller Gewalt der SVP aufdrängen. Absurd die Gleichsetzung mit den Grünen der BRD. Da hat Durnwalder allemal recht. Es hängt jetzt tatsächlich vom Verhandlungsgeschick der SVP ab. Da sollte/könnte sie sich auch von alten schlauen Verhandlungsfüchsen beraten lassen.
Denn SVP sollte sich aber auf jeden Fall nicht nur auf die Lega festlegen. Sie sollte, wenn schon, gleich ein Gesamtpaket mit Salvini zu offenen Fragen im Interesse Südtirols zu schnürren. Ansonsten wäre es für die SVP allemal ratsamer, gleich mit der Liste Köllensperger samt externer autonomiefreundlicher it. Vertreter ein Arbeits- und Regierungsbündnis einzugehen.

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 30.10.2018, 17:24

Die Grünen positionieren sich gegen die Autonomie und die Minderheitenrechte? Verwechseln Sie das mit irgendeiner rechten Partei?

Bild des Benutzers Servus Leute
Servus Leute 30.10.2018, 18:00

gegen die Autonomie sind doch die deutschen Rechtsparteien

Bild des Benutzers Martin B.
Martin B. 30.10.2018, 13:23

Die Einschätzung zu Riccardo Dello Sbarba als untragbaren Landesrat für die SVP und deutsche Wählerschaft teile ich, der würde die Legislatur nicht überleben. Da bei TK sich wohl nichts in Richtung Koalition bewegt, bleibt in der Tat nur mehr wenig Spielraum, bei dem es interessant wird, wer neben der Lega-Dame zu den aussichtsreichsten Kandidaten für die Landesregierung zählen würde. Falls eindeutig Bessone ist das meiner Einschätzung nach auch eine sehr riskante Personalie. Vielleicht können Brixner ja etwas zu dem Herrn kommentieren; viel ist nicht bekannt wie sehr er pragmatisch, unideologisch und auch im Namen der Deutschsprachigen agieren könnte.

Gerne können wir das. Herr Constantini hat sich die Mühe gemacht, alles schön säuberlich zusammenzufassen:

http://www.brennerbasisdemokratie.eu/?p=43656

Viel Spaß beim Lesen!

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 31.10.2018, 10:56

Ein sehr schöner Einblick in die Gedankenwelt des Herrn Bessone. Wobei ich mich bei keinem führenden Lega-Politiker des Eindrucks erwehren kann, dass er das absolute Gegenteil von sich geben würde, wenn das absolute Gegenteil plötzlich Trend werden würde.

Bild des Benutzers Martin B.
Martin B. 31.10.2018, 21:06

@PF: ok, die national-rassistische Wandlung der eigenen Partei hat er entweder mitgemacht oder er war schon immer so. Leider wenig bis gar nichts zur Situation in Südtirol und bezüglich Verständnis zur anderssprachigen Bevölkerung außer den Kommentaren zu Alpini und laut meiner Erinnerung die absolute Ablehnung des Möglichkeit zum Ansuchen für den österreichischen Pass. Es schaut also wirklich verzwickt aus für Kompatscher (und Achammer?). Selbst wenn ein deutscher TK-ler zurücktritt, Schir wäre auch nicht gerade eine unkontroverse Figur. Nur Repetto kann ich mir "passend" im SVP dominierten Konzert vorstellen.

Bild des Benutzers Herta Abram
Herta Abram 30.10.2018, 19:17

Der Privatmann Durnwalder hebt in diesem Interview hervor, ausschließlich seine persönliche Sichtweise zum Ausdruck bringen zu wollen. Für mich heißt dies, er drückt eine Sichtweise unter anderen möglichen aus.
Die Weltanschauungen und Wertungen der Lega sind ein Konglomerat aus Inkompetenz, Ignoranz, dummen patriarchalen Denkmustern, antidemokratischen Haltungen, Verantwortungslosigkeit, Diskriminierungen, Verletzungen der Menschenrechte, Angst und Hass verbreitender Hetze...
In hohem Maß besorgniserregend empfinde ich, dass für Herrn Durnwalder diese rückwärtsgewandten Grundeinstellungen der Lega annehmbarer erscheinen, als die Weltanschauung der Grünen Politik, welche eine ökologisch nachhaltige Gesellschaft anstrebt, die auf Gewaltlosigkeit, sozialer Gerechtigkeit und konsequenter Demokratie beruht.

Aus der Perspektive eines alten, ehemalig hochrangigen Landespolitikers heraus, hätte ich mir, in Zeiten wie diesen – ein von Ego distanziertes - weises, staatsmännisches Verhalten, mit demokratischem Weitblick, Menschlichkeit und Mut, gewünscht.

Bild des Benutzers Armin Kobler
Armin Kobler 30.10.2018, 20:33

Die Einschätzung der Lega kann ich - mit ein paar Abschwächungen, nachdem die Lega nicht nur Salvini ist - weitgehend teilen. Die Weltanschauung der Grünen wird hingegen durch eine stark rosarot-grün gefärbte Brille dargestellt. Weltanschauung und Umsetzung sind zudem zwei verschiedenen Paar Schuhe.

Bild des Benutzers Greta Karlegger
Greta Karlegger 31.10.2018, 12:38

Für Durnwalder gibt es freilich nur eine Lösung, nämlich exakt jene, die ihm ins Konzept passt und die eine Fortführung seiner "Schattenregentschaft" in Aussicht stellt.

Bild des Benutzers Dietmar Holzner
Dietmar Holzner 03.11.2018, 10:35

Kompatscher zu unterstellen, ihm fehle "das Menschliche", ist schon sehr gewagt. Ich jedenfalls sehe im "Mensch-Sein" nicht, sich mitten in die Menge zu stellen und sich von allen beweihräuchern zu lassen.

Advertisement
Advertisement
Advertisement