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Immigration

Das Scheitern der Sea Watch

Die Anti-Immigrations-Hysterie lebt von der Propaganda. Die Zahl der Migranten ist dramatisch gesunken. Nun will die Lega Stacheldraht an der slowenischen Grenze.
Kolumne von
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Gerhard Mumelter29.06.2019
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Das tagelange Tauziehen um das Rettungsschiff sea watch mit 42 aus dem Meer geretteten Migranten ist am Samstag mit der Festnahme der deutschen Kapitänin Carola Rackete zu Ende gegangen. Beim Versuch, trotz eines Verbots in den Hafen von Lampedusa einzulaufen, hatte das unter holländischer Flagge fahrende Rettungsschiff ein Boot der Guardia di finanza  gerammt. Ob dieser Zwischenfall absichtlich provoziert wurde oder oder Folge eines verfehlten Manövers war, muss nun der ermittelnde Staatsanwalt aus Agrigento klären. Die 31-jährige wird der Beihilfe zur illegalen Einwanderung beschuldigt. Sie befindet sich auf Lampedusa im Hausarrest.
 
 
Carola Rackete
Die deutsche Kapitänin Carola Rackete wurde festgenommen. Foto: BR24
 
 
Die Operation sea watch hat einmal mehr Vizepremier Matteo Salvini den Rücken gestärkt, der den Erfolg seiner harten Haltung bestätigt sieht. Geflissentlich hatte der Lega-Chef  bereits vor vier Tagen ein Angebot der Diözese Turin ignoriert, die 40 Flüchtlinge aufzunehmen. Am Rande des G 20-Gipfels in Osaka hatte Premier Giuseppe Conte die Aufnahme der Flüchtlinge durch fünf EU-Staaten ausgehandelt - unter der Bedingung, dass ihre Registrierung in Lampedusa erfolgen müsse. Diese Forderung wurde von Salvini abgelehnt. Damit bleibt das weitere Schicksal der Flüchtlinge ungeklärt. Für den Vizepremier sind sie lediglich ein Faustpfand für zukünftige Verhandlungen mit der verhassten EU. Dass bei der Immigration in Italien unterschiedliche Massstäbe gelten, demonstrierte das Beispiel Lampedusa. Vor und nach der Landung der  Sea Watch liefen unbehelligt über 10 Boote in den Hafen der Insel ein, in denen sich über 300 tunesische Migranten befanden. Sie konnten problemlos an Land gehen und wurden im Aufnahmezentrum der Insel untergebracht. Ein Vorgang. der sich fast täglich wiederholt, wie der Bürgermeister der Insel versichert. Die Operation sea watch hat das in Italien weit verbreitete Bild deutscher Arroganz bestätigt, die unnütze Härte der Niederlande, unter deren Flagge die sea watch fährt, hat die von der Lega propagierte Abneigung gegen die EU weiter konsolidiert-
 
Ein Blick auf die Statistik zeigt die beeindruckende Abnahme des Flüchtlingsstroms. Wurden 2017 in den Monaten April, Mai, Juni und Juli an Italiens Küsten über 70.000 Flüchtlinge registriert, so ist deren Zahl mittlerweile auf wenige Hundert gesunken - auch dank Salvinis Vorgänger Minniti. 
 
Die Operation sea watch hat das in Italien weit verbreitete Bild deutscher Arroganz verstärkt, die unnütze Härte der Niederlande, unter deren Flagge die sea watch fährt, hat die von der Lega propagierte Abneigung gegen die EU weiter konsolidiert.
 
Doch weil kein anderes Thema  bei Wahlen so viele Stimmen bringt, eröffnet die Lega nun eine neue Front - auch hier gegen ein Phantom. Im Friaul will  Präsident Massimiliano Fedriga - ein enger Lega-Freund Salvinis - die Grenze zu Slowenien mit Stacheldraht sichern und durch Drohnen überwachen lassen. Salvini spricht von der Errichtung einer barriera fisica: "Non auspico la sospensione di Schengen." Und Fedriga schiebt die Verantwortung einmal mehr auf die EU ab und beklagt  "totale assenza dell'Europa". Man habe in den letzten Wochen an der Grenze zu Slowenien 129 Personen zurückgewiesen - eine fürwahr bedrohliche Bilanz. Mit Barrieren und Stacheldraht, wie sie die Lega wünscht, verbinden die Slowenen eine üble Erinnerung. Durch Jahrzehnte trennten sie etwa das italienische Gorizia vom jugoslawischen Nova Gorica - der Stacheldraht lief quer über Bahngleise, durch Gärtnen und zwischen Nachbarhäusern.  Nach Jahrzehnten kommt der kommunistische Abschottungswahn offenbar wieder in Mode - diesmal dank Lega auf italienischer Seite. Fedriga: "Costruiremo un muro di 243 chilometri." 
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Kommentare

Bild des Benutzers Ralph Kunze
Ralph Kunze 29.06.2019, 14:36

Ein Kräftemessen, bei dem es nur Verlierer gibt. Italien hat, ob gut oder schlecht, etwas dagegen, dass Gesetze gebrochen werden. Dem ist Rechnung zu tragen, egal ob man selbst anderer Meinung ist.
Die Seawatch hätte genausogut einen anderen Hafen anlaufen können, z.B. Malta, Frankreich, Griechenland, Marokko, Spanien, Deutschland, Holland, GB(Gibraltar).
Aber nein, man wollte genauso provozieren wie es Salvini tut.

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Mair Johann 08.07.2019, 17:03

Gut Herr Kunze. Das sehe ich genauso. Wenn die Sea Watch in der Lage ist, 12 Tage auf dem Meer auszuharren und "zu provozieren", dann hätte sie in dieser Zeit Holland ansteuern können. Es werden hier Fronten zwischen Rettungsschiffen und den Bürgern aufgebaut. Das echte Problem wird verschwiegen! Die EU muß endlich dafür sorgen, daß die Wirtschaftskonzerne, die die Menschen in Afrika durch Raub von Ressourcen zum Flüchten zwingen, wegen Mord angeklagt werden. Diese Wirtschaftskonzerne sind die Mörder dieser vielen Flüchtlinge, die im Mittelmeer ertrinken. Es gibt eine einfache Grundregel, wie man Problemösungen angeht? Um ein Problem zu lösen, müssen die primären Ursachen dieses Problems aufgedeckt werden. Sonst wird es keine Lösung geben. Das primäre Problem ist die Ausbeutung dieser Menschen in Afrika. Und - daß nicht ganz Afrika nach Europa auswandern kann, ist doch auch klar ! Oder ? Gibt es so große Dummköpfe, die das nicht verstehen? Das was Salvini macht, ist eine notwendige Maßnahme, die aber keine Lösung ist. Wenn die EU nicht endlich aufwacht, müssen wir Bürger dafür sorgen, daß die Verantwortlichen der EU endlich verjagt werden. Wenn ich mir das anschaue, was passiert, dann braucht es noch mehr Pegida, AFD, Lega, Orbans und Salvinis ! Und ich werde diese Entwicklung unterstützen, denn die EU ist - wie man sieht - von den Großkonzernen gekauft worden.

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Manfred Fauster 12.07.2019, 17:27

Sie haben hier vollkommen Recht Herr Mair. Es wird nie darüber gesprochen wer die Milliarden durch Waffengeschaefte mit diesen Ländern macht, wer all diese Rebellen mit Waffen unterstützt durch die all dieses Leid verursacht wird. Wieso Europa so billig seine Tomaten oder Milchpulver in Afrika anbieten darf, deshalb Tomatenbauern, Milchbauern ihre Betriebe schließen müssen weil sie mit dem Preisen nicht konkurrieren können und dann als einzigen Ausweg Europa wählen. Von den Klimaveränderungen die durch Industriestaaten wie China,Indien,Amerika u.s.w. produziert werden mal abgesehen. Was würden wir machen wenn es Jahre lang nicht mehr regnen würde? Das Problem ist nicht die SeaWatch, sind nicht die paar Flüchtlinge, das Problem sind Staaten, Firmen, Lobbyisten die Milliarden mit diesen Ländern verdienen.

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Mensch Ärgerdichnicht 29.06.2019, 15:39

Salvini tut das was alle europäischen Mitgliedstaaten wollen, nur das die nicht den Mum haben dazu zu stehen. Da ist die Abneigung von Salvini auch verständlich.

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gorgias 29.06.2019, 15:43

Als Salvini die Einwanderungströme blockierte, nahmen Spanien das erste Boot auf. Als das zweite kam, sagte man, man wolle nicht, dass die Situation so wie in Italien wird.
Alle hauen auf Italien ein, aber wollen selbst davon nichts wissen.

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Sepp Bacher 29.06.2019, 18:40

Die Einwanderungsströme hat nicht erst Salvini eingeschränkt/blockiert, sondern bereits sein Vorgänger, aber ohne das medial auszuschlachten!
Inzwischen kommen mehr Migranten von Marokko nach Spanien, als von Libyen nach Italien. Ich dachte, der Weg über Spanien wäre Risiko-loser. Das scheint nicht zu stimmen, denn der kürzeste Weg bei Gibraltar wird wahrscheinlich zu genau kontrolliert.
Die Europäischen Länder sollen sich abwechseln und die "echten" Flüchtlinge per Schiff abholen. Alle anderen Einwanderungswilligen müssen den offiziellen Weg gehen.

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Peter Gasser 29.06.2019, 15:47

... woran machen Sie das fest, dass „alle Mitgliedsstaaten wollen, was Salvini macht“?
Hatten nicht grad einige dieser Staaten angeboten, jene Flüchtlinge aufzunehmen, die der kreuzküssende Salvini hilfesuchend von der Tür gewiesen hat?

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Mensch Ärgerdichnicht 29.06.2019, 16:08

Nein haben sie nicht. Sie haben lediglich auf Nachfrage von Ministerpräsident Conte angeboten die 40 Migranten der Seawatch unter sich aufzuteilen, allerdings unter der Bedingung dass das Boot erst mal in Lampedusa einfahren darf. Das ist die klassische Ausnahme die die Regel bestätigt. Würden die Staaten nicht wollen, dass Salvini so gut es geht die Mittelmeerrute versperrt, dann hätten sie schon längst was unternommen. Das haben sie aber nicht weil schlichtweg KEINER freiwillig Migranten aufnehmen will.

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Manfred Klotz 29.06.2019, 17:35

Haben sie schon. Eine Stadt in Baden Württemberg wäre sogar bereit gewesen die Migranten mit dem Bus abzuholen. Natürlich müssen sie aber zuerst identifiziert werden. So will es das Gesetz. Aber offensichtlich glaubt Salvini, dass er der einzige ist, der es brechen darf.

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Mensch Ärgerdichnicht 29.06.2019, 20:17

gut! Dann schicken wir ab morgen alle Afrikaner in die Stadt nach Baden Würtemberg. Eine Identifikation werden die Piefke da draußen wohl in stand sein selber durchzuführen, Hauptsache diese Leute berühren als erstes deutschen Boden wie es das Gesetz will.

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Peter Gasser 29.06.2019, 20:27

„die Piefke da draußen“...
ah, die ja, die „Piefke“, die den „schiffbrüchigen Südtirolern“ in den 60iger- und 70iger- und 80iger-Jahren ihr komfortables Schiff mitfinanziert haben...
Sehr despektierlich.

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Mensch Ärgerdichnicht 29.06.2019, 20:40

Welches komfortables Schiff haben die "Piefke" den Südtirolern mitfinanziert?

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Peter Gasser 29.06.2019, 20:43

Entschuldigung, ich wusste nicht, dass Sie nicht hier (Südtirol) leben und dessen Geschichte nicht kennen.

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Mensch Ärgerdichnicht 29.06.2019, 21:10

Ich lebe hier in Südtirol, im Geschichtsunterricht haben sie uns aber nie was von der südtiroler Schifffahrt erzählt. Höchstens von Flößern der Etsch entlang war mal die Rede, dass war aber viel früher und ohne Piefke. Aber erzählen Sie mir davon, ich bin ganz Ohr.

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Peter Gasser 29.06.2019, 21:44

Na wenn Sie WIRKLICH hier leben, dann haben Sie schon verstanden, dessen bin ich mir gewiß.
Wenn es Piefke gibt dann gibt es auch Tscheggl - oder aber es gibt hier und dort Menschen.

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Mensch Ärgerdichnicht 29.06.2019, 21:56

Ja es gibt Piefke wie es Tscheggl gibt und alle sind sie Menschen und um den Kreis wieder zu schließen: keiner, weder Tscheggl, noch Piefke noch Menschen wollen das Problem der Migration an der Wurzel packen. Höchstens jene die sich selbst als menschlichere Menschen als andere sehen, sind damit einverstanden dass ihre Gemeinde eine kleine Anzahl von Migranten aufnimmt. Aber auch nur nachdem man 2 Wochen lang in den Medien berichtet hat wie schlimm das Leben am Bord der Seawatch ist.

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 30.06.2019, 08:12

MÄDN, damit sie als erstes deutschen Boden betreten und im Sinne der Vereinbarung von Dublin in der BRD registriert werden, müssten sie aber eine andere Route nehmen... wie es das Gesetz will.

Bild des Benutzers Mensch Ärgerdichnicht
Mensch Ärgerdichnicht 30.06.2019, 09:55

und komischer Weise wollen das die Leute in Baden Würtemberg nicht. Warum nur? Ganz einfach, weil man so nur ausnahmsweise dazu bereit ist Migranten aufzunehmen, Italien soll sich aber sonst doch bitte selbst um das Problem kümmern.

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 30.06.2019, 12:27

Sie haben wohl den Zusammenhang nicht ganz verstanden.

Bild des Benutzers Mensch Ärgerdichnicht
Mensch Ärgerdichnicht 30.06.2019, 13:16

Ich glaube eher Sie haben den Zusammenhang nicht ganz verstanden, oder viel eher, Sie wollen ihn nicht wahr haben.

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 30.06.2019, 15:05

Passt schon, Sie haben sicher recht.

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Peter Gasser 29.06.2019, 16:29

Heute hat Salvini das Retten der Flüchtlinge und das Verbringen in den nächsten „sicheren“ Hafen als „atto di guerra“ bezeichnet.
Wahrscheinlich hat er danach wieder, im Gedenken an das Wirken Jesu, das Kreuz geküsst.

Bild des Benutzers Ralph Kunze
Ralph Kunze 29.06.2019, 22:41

Nur zu aller Info: auch laut Sebastian Kurz war die Festnahme rechtens!

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 29.06.2019, 23:02

... sofern das dafür geschaffene Gesetz „rechtens“ ist.
DAS RECHT ist doch nur das, was der jeweils Herrschende als solches festlegt. Im NS-Staat war das Vergasen von Menschen auch „rechtens“, im Schariastaat ist Steinigen lebender junger Frauen auch „rechtens“.
RECHT hat doch so oft nichts mit „gerecht“ zu tun, und so oft nichts mit „menschlich“.

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 29.06.2019, 23:03

Nachtrag: der Kurz will doch in Kürze Wahlen gewinnen, oder?
So hat auch Politik oft nichts mit Menschlichkeit zu tun.
Viel eher mit Macht.

elisabeth garber 30.06.2019, 10:37

@PG Das ist Kurz-Fans egal. Sie wollen ihn an der Macht. Laut Falter- Prognose (Chefredakteur) wird Kurz sogar sehr lange als BK an den Machthebeln bleiben.

Bild des Benutzers Ralph Kunze
Ralph Kunze 30.06.2019, 11:28

Hiffentlich bleibt Kurz unserem Vaterland lange erhalten. Was gibts an Kurz auszusetzen?
Er ist kompetent, hat Führungsstärke bewiesen, Ergebnisse aufzuweisen, noch dazu ist er jung. Was soll der Faltermann auch anderes berichten als die Wahrheit? Die Ösi Pamela und der Ibizaheld sind auch nur Mauerblümchen dagegen

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 30.06.2019, 11:49

bleibt halt die Feststellung, WER Ihren "Ibiza"Helden"" in die Regierung geholt hat...
... da hat wohl eher die unerfahrene "Jugend" als die "Kompetenz" zur Entscheidungsfindung beigetragen.
(Auch bleibt mir verschlossen, was "noch dazu ist er jung", bzw. "noch dazu ist er alt" für Qualitätsmerkmale sind).

elisabeth garber 30.06.2019, 12:11

@PG Diese recht ausgeglichene Analyse vom Altbundeskanzler und künftigen BK finde ich interessant: https://www.youtube.com/watch?v=yQufBfxzjwY

Bild des Benutzers Servus Leute
Servus Leute 02.07.2019, 09:19

der Kurz, der die rechtsextreme FPÖ in die Regierung geholt hat?
der Schweigekanzler, der zu den täglichen "Einzelfällen" in der FPÖ nie was zu sagen hatte ...

Bild des Benutzers gorgias
gorgias 29.06.2019, 15:46

>Die Zahl der Migranten ist dramatisch gesunken.<
Warum ist sie gesunken? Weil man die Grenzen wieder halbwegs geschlossen hat und versucht weitere Einwanderer davon abzuhalten hier her zu kommen.

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 29.06.2019, 17:33

Nein weil sie in Libyen interniert werden, oder eine andere Route wählen.

Bild des Benutzers kurt duschek
kurt duschek 30.06.2019, 07:56

....nachdem ich jetzt mit Sicherheit weiß, wer sich hinter dem Pseudonym GORGIAS versteckt, (das Internet löscht eben nicht alle Spuren und der Hinweis auf meine politische Arbeit und die Wienreise im Zug waren entscheidend und verräterisch) , verwundern mich diese teilweise "unmenschlichen" Standpunkte in Menschrechts-, Immigrante- und Flüchtlingsfragen dieses Users nicht mehr, ja sie sind geradezu logisch.
Aus meiner persönlichen Überzeugung werde ich mich ab sofort jeder Art des Gedankenaustausch, der Provokation, der Meinungsäußerung und der Kommentierung freiwillig enthalten.
Mit einem gewissen politischen Stolz kann ich feststellen, dass ich mich auf einem anderen politischen und menschlichem Niveau bewege. Lieber @GORGIAS lebe wohl, Adieu !!
NB: Lerne in Zukunft besser Dich zu "verstecken"!

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 29.06.2019, 17:37

Ich glaube nicht, dass Salvini der Rücken gestärkt wurde, im Gegenteil. Vor ein paar Tagen hat er noch vollmundig getwittert, dass das Schiff niemals in einen italienischen Hafen einlaufen wird. Und jetzt ist es doch da. Das Problem ist, dass seine Fans zum Großteil bescheuert sind.

Bild des Benutzers Marta Treibenreif
Marta Treibenreif 29.06.2019, 18:44

Ich bin nicht der Meinung, dass das Kräftemessen nur Verlierer hervorgebracht hat.
Die Klischees zum Ruf der Deutschen und Holländer sind Bagatelle, die bald wieder vergessen sind. Maßgebend ist, wie die offenen juristischen Fragen, das internationale Recht und das italienische Verfassungsrecht betreffend, beantwortet werden.
Hoffnung gibt mir die Tatsache, dass gestern und heute in den sozialen Medien und im eigenen Umfeld viele Stimmen gegen Salvinis Vorgehen gehört habe. Diese Stimmen sind nicht so ordinär laut, wie jene seiner Anhänger, aber dennoch gut hörbar.
Die Solidarität die es für die Organisation sea watch gibt, lässt auch hoffen; es sind innerhalb kürzester Zeit 220.000 Euro Spenden für die Rechtshife eingegangen.
Sergio Mattarella und andere Politiker im In- und Ausland haben Salvini zurechtgewiesen.
Ich glaube nicht daran, dass das alles ins Nichts verläuft und die Rechtsextremisten die großen Sieger sind.

Bild des Benutzers Georg Lechner
Georg Lechner 30.06.2019, 10:41

In der "Wiener Zeitung" gab es vor Monaten einen bemerkenswerten Gastkommentar, der darauf hinwies, dass es in Ergänzung zum "Dublin-Abkommen" auch noch ein Abkommen zur Flüchtlingsaufteilung geben hätte sollen, das jedoch nie zustandekam. So stehen wir heute vor der unbefriedigenden Situation, dass die südeuropäischen Staaten die ganze Last der Flüchtlingsbetreuung zu tragen haben, was zu verständlichen Gegenmaßnahmen geführt hat. Zusammen mit der von den Regierungen Deutschlands, Großbritanniens, Finnlands, der Niederlande und Österreichs forcierten Austeritätspolitik hat es auch die politische Entwicklung beeinflusst und zu den gegenwärtigen Mehrheitsverhältnissen in Italien geführt. Ohne die Briten können sich die restlichen Regierungen nicht mehr gegen die Eliminierung des Kaputtsparwahns sperren, den Thomas Fricke so sehr kritisierte: https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/italien-panik-eu-kommission-m...

Bild des Benutzers Rufer Peter
Rufer Peter 30.06.2019, 12:45

Wenn man die 300.000 Euro, die inzwischen für die Verteidigung von C. Rackete gespendet wurden, ins Verhältnis setzt zu den Sozialhilfekosten, die die angeblichen "Flüchtlinge" verursachen werden, ist es geradezu lächerlich wenig.

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Peter Gasser 30.06.2019, 13:04

Siehe dazu:
http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Frank-Walter-Steinmei...
.
„Man erkennt den Wert einer Gesellschaft daran, wie sie mit den schwächsten ihrer Glieder verfährt“.
.
„angebliche Flüchtlinge“:
https://www.salto.bz/de/article/27062019/capitana-mia-capitana#comment-6...
.

Bild des Benutzers Rufer Peter
Rufer Peter 30.06.2019, 18:46

Wer sich selber in Lebensgefahr bringen lässt und dafür auch noch Geld bezahlt um die illegale Einreise nach Europa zu erzwingen ist ein Verbrecher. Wer Verbrecher aus der selbsterzeugten Seenot "rettet" und dann Anweisungen der Küstenwache ignoriert ist auch ein Verbrecher. Dann fährt man noch einige Tage nach Norden anstatt nach Süden und dringt, entgegen der Anweisungen der italienischen Küstenwache, in die Gewässer von Italien ein weil es das Wunschziel der angeblichen "Flüchtlinge" ist. Das ist reine Schlepperei.

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Peter Gasser 30.06.2019, 20:22

... ja, gegen diese menschenverachtende Ideologie hilft keine Diskussion.
(Dies Verbrecher auch, verlassen ihre zerbombten oder durch unsere Konzerne ausgebeuteten und korrumpierten Länder!Allesamt in Lager einsperren, ... mindestens)!

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Waltraud Astner 30.06.2019, 22:14

Also wirklich jeder der halbwegs bei Verstand ist wird zugeben müssen, dass unser Zusammenleben sowohl regional als auch weltweit nur funktioniert wenn Regeln, erarbeitet von Rechtsstaaten! (nicht etwa von Diktaturen wie der Nazidiktatur) eingehalten werden.
1. Es gibt in Afrika eine Flüchtlingskonvention die von nahezu allen afrikanischen Ländern unterzeichnet wurde, die eben diese Länder dazu verpflichtet Flüchtlinge die wegen ihrer Rasse, Religion oder politischen Anschauung verfolgt werden aufzunehmen (Asylgründe).Zusätzlich genießen auch Kriegsflüchtlinge temporären Schutz. Nachdem es in Afrika durchaus viele Staaten mit Rechtsstrukturen gibt, ist also kein Grund und schon gar kein Recht vorhanden Asyl in Europa zu suchen. Dabei ist zu sagen, dass durchaus der Großteil der Schutzbedürftigen (Frauen, Alte, Schwangere, Kinder, Arme! )so vorgeht.
2. Was bewegt also manche Menschen z. B. von der Subsahara in das Bürgerkriegsland Lybien zu reisen und eine Überfahrt nach Europa anzustreben? Sicherlich nicht Schutzsuche. Man versucht Schlepper zu finden um über das Asylrecht in Europa illegal einzuwandern, was in einem failed state besonders leicht ist.
3. Jeder der es irgendwie schafft nach Europa zu gelangen, hat gute Chancen auch dort zu bleiben, egal ob der Asylantrag genehmigt wurde oder nicht, zur Not eben illegal. Zurückgebracht werden wenige.
4.Es ist also nicht Europa das entscheidet wer kommen darf (evtl. Alte, Schwache ,Arme),sondern die Mafia.
5.Europa ist nicht imstande illegale Migration zu unterbinden, fördert durch das nahezu sichere Ticket nach Europa, das Ertrinken im Mittelmeer, ein europaweit vernetztes Schlepperwesen, holt die NICHT am meisten Schutzbedürftigen her, anstatt jene die am schwächsten sind, begünstigt durch die Einreise und Verteilung von Menschen ohne gesicherte Identität und Aufenthaltsstatus kriminelle Taten aller Art und gefährdet unnötig die Bevölkerung.
FAZIT: Die Eu ist unfähig Recht und Ordnung zu gewährleisten, was Grundlage für ein funktionierendes Gemeinwesen darstellt. Auswüchse wie die Geschichten von sea watch und co. sind Teil des Versagens.

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Peter Gasser 30.06.2019, 22:37

ja, das Leben lehrt uns doch immer wieder den Unterschied zwischen Theorie und Praxis, die Diskrepanz zwischen Logik und Emotion, und - manchmal - die Unvereinbarkeit zwischen Gesetz und Humanität, zwischen ratio und anima mundi

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Benno Kusstatscher 01.07.2019, 00:34

Da klingt durch, dass nur Kriegsflüchtlinge legitime Flüchtlinge wären und evtl. Anrecht auf Asyl hätten. Menschen, denen durch Versandung des Ackerlands oder durch Überfischung der Meere die Lebensgrundlage entzogen wurde, sollen wohl bleiben.

Also vergegenwärtigen wir uns doch einmal die Liste der Konflikte in Afrika. In der unten verlinkten Liste zähle ich 10 aktuelle Konflikte, wobei die Geschichte in Ägypten noch nicht einmal als Konflikt gezählt wird. Also 10 Länder, die Flüchtlinge verursachen und 10 Länder, die man als Flüchtende wohl auch nicht anpeilen kann.

Gehen wir davon aus, dass jene Länder, deren Kriege vor 10, 15 Jahren beendet wurde, heute würdiges Leben ermöglichen, und auch die Kraft haben, andere Flüchtlinge aufzunehmen, um uns Europäern nicht zuviel zuzumuten. Ruanda wäre in dieser Logik sehr einladend.

In den letzten 10 Jahren wurde übrigens nur ein Konflikt gelöst (Tschad). Da würde man meinen, die Bürger Italiens gingen auf die Barrikaden, damit Italien endlich eine befriedende Außenpolitik betreibt. Ganz spontan bitte: wie heißt nochmals Italiens Außenminister? Aber nein, der Innenminister wird in Szene gesetzt. Statt der eigenen Initiativlosigkeit wettert man auf die Unfähigkeit im fernen, abstrakten Brüssel und kuschelt mit Orban, der genau derjenige ist, der einen gerechten, europaweiten Verteilungsschlüssel verhindert . Salvini hievt sich geschickt in die ständige Medienpräsenz, notfalls mit erneut eskalierender Wortwahl, presst Gesetze bar jedes gesunden Menschenverstands durch und das applaudierende Publikum erhebt das Einhalten jener "Regeln" zum Maßstab der Zivilisation.
Enzo Moavero Milanesi heißt übrigens der gute Mann, dem es im Außenministerium verwehrt bleibt, im Schatten des allgegenwärtigen Salvini den Beitrag Italiens zur Bekämpfung der Fluchtursachen zu leisten. Schließlich fürchtet sich das Volk nicht vor unkontrollierbaren Fluchtursachen, sondern vor einer deutschen Kapitänin, die 40 Flüchtlingen ein letztes Fetzerl christlicher Humanität anbietet. Deshalb gebührt der Applaus dem eroe vom Viminale.

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Konflikten_in_Afrika?wprov=sfla1

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 01.07.2019, 07:10

90 Minuten Applaus.

Bild des Benutzers Servus Leute
Servus Leute 02.07.2019, 09:21

stimme voll zu, könnte es selbst halb so gut sagen

Bild des Benutzers Waltraud Astner
Waltraud Astner 01.07.2019, 09:12

Werter Herr Kusstatscher: Auch Kriegsflüchtlinge sind keine anerkannten Flüchtlinge, sondern bekommen subsidiären Schutz nur auf Zeit, wobei hier die Stellung nach der afrikanischen Flüchtlingskonvention noch besser ist. Anrecht auf Asyl haben nur sog. politische Flüchtlinge, die wegen ihrer Rasse, Religion oder polit.Anschauungen (offiz.Definition) geflohen sind. Wirtschaftsflüchtlinge zählen nicht dazu. Da verlangt die Weltgemeinschaft dass diese (mit finanzieller Hilfe von außen) selbst gelöst werden. An dieser Stelle kommt immer die Geschichte von überfluteten Ackerländern und überfischten Meeren, die quasi die überwiegend jungen Männer zwingen würde, allesamt nach Europa zu fliehen.( Mit dem Flugzeug geht nicht, ist zwar billiger man braucht aber ein Visum und eine Identität). Eine Einreise wird also erzwungen. Wobei diese die Probleme Afrikas nicht löst, sondern verschärft. Man kann es drehen und wenden wie man will: Seit die Länder Afrikas aus der Kolonialzeit entlassen wurden, hat es bei einigen keine merklichen Fortschritte gegeben. Afrika ist der reichste Kontinent weltweit was Bodenschätze angeht. Durch eingefleischte Clanstrukturen werden aber Rohstoffe verscherbelt, die Erlöse kommen nicht dem Volk sondern korrupten Diktatoren zu, die Waffen kaufen um dem eigenen clan an der Macht zu erhalten und nicht in Straßen Schulen und Krankenhäuser investieren, eine moderne Landwirtschaft aufbauen, mit den Ressourcen Arbeitsplätze schaffen und Verbindungen zu den Nachbarstaaten aufbauen. Dass dabei Konzerne von außen ihre dubiosen Geschäfte machen dürfen , spielt den Kleotokraten genau in die Hände und wird gefördert .Also interessant dass immer nur in Afrika überfischt usw. wird, in Asien und anderswo (auch Kandidaten) ehem.Ausbeutung) weiß man das anscheinend zu verhindern. Dabei könnten in vielen Länder auch nur vom Tourismus leben, da braucht es halt einmal Frieden und Sicherheit anstatt tribale Strukturen. Afrika wird sich also, wie eben andere auch selbst helfen müssen, wobei niemand die Milliarden zählen kann die an Entwicklungshilfe fließen und die evtl. Flüchtlinge versorgen könnte, die es nicht gäbe wenn endlich urzeitliche Strukturen veseitigt würden, angefangen bei der Bevölkerungsexplosion.
Indem dass Europa einige Illegale mitten in die Gesellschaft aufnimmt quasi schon VOR Feststellung ob ein Bleibetecht existiert oder nicht, und in dem Wissen dass diese dann auch in jedem Fall bleiben, löst an dem Problem so gut wie gar nichts. Wobei zu sagen ist, dass es in vielen afrikanischen Ländern ermutigende Fortschritte durch verantwortungsvolle Führungskräfte gibt, z. B. Äthiopien.
Wenn Europa wirklich human und christlich handeln möchte, dann möge es Menschen direkt aus Lagern (UNHCR Flüchtlinge) via Resettlement aufnehmen, da trifft es nämlich Alte Schwangere und vor allem Arme. Da kann Salvini von mir aus noch mehrere Kreuze küssen. Denn dass Europa nur die nimmt die mit Selbsteintritt in die Eu kommen und sich illegaler Machenschaften vedienen und es sich LEISTEN können, das ist noch der größte Skandal.

Bild des Benutzers Benno Kusstatscher
Benno Kusstatscher 01.07.2019, 09:56

Ob Europa ein paar "Illegale" aufnimmt, ändert gar nichts. Nicht dort und nicht hier. Einverstanden. Unser reines Gewissen wird also ohne jeden Gegenwert verkauft. Und einmal mehr lenkt der mediale Blitzableiter vom Thema ab: den Fluchtursachen.

Ich lese Ihren Vorschlag als Aufforderung an den kreuzeküssenden Innenminister, mit dem Beispiel vorangehen, direkt UNHCR-Flüchtlinge einzufliegen. Sehr gut. Bitte lauter.

Nicht so ganz nachvollziehen kann ich das mit Leichtigkeit hingeschriebene "mit finanzieller Hilfe von außen". Eine Kontonummer in Libyen und alles wird gut? Und Italien überweist Milliarden und hat keinen Korrekturbedarf bei seiner Handelspolitik und ist somit frei von jeder weiteren Verantwortung? Und wenn es nicht Verantwortung wäre, wenigstens ein Minimum an ureigenstem Eigeninteresse, die Dinge proaktiver zu steuern, anstatt sich dafür bejubeln zu lassen, jahrhundertealte Seemannsgepflogenheiten mit den Füßen zu treten?
Wenn wir uns da hinter Ihrer Position verschanzen, dann wird das auch nichts ändern, wenigstens nicht zum Besseren hin.

Bild des Benutzers Sepp Bacher
Sepp Bacher 01.07.2019, 09:31

Benno, nur soviel:
Nur weil man Opopsotion gegen Salvini macht, muss man nicht gegen eine geregelte Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik sein! Oder?
Und wegen Salvini darf man immer noch zwischen Flüchtlingen und Migranten unterscheiden. Als Millionen Europäer nach Amerika migrierten, sprach man auch nicht von Flüchtlingen, sondern von Auswanderern, obwohl sie hier nie alle überleben hätten können.
Wenn du das Sagen hättest, würdest du dann im Ernst alle Afrikaner und Südasiaten, die in Not leben, in Europa aufnehmen wollen? Auch geben die Stimmung in der Bevölkerung? Und auch mit dem Risiko, dass die Folge lauter rechter Regime wäre? Wem wär da geholfen?
Aus dem Kriegsgebiet mit den meisten Flüchtlingen im letzten Jahrzehnt - Süd-Sudan - sind kaum welche nach Europa gekommen, denn die meisten hat Uganda aufgenommen und ihnen m. W. relativ gute Bedingungen geboten. Europa und Hilfsorganisationen haben Uganda unterstützt. Bald hat Europa aber andere Prioritäten gesetzt und den Hahn in diese Richtung zugedreht; in Europa kümmert sich
kaum noch jemand um sie! Und die Europäischen Regierungen bzw. die EU sind beileibe nicht von der Rechten regiert. Übrigens hat auch der Innenminister der letzten Mitte-Links-Regierung schon begonnen, die Zuwanderung von Afrika mittels Schlepper zu unterbinden. Warum war das noch kein Verbrechen und jetzt schon? Die Realität ist nicht entweder links oder rechts!

Bild des Benutzers Benno Kusstatscher
Benno Kusstatscher 01.07.2019, 10:15

Geh Sepp, lass mich vorrausschicken, dass ich den Schutz von Häfen aus der Perspektive von (im Vergleich) Luxusyachten kennen und schätzen gelernt habe. Solange sich Menschen auf See befinden, diskutiert man nicht, sondern gewährt Schutz. Wer dieses Grundprinzip der Seemannschaft in Frage stellt, sei sich meiner Empörung gewiss.

Jetzt kommst auch Du schon auf den Tripp, Wortdefinitionen zwischen solchen und anderen Flüchtenden zu spalten. Wir haben eine globale Herausforderung, die Menschenmassen in Bewegung bringt, und müssen die mit globalem Handeln lösen, in dem wir die Ursachen bearbeiten und nicht, indem wir mit lautem Getöse ein paar Menschen auf See die Menschlichkeit verweigern.

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Mensch Ärgerdichnicht 01.07.2019, 11:01

Und was ist dann Ihre Lösung? Seien sie bitte konkret Herr Kusstatscher! Wollen sie alle Häfen Italiens für jedermann öffnen der ein besseres Leben sucht? Schauen sie doch mal im Bozner Bahnhofspark vorbei, da sehen sie wo die Reise vieler Glücksuchender endet.
Oder ist die jetzige Laage besser bei der wir sagen, ja wir lassen die Hafen geschlossen, aber nur pro forma, wenn da jemand lange genug bettelt, dann lassen wir ihn doch andocken. Somit werden wieder nur die belohnt die die Regeln brechen, typisch all'italiana. Das kann es doch auch nicht sein, oder?
Bei Migranten und Flüchtlingen geht es nicht um Wortdefinitionen, sondern um klare rechtliche Definitionen welche eine Situation, eine Person und die daraus resultierende Rechtssituation definieren. Diese Definitionen braucht man um nach Verstand und nicht nur aus den Bauch heraus zu entscheiden. Ob der Bauch jetzt durch den Hass von Salvini, oder den Mitleid von Rackete angetrieben wird, spielt dabei keine Rolle!

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Sepp Bacher 01.07.2019, 12:05

Ich merke Benno, dass auch du es nicht magst, die Realität differenziert zu sehen. Aber wenn man Lösungen will muss man sie differenziert angehen!
Afrika hat mich immer neugierig gemacht; ich habe viel darüber gelesen und schaue mir immer Dokumentationen darüber an. Ich habe auch immer wieder Afrikaner in Bozen kennen gelernt, mit ihnen geredet, Kontakt gepflegt, ihnen versucht weiter zu helfen und erkannt, dass die jungen Männer mit der gleichen Einstellung herkommen, wie unsere "Vorfahren" in die Welt, vor allem Amerika, ausgewandert sind, oder wie Südtiroler in den Fünfziger- und Sechziger-Jahren in die Schweiz und nach Deutschland gefahren sind, um Arbeit und eine bessere Zukunft zu finden. Nur können wir den Afrikaner nicht das bieten. Also erhält der kleiner Teil von ihnen
ein Bleiberecht. Und wie geht es für sie weiter, ohne Geld und Unterkunft bzw. Versorgung? Wo bleibt die konkrete Hilfe derer, die jetzt so lautstark kämpfen? Südtirol hat im Rahmen des SPRAR-Programms mehr oder weniger das getan, was der verlangt hat. Ich finde es schade, wenn jetzt Strukturen in den Dörfern aufgelassen werden, wo die Bevölkerung schon gut mit ihnen zusammen gelebt hat? Warum können nicht andere, die jetzt auf der Straße sind und im Bahnhofspark vielen Menschen Angst machen, in diese Strukturen gebracht werden und mit neuen Programmen versorgt werden? Wer fordert von der Landesregierung und den Sozialverbänden hier ein aktiv werden? Im Netzt ist es leicht vieles zu behaupten; aber es braucht das konkretes Handeln mit Kopf und Herz - und weniger mit Ideologie!

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Benno Kusstatscher 01.07.2019, 12:31

@MÄDN: schrieb ich doch, Afrikapolitik betreiben, anstatt Leute aufzuhetzen.

@Sepp: entschieden nein! Wenn wer vorm Hafen liegt, wenn wer unter der Lawine liegt, dann zählt zuerst die Menschlichkeit. Natürlich wird man im zweiten Schritt von Fall zu Fall entscheiden müssen, aber jetzt Bahnhofspark und SPRAR als Gegenargumente zu bemühen, ist so differenziert nun auch nicht. Gleich sind wir wieder bei der Vergewaltigung auf den Talferwiesen und wir zwei haben der Debatte einen Bärendienst erwiesen.

Ich wiederhole mich: wer auf See ist, der ist in den Hafen zu lassen. Und: es ist sinnlos hochemotional über die Lösung des Flüchtlingsproblems zu diskutieren, ohne die Hauptenergie in die Beseitigung der Fluchtursachen zu stecken. An diesen Maßstäben messe ich die italienische Regierung und beteilige mich nicht an Weichspülung, Ablenkung und Relativierung.

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Mensch Ärgerdichnicht 01.07.2019, 12:58

"Afrikapolitik betreiben" kann alles und nichts bedeuten. Was stellen Sie sich konkret vor? Sollen die Länder der EU in die unstabilen Länder Afrikas einmarschieren und für Ordnung sorgen? Wäre z.B. in Libyen, wo es diese ganzen KZ gibt, mehr als angebracht! Dort könnte man dann Migranten und Flüchtlingen gleichermaßen helfen, ohne dass die Leute sich selbst in Seenot bringen müssen und sichere Häfen hätte man auf der afrikanischen Seite des Mittelmeers auch.
Das wäre doch mal ein Ansatz, aber wahrscheinlich klingt die Idee zu populistisch und rechts orientiert um bei den Medien Anklang zu finden, oder?

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Waltraud Astner 01.07.2019, 13:24

Das Schlagwort von den Fluchtursachen wird immer wieder bemüht um die illegale Migration von einigen zu rechtfertigen, von anderen zu erklären zu versuchen. Tatsache ist dass die ganze Welt schon seit vielen Jahrzehnten versucht Afrika durch versch. Projekte und Entwicklungshilfe aller Art auf die
Beine zu helfen, was bei einigen hilft bei anderen eben nicht. So zu tun als wäre da bisher nichts passiert ist genauso naiv und unwahr wie der Glaube man könne überhaupt in einen derart großen und vielfältigen Kontinent wie Afrika es ist, dermaßen fundamental von außen eingreifen, dass Fluchtursachen in derart kurzer Zeit bekämpft werden, dass die Auswirkungen für Europa nicht relevant wären. Bis da etwas wirkt vergehen Jahrzehnte und der unkontrollierte Migration kann mit dem Schlagwort "Fluchtursachen bekämpfen" nicht schnell genug begegnet werden. Wie gesagt die Länder müssen selbst aktiv werden, ein Verordnen von außen wird tribale urzeitliche Gesellschaften nicht umkrempeln können. Das beweisen viele andere Länder in Asien und in Afrika selbst.
Zur causa sea watch ist nur eines zu sagen: Seenotrettung selbstverständlich JA aber NICHT verbunden mit einem Ticket nach Europa. Denn indem dass diese Aktion aus der Sicht der Migranten einmal mehr zum Erfolg geführt hat, setzen sich schon wieder andere in untaugliche Boote, werden großteils nicht gerettet und die Mafia reibt sich erneut die Hände. Wer diesen Zusamnenhang leugnet, muss blind und taub oder schlichtweg verblendet sein.

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Sepp Bacher 01.07.2019, 15:29

Benno, ich sehe schon, dass mir ein paar Formulierungs- und Schreibfehler unterlaufe sind, aber das ist wahrscheinlich nicht die Ursache, dass du mich missverstehst oder nicht verstehen willst! Und in den Hauptargumenten weichst du einfach aus!
Wie kommst du darauf, dass ich Bahnhofspark und SPRAR als Gegenargumente bemühe? Mein Argument ist, warum man jede Form von Schlepperei verteidigt, sich dann aber nicht um jene bemüht, die schon hier sind, sondern anscheinend erträgt, wie sie da vor die Hunde (Dogen, Kriminalität) gehen!
Die Frage ist aber, ob durch Aktionen, wie im Falle der Sea Watch die illegale Schlepperei unterstützt wird. Die Hilfsorganisation könnte sich ja auch in Libyen um Mütter mit Kindern kümmern. Wäre vielleicht nicht so spektakulär!
Du hast schon bei der vorherigen Antwort etwas ins Spiel gebracht, was ich nicht kenne und nicht von mir stammt: "... dass ich den Schutz von Häfen aus der Perspektive von (im Vergleich) Luxusyachten kennen ..........". Ich weiß nicht einmal, was du damit meinst!

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Benno Kusstatscher 01.07.2019, 18:58

@MÄDN: Im arabischen Frühling hat sich die westliche Welt in Libyen versündigt. Ganz gewiss. Jeder Versuch, da wieder etwas gut zu machen, wäre konstruktiver. Muss ja nicht gleich Einmarschieren sein, obwohl... Früher einmal war Italien treibende Kraft bei der Konferenz der Mittelmeeranrainerstaaten. Heute ist Italien nur noch zum EU-Bashing gut. Italien schafft es ja nicht einmal Federführung bei der Überarbeitung des Dublin-Abkommens zu übernehmen. Italien gönnte sich auch einmal die Operation Mare Nostrum, damit sea watch nicht von privaten Sea-Watch gestemmt werden muss, und Entscheidungen auf hoher See unter staatlicher Hoheit getroffen werden können. Das wäre wohl ein erster Schritt, back to the future. In einem zweiten Schritt könnte sich Italien als unmittelbar betroffenes Land um die Neustrukturierung der europäischen Agrar-Förderungen bemühen, damit eben nicht jedes Hühnchenteil, das sich nicht als Petto di Pollo oder Chicken Wings vermarkten lässt, tiefstpreisig den afrikanischen Produzenten das Leben schwer und den regionalen Markt kaputt macht.

@Sepp: Du nennst das, was Rackete machte, "jede Form von Schlepperei", nachdem Du mich zum Differenzieren aufgefordert hast?

Sea-Watch um Mütter in Libyen? Du wirfst ja auch nicht der Bergrettung vor, dass sie sich um schlecht ausgebildete Variantenfahrer kümmert, anstatt bei Hitze am Bahnhof Getränke zu verteilen.

Was ich damit meine, dass ein Hafen Schutz bietet und dass auf See andere Bedingungen und teils auch Gesetze gelten? Dann wundert es mich nicht, dass wir uns missverstehen...

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Sepp Bacher 02.07.2019, 09:03

Benno, meine Antwort unter sepp bacher 02.07.2019, 08:58

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Mensch Ärgerdichnicht 02.07.2019, 09:32

"Italien schafft es ja nicht einmal Federführung bei der Überarbeitung des Dublin-Abkommens zu übernehmen."
Das schafft aber auch kein anderes Land der EU, denn auch jene Länder die von nicht-Populisten regiert werden und das sind Gott sei Dank noch die Mehrheit, scheinen es sich politisch nicht leisten zu können Migranten aufzunehmen wenn es andere nicht tun.
Aber alle scheinen damit einverstanden zu sein den Leuten in Afrika helfen zu wollen, nur eben salvinianisch formuliert "a casa loro". Der Ansatz ist doch gut, er wird nur nicht weiterverfolgt weil jeder der ihn bringt, medial gleich mit der Nazikeule erschlagen wird! Von mir aus ist das eines der größten Hindernisse um in der Problematik weiterzukommen.
Was den militärischen Eingriff anbelangt, haben wir in der Vergangenheit doch oft genug viel zu lange gewartet um einzuschreiten. Wie gesagt, wenn es KZ gibt, dann brauchen wir nicht lange zu überlegen.

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Servus Leute 02.07.2019, 13:44

die anderen Ländern waren bei den Treffen wenigstens präsent, Italien nie.

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kurt duschek 01.07.2019, 11:46

....auch wenn der Artikel den Nagel auf den Kopf treffen sollte, eine Lösung hat er nicht, besonders wenn man Menschenrechte respektieren und Menschen in Not helfen möchte!

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Mensch Ärgerdichnicht 01.07.2019, 12:59

Vielleicht lesen Sie den Artikel erst mal, bevor Sie drauf loskommentieren.

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kurt duschek 01.07.2019, 15:47

....da es keine "grundsätzliche" Klärung der Flüchtlingsproblematik in der EU geben wird, gibt es auch keine Lösung.

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Rufer Peter 01.07.2019, 18:23

Bei einem afrikanischen Bevölkerungswachstum von etwa einer Million alle 12 Tage können die NGOs so viele Schiffe ins Mittelmeer schicken wie sie wollen. Das wird nichts!

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kurt duschek 01.07.2019, 19:30

....einfach zu sagen, wir tun nichts, wir " retten" nicht, wir schauen einfach weg, ja das geht wohl auch nicht!

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Mensch Ärgerdichnicht 02.07.2019, 22:26

Dann haben wir aber schon eines erkannt: nichts tun bringt genau so wenig wie vereinzelt einige wenige, die sich selbst oder durch Schlepper in Gefahr bringen, nach Europa zu bringen.
(Darum ging es übrigens im Artikel der Zeit)

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Peter Gasser 03.07.2019, 06:29

Was entwickelt sich hier schrittweise - so scheint es mir - für unmenschliches und rassistisches Gedankengut. Untätig bleiben und Menschen ertrinken lassen als logisch beste Schlussfolgerung. Sind ja nur einige von eh vielzuvielen Schwarzen.
Mir graut hier langsam...
Der Mensch ist nicht Masse, sondern jeder ein Individuum mit Recht auf Leben. Ich dachte, die Zeit, in der Menschen als (unnütze) Masse gesehen werden, ist seit 74 Jahren Vergangenheit.

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Mensch Ärgerdichnicht 03.07.2019, 10:07

Nein, Sie verstehen nicht, oder schlimmer noch, wollen nicht einsehen auf was es bei diesem Punkt ankommt und weil es Ihnen nicht gefällt und Sie nicht wissen wie darauf zu antworten, packen Sie promt die Nazikeule aus.
Ich zitiere aus meinem Kommentar von gestern:
"Aber alle scheinen damit einverstanden zu sein den Leuten in Afrika helfen zu wollen, nur eben salvinianisch formuliert "a casa loro". Der Ansatz ist doch gut, er wird nur nicht weiterverfolgt weil jeder der ihn bringt, medial gleich mit der Nazikeule erschlagen wird! Von mir aus ist das eines der größten Hindernisse um in der Problematik weiterzukommen."

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Peter Gasser 03.07.2019, 11:21

Das ist bald Standart in der Diskussion, dem anderen zu unterstellen, er verstehe nicht, er wolle nicht verstehen, er sei zu dumm zu verstehen.
Dem, der gerade in Not auf dem Mittelmeer ist - und das ist für diesen Menschen in diesem Augenblick Fakt und Realität - ist mit der allgemeinen Situation, wie man dies alles besser lösen könnte, nicht geholfen: da ertrinkt er zwischenzeitlich erbarmungslos.
Das Suchen nach einer besseren Lösung ist absolut dringlich, ersetzt aber die Hilfe für jene, die *bis dahin* täglich auf dem Meer in Not sind, nicht. Beides „muss“ gleichzeitig erfolgen. Alles andere ist - in meinem Verständnis - ein Akt der Unmenschlichkeit.

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Mensch Ärgerdichnicht 03.07.2019, 12:50

Entweder man versteht nicht, oder man beleidigt wissentlich sein Gegenüber in dem man ihn rassistisches Gedankengut unterstellt. Wenn Ihnen das zweite lieber ist, bitte, aber tertium non datur!
Keiner, nicht mal Salvini bestreitet, dass man ertrinkende retten muss. Man bestreitet aber sehr wohl dass die Rettung in See automatisch das Recht mit sich bringt in Europa einreisen zu dürfen!
Wenn wir in Afrika aktiv werden und dort sichere Räume schaffen (wenn es wirklich wahr ist dass es im ganzen Kontinent diese nicht gibt), dann können die Leute aus dem Mittelmeer gerettet werden und dort hingebracht werden. Das geht natürlich nur, wenn wir in diesen Ländern zeitgleich die Probleme lösen, für die wir selbst auch zum Großteil mitverantwortlich sind.
Tür und Tor zum Sozialstaat für jedem der es gerne möchte zu öffnen und offen zu halten ist unbestreitbar kein gangbarer Weg!

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Peter Gasser 03.07.2019, 13:01

ach wissen Sie, Sie entscheiden *nicht* darüber, wie ich oder andere die Situation oder Kommentare hier bewerten. Dass jeder, der die Sache anders sieht, als die rechte und ultrarechte Gesinnung, hier als „Nicht-Versteher“, oder „Beleidiger“ oder „Dummkopf“ abgetan wird, ist zwar traurig, muss aber „mitgenommen“ werden... ich habe hier leider genug an unmenschlichen und gewissenlosen, auch rassistischen Beiträgen gelesen, als dass Sie dies vom Tisch wischen könnten.
Und damit es nicht an meiner bescheidenen Person hängen bleibt und als irrelevante Meinung abgetan werden kann, habe ich, auch Ihnen, einige Zitate einer lebenden intellektuellen Ikone - nicht ganz ohne Absicht eines ungläubigen amerikanischen Links-Intellektuellen jüdischer und polnischer Herkunft - gepostet.
Aber es wird nicht ankommen - auch damit muss man leben.

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Mensch Ärgerdichnicht 03.07.2019, 14:14

Welche rechte und ultrarechte Gesinnung? Fällt Ihnen nicht auf wie hilflos Sie in diesem Meinungsaustausch rüber kommen? Hoffentlich kommt das an!

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Peter Gasser 03.07.2019, 14:21

Es kommt an, dass Sie vom sachlichen Argument auf die persönliche Bewertung wechseln.
Ein bekanntes Muster.
Daher: Guten Nachmittag.

Bild des Benutzers Mensch Ärgerdichnicht
Mensch Ärgerdichnicht 03.07.2019, 14:51

Nehmen Sie sich einen Moment und lesen Sie mal ihre Antworten auf meinen Kommentar hier oben... vielleicht fällt Ihnen auf wer hier, von Anfang an, von der sachlichen Ebene auf die persönliche gegangen ist.
Achtung! Könnte unangenehm werden!

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Michael Kerschbaumer 03.07.2019, 14:14

an Gasser Peter:
Wie wäre es sie schreiben ab sofort die weniger wichtigen inaltlichen Kommentare in ihr privates moleskin? dort ist es besser aufgehoben.

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Peter Gasser 03.07.2019, 14:41

lieb.
Aber ich bin heute darbend zuhause, da habe ich etwas Zeit.
Vorschlag: Sie lesen die für Sie „weniger wichtigen Kommentare“ einfach nicht, ich kann ja nicht wissen, was für Sie grad „wichtig“ ist und was nicht.
Ich finde, das ist ein guter Kompromiss und gewährleistet gegenseitigen Respekt.
Für alles andere gibt es das SCM da.

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Ralph Kunze 01.07.2019, 19:04

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es sicher eine menschliche Pflicht ist, Leben zu retten.
Aber darum ging es hier nicht. Rakete wollte provozieren und hat es getan. Sie wusste dass es verboten wurde in italienische Häfen einzufahren und dass dies Konsequenzen mit sich zieht. Sollte sie freikommen, so ist ihre Rechnung aufgegangen, sie wurde über Nacht berühmt imd wird wohl ein gefragter TV Gast usw. werden. Die Geschaeftsidee ost voll aufgegangen, da sind wir uns alle einig

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Servus Leute 01.07.2019, 19:33

Rackete hat Menschenleben gerettet. Fakt. Dafür sollte ihr die Welt, die sich "zivilisiert" nennt, Respekt zollen.
Wie lange hätte sie denn noch auf See ausharren sollen?
Es gibt internationale, bindenden Konventionen, es gibt eine italienische Verfassung, die den Dekreten Salvinis widersprechen.

Es ist interessant, wie man italienischen Faschisten zustimmt, wenn sie nur gegen die Einwanderer / Flüchtlinge agitieren. Italien beklagt die "invasione", die Überschwemmung. In Wahrheit hat Italien die anderen Ländern überschmwennt mit Emigranten, ca. 150 Jahre lang. Die Welt ist voller Italiener - hab ja nichts dagegen. Aber jetzt, wo Flüchtlinge kommen, macht Salvini seinen irrwitzien Aufstand (obwohl Italien am wenigsten Nicht-EU-Bürger aufgenommen hat) und bekommt frenetischen Beifall ausgerechnet aus Südtirol.

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kurt duschek 01.07.2019, 20:07

....stimme dem Kommentar zu! Im heiligen Land Tirol stimmen wir für die Lega (Faschisten), schimpfen auf die Flüchtlinge uns am Sonntag rennen wir in die Kirche zur Beichte und Kommunion.

Bild des Benutzers Ralph Kunze
Ralph Kunze 02.07.2019, 13:07

Was sie schreiben ist eben nicht fakt! die Rakete hat menschenleben gefährdet, nicht gerettet!
wollte sie lediglich menschenlenben retten, wäre sie sofort nach lybien zurück,wo die ersthelfer bereits warteten oder nach tunis, was ebenfalls näher war. nein, aber sie ist einen tag lang nach italien geschippert, wohl wissend, dass der italienische staat nein sagen würde.
bitte bei dr wahrheit bleiben liebe rackete-tifosi!

Bild des Benutzers Servus Leute
Servus Leute 02.07.2019, 13:40

Sie wiederholen Lybien wie ein Mantra.
Dabei ist Lybien kein sicheres Land, dort gibt es Krieg und Lager, deshalb kommt es als Abschiebeland nicht in Frage.

https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-05/fluechtlingshilfswerk-unhcr-...

aber bewiesener Fakt ist: Rackete hat Menschenleben gerettet.
Wenn das jemand aus ideologischer Blindheit heraus in Abrede stellt, kann man eh nimmer helfen.

Bild des Benutzers Ralph Kunze
Ralph Kunze 02.07.2019, 14:16

Nein even nicht! Lybien und wenn sie schon meinen, Tunesien waren viel näher.
Sie können es drehen wie sie wollen, aber dadurch wird es nicht richtiger...

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Manfred Klotz 02.07.2019, 14:46

Kunze, Sie werden langsam aber sicher zum Ärgernis. Haben Sie immer noch nicht verstanden, dass Libyen (so schreibt man es) kein sicheres Land ist und die Migranten auf keinen Fall dorthin gebracht werden konnten? Das wurde jetzt schon x-mal durchgekaut, nur Sie scheinen besonders resistent gegen Informationen zu sein,, die nicht Ihrem Weltbild entsprechen.
Tunesien hält sich nicht an die Genfer Konvention und bringt die Menschen nach Libyen zurück. Ist auch schon öfter erklärt worden. Sie können es drehen wie sie wollen, aber Sie haben in keinem Fall recht.

Bild des Benutzers Ralph Kunze
Ralph Kunze 02.07.2019, 15:04

Quatsch was sie da bringen! Ich empfehle ihnen eines: lesen, lesen, lesen.

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 02.07.2019, 16:30

Für Sie in Ihrer Parallelwelt ist es Quatsch, für alle anderen Realität.

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 02.07.2019, 16:36

Vielleicht hilft Ihnen das weiter die Situation richtig einzuschätzen:
https://www.refworld.org/docid/5b8d02314.html
Ein Auszug daraus:
UNHCR commends any measure taken by States to suspend forcible returns of nationals or habitual residents of Libya, including those who have had their asylum claim rejected. UNHCR urges all States to suspend forcible returns to Libya until the security and human rights situation has improved considerably.

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Waltraud Astner 02.07.2019, 16:54

Wenn irgendein Schiff Menschen aus Seenot rettet, dann geht es um Leben oder Ertrinken. Das intern.Seerecht sagt dass der nächste sichere Hafen angsteuert werden MUSS. In diesemFall in Lybien wo es längst schon organisierte INTERNATIONALE Strukturen für diese Fälle gibt und wo ein Gericht eine Entscheidung getroffen hat. Der sichere Hafen gilt für das SCHIFF!! Es hat den Hafen anzusteuern der für das Schiff erreichbar und der am nächstgelegenste ist. Das hat der Kapitän einzuhalten. Entscheidungen und Wünsche oder gar politische Motive der Passagiere haben da kein Gewicht. Es geht bei der Seenotrettung rein um das nackte Leben. Alles andere hat die Retter auch in anderen vergleichbaren Notfällen nicht zu interessieren und zu bestimmen weder auf dem Mittelmeer noch in den Bergen oder andeswo. Das ist überall Usus. Und dass es in diesem Fall keine andere Lösung gegeben hätte, das glaubt wohl eh niemand. Gibt es keine deutschen Schiffe im Mittelmeer mit Heimathafen am Mittelmeer wo man die Leute hinbringen und dann nach Deutschland weitervermitteln hätte können. Oder der Heimathafen der sea watch der meines Wissens in Mallorca liegt, ist der in 14 Tagen nicht zu erreichen? Ist ja schon mal ein Schiff bis Spanien gefahren. Die Aktion wurde bewusst geplant um sich ins Rampelicht zu stellen und Geld aufzutreiben, so schaut es aus. Ich sehe Rackette schon in div. deutschenTalkshows. Es gibt genug Leute die auf alles hereinfallen, wie man sieht. Das Gesetz (das RECHTSSTAATEN erarbeitet haben) interessiert dabei eh keinen mehr.
Was noch schwerer wiegt: Genau in dem Moment wo die Leute in der Eu gelandet sind, saßen schon wieder andere in den Booten. Wieviele davon ertrunken sind weiß niemand. Solange die Seenotrettung mit einem nahezu sicheren Ticket nach Europa verbunden ist werden sich Menschen in Gefahr begeben und darin umkommen und die Mafia ihr Geschäft weiter betreiben können. Diesen Vorwurf das Problem noch zu verstärken den muss man Frau Rackette, Salvini und allen anderen Verantwortlichen in der Eu machen. Die Illegale Migration mittels Mafia darf nicht mit einem Ticket nach Europa belohnt werden.

Bild des Benutzers Ralph Kunze
Ralph Kunze 02.07.2019, 18:10

es ist genauso, wie sie es schildern.
das problem in diesem forum ist, dass sich hier fast nur wahrheitsleugner tummeln.

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 02.07.2019, 18:29

Wenn sich da nicht das SCM melden muss!
Schließlich ist es keiner Diskussion förderlich, wenn jemand SEINE MEINUNG zur „Wahrheit“ erhebt und alle anderen dann als „Wahrheitsleugner“ abstempelt.
Ist schon arg, sowas.

Bild des Benutzers Servus Leute
Servus Leute 03.07.2019, 00:22

Lybien ist es eben nicht. Es ist kein sicheres Land.
Das Lybien-Mantra bezeugt die Realitätsverweigerung.

Bild des Benutzers Benno Kusstatscher
Benno Kusstatscher 02.07.2019, 18:31

Frau Astner, ich weiß nicht, woher Sie diese Informationen haben, aber lassen Sie mich Offensichtliches richtig stellen: Der Kapitän ist für Unversehrtheit von Schiff, Besatzung und Passagiere verantwortlich, keineswegs nur für das Schiff. Nach keinem Seefahrtsrecht kann man etwa Menschen auf einer Zwei-Palmen-Insel aussetzen. Bei der Wortwahl des "nächsten, sicheren Hafens" liegt Definition und Einschätzung von "nächsten" und "sicher" ganz allein beim Schiffsführer. Mit Sicherheit gibt es hier auch Gewissensentscheidungen und Ermessungsspielräume. Wo Sie aber Ihr fettgeschriebenes MUSS für internationale Gewässer nach Landratten-Maßstäben herhaben, würde mich noch interessieren.

Bild des Benutzers Waltraud Astner
Waltraud Astner 02.07.2019, 20:59

Die Auswahl welches der nächste sichere Hafen ist, trifft nicht der Schiffsführer, sondern im Fall von Geretteten an Bord, die zuständige Seerettungsleitstelle, die Rettungen koordiniert, wie es auch bei allen anderen Rettungseinsätzen eine Koordinationsstelle gibt. Die Retter haben den Anweisungen zu folgen und die Geretteten dorthin zu bringen, wo es die Rettungsleitstelle vorsieht. Diese ist es die den nächsten sicheren Hafen bestimmt, unter Berücksichtung des Zustandes und der Kapazität des Schiffes und des Zustandes der dort befindlichen Menschen. Im Falle der sea watch ist es Italien, die das zentrale Mittelmeer koordiniert. Rackete hat sich darüber hinweggesetzt weil die Passagiere ja schließlich den Schleppern ein Haufen Geld bezahlt hatten sie nach Europa zu bringen und diese den Wunsch erfüllt haben wollten (gefährdete, bzw. kranke Personen hatten das Schiff ja schon vorher verlassen). Auf einen Notstand konnte sie sich also mMn nicht berufen.

https://web.de/magazine/politik/fluechtlingskrise-in-europa/fluechtlings...

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Peter Gasser 02.07.2019, 21:19

Eine Richterin hat die Kapitänin auf freien Fuß gesetzt.
Lediglich Frauensolidarität oder doch RECHTsprechung?

Bild des Benutzers Servus Leute
Servus Leute 03.07.2019, 00:01

alle Unterstellungen der rechtslastigen Poster sind damit entkräftet.

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 03.07.2019, 12:38

Frau Astner, dann sind Sie offensichtlich klüger als das UNHCR! Donnerwetter, wer hätte gedacht, dass sich unter Südtirols Sonne ein Phänomen findet, das die in Sachen Menschenrechte, Flüchtlingshilfe usw. zuständigen internationalen Institutionen locker in den Sack steckt.
Haben Sie den Auszug aus dem UN-Dokument weiter oben bezüglich der Situation in Libyen gelesen?

Bild des Benutzers Benno Kusstatscher
Benno Kusstatscher 02.07.2019, 13:52

@Kunze, ich weiß, Videos sind keine Beweise. Ich weiß, auch der Spiegel ist nicht ohne Fehler. Trotzdem bitte ich, dieses Video hier anzusehen, bevor man die These, die Sea-Watch 3 hätte Menschenleben gefährdet, weiterverbreitet. Danke.

https://www.spiegel.de/video/fluechtlinge-new-york-times-ueber-rettungsa...

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 02.07.2019, 07:48

Herr Kunze, hätten Sie gestern die TV-Sendung "In Onda" gesehen, wäre Ihnen heute Vieles klarer, besonders hinsichtlich der Absicht von Salvini die Volksseele mit solchen Aktionen und Falschmeldungen zum Kochen zu bringen, um Gewaltaktionen zu erwirken, die er dann seinerseits benutzt, um demokratische Grundsätze auszuhebeln und sich als starker Mann zu präsentieren. Sein Ziel ist ganz klar die Alleinherrschaft. Insofern hat Salvini eine "Geschäftsidee".

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 02.07.2019, 08:29

Salvini bewundert Trump, Trump beneidet KIM.

elisabeth garber 02.07.2019, 23:43

Und KIM ist ein hinreichend bekannter Mörder (Onkel u. Bruder) - und Nordkorea eine Diktatur mit systematischer Hirnwäsche schon im Kindergarten. Na klar, ist das ein Typ, der Trump imponiert. Und so ließe sich eine ganze Kette von fragwürdigen Leadern fortsetzen. Mir graut...

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 03.07.2019, 06:12

... mir auch.
Und mir graut davor, wie das unausgesprochen bleibt und schon “normal” ist...

Bild des Benutzers Sepp Bacher
Sepp Bacher 02.07.2019, 08:58

Sicher Manfred, ist diese Gefahr vorhanden und nicht zu unterschätzen. Aber man kann es auch einmal so sehen: Frau Rackete hat das Spiel mitgespielt, denn erstens waren keine Frauen und Kinder mehr an Bord, als sie in den Hafen eindrang, deren Rettung immer als Argument ausgeschlachtet wird. Wie ich heute aus einer deutschen Tageszeitung entnehme, hat die Kapitänin die Konfrontation gesucht. Sie hat sich vorher schon eine ital. Rechtsanwältin genommen. Die Stadt Kiel hätte die auf dem Schiff verblieben Flüchtlinge aufgenommen; wäre sicher ein tagelanger Weg dort hin gewesen. Es hätte aber auch noch andere sicher Häfen im Mittelmeerbereich gegeben, die sie anlaufen hätte können.
Mein Fazit: Sie wollte die Konfrontation; sie wollte zur See-Not-Heldin werden!

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Benno Kusstatscher 02.07.2019, 09:47

Sepp, die Sea-Watch 3 hat laut Wikipedia eine Höchstgeschwindigkeit von 10 Knoten, schafft unter Idealbedingungen also ein Etmal von 240 Seemeilen, wenn sie tatsächlich unter Dauerlast fahren könnte. Nach Kiel sind es etwas mehr als 3000 Seemeilen, machen also 13 Tage reine Fahrzeit ohne Tankstop und die Gegenwinde, die zur Zeit in Gibraltar und Biskaya herrschen (bis 25kn) nicht mitgerechnet. Und das mit nicht seefesten Passagieren, die auf Deck auf Leintüchern übernachten. Ist Dir eigentlich im Entferntesten klar, was Du da vorschlägst? Ich sehe, so manchen hier fehlt komplett die Vorstellungskraft, wie es auf See zugeht, bzw. bewerten das aus Sicht eines Kreuzfahrtpassagiers.

Und welchen Unterschied hätte es gemacht, wenn Rackete das Schiff etwa in das 670 Seemeilen entfernte Split gebracht hätte? Welches Problem, außer Salvinis Eitelkeit, wäre nochmal dadurch kleiner geworden?

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Sepp Bacher 03.07.2019, 05:05

Bezüglich Zumutbarkeit, Benno, empfehle ich dir und alle jenen, die deiner Meinung sind, den Doku-Film von Wolfgang Penn (Kastelruth): " Das Erbe der Auswanderer – Tiroler in Peru" - der heuer beim Filmfestival in Bozen gezeigt wurde, anzusehen: www.youtube.com/watch?v=Ys6YmgAzwmo
Mitte des Neunzehnten Jahrhunderts hatte die wirtschaftliche und soziale Not in Tirol ein solches Ausmaß angenommen (kleine Eiszeit), dass nicht wenige Bauern und Handwerker in der Auswanderung den einzig möglichen Weg in eine bessere Zukunft sahen. Nach mehr als zweijähriger Reise mit ungeahnten Strapazen erreichte im Juli 1859 eine Gruppe von Tirolern und Rheinländern das ihnen zugewiesene Siedlungsgebiet im peruanischen Urwald. Dort errichteten sie die Kolonie Pozuzo, in der sich bis auf den heutigen Tag Tiroler Brauchtum, Kirche und Dialekt erhalten haben. Sie mussten vom Südatlantik über die Magellanstraße in den Südpazifik und von dort nach Lima, da es den Panamakanal noch nicht gab. Von dort über Wüstengebiet über die wüsten-ähnliche Westseite der Anden, diese auf über 4000 m überqueren und dann auf der Ostseite bis auf ca. 700 Höhenmetern in den Urwald absteigen, sich dort erst selbst den Weg bahnen, den Siedlungsraum roden und mit dem gefällten Holz ihre ersten provisorischen Hütten bauen. Du erfährst im Film auch, wie viele der Aufgebrochenen schlussendlich dort lebend angekommen sind! Desweiteren lade ich dich ein, auch die Info von Frau Aster in Betracht zu ziehen, mit der ich ansonsten nicht immer einverstanden bin!

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Ralph Kunze 02.07.2019, 07:41

Petra Trunk : Bester Kommentar von Mike Remmert, unabhängiger Journalist :
* Zum Fall Rackete: Der "Sea Watch" wurde laut ZDF vom 13.6.2019 ein - dem internationalen Seerecht entsprechender - lybischer Hafen zugewiesen (der 34 Seemeilen entfernt war), mit der Zusicherung die Schiffbrüchigen aufzunehmen, zu versorgen und medizinisch zu betreuen, unter internationaler Aufsicht. Dem hat sich die Kapitänin widersetzt und hat dann Kurs auf das über 250 Seemeilen entfernte Italien genommen. Zu einem Zeitpunkt, als bereits schwer Kranke und Sterbende an Bord waren. Selbst wenn man Italien auf dem schnellsten Weg erreicht hätte, wäre die dringend nötige medizinische Versorgung über einen Tag später erst möglich gewesen. Italien hat von Beginn an die Einfahrt in seine Häfen verweigert, genau so wie Malta. Es war also klar, daß die medizinische Versorgung erheblich länger als mit einem Tag Verspätung kommen würde. In Lybien standen Retter und Ärzte bereit. Die Kapitänin hat damit Tod und Verderben sowie großes Leid billigend in Kauf genommen. Dessen völlig ungeachtet hat sie bei der illegalen Einfahrt in den italienischen Hafen völlig Unbeteiligte in Lebensgefahr gebracht und, fast schon Nebensache, mit einem unfachmännischen Anlegemanöver riesigen Sachschaden verursacht. Und da gibt es immer noch Leute, die in die Hände klatschen und diesen TV Narren nach dem Maul reden. Man kann sich dafür nur noch schämen. Die Welt schaut mit Ekel auf Deutschland herab.*

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Gerhard Mumelter 02.07.2019, 13:25

Erstaunlich genug, dass in 73 Kommentaren die groteske Absicht der Lega, eine Mauer an der italienisch-slowenischen Grenze zu errichten, mit keinem Wort erwähnt wird.....

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Servus Leute 02.07.2019, 13:41

ja, GM, weil so grotesk ... aber an der Absicht sieht man, wie die Lega tickt:
Diktatorisch, totalitaristisch.

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Manfred Klotz 02.07.2019, 14:41

Schon der Verweis von Remmert auf den "riesigen Sachschaden" beim Anlegemanöver zeigt, dass er die Sachlage eigentlich gar nicht kennt.

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Peter Gasser 02.07.2019, 21:17

Ja, und wie ist dann dieses Zitat zu bewerten:
“Ich hatte mit strengen Strafen gerechnet. Offenkundig sind für die italienische Justiz die Missachtung von Gesetzen und ein Angriff auf ein Polizeischiff kein Grund, um hinter Gittern zu landen. Kein Problem: Für die kriminelle Kapitänin ist eine Maßnahme bereit, um sie in ihr Land zurückzuschicken, weil sie für die nationale Sicherheit gefährlich ist“, kommentierte Salvini am Dienstag.
Versteht DER die Sachlage?

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Peter Gasser 02.07.2019, 21:28

Nachtrag:
... passt auch dazu!
.
https://www.stol.it/Artikel/Chronik-im-Ueberblick/Lokal/Vergewaltigung-i...
.
(Und sollte doch die/den eine/anderen zum Nachdenken anregen)

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Waltraud Astner 02.07.2019, 23:44

Ja die Vergewaltigung hat nicht stattgefunden, zum Glück muss man sagen. Leider sind Vergewaltigungen von Zufallsopfern und Schlimmeres, begangen von illegal Aufhältigen anderswo fast an der Tagesordnung und reihen sich ein in andere Straftaten die Menschen ohne gültiges Aufenthaltsrecht begehen und die zu vermeiden wären, würde es die illegale Migration, die jeder geltenden Rechtslage widerspricht, nicht geben. Womit sich der Kreis zur sea watch schließt.
Was sich seit einiger Zeit eingeschlichen hat, ist die Priorität subjektiv definierter Moral über das Gesetz, welches in einem demokratisch legitimierten Verfahren zustande gekommen ist. Das ist eine Zeitbombe für das politische, wirtschaftliche und soziale Zusammenleben in Europa. Wir werden es erleben.

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Servus Leute 02.07.2019, 23:58

1. falscher Ort
2. "Leider sind Vergewaltigungen von Zufallsopfern und Schlimmeres, begangen von illegal Aufhältigen anderswo fast an der Tagesordnung"

das ist Rassismus pur, kommt von fakenews aus rechtsextremen Heimseiten.

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Waltraud Astner 03.07.2019, 07:44

Dass illegal Aufhältige in ganz EUROPA ZUSAMMENGENOMMEN nahezu täglich Straftaten ALLER ART begehen die es nicht geben würde wenn das GESETZ! eingehalten würde, ist frei erfunden und Rassismus. Aber um das Gesetz schert sich eh keiner mehr. Alles klar. Was nicht sein soll, das gibt es auch nicht.

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Peter Gasser 03.07.2019, 07:50

“Dass {Bürger} in ganz EUROPA ZUSAMMENGENOMMEN nahezu täglich Straftaten ALLER ART begehen die es nicht geben würde wenn das GESETZ! eingehalten würde, ist frei erfunden und Rassismus. Aber um das Gesetz schert sich eh keiner mehr. Alles klar. Was nicht sein soll, das gibt es auch nicht”.

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Christoph Moar 03.07.2019, 08:52

Frau Waldner, Herr Gasser, bitte SCHREIEN Sie nicht. Zum Hervorheben von Wörtern hat sich im Netz die Sternchen (=Fett) Schreibweise durchgesetzt, die Großschreibung gilt als Schreien und ist, so ich weiß, auch von der Salto Netiquette nicht erwünscht.

Es geht also beispielsweise darum, dass das *Gesetz* eingehalten wird, und nicht das GESETZ! eingehalten wird.

Vorweg - Sie haben natürlich nicht den gesamten Beitrag großgeschrieben, sondern nur punktuell, Sie schreien also nicht ununterbrochen, fern von mir das zu behaupten. Falls es sich für Sie aber trotzdem ausgehen sollte, in Zukunft auch auf punktuelle Grossschreibung zu verzichten, bin ich Ihnen bereits jetzt sehr dankbar.

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Peter Gasser 03.07.2019, 09:10

Bei genauer Betrachtung ist zu erkennen, dass mein Text unter Anführungszeichen ein copy-paste-Zitat der Urheberin ist, und sowohl dessen Form als sinnloser Inhalt durch den gekennzeichneten Ersatz nur eines Wortes ausgedrückt wird. Dies ist so absichtlich geschehen. Mein Beitrag ist somit korrektes Zitat in Form und Inhalt. OK?

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Christoph Moar 03.07.2019, 09:25

Sorry. Klar.

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Servus Leute 03.07.2019, 09:19

ich bleibe bei meiner Darstellung, Frau Astner, was Sie verbreiten, ist Rassismus. Da können Sie mich noch so lang anschreien.
Es ist ja symptomatisch, wie Sie immer nur die Straftaten der Migranten nennen (oder die mutmaßlichen Straftaten), immer nur die. Es ist ja die Art von "unzensuriert ... " oder "unsertirol" alles die gleiche Suppe.

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Waltraud Astner 03.07.2019, 13:36

Wenn jemand der für die Einhaltung geltender Gesetze einsteht (illegale Einreise und illegaler Aufenthalt bzw. die daraus resultierenden Folgen sind nicht gesetzeskonform) als Rassist bezeichnet wird, dann bin ich gerne Rassist. Habe nie behauptet, dass Straftaten NUR von dieser Seite kommen, sondern gesagt dass eben diese DIE von dieser Seite kommen leicht zu vermeiden wären, würde das Gesetz eingehalten und die illegale Migration eingedämmt, die halt eben nicht legal ist, und Legalität die Grundlage unseres Zusammenlebens darstellt. Man kann es drehen und wenden wie man will.

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Peter Gasser 03.07.2019, 06:21

Unhaltbare Aussage am Rande von Unwahrheit und Rassismus - das ist meine Sichtweise auf diesen Beitrag. Sehr schade.
Wir haben in unserer Gesellschaft einen erfolgreichen Selbstmord pro Woche und wieviele Vergewaltigungen durch Ausländer pro Jahrzehnt?
Vielleicht sollten wir den Fokus auf unsere eigene soziale Gesinnung und den Umgang mit Menschen im Allgemeinen auf den Prüfstand stellen!

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Christoph Moar 03.07.2019, 09:01

"Was sich seit einiger Zeit eingeschlichen hat, ist die Priorität subjektiv definierter Moral über das Gesetz, welches in einem demokratisch legitimierten Verfahren zustande gekommen ist."

Dem kann ich eigentlich nicht zustimmen. Eher ist die Interpretation von Recht und Gesetz seitens Laien immer wieder verwunderlich. Recht und Gesetz haben Hierarchien, und wie beim Kartenspiel sticht der Ober den Unter. Ein simples nationales Gesetz, oder gar ein gesetzesähnlicher Dekret eines Ministers, ist im Rang unter dem Grundgesetz und unter Internationalem Recht.

Wenn Grundgesetz oder Internationales Recht das Retten von Menschenleben vorschreiben, so ist ein nationales Recht, dass den Zugang zu einem Hafen verwehrt, leider nicht stichhaltig, da können sich Salvini und die Kommentatoren noch so sehr über die Richter aufregen, die ja natürlich stets alles falsch machen, nur man selbst weiß wie das so funktioniert, im Recht und Gesetz.

Was die Alternativen angeht - für die Vereinten Nationen ist Lybien kein sicherer Hafen, die Überführung von Seenotgeretten dorthin bricht internationales Recht. Gerettete in Tunesien können sich in Tunesien nicht darauf verlassen, dass Menschenrechte beachtet werden. Nach Einschätzung der Menschenrechtsorganisation "Amnesty International" sind in dem Land zum Beispiel Folter und andere Formen unmenschlicher Behandlung weiterhin verbreitet, zudem sind Gerettet in der Vergangenheit wiederholt nach Lybien zwangsüberführt worden. Auch das Deutsche Auswärtige Amt kommt zum gleichen Schluss, deswegen laden ja auch Frontex und die Deutsche Bundeswehr Gerettete nicht in Tunesien ab.

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Manfred Klotz 03.07.2019, 12:51

Zum Glück gibt es genügend Menschen, die das Prinzip Gehirn - Fallschirm kennen.
Ich teile deine Einschätzung absolut.

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Sepp Bacher 03.07.2019, 11:33

Frau Aster, die Kriminalität ist Folge von Not, Hunger und ausgegrenzt sein (ist dein Ruf erst ruiniert, bewegst du dich ganz ungeniert! Die Nicht-Versorgung jener, die bereits hier sind und der Straße überlassen werden, ist der Knackpunkt). Und sie hat nichts mit Hautfarbe und Religion zu tun. Als in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhundert und dann noch bis zu ersten Weltkrieg, Hunderttausende, ja sogar Millionen Europäer (Christen) nach Nordamerika mit großen Dampfern ankamen, dann wuchs die Stadt schnell und jeder musste sich arrangieren: Der Stärkere und der Cleverere setzt sich durch, auch mit Waffen. So entstand der Wilde Westen und New York hatte eine Kriminalitäts-Rate von 30%.

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 03.07.2019, 11:46

noch einmal Chomsky:
„Es war Papst Franziskus, der das ganze auf den Punkt brachte, als er meinte, dass die Migranten nicht die Ursache der Migration sind, sondern deren Opfer“.

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 03.07.2019, 12:46

Peter, von Salvini will ich gar nicht sprechen, da er genau jene Person ist, der diese Situationen aus politischem Kalkül gezielt herausfordert.

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 03.07.2019, 12:49

Ja, Manfred, so ist das wohl...

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Peter Gasser 03.07.2019, 08:16

Ich weiß, er ist Linksintellektueller, unkonventionell, Störenfried, aber trotzdem einer der noch lebenden Großen irdischen Geisteslebens, darum will ich ihn, etwa 90jährig, hier zitieren, Noam Chomsky:
“Viele Medien unterstützen die Kriminalisierung von Helfern. Sinngemäß heißt es: “Schaut, diese Menschen verstoßen gegen das Gesetz. Sie sollten dafür bestraft werden!” Was soll man dazu sagen? Ich benutze nur sehr ungern Nazi-Analogien, doch in diesem Fall muss ich einfach an Sie denken. Damals wurden zum Beispiel Polen, die Juden vor den Konzentrationslagern retteten, ebenfalls kriminalisiert und getötet. Auf moralischer Ebene ist das, was heute geschieht, fast dasselbe”.

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Karl Egger 03.07.2019, 12:59

Verfolgt man diese Diskussion, erkennt man wieder mal deutlich, wie erbittert hier von linksgrüner Seite um die Deutungshoheit und die moralische Oberhand gekämpft wird... Anscheinend wird keine andere Ansicht, inwiefern diese Frau als Heldin anzusehen ist geduldet...

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Servus Leute 03.07.2019, 13:08

linksgrün?
wieder ein Mantra. Fakt ist: die Kapitänin wurde freigesprochen. Also hat "linksgrün" fachlich / rechtsstaatlich recht. Tutto qui

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Karl Egger 03.07.2019, 13:33

Darf man nicht trotzdem anderer Meinung sein? Oder muss sich diese Ihrer Meinung nach an einem Richterspruch orientieren? Diese Art der Alternativlosigkeit die hier (und nicht nur in dieser Thematik) suggeriert wird, finde ich einer Demokratie unwürdig...

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Peter Gasser 03.07.2019, 13:45

Ich sehe nirgends, dass hier irgendjemandem seine Meinung versagt worden wäre.
Man darf sogar der Meinung sein, die Erde sei eine Scheibe (Fakten zeigen dann halt, das diese Meinung unrichtig ist).
Natürlich darf man der Meinung sein, Frau Rackete habe falsch gehandelt.
Natürlich darf man der Meinung sein, dass Salvini über einem Richterspruch steht, auch wenn es brandgefährlich ist, wenn die Exekutive sich über die Rechtsprechung (Judikative) stellt - was Salvini wohl wollte, was auch Trump oder Erdogan vormachen.

Bild des Benutzers Karl Egger
Karl Egger 03.07.2019, 13:58

Ok, niemand hat hier explizit geschrieben „Diese Meinung ist nicht erlaubt“, aber - um Sie, Herrn Gasser, zu zitieren: „Unhaltbare Aussage am Rande von Unwahrheit und Rassismus - das ist meine Sichtweise auf diesen Beitrag“ - unabhängig vom Inhalt des Beitrags auf den Sie Bezug nehmen, aber DAS ist genau das was ich meine... Ich finde Frau Astner hat eine Ansicht, die man nicht teilen muss, aber kann, dementsprechend sollte diese zumindest respektiert werden, im Sinne einer konstruktiven Diskussionsführung...

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 03.07.2019, 14:12

... eben, und genau daher ganz klar und deutlich in meinem Beitrag:
„... das ist *meine Sichtweise* auf diesen Beitrag“.
„Meine Sichtweise“ drückt ganz klar (m)eine subjektive, persönliche Sichtweise aus, und erhöht diese ganz klar *nicht* zu allgemeingültiger Objektivität oder Wahrheit.
Es ist meine Sichtweise - und nun ist es an mir: wollen Sie diese *meine* Sichtweise respektieren, so wie ich jede andere (auch die von Frau Astner) respektiere?
Bitte bedenken Sie auch, worauf mein Beitrag Bezug genommen hatte (Zitat Frau Astner): „Leider sind Vergewaltigungen von Zufallsopfern und Schlimmeres, begangen von illegal Aufhältigen anderswo fast an der Tagesordnung“:
„anderswo“ (wo?) begehen „illegal Aufhältige Vergewaltigungen von Zufallsopfern fast an der Tagesordnung“?
Wo ist „anderswo“: ich habe recherchiert, und es nirgends gefunden...

Bild des Benutzers Waltraud Astner
Waltraud Astner 18.08.2019, 21:48

@Peter Gasser
Wenn Sie deutsche Lokalzeitungen lesen, dann finden Sie viele Delikte die von Asylwerbern und Nichtaufenthaltsberechtigten vielfach an Zufallsopfern begangen werden. Da fragt sich der normal denkende Mensch mit normalem Rechtsempfinden, warum sich Menschen ohne Aufenthaltsstatus oder noch nicht festgestelltem Aufenthaltsstatus in der Mitte der Gesellschaft befinden von wo aus sie Straftaten aller Art begehen können, die es NICHT GÄBE wenn das GESETZ eingehalten würde. Man möge sich in die betroffenen Angehörigen hineinfühlen, deren völlig unbeteiligte Angehörige getötet, verletzt, oder traumatisiert wurden. Wie erklärt der Staat den Betroffenen das eklatante Staatsversagen
Hier nur einige Beispiele:

https://www.mz-web.de/dessau-rosslau/uebergriff-auf-neunjaehrige-prozess...

https://www.bo.de/lokales/ortenau/groesserer-polizeieinsatz-in-offenburg

https://www.merkur.de/lokales/garmisch-partenkirchen/garmisch-partenkirc...

https://www.welt.de/politik/deutschland/article191584235/BKA-Lagebild-Ge...

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 19.08.2019, 07:40

Wer sucht, der findet - alles. Nachmals lese ich Übertreibung aus Ihren Zeilen (“viele” und dazu noch “vielfach”).
“Wenn das Gesetz eingehalten würde”, gäbe es überhaupt keine Straftaten, auch nicht jene Verbrechen (unserer) Konzerne gemeinsam mit afrikanischen Konzernen oder Kriegsherren an der Bevölkerung und an der Natur, wodurch es auch diese Art der Schleuser-Migration wohl nicht gäbe.
Die Ursache von Geschehen stets außerhalb der eigenen weißen Weste zu sehen, gleichsam als unbeteiligter Zuschauer am Ufer, widerspricht der empirischen erfahrbaren Wirklichkeit.

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 03.07.2019, 13:11

Ich sehe dies weniger so.
Mir ist links, rechts, grün, Heldin oder nicht, eher einerlei.
Es geht, tiefergreifend, um „Menschlichkeit“.
Es geht darum, die europäischen Wurzeln der Humanität beizubehalten - und nicht zurückzufallen in dunkle Zeiten.
Es ist die Sorge um die Zukunft.
An unseren Grenzen ertrinken Menschen: wir sind daran nicht unschuldig, und wir sollten nicht einen Einzigen erbarmungslos ertrinken lassen.
Damit verraten wir uns selbst und unsere Werte.
Und niemand mag zusehen und dabei auch noch das Kreuz küssen, ohne soch der Blasphemie schuldig zu machen.

Bild des Benutzers Servus Leute
Servus Leute 03.07.2019, 13:16

ich hatte "linksgrün" unter Anführungszeichen ... da offenbar alles "linksgrün" sind, die nicht so rechts sind wie einige, die selbst nach dem Richterspruch die Fakten nicht zur Kenntnis nehmen wollen.

Bild des Benutzers Karl Egger
Karl Egger 03.07.2019, 13:36

Folgt man Ihrer Argumentation würde dies bedeuten, für den Fall dass die Frau verurteilt worden wäre: Verurteilt = Verbrecherin, da Richterspruch = Fakt ?

Bild des Benutzers Ralph Kunze
Ralph Kunze 03.07.2019, 19:58

Vielleicht sollten User mit Hausverstand das Forum für einige Zeit meiden, dann können sich die linksgrünen Bounisti gegenseitig beweihräuchern...

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 03.07.2019, 20:09

„ ralph kunze 02.07.2019, 18:10: das problem in diesem forum ist, dass sich hier fast nur wahrheitsleugner tummeln“: das ist eine eigen-artige Art von Diskussion.
Wer anderer Ansicht ist als Sie, ist ohne „Hausverstand“, bzw. „Wahrheitsleugner“.
Dies bedeutet, dass nur wer denkt wie Sie: hat „Hausverstand“ und „Wahrheit“.
Das ist ein Verstoß gegen §P1, §P2, §P3.

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 04.07.2019, 08:08

Kunze, erklärt das auch, weshalb Sie das Forum nie meiden?

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 04.07.2019, 08:07

Herr Egger, könnten Sie diese Aussage erklären? Ich verstehe nicht worauf Sie hinaus wollen.

Bild des Benutzers Mair Johann
Mair Johann 08.07.2019, 17:09

In diesem obigen Artikel wird gelogen! Oder wie soll ich das verstehen: "Vor und nach der Landung der Sea Watch liefen unbehelligt über 10 Boote in den Hafen der Insel ein, in denen sich über 300 tunesische Migranten befanden. Sie konnten problemlos an Land gehen und wurden im Aufnahmezentrum der Insel untergebracht". Und weiter unten steht dann: "Wurden 2017 in den Monaten April, Mai, Juni und Juli an Italiens Küsten über 70.000 Flüchtlinge registriert, so ist deren Zahl mittlerweile auf wenige Hundert gesunken" Wie ist das möglich, wenn innerhalb von 3 Wochen 300 Flüchtlinge neben der SEA WATH in den Hafen eingelaufen sind!?

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 08.07.2019, 18:30

Was verstehen Sie an diesem Passus nicht?

Bild des Benutzers Rufer Peter
Rufer Peter 11.07.2019, 11:05

Ein Flugticket von z. B. Somalia nach Europa kostet etwa 600 Euro. Warum zahlen die angeblichen "Flüchtlinge" dann tausende Dollar für die Schlepper inkl. Todesgefahr?
Um legal via Flugzeug einreisen zu können, braucht man allerdings Ausweispapiere/Visum. Das dürfte für viele angebliche "Flüchtlinge" ein Problem sein, wenn man z. B. über seine wahre Herkunft oder sein Alter nicht die Wahrheit sagen will. Und es kommen täglich auch viele Menschen auf europäischen Flughäfen an.

Bild des Benutzers Rufer Peter
Rufer Peter 18.08.2019, 16:47

Jeder der den Zuzug von angeblichen "Flüchtlingen" befürwortet, sollte dauerhaft für die Kosten und Folgekosten aufkommen. Jeder Bürger in der Schweiz, Deutschlands oder Österreich sollte dazu befragt werden. Die Bürger, die Zuwanderung wollen, bezahlen. Die Anderen nicht. Mal sehen was dabei rauskommt.

Bild des Benutzers Sepp Bacher
Sepp Bacher 18.08.2019, 19:01

Nach Ihrer Logik könnte man sagen, wer einen ausgebauten Flugplatz will, soll ihn auch bezahlen!
Aber sie müssten schon auch noch vorher die Anreiner fragen, ob sie einverstanden und bereit sind die Unannehmlichkeiten zu ertragen. Sonst müsste man ihnen Ausgleichszahlungen oder Ausweichmöglichkeiten garantieren!

Bild des Benutzers Rufer Peter
Rufer Peter 19.08.2019, 14:10

Diese Flüchtlinge müsssen warten bis zur Aufnahme in Deutschland. Jetzt sind erstmal andere an der Reihe.
https://www.welt.de/politik/article198765805/Islamischer-Staat-Bundesreg...

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